Vom Heim zu Hotel Mama

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Rache Drogen Familie

Ich (m/34) bin, nachdem ich von meiner Ex rausgeworfen wurde, weil ich nur einen Job länger als 4 Wochen behalten konnte, wieder bei meinen Eltern eingezogen. Das mit dem Job lag aber auch daran, dass sie mich z.B. nicht schlafen ließ und ich daher unkonzentriert war, oder daran, dass sie morgens um vier einen üblen Streit von Zaun brach. Wie auch immer, offenbar habe ich nicht gemerkt, wie sehr sich das Verhältnis meiner Eltern ins Negative gewandelt hat. Da ich mit meiner Verflossenen in einer circa 150 km entfernten Stadt lebte, bekam ich wenig vom Leben meiner Familie mit. Zu der Zeit, als ich rausflog, vor ziemlich genau drei Jahren, wurde auch noch mein Bruder wegen schweren Raubes für sechs Jahre inhaftiert. Also für meine Eltern eine absolut beschissene Situation, der eine Sohn im Bau, der andere auf der Straße. Also boten sie mir an, mich aufzunehmen, bevor ich auch noch Dummheiten machte, was ich aber nicht vorgehabt hatte. Ich war sicher, in wenigen Tagen bis Wochen Arbeit und Wohnung zu bekommen. Wie gesagt hause ich nun aber insgesamt schon 3 Jahre hier, von einem 4-wöchigen Revival mal abgesehen, welches in einer Katastrophe endete.


Ich bekomme aber zumindest Hartz IV, wovon ich auch brav 50 Prozent abgebe. Aber den Tabak, den ich brauche, muss ich selber kaufen, und das macht fast zwei Drittel des Restes aus, mehr als einmal weggehen ist da nicht drin. Da mir aber auffiel, dass meine Eltern entweder gar nicht oder aneinander vorbei redeten, fing ich nach 6 Monaten an, den Tabak nicht mehr zu zahlen, sondern jeweils zu sagen, ich hätte das Geld dem anderen Elternteil schon gegeben. Rückfragen stellten sie nicht, wegen dem schlechten Verhältnis und weil sie mir halt doch vertrauen. Das so gesparte Geld gebe ich für Speed und Gras aus, und wenn nichts zu kriegen ist, versaufe ich es. Dass ich meine Eltern dabei anlüge, ist mir völlig egal. Außerdem klaue ich meiner Mutter dauernd ein high machendes Schmerzmittel.


Meine Eltern sind allerdings selbst Schuld an dem mir fehlenden schlechten Gewissen. Denn sowohl ich als auch mein Bruder wurden bei den ersten pubertären Verhaltensschwankungen ins Heim abgeschoben. Vorher wurden wir allerdings noch mit allem geschlagen, was unseren Eltern in die Hände kam, und das mit gerade mal 11 Jahren. Im Heim konnten wir beide keine unserer nachweislich überdurchschnittlichen Intelligenz entsprechende Schulbildung bekommen. Das ortsansässige Gymnasium nahm nach schlechten Erfahrungen keine Heimkinder mehr auf und Schulen in anderen Sprengeln waren zu weit weg. Also habe ich im Endeffekt nur einen (zwar mit 1,1, aber was nutzt es?) qualifizierenden Hauptschulabschluss gemacht, aber danach nur eine Ausbildung zum Holzwerker. Jobs in dem Bereich gibt es hier so gut wie keine, und eine Umschulung weigert sich die ARGE zu zahlen, das würde zu tief in ihr Budget gehen. Also sitze ich motivationslos hier herum und gehe meinen Eltern genauso auf die Nerven wie sie mir. Ich hätte mehr erreichen können im Leben, aber ich wurde zum Versager gemacht. Aber danke, lieber Papa und liebe Mama, die Jahre im Heim hole ich jetzt nach!

Beichthaus.com Beichte #00030559 vom 07.12.2012 um 06:24:20 Uhr (33 Kommentare).

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Der ungewollte Mitfahrer

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Betrug Feigheit Lügen Last Night Nürnberg

Ein Freund und ich wollten vor fünf Jahren auf ein Konzert fahren, das 50 Kilometer von uns entfernt stattfand. Am Abend vor besagtem Konzert haben wir uns kräftig besoffen und dieses dann einem ehemaligen Klassenkameraden schmackhaft gemacht. Er könne sogar bei uns mitfahren, haben wir das Konzert angepriesen. Am nächsten Tag kam der geballte Schlag der Reue als der Bekannte anrief und freudig mitteilte, dass er jetzt auch ein Ticket für 27 Euro gekauft hatte und sich sehr freue, mit uns dorthin zu fahren. Denn wir wollten ihn jetzt, in nüchternem Zustand, nicht mehr dabei haben. Also trafen mein Freund und ich uns und tankten das Auto voll, währenddessen wir dem Bekannten am Telefon sagten, dass wir wohl zu müde und mitgenommen von der vorherigen Nacht wären und besagtes Konzert ausfallen lassen müssten. Ich wusste damals schon, dass es nicht schön und falsch war. In diesen Tagen jährt sich das Ereignis zum fünften Mal und mein Gewissen ist nach wie vor sehr belastet.

Beichthaus.com Beichte #00030488 vom 23.11.2012 um 22:01:10 Uhr in Nürnberg (Fürther Straße) (13 Kommentare).

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“Beichte

Sperma gegen Pickel und Falten

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Eitelkeit Neugier Peinlichkeit Ekel Berlin

Sperma gegen Pickel und Falten
Ich (m/34) bin in einem Alter, in dem die meisten Männer schon eine Halbglatze und tiefe Falten im Gesicht haben. Ich sehe glücklicherweise noch recht jung aus und würde auch noch als 25-Jähriger durchgehen. Ich habe schon früh angefangen, auf mein Äußeres zu achten. Vor einigen Jahren, las ich einen Bericht darüber, dass Sperma das ideale Anti-Falten-Mittel ist und Kosmetikkonzerne daran arbeiten, es synthetisch herzustellen. Als Single hatte ich somit endlich einen sinnvollen Verwendungszweck für das Zeug gefunden. Frisches Sperma wirkt gut gegen Pickel, aber als Faltenkiller ist es einfach perfekt. Im Gesicht, zum Beispiel unter den Augen leicht einklopfen und einziehen lassen. Nach 10 Minuten fühlt sich die Haut richtig glatt an. Um den Effekt zu erhöhen, gebe ich dann etwas hyaluronhaltige Creme auf die getrocknete Haut. Kleine Fältchen unter den Augen werden deutlich gemildert.

Mittlerweile habe ich eine Freundin, die mein Geheimnis in einer äußerst peinlichen Situation gelüftet hat. Sie musste das natürlich gleich ihren besten Freundinnen weitertratschen und erntete alles zwischen Interesse und Würgereiz. Der Peinlichkeitsfaktor ist für mich gar nicht mehr zu toppen. Die von oben nach unten musternden und zugleich angewiderten Blicke der Freundinnen sagen alles.
Eine Genugtuung hat das Ganze jedoch mit sich gebracht; meine Freundin ist jetzt auch auf dem Trip. Ich beichte, dass wir nach dem Sex jedes Mal schnell zum Spiegel sprinten und uns mein Sperma unter die Augen klopfen.

Beichthaus.com Beichte #00030458 vom 15.11.2012 um 15:07:51 Uhr in Berlin (Sredzkistraße) (27 Kommentare).

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Die Folgen des Mobbings

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Hass Selbstverletzung Neurosen Schule Dachau

Ich (m) wurde in der Schule ab der fünften Klasse, also mit dem Wechsel aufs Gymnasium, gemobbt. Das Mobbing reichte von verbalen Sticheleien, über Diebstahl, zu körperlicher Gewalt. Sehr oft wurde ich wegen meiner Figur gehänselt. Das Paradoxe war, dass einige wirklich Dicke aus meiner Klasse mich fertigmachten, weil ich angeblich dick wäre, was objektiv betrachtet ziemlicher Quatsch war, weil ich eher schlank war. Das Hauptproblem war, dass die Mitschüler, die mich mobbten, mich immer bei der Klassenlehrerin anschwärzten, wenn ich mich wehrte (was maximal aus schlimmen Beleidigungen bestand). Allerdings bekamen meine Eltern von Seiten der Schule natürlich nur mit, wenn ich mal einen Mitschüler beleidigt hatte und nicht das vorausgehende Mobbing. Dass ich gemobbt werde, wollten mir meine Eltern natürlich nicht glauben und unterstellten mir Wahrnehmungsstörungen. Da mein Vater meine Probleme beheben wollte, wurde ich fast jeden Mittag von ihm fertiggemacht, weil ich ja die ganze Klasse tyrannisiere und alle fertigmache. Das ging teilweise so, dass ich in mehrstündigen "Sitzungen" angeschrien und beschimpft wurde. Das Mobbing zog nach einer gewissen Zeit auch außerhalb meiner Klasse Kreise, da einige Leute aus meinem Ort, die auf meiner Schule waren und das Mobbing daher kannten, anfingen, mich ebenfalls zu mobben. Wirklich gewehrt habe ich mich auch hier nicht.


Irgendwann motivierten die Hänseleien über mein nicht vorhandenes Übergewicht mich allerdings dazu, abzunehmen und mehr Sport zu treiben. Dies entwickelte sich irgendwann zu einer Sucht, da ich immer weiter abnehmen wollte und meine Mitschüler mich auch weiterhin schikanierten. Irgendwann war ich komplett abgemagert und trieb jeden Tag mehrere Stunden Sport. Dazu kam, dass ich kaum noch etwas aß. Das Essen wurde dann auch der Streitpunkt mit meinen Eltern, da sie mich nun immer zwingen mussten, etwas zu essen, was ich teilweise nur noch unter Gewaltandrohungen machte. Ich wurde durch die Unterernährung auch permanent krank und oft ohnmächtig, was mir aber einfach egal war. In der Schule war ich nur noch körperlich anwesend und konzentrierte mich ausschließlich auf den Sport. Irgendwann fing ich an, mich gegen das Mobbing zu wehren und blind um mich zu schlagen, weil ich es nicht mehr aushielt. Als ich das machte, sahen die Lehrer plötzlich nicht mehr weg und konnten meinen Eltern auch sagen, dass ich gemobbt werde. Ich verstehe bis heute nicht, warum es jetzt auf einmal ging. Als mein Vater das mitbekam, wunderte er sich, wieso ich ihm nie was gesagt hatte. Er hätte mir doch geholfen. Er hat sich dann auch darum gekümmert und die ganze Sache war sehr schnell beendet. Dies lag auch daran, dass unsere Klasse aufgelöst wurde und wir alle neu aufgeteilt wurden. In der neuen Klasse wurde ich zwar auch gemobbt aber nicht mehr so schlimm wie vorher. Heute bin ich 20 Jahre alt und meine Schulzeit hat mich psychisch völlig zerstört. Ich habe teilweise immer noch meine Essstörung und extremste Phobien. Zum Beispiel habe ich Angst vor Ablehnung Dies ist so schlimm, dass ich kaum zur Uni fahren konnte. Ich setzte mich mehrere Stunden in mein Auto, um nicht dorthin zu müssen. Ich war höchstens ein- oder zweimal in einer Vorlesung und ansonsten waren meine Ängste einfach stärker. Außerdem habe ich einen wahnsinnigen Hass auf alles. Ich versuche zwar immer, das zu unterdrücken, das gelingt mir aber nicht immer, weswegen ich meine Eltern teilweise mehr oder weniger grundlos extrem beleidige. Teilweise bekomme ich auch richtige Krämpfe wegen meines Hasses, dann zittern meine Hände und ich beiße mehr oder weniger unkontrolliert mit den Zähnen aufeinander.

Beichthaus.com Beichte #00030450 vom 13.11.2012 um 00:24:39 Uhr in Dachau (25 Kommentare).

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Die zwei Seiten meines Jobs

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Betrug Faulheit Arbeit

Ich (m/27) befinde mich im letzten Jahr meines Studiums und arbeite als Werkstudent in einem globalen Konzern. Die Bezahlung wird von anderen studentischen Arbeitsstellen nicht übertroffen und die Referenz in meinem Lebenslauf wird bei Vorstellungsgesprächen sehr positiv honoriert. Alle mir übertragenen Aufgaben erledige ich mit einer sehr gewissenhaften Einstellung, so dass meine Arbeit qualitativ hochwertig ist. Je nach Situation kann ich sehr freundlich, Spaß bringend oder auch sehr ernst bei Meetings sein, so dass ich als Person und Kollege geschätzt werde. Ich möchte aber hiermit beichten, dass, anstelle des Ziels, die Quantität meiner Arbeit zu erhöhen, ich morgens lieber auf der Toilette eine halbe Stunde Backgammon auf meinem Handy spiele, ich mittags gerne bei einem Kaffee die vorgeschriebene Pausendauer überschreite und Nachmittags lieber das Beichthaus aufsuche, anstatt die nächsten Aufträge zu bearbeiten.

Beichthaus.com Beichte #00030371 vom 23.10.2012 um 15:14:10 Uhr (24 Kommentare).

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