Hulk

40

anhören

Gewalt Drogen Dummheit Nachbarn Polizei

Ich muss eine Sache erzählen, die schon etwas her ist, aber für mich immer noch sehr unangenehme Auswirkungen hat. Mit Anfang 20 geriet ich in etwas zweifelhaften Umgang mit ein paar Kumpels, die zwar offiziell studierten, aber eigentlich nur den ganzen Tag am abhängen waren. Drogen spielten dabei auch eine größere Rolle. Wir trafen uns immer bei einem meiner Kumpels in der Wohnung zum Fernsehen, Zocken und Kiffen. Manche von der Clique dort schmissen allerdings auch Trips oder rauchten Meth. In seiner Nachbarschaft wohnten fast nur alte Leute, die wir öfter anpöbelten, weil wir uns ihnen gegenüber unbesiegbar fühlten. Eines Tages zog allerdings ein junger Mann in eine der Wohnungen im Nachbarhaus ein. Er war unauffällig und sehr nett zu allen Menschen, das Einzige was an ihm ein bisschen hervorstach war, dass er ungewöhnlich muskulös war. Nach kurzer Zeit begannen wir auch ihn vollzulöffeln wann immer wir ihn sahen und er bekam den Spitznamen "Hulk" von uns verpasst. Er reagierte fast nie darauf, höchstens mal mit einem genervten Blick, also machten wir weiter. Wir vermieden es allerdings ihm alleine zu begegnen, da wir nicht wussten, ob er sich vielleicht doch mal für die Pöbeleien revanchieren würde. Aus Spaß an der Freude schlitzten wir ihm auch zweimal die Autoreifen auf, und schlugen einmal seine Windschutzscheibe ein. Natürlich waren wir dabei so vorsichtig, dass er nur vermuten konnte, dass wir es gewesen waren.


Irgendwann hatte er eine Freundin, die natürlich auch sofort Opfer unserer Attacken wurde. Einer meiner Kumpels trieb es soweit, sie als Hulk-Hure zu beschimpfen, außerdem machten wir ständig anzügliche Witze und Gesten, wenn sie uns über den Weg lief. Sie ignorierte uns solange, bis der Inhaber der Wohnung, in der wir uns trafen, sie mal nachts total high versuchte zu betatschen und wahrscheinlich noch schlimmere Sachen mit ihr anstellen wollte. Sie wandte sich los und rannte glücklicherweise weg. Ich hatte nach der Aktion sofort ein mulmiges Gefühl, dass uns ihr Freund anzeigen würde. Ich räumte also alle Drogen weg, im Falle die Polizei stand morgens vor der Tür. Es gingen jedoch zwei Wochen ins Land, ohne das etwas passierte und wir pöbelten schließlich weiter, sogar schlimmer als je zuvor. Die Drogen holten wir auch wieder aus ihren Verstecken. Drei Wochen nach der Aktion klingelte es früh Punkt um sechs Sturm. Wir waren alle total breit und übernächtigt. Mir ging trotzdem sofort ziemlich die Muffe. Einer meiner Kumpels schnappte sich einen Baseballschläger und ging damit zur Tür. Danach hab ich nur noch bruchstückenhafte Erinnerungen. Ich weiß nur noch, dass er nach dem Öffnen sofort zu Boden ging, der Baseballschläger flog ihm aus der Hand. Außerdem kann ich mich noch daran erinnern, dass jemand mehrmals hintereinander laut "Hinlegen, Polizei" rief. Das Nächste was ich genau weiß ist, dass ich auf dem Boden lag, mir die Hände gefesselt wurden und ich einen schweren Stiefel sehr fest im Genick hatte. Dann zerrte man uns einen nach dem anderen aus der Wohnung.


Ich fing an zu weinen, weil ich daran denken musste, was meine Eltern wohl dazu sagen würden. Wir wurden schließlich auf das Polizeirevier verfrachtet. Als wir unsere Aussage machen mussten, erschrak ich heftig, denn einer der Polizisten, die mich verhörten, war unser Hulk. Es stellte sich im Nachhinein heraus, dass er beim SEK arbeitete. Was ich auch nicht gewusst hatte war, dass derjenige aus meiner Clique, dem die Wohnung gehörte, schon öfter mit Drogendelikten aufgefallen war, und wohl in größerem Stil mit Ecstasy dealte. Dem Kumpel, der Hulks Freundin betatscht hatte und der mit dem Baseballschläger zur Tür gegangen war, wurde im Zuge der Razzia übrigens am Hoden verletzt. Das ist meiner Meinung nach kein Zufall, allerdings hat nie jemand Anzeige erstattet. Ich selbst hatte danach wahnsinnigen Stress mit meinen Eltern und musste mein Studium abbrechen. Ich bin vorbestraft und hatte eine Weile nach der Razzia ein posttraumatisches Stresssyndrom. Mittlerweile bin ich Familienvater und meine Frau weiß nichts über mein Vorleben. Sie wundert sich nur, warum ich bei Verkehrskontrollen immer herausgezogen werde und öfter Drogentests bei mir durchgeführt werden. Hulk habe ich danach noch einmal zufällig privat in der Stadt getroffen, er hat mich gefragt ob ich ihm etwas zu sagen hätte. Ich habe mich schließlich entschuldigt. Woraufhin er meinte, dass ich froh sein könne, dass es für mich so glimpflich ausgegangen sei, denn er hätte uns ohne Weiteres auch allen getrennt auflauern, und uns so "hochnehmen können wie wir es verdient gehabt hätten", ohne dass jemand erfahren hätte, wer dahinter steckt. Ich fand zwar damals, dass er übertrieb, aber wenn ich mir vorstelle, dass jemand meine Frau so behandelt, wie wir seine Freundin behandelt haben, dreht sich mir der Magen um und mir wird bewusst was er meinte.

Beichthaus.com Beichte #00029577 vom 30.11.2011 um 11:09:53 Uhr (40 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ein Abend wie kein anderer

48

anhören

Zorn Hass Selbstverletzung Bahn & Co.

Ein Abend wie kein anderer
Ich habe gestern Abend gesehen, wie ein Mann sich vor einen heranrasenden Güterzug geschmissen hat. Ich stand nur wenige Meter neben ihm, als er plötzlich auf das Gleis zugestürmt ist. Der Zug hat ihn gleich erfasst und mehrere Meter weit zurück auf den Bahnsteig geschleudert. Da ein Freund von mir, mit dem ich da war, Arzt ist, ist er sofort hingerannt, konnte aber nichts mehr tun und hat sich stattdessen um einen Passanten gekümmert, der bei dem Vorfall ebenfalls verletzt wurde. Auf dem Bahnsteig war heilloses Chaos und alle Umstehenden waren absolut geschockt. Keiner wusste wirklich, was zu tun war. Schließlich kamen Polizisten und Sanitäter dazu, die die Unfallstelle abgesichert und sich auch um die traumatisierten Passanten gekümmert haben. Schließlich rollte auch noch ein zweiter Zug auf dem gegenüberliegenden Gleis ein und die Passagiere konnten und mussten sich den Anblick der Leiche antun.

Ich beichte, dass ich seit dem gestrigen Abend einfach nur wütend bin. Ich bin wütend auf die Passanten, die angesichts einer solchen Tragödie solche Sprüche ablassen wie: "Gut, dass der Kerl nicht auf unser Gleis gesprungen ist, sonst würden wir nie nach Hause kommen". Ich bin wütend auf die verfluchten Schaulustigen, die mit einem fetten Grinsen aus dem Zug gekommen sind, um sich an den Überresten des Toten zu ergötzen. Und ich weiß, dass ich das nicht denken sollte, aber ich bin so wütend auf den Selbstmörder. Jeder der will, kann sich meinetwegen umbringen. Schade, dass so etwas heutzutage immer noch so häufig passiert und tragisch, dass es Menschen gibt, die scheinbar keinen anderen Ausweg mehr finden. Aber warum zur Hölle kann man das nicht zu Hause mit Schlaftabletten tun? Wieso muss man 50 traumatisierte Augenzeugen zurücklassen? Wieso denkt man nicht mal an den armen Lokführer? Wieso denkt er nicht an seine Angehörigen, die ihn identifizieren müssen? Was passiert ist, tut mir unendlich leid. Aber wenn ich daran denke, was ich gestern Abend gesehen habe, dann empfinde ich kein Mitgefühl oder Trauer, sondern einfach nur Wut. Es tut mir leid, dass ich kein besserer Mensch bin.

Beichthaus.com Beichte #00029566 vom 28.11.2011 um 16:41:37 Uhr (48 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Post gibts erst morgen

19

anhören

Faulheit Waghalsigkeit Arbeit

Ich beichte, dass ich ziemlich faul bin. Eine Zeit lang war ich Briefzustellerin. An sich hat mir der Job sehr viel Spaß gemacht. Ich war draußen an der frischen Luft, konnte mir die Arbeit frei einteilen und war unter Leuten. Nur manchmal wenn es im Schatten 35 Grad waren und die Touristen in der Stadt immer mehr wurden, sodass ein durchkommen fast unmöglich wurde, habe ich meine Tour abgekürzt und nur bis elf Uhr ausgetragen. Die restlichen Briefe habe ich mit nach Hause genommen, um sie einen Tag später zuzustellen. Natürlich habe ich darauf geachtet, dass keine wichtigen Briefe für Ärzte oder von Behörden dabei waren, nur Werbung etc.. In meinem Arbeitsvertrag stand ausdrücklich, dass es verboten ist die Briefe mit nach Hause zu nehmen und fristlose Kündigung die Konsequenz wäre. Aber wenn man bedenkt, dass ich teilweise für 2 Euro die Stunde gearbeitet habe, fand ich das hin und wieder ziemlich fair, meine Arbeitszeit zu verkürzen.

Beichthaus.com Beichte #00029565 vom 28.11.2011 um 16:12:02 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Nasenbluten

19

anhören

Manie Fetisch Sucht Gesundheit

Ich möchte beichten, dass ich eine Schwäche für Nasenbluten habe. Ich liebe es, wenn das Blut einfach rausfließt. Auf YouTube schaue ich mir deshalb oft Videos dazu an und stelle mir anschließend vor,ich hätte chronisches Nasenbluten und es würde wie eine Fontäne aus der Nase geschossen kommen. Manchmal stochere ich mir mit einer Nadel in der Nase herum, damit es endlich mal wieder blutet.

Beichthaus.com Beichte #00029559 vom 26.11.2011 um 00:36:35 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Meine Nachbarn und ihr Hobby

34

anhören

Neugier Masturbation Wollust Intim Nachbarn

Ich (w/Ende 20) musste letzte Woche wegen meines Nachbarn zum Frauenarzt. Der Typ ist wirklich ziemlich schnuckelig, hatte aber bis vor einem halben Jahr eine Freundin, die rein äußerlich überhaupt nicht zu ihm gepasst hat, sie war maximal durchschnittlich hübsch und auch nicht besonders schlank. Sie hat ihn aber wohl wegen eines Anderen verlassen, und er hat eine Neue. Die wiederum ist eine absolute Granate was ihr Aussehen angeht. Außerdem fresse ich einen Besen wenn sie älter ist als 20. Wie das nun zu Anfang einer Beziehung immer so ist, kommen die beiden nicht wirklich oft aus dem Bett raus. Sie sind außerdem so laut, dass man es durch die Wände hört, wenn sie zu Gange sind. Erschwerend hinzu kommt, dass unsere Wohnungen so günstig liegen, dass ich aus meiner Küche in Teile seines Schlafzimmers und aus meinem Wohnzimmer, wenn ich mich etwas anstrenge, direkt in sein Wohnzimmer gucken kann. Was ich mache, während ich die beiden beobachte, oder ihnen zuhöre, dürfte jedem klar sein. Sie haben gerne mal ungelogen fünf Stunden Sex vor dem Kamin. Die beiden sehen nackt besser aus als die meisten Schlüpferfilm-Darsteller. Er ist muskulös, mit Sixpack, knackigem Hintern, breiten Schultern und allem was sonst so dazugehört, und sie hat eine Wespentaille mit Apfelpo drunter, aber ihre Brüste dürften trotzdem eine gute C-Größe sein. Ihrem Alter entsprechend steht da auch noch alles. Ich beneide sie ehrlich gesagt etwas. Jedenfalls stehe ich neuerdings laufend in ziemlich unbequemer Haltung in meinem Wohnzimmer, in der einen Hand ein Fernglas, die andere Hand zwischen meinen Beinen, und gucke den beiden zu, wie sie ihr scheinbar endloses sexuelles Repertoire abarbeiten. Da sind Stellungen drunter, die kannte ich noch nicht mal. Vergangenen Monat hatte ich Urlaub und hab mich angestrengt, jedes Mal zuzugucken, wenn die beiden miteinander geschlafen haben. Einmal bin ich sogar simultan mit ihm gekommen, als er sein Sp***a über ihren Traumkörper und ihr Gesicht ergoss. Na super, jetzt werde ich schon beim Schreiben wieder rallig. Egal. Was ich eigentlich sagen wollte war, dass ich mir in meinem Urlaub so oft meine Maus geklickt habe, dass ich mit einer üblen Entzündung untenrum anschließend zum Frauenarzt musste, und der gute Mann mir geraten hat, die Finger erst mal eine Weile von da wegzulassen. Morgen ist aber schon wieder Wochenende, und an Wochenenden ist es ganz schlimm mit den beiden. Wahrscheinlich werde ich entweder die nächste Zeit sehr gebückt, mit schmerzverzerrtem Gesicht in der Weltgeschichte umherwanken, oder ich werde mich einfach von heute Abend an das ganze Wochenende gnadenlos volllaufen lassen.

Beichthaus.com Beichte #00029554 vom 25.11.2011 um 10:36:40 Uhr (34 Kommentare).

Gebeichtet von chriscoco
In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000