Kommen Sie rein, können Sie raus schauen

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Morallosigkeit Peinlichkeit Ungerechtigkeit Bahn & Co. München

Neulich sind zwei Personen in die U-Bahn eingestiegen. Der Eine ging zuerst, hat dann dem anderen rein geholfen und den Klassiker gebracht: "Kommen Sie rein, können Sie raus schauen." Ich hab mir mein Kichern nicht verkneifen können: Die beiden waren blind und ich glaube sie haben es gehört. Ich beichte, dass ich über zwei sehbehinderte Menschen lachen musste. Normalerweise mache ich so etwas nicht. Es tut mir Leid.

Beichthaus.com Beichte #00027670 vom 31.03.2010 um 21:14:44 Uhr in München (27 Kommentare).

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Klassenbuch bei den Pyramiden von Gizeh vergraben

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Diebstahl Hochmut Vandalismus Schule Ägypten

Ich möchte beichten, dass ich innerhalb meiner langen Schulzeit wahllos insgesamt 19 Tagebücher auf diverse Arten entwendet und teils vernichtet habe. Mein persönlicher Favorit ist jenes Tagebuch von meiner Abschlussklasse, welches in Ägypten irgendwo bei den Pyramiden von Gizeh vergraben liegt. Ich persönlich möchte jedoch anmerken, dass die Bildungseinrichtung Schule in mir keine Aggressionen ausgelöst haben, die womöglich der Grund für diese Taten gewesen waren, sondern insgeheim die Planung und die Durchführung der Taten aus Langeweile während der Unterrichtszeit entstanden sind.

Beichthaus.com Beichte #00027650 vom 25.03.2010 um 18:22:10 Uhr in Ägypten (Pyramiden von Gizeh) (23 Kommentare).

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“Beichte

Flucht vor dem eigenen Vater

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Gewalt Missbrauch Verzweiflung Familie USA

Flucht vor dem eigenen Vater
Mein Vater ist Alkoholiker und schlägt und misshandelt mich (w/14) seit meinem 4. Lebensjahr, während meine Mutter nichts dagegen unternimmt. Nach außen hin sind wir immer die Topfamilie, alles sieht perfekt aus, intern jedoch durchlebe ich die Hölle. In den Weihnachtsferien waren wir auf Urlaub in Amerika, wo auch der große Bruder einer Freundin lebt. Er ist 24, mit 18 aus Wien zusammen zu seiner Freundin nach Texas gezogen, und dort den Marines beigetreten. Er war ein halbes Jahr im Irak, und hat mit seiner Freundin ein kleines Haus. Meine Eltern wissen von ihm gar nichts, und ich hab ihn auch nur ein paar mal kurz gesehen, als er noch in Wien lebte, und über ihn gehört.
Als meine Mutter, mein Vater, und ich nun im Hotel ankamen, ging mein Vater sofort auf mich los. Wie immer ohne Grund, aber dafür umso heftiger. Nach circa 3 Stunden ging er an die Hotelbar zum "auftanken" wie er es nennt, und nahm meine Mutter dabei mit (der er übrigens nie etwas antut - nur mir). Ich habe die Gelegenheit genutzt und habe besagte Freundin mit dem Handy meines Vaters angerufen (ich selbst habe keines) und sie hat ihren Bruder angerufen. Der war total lieb und ist sofort ins Auto gestiegen und die 10 Stunden nach Memphis gefahren, während ich mir 500$ aus dem "Reiseumschlag" meines Vaters genommen habe. Er verwendet auf Reisen keine Bankomatkarte, sondern immer so einen doofen Umschlag voll mit Geld. Ich bin ziellos durch die Gegend geirrt.
Nach weniger als 10 Stunden wurde ich dann vor einem bekannten Fastfood-Restaurant von dem großen Bruder meiner besten Freundin zusammen mit seiner Frau abgeholt, ich hatte am ganzen Körper blaue Flecken (außer im Gesicht, da hat mein Vater schon immer aufgepasst) und auch mehrere Blutkrusten an Oberkörper und Beinen. Jedenfalls fuhren wir sofort nach Houston zu ihnen nach Hause, und die beiden haben sich wirklich rührend um mich gekümmert. Als wäre ich ihre Tochter. Ich hab mich zum ersten Mal in meinem Leben zu hause gefühlt, behütet und sicher. Das Gefühl war so unbeschreiblich schön, endlich keine Angst mehr haben. Ich war im Haus eines Marines und seiner Frau, nichts konnte mir passieren. Die zwei waren meine Eltern, und meine
richtigen Eltern konnten mir nichts mehr anhaben. Ein Marine ist ein Marine, und ein fetter, 45-jähriger Alkoholiker ist ein fetter, 45-jähriger Alkoholiker, und kann gegen einen Marine nichts ausrichten. Ich dachte mir, dass die Tortur der letzten 10 Jahre endlich ein Ende hat, und fragte mich, wieso ich das nicht schon viel früher gemacht hab. Meine neue Familie hat sich jedenfalls sofort an die Behörden in Österreich und in Texas gewendet, sogar die Eltern und Geschwister meiner neuen Beschützerin haben mir geholfen, und in Wien natürlich die Familie meiner besten Freundin. Mein neuer Vater und Beschützer wäre im April für drei Monate nach Afghanistan gekommen, und hat sich darauf auch gefreut (soweit man sich auf das freuen kann), jedoch kam dann alles anders. Hier in Amerika musste ich auf das österreichische Konsulat gehen, wo ein sehr netter österreichischer Polizist, der extra dafür eingeflogen wurde, meine Aussage zu den letzten 10 Jahren aufgenommen hat. Gott sei Dank durften meine Beschützer dabei sein, ansonsten hätte ich darüber nie so detailliert sprechen können. Während dem vierstündigen Gespräch hatten wir mehrere Pausen, und meinen Beschützern kamen mehrmals die Tränen, ich selbst hab das ganze völlig apathisch erzählt, und kaum was von dem, was ich gesagt hab, auch mitbekommen.
Danach wurde in Österreich offiziell gegen meinen Peiniger ermittelt, und ich durfte noch einen Monat in Texas bleiben (zumindest vorerst), um mich ein wenig sammeln zu können. Und während man zwar auch in Amerika meine Lage verstanden hat, und mir ein sechs-monatiges Visum gegeben hat, unter der Voraussetzung, dass ich Heimunterricht bekomme, hat man jedoch Marineintern ein Verfahren gegen meinen Beschützer eingeleitet. Wegen kidnapping of a minor. Deswegen kann er jetzt nicht im April wie erwartet einrücken, sondern muss das Verfahren abwarten, bei dem er unter Umständen sogar aus dem Corps geworfen werden kann! Ich fühle mich so schrecklich dafür, das ich diese so liebe und wundervolle Familie mit hineingezogen habe in mein Dilemma. Ich hätte doch auch viel früher wegrennen können, oder noch die 4 Jahre abwarten, bis ich ausziehen kann, aber genau diese Familie musste ich derart belasten! Ich bin eine absolute Egoistin, und es tut mir wahnsinnig Leid!

Beichthaus.com Beichte #00027645 vom 24.03.2010 um 00:01:10 Uhr in USA (Houston, Texas) (59 Kommentare).

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Besaufen statt lernen

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Trunksucht Maßlosigkeit Unreinlichkeit Ekel

Besaufen statt lernen
Vor circa einem Jahr war ich (w) bei einer Freundin zu Besuch, die noch bei ihren Eltern wohnt. Eigentlich wollten wir zusammen für eine Prüfung lernen. Irgendwie habe ich plötzlich Lust auf ein Bier bekommen. Sie hat nachgeschaut, ob sie welches hat, aber es war keins da. Stattdessen hat sie eine Flasche Wodka aus dem Schrank geholt und meinte, dass die ohnehin kein Mensch trinken würde und es müsste doch weg. Ich meinte noch großspurig zu ihr, dass ich das schon vertragen würde. Sie hat noch eine Flasche CoolUp und zwei Weingläser geholt und dann haben wir uns erst die Flasche geteilt und dann die Flasche Wodka. Ich weiß auch nicht, was wir uns dabei gedacht haben. Wir hatten das Zeug ziemlich schnell leer und dann waren wir auf einmal so betrunken, dass wir kaum noch reden konnten und andauernd gegen Schränke gelaufen sind. Irgendwie kam es dann dazu, dass wir im Bett ihrer Eltern lagen und miteinander rumgemacht haben. Zwischendrin kam ihr Bruder nach hause und hat uns ausgelacht.

Dann sind wir vor lauter Besoffenheit von Bett gefallen und einfach liegen geblieben. Irgendwann musste ich kotzen und bin ins Bad getorkelt. Ich habe mich übers Klo gebeugt und richtig viel gekotzt. Aber dann ist mir aufgefallen, dass ich vergessen hatte, den Klodeckel hochzuklappen. Alles war voll. Egal, dachte ich und holte Cornflakes aus der Küche, mit dem ich meine Freundin fütterte, damit sie wieder nüchtern wird. Plötzlich kamen ihre Eltern nach hause und fanden uns beide stockbesoffen und voller Knutschflecken neben ihrem Ehebett, während ich sie mit Cornflakes fütterte. Ihr Vater hat mich dann nach hause gefahren. Die Kotze im Bad haben sie erst später gefunden, aber seit diesem Abend können mich die Eltern meiner Freundin nicht mehr leiden und die Prüfung haben wir beide verkackt.

Beichthaus.com Beichte #00027642 vom 23.03.2010 um 17:14:22 Uhr (51 Kommentare).

Gebeichtet von Zmanta
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“Beichte

Missbraucht vom eigenen Vater

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Missbrauch Gewalt Verrat Familie

Ich (w/24) bin von meinem Vater in meiner Kindheit etwa ein Jahr lang sexuell missbraucht worden. Irgendwann wurde ich des Nachts wach und merkte, wie er an mir den Oralverkehr verübte. Ich musste niemals etwas bei ihm machen, was natürlich "positiv" an der Geschichte ist, wenn es überhaupt etwas positives zu berichten gibt. Ich war zu diesem Zeitpunkt 13 Jahre alt, es endete als ich knapp 14 Jahre alt war. Ich habe niemals mit jemandem darüber gesprochen. Damals war noch eine relativ ruhige Zeit, da hat man nicht so oft über solche Themen geredet oder gelesen. Also fühlte ich mich alleine und verlassen. Trotzdem konnte ich mich auch meiner Mutter oder meinem Bruder anvertrauen. Aus heutiger Sicht kann ich es nicht mehr nachvollziehen, aber ich habe auch zu diesem Zeitpunkt zu ihm gestanden. Meine Mutter hat damals immer gesagt, dass sie jeden, der ihren Kindern etwas antut, umbringen würde, ich hab das mit 13, knapp 14 auch geglaubt. Also war ich ruhig, das war doch mein Papa, dem nichts passieren sollte. Als er dann versuchte, auch weiter zu gehen, ist bei mir irgendwie der Knoten geplatzt. Man muss dazu sagen, dass ich damals den irrwitzigen Gedanken hatte, selbst daran Schuld zu sein. Deswegen habe ich dann, wenn es passierte auch immer nur so getan, als wenn ich schlafen würde. Heute bin ich bedeutend schlauer.

Ich habe dann irgendwann versucht, mir das Leben zu nehmen, im Nachhinein hat sich rausgestellt, dass die Tabletten, die ich da so fleißig gefuttert habe, Schmerzmittel waren, die keinerlei Auswirkung auf dein Leben haben, zumindest nicht die gewünschte Wirkung. Stattdessen war mir äußerst übel. Mein Bruder (1,5 Jahre jünger als ich) hat mich dann am nächsten Morgen in einer ziemlich desolaten Verfassung "gefunden". Ich erzählte ihm, was knapp 1 Jahr lang geschehen war. Er hat mich dazu gedrängt, dass ich es meinem Vater sage, jedoch musste er mir das Versprechen geben, mit niemandem darüber zu sprechen, schon gar nicht mit unserer Mutter. Ich habe es dann meinem Vater gesagt, die Sache endete. Bis heute habe ich keine Entschuldigung gehört, die werde ich den Rest seines Lebens nicht hören. Mich bedrückt es allerdings, dass ich meinen kleinen Bruder dort hinein gezogen habe. Mittlerweile habe ich dank meines Freundes mit meiner Mama darüber gesprochen, Anzeige gegen meinen Vater erstattet und warte täglich auf das Ergebnis meines Gutachtens (zu meiner Glaubwürdigkeit, da es leider auch immer mehr junge Mädels gibt, die aus Rache jemanden des Missbrauchs bezichtigen, schlimm genug in der heutigen Zeit). Dieses Gutachten zusammen mit den Zeugenaussagen entscheiden, ob ein Verfahren eröffnet wird oder mangels Beweisen fallen gelassen werden muss. Das Verfahren ab Anzeigeerstattung dauert nun seit dem 14. November 2008 an, ich glaube nun fast gar nicht mehr an irgendeine Gerechtigkeit, da mein Vater in dieser Zeit weiter seinem Beruf als Erzieher in einem Kinderheim nachgehen darf.

Beichthaus.com Beichte #00027636 vom 22.03.2010 um 08:54:55 Uhr (24 Kommentare).

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