Familie Dumm und Dümmer

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Neid Engherzigkeit Zwietracht Studentenleben Geld

Mein Bruder und seine Familie gehen mir mittlerweile brutal auf den Wecker. Seine Frau und seine Kinder sind ja ganz nett, aber sie sind echt vom Glück gesegnet. Wie heißt es so schön? Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln! Seine Olle und er haben nur knapp die Hauptschule gepackt, aber er ist sehr begabt im Handwerk und verdient sich mit Schwarzarbeit eine goldene Nase. Die Olle geht putzen, natürlich schwarz! Sie beziehen aber Hartz IV, da er ja so furchtbare Rückenprobleme hat und sie hat auch irgendwas Chronisches, weswegen man nicht arbeiten gehen kann.


Die Kinder, alle mit Prollnamen, sind ja wirklich nett, aber dumm. Ich meine das nicht aus Bosheit, die sind wirklich extrem doof. Der Sohn ist auf der Förderschule, ein Maulheld vom Feinsten und Möchtegern-Gangster, die Mittlere hat angeblich eine Lernschwäche. Das wurde natürlich alles schön getestet und belegt, sodass sie nicht mehr benotet werden darf, aber der IQ ist ja so hoch, das Kind ist geradezu ein Genie. Bei dem Kleinen weiß man es noch nicht, aber ich glaube, aus dem könnte was werden. Die greifen sich sämtliche Unterstützungen ab, kriegen auch noch Geld von Fördervereinen, fahren dicke Autos, die auf meine Eltern laufen, fahren in den Urlaub und so weiter. Ich bin so neidisch und das ist meine Beichte, ich befinde mich noch mitten im Studium, das Geld ist nicht so dicke, und wenn ich so sehe, wie Familie Dumm und Dümmer so lebt, überlege ich mir ernsthaft, ob ich nicht etwas falsch mache.

Beichthaus.com Beichte #00034322 vom 14.11.2014 um 18:08:10 Uhr (18 Kommentare).

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Das Auto des Punks

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Vandalismus Ekel Boshaftigkeit Trunksucht Auto & Co.

Mittlerweile ist diese Sache fast 20 Jahre her. Wir kannten da mal einen Typen, den wir allesamt nicht wirklich mochten. Der Typ hat auch alles dafür getan. Heroin rauchen, Flokatis als Westen anziehen und auf Extrem-Punk machen. Wie es dann der Teufel wollte, trieb der Typ sich immer dort rum, wo wir auch waren und so kam es zu allerlei Konflikten, die alle aber eher von harmloser Natur waren. Dummerweise zog der Typ dann ausgerechnet in das Haus, in dem ich zu dem Zeitpunkt wohnte. Es gibt wirklich nicht viel Positives über diesen Menschen zu berichten, abgesehen von seinem echt geilen Auto, welches er damals besaß. Einen richtig schönen, alten Opel Kadett aus den 60er Jahren. Scharfes Teil. Dämlich, wie der Typ aber nun einmal war, versuchte er, seinen Wagen schwarz zu lackieren. Dass dieses Unterfangen mit Dispersionsfarbe und Lammfellrolle eher suboptimale Ergebnisse zur Folge hatte, merkte er bei der ersten Fahrt in die Waschstraße dann auch. Natürlich sehr zu unserer Erheiterung. Aber ich schweife vom Thema ab.

Da der Wagen immer auf dem Parkplatz vor unserem Haus stand, kannte ich dieses Fahrzeug sehr gut und wusste auch, dass an der Beifahrerseite das kleine Dreiecksfenster vorne kaputt war. Jedenfalls saßen wir eines Abends beisammen und regten, über den Idioten auf und überlegten, wie wir ihm eins auswischen konnten. Im Rahmen dieses Brainstormings kam irgendwann die Idee auf, wie genial es wäre, ihm in sein Auto zu pissen. Ich argumentierte sehr zügig, dass es sich dabei um eine nicht unrealistische Idee handelt, denn ich wüsste, wie man es öffnen könnte, ohne die Scheibe einzuschlagen - eben, indem man durch das defekte Dreiecksfenster greift und den Knopf hochzieht. Wir waren zu dritt und jeder war von der Idee extrem begeistert. Wir tranken extra viel Bier, damit die Blase auch ordentlich Druck bekommt. Als wir startklar waren, schlichen wir uns im Schutz der Dunkelheit auf den Parkplatz. Als Erstes überprüfte ich meine Theorie mit dem Öffnen des Autos, welche sich als absolut richtig erwies. Der Wagen stand offen vor uns. Kurzum: Zwei standen Schmiere, während der andere dann seine Blase ins Innere des Autos entleerte. Wir haben peinlichst genau darauf geachtet, keinen Bereich des Innenraumes trocken zu lassen. Also, wirklich alles. Armaturenbrett, Schaltknauf, Sitze, Fußraum und so weiter. Drei volle Blasen geben echt eine Menge Urin her. Wir haben den Wagen also tatsächlich von oben bis unten unter extremsten Lachanfällen zugepisst und die Tür zum Abschluss wieder geschlossen und auch fein den Knopf runtergedrückt.

Am nächsten Nachmittag, als ich von der Arbeit nach Hause kam, sah ich den Spinner, wie er mit Glasreiniger und Küchenrolle fluchend darum bemüht war, sein Auto zu reinigen. Ich musste mich so stark beherrschen, nicht in Gelächter auszubrechen. Da dieses Auto eine Lederausstattung hatte, war unsere Pisse natürlich über Nacht schön in die Bezüge eingezogen und da war nichts mehr zu retten. Nach ein paar Tagen war das Auto auch für immer verschwunden. Ich beichte also, dass ich einmal mit zwei Freunden ein echt tolles Auto mutwillig und aus reiner Gehässigkeit unbrauchbar gemacht habe. Aber es war mitunter der größte Spaß meines Lebens und wir erinnern uns auch heute noch immer wieder gerne daran und lachen weiterhin herzlich über unseren Frevel.

Beichthaus.com Beichte #00034313 vom 13.11.2014 um 18:54:24 Uhr (12 Kommentare).

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Zickenkrieg zwischen Kolleginnen

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Boshaftigkeit Falschheit Ungerechtigkeit Selbstsucht Kollegen

Meine Kollegin (w/29) und ich (w/27) verstehen uns überhaupt nicht. Wegen jeder Kleinigkeit schwärzen wir uns seit zwei Jahren bei der Geschäftsleitung an. Somit ist das Klima völlig vergiftet. Gespräche haben die Stimmung nur noch mehr zerstört. Unser Chef will deshalb eine von uns aus dem Unternehmen entfernen. Seit dies bekannt ist, wurde Krieg in der Abteilung ausgerufen. Jetzt ist etwas Tolles passiert, denn sie ist aufgrund des Drucks krank geworden - eine Magengeschichte - und fällt mindestens drei Monate aus, mit anschließender Reha. Ich lasse nichts unversucht, um an ihrer Arbeit herumzumeckern und sie schlecht zu machen. Manchmal bleibe ich bis spät abends im Büro, nur um meinen unermüdlichen Einsatz darzustellen. Mein Freund und ich wollen gerne heiraten und auch Kinder haben. Ich will jedoch warten, bis sie aus dem Unternehmen entfernt ist, dann kann ich mit ihm die Familienplanung angehen. Er meint, ich sei sehr boshaft, da meine Konkurrentin auf den Job angewiesen ist, wir uns jedoch locker mit seinem Einkommen ein schönes Leben mit Kindern leisten könnten. Jetzt bin ich am Nachdenken und bereue doch das eine oder andere.

Beichthaus.com Beichte #00034304 vom 11.11.2014 um 13:26:26 Uhr (36 Kommentare).

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Tinte auf dem Lehrerstuhl

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Vandalismus Feigheit Schule

Tinte auf dem Lehrerstuhl
Mir (m) liegt seit einigen Jahren etwas am Herzen. Als ich in der siebten Klasse war, gab es ein Ereignis in der Schule. Wir hatten Streit mit unserer Parallelklasse, es ging um ein Mobbingopfer, welches von dort in unsere Klasse versetzt wurde. Es kam dann zu einer Rangelei im anderen Klassenzimmer, bei der sogar Tische umgestoßen wurden. Ich habe das Durcheinander genutzt und auf den Lehrerstuhl aus schwarzem Stoff Tinte geleert. Ich kann mir jetzt gar nicht mehr genau erklären, warum ich das gemacht habe, bisher war ich völlig unauffällig. Irgendwie wollte ich wohl auch einmal böse sein. Auf jeden Fall hat die Lehrerin der Parallelklasse getobt und ist völlig ausgerastet. Ihr gelbes Kleid hatte am Hintern einen gigantischen Fleck, der vielleicht nie wieder herausgeht. Die gesamte Klasse lag damals auf dem Boden vor Lachen. Bei der Befragung gab niemand aus der ganzen Jahrgangsstufe zu, etwas gesehen oder gemacht zu haben. Ich habe mich natürlich nicht gemeldet. Dabei hätte ich es vielleicht doch tun sollen, denn bis zum heutigen Tag habe ich ein schlechtes Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00034297 vom 10.11.2014 um 13:43:49 Uhr (8 Kommentare).

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“Beichte

Befreiung durch den Pistazienspender

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Diebstahl Feigheit Zwang Last Night Verden

Seit frühester Kindheit habe ich eine nahezu zwanghafte Ehrlichkeit. Lügen und kleine Diebereien, die sonst gang und gäbe waren, kamen für mich nicht infrage, noch nicht einmal Schwarzfahren war für mich drin. Es war gar nicht mal so, dass ich aus moralischer Überzeugung so grundehrlich war, es war halt eben ein, wahrscheinlich durch Erziehung bedingter, Zwang. Und ehrlich gesagt ging mir meine eigene Kleinkariertheit selbst auf den Sack. Als junger Mann hatte ich eine Stammkneipe und mir fiel schon seit einiger Zeit auf, dass der kleine Pistazienautomat, der auf dem Tresen stand, einfach nicht mehr aufgefüllt wird. Da ich zu der Zeit auch etwas klamm war, überlegte ich, dass da bestimmt eine Menge Taler drin sein müssen - und dass ich die gerne hätte. Es kam also, wie es kommen musste. An einem Abend, die Kneipe war rappelvoll, sagte ich zu einem Freund, der sein Auto um die Ecke geparkt hatte: "Mach mal den Kofferraum auf und warte auf mich." Obwohl es in der Kneipe so voll war, was wahrscheinlich sogar ein Vorteil war, stülpte ich meine Jacke über den Pistazienspender, griff ihn mir, trug in aus der Kneipe und verfrachtete ihn in den offenen Kofferraum.


Wir tranken dann noch in Ruhe eine Gerstenkaltschale und fuhren danach zu mir, um das Teil zu öffnen. Mit einem Knack war es dann auf und es regnete Taler! Übrigens hat die Wirtin erst nach fast zwei Wochen bemerkt, dass das Ding verschwunden ist. Ich weiß, dass das wirklich nicht in Ordnung war, für mich persönlich hatte es aber etwas ungemein Befreiendes, endlich mal etwas richtig Verbotenes zu machen! Das war auch kein Start in eine kriminelle Karriere, sondern ein einmaliger Befreiungsschlag. Danach war und bin ich genauso ehrlich wie zuvor, nur jetzt nicht mehr aus Zwang, sondern vielmehr aus eigener Moral.

Beichthaus.com Beichte #00034262 vom 06.11.2014 um 07:13:26 Uhr in 27283 Verden (Ostertorstraße) (6 Kommentare).

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