Auf Drogen

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Drogen Trunksucht Maßlosigkeit Trägheit Bottrop

Ich beichte, dass ich vor ein paar Jahren mal aus psychischen Gründen krank geschrieben war. Schwere Depressionen und so. Einmal die Woche musste ich zum Hausarzt (ich wollte nicht mehr zum Psychiater, da ich mit dem nicht klarkam und er mich eh einweisen wollte, zumindest zur Entgiftung). Ich ließ mir den Hausarzttermin immer morgens geben, weil ich nach dem Aufstehen noch problemlos Auto fahren konnte.
Kaum war ich dann wieder zu Hause, habe ich erstmal eine ordentliche Ladung Wein oder Alkopops aus der Flasche getrunken und eine Tüte gedreht und geraucht. Dann habe ich mir in der Regel eine Tasche gepackt mit was zu Essen, einem Buch, Alkohol und mehreren vorgedrehten Joints und bin damit in den Wald. Dort habe ich mich auf eine bestimmte Bank gesetzt und so lange gesoffen und gekifft, bis ich stundenlang nicht mehr gehen konnte. Wenn ich dann wieder hochkam von der Bank, bin ich nach Haus, hab dort bis vier Uhr nachts oder so noch am PC gesessen und gesoffen und geraucht und bin dann völlig breit ins Bett gefallen. Aufgestanden dann irgendwann morgens um elf, direkt im Bett liegend noch einen durchgezogen und weiter gesoffen. Ich war die ganze Zeit lang nicht nüchtern.

Beichthaus.com Beichte #00027411 vom 16.01.2010 um 21:55:09 Uhr in Bottrop (42 Kommentare).

Gebeichtet von Robsn
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Meine Schulbrote

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Verschwendung Feigheit Ekel Schule Kinder Rotenburg

Ich habe als kleiner Junge meine Schulbrote, die mir meine Mutter jeden Tag mit Liebe schmierte, nie gegessen. Doch statt sie gleich in der Schule zu entsorgen, stopfte ich sie zu Hause in meine Spielzeugtonne. Deckel auf, Brote (noch in Alufolie verpackt) rein, Deckel zu. Das ging über Jahre. Eines Tages hatte ich Hunger und kam in meiner kindlichen Dummheit auf die Idee, diese verstauten Brote zu verzehren. In meinem Kopf schien das logisch. Sie waren ja in Folie verpackt und konnten nicht schlecht werden - dachte ich. Als ich den Deckel der Blechtonne öffnete erschien mir der Geruch schon seltsam, auch dass sich die Folienklumpen irgendwie warm anfühlten ließ mich stutzig werden. Als ich das erste "Brot" auswickelte, kam nur eine gräulich-grüne Masse zum Vorschein, die mich schlagartig begreifen ließ, dass das Brot komplett vergammelt ist. Da nicht auffliegen durfte, dass ich das Brot nie gegessen hatte, zerrte ich die Tonne eines Tages, als ich alleine daheim war, auf den Dachboden. Dort suchte ich mir in der hintersten Ecke eine Stelle, an der ich diese komische gelbe "Wärmedämmwolle" anhob, die einfach nur unterhalb der Dachziegel lose aufgelegt war, und stopfte alle Gammelpäckchen darunter. Ich weiß nicht, ob sich das alles mittlerweile schon abgebaut/zersetzt hat, wir sind ein paar Jährchen später umgezogen.


Damit sich dieses Drama nicht wiederholt, habe ich dann alle meine Brote unangetastet am Ende des Schultages in den Mülleimer des Klassenzimmers geschmissen. Das Ende vom Lied: mein bester Freund erzählte meiner Mutter, dass ich die Brote immer in den Müll werfe. Sie schmierte mir dann keine Brote mehr. War auch besser so. Tut mir Leid, Mutti! Zum Glück weiß niemand, was mit den anderen Broten geschehen ist.

Beichthaus.com Beichte #00027401 vom 12.01.2010 um 07:58:19 Uhr in 27356 Rotenburg (Hindenburgstraße) (24 Kommentare).

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Fahrrad mit kaputtem Licht

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Feigheit Waghalsigkeit Auto & Co.

Fahrrad mit kaputtem Licht
Ich bin letztens mit dem Fahrrad gemütlich durch die Stadt gefahren, als ich plötzlich ein Polizeifahrzeug hinter mir hörte, ich solle bitte stehen bleiben. Da fiel mir auf, Mist, es ist dunkel und mein Licht ist aus. Es anzumachen brauchte ich gar nicht erst versuchen, es war kaputt. Weil ich keine Lust hatte, Bußgeld bezahlen zu müssen, fuhr ich schnell in einen Fußgängerweg hinein. Der war zum Glück gerade in meiner Nähe und für Autos zu eng. Ich habe mich also da durch geschlängelt und bin, mich ständig umsehend, schnell nach Hause gefahren.

Beichthaus.com Beichte #00027388 vom 09.01.2010 um 01:55:35 Uhr (26 Kommentare).

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Nachbars Plastik-Weihnachtsmann

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Vandalismus Trunksucht Nachbarn Silvester Drebber

Wir wohnen in einem Doppelhaus und teilen uns den Garten mit unseren Nachbarn. Diese stellen zu Weihnachten immer einen gigantischen, beleuchteten, superhäßlichen Plastikweihnachtsmann in den Garten. Zu Silvester vor ein paar Tagen stand der immer noch im Garten. Ich hab mit Freunden bei uns eine Party gemacht und als wir schon reichlich was getrunken haben sind wir alle raus und haben polnische Kanonenschläge in das Ding gesteckt. Es hat mehrere gebraucht, aber dieser Weihnachtsmann wird wohl nie wieder unseren Garten zieren. Am nächsten Tag hab ich aus dem Fenster gesehen, wie die Nachbarn um den Weihnachtsmann standen und böse zu uns rüber geschaut haben. Die wissen, das wir das waren, aber was können sie tun? Das Ding steht im Vorgarten wo jeder von der Straße aus rankommen kann.

Beichthaus.com Beichte #00027377 vom 05.01.2010 um 20:46:00 Uhr in Drebber (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Zitrusfruchthass

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Hass Gewalt Ernährung Schule Neurosen Berlin

Ich beichte, dass ich Zitrusfrüchte hasse. Ganz besonders Orangen. Ich habe immer das Gefühl sie grinsen mich an und machen sich lustig über mich. Das kann daran liegen, dass ich als Kind mal auf dem Wochenmarkt von mich hänselnden Mitschülern verfolgt und in einen Anhänger voller Orangen geschubst wurde. Sie haben mich dann auch noch mit dieser orangefarbenen Pest beworfen und meine Brille kaputt gemacht. Als ich nach Hause kam stank ich wie eine verkokste schicki-micki Saftbar und sah aus als ob mich ein Dinosaurier vollgepisst hätte. Im Supermarkt mache ich einen großen Bogen um die Obstabteilung und an fruchtige Cocktails ist auch nicht zu denken. Es tut mir allerdings Leid um die Vitamine. Vergebt mir!

Beichthaus.com Beichte #00027364 vom 02.01.2010 um 00:41:22 Uhr in Berlin (23 Kommentare).

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