Die E-Mails meines Chefs

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Die E-Mails meines Chefs
Bis morgen darf ich mich "Personal Assistant" nennen. Wieso nur bis morgen? Nun, ich bin, wie gesagt, als persönliche Assistentin eines Unternehmers angestellt, der viel zu jung ist. Nichts gegen junge Vorgesetzte, aber dieser hat a) keine Ahnung von Mitarbeiterführung, weil er zum Beispiel oft und gerne wahllos Mitarbeiter vor versammelter Mannschaft - auch vor Kunden - anschreit und niedermacht und b) habe ich nach über einem Jahr Mitarbeit feststellen müssen, dass der werte Herr lügt, sobald er den Mund aufmacht. Seine Verlobte ist als Trainee bei uns angestellt und ständig im Büro. Sie ist ein nettes Mädel eigentlich, aber leider naiv. Mein Chef hat mir vor drei Monaten gekündigt, weil ich einen Monat zuvor in seinem geschäftlichen Postfach, das ich ja bearbeiten soll, auf ein paar E-Mails gestoßen bin, in denen er sich abends Prostituierte ins Büro bestellt hat. Seine Verlobte hat zu der Zeit ein Auslandssemester in London absolviert. Er dachte, er hätte diese Mails gelöscht, aufgrund eines Synchronisierungsfehlers zwischen seinem Blackberry und Outlook waren diese jedoch am nächsten Morgen nach wie vor gut sichtbar in seinem Posteingang zu sehen. Da ich mit seinem Führungsstil und den etlichen, wirklich grundlosen Überstunden (der Chef ist abends nicht gern allein im Büro) eh unglücklich war, habe ich ihn am gleichen Tag darauf angesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass sein Verhalten der Gipfel der Unprofessionalität sei, er sich gefälligst einen privaten E-Mail Account für solche Geschichten anlegen solle und wie er denn meint, wie ich mich jetzt seiner Verlobten gegenüber verhalten solle, wenn sie aus London zurückkommt. Ich habe mündlich gekündigt, er hat mich angefleht, doch zu bleiben, Besserung gelobt und mir sogar angeboten, mich bei einem anderen Geschäftsführer im Unternehmen einzusetzen, da er mich im Team behalten wollte. Ich habe nach einer Überlegungszeit zugesagt und dann, am nächsten Monatsende, habe ich die Kündigung von ihm (!) erhalten.

Zur Beichte: Da ich im Arbeitsverhältnis sehr schnell herausgefunden habe, dass dieser Mann unehrlich, cholerisch und rachsüchtig ist und über Leichen geht, um sein Gesicht zu wahren, habe ich, quasi zur Absicherung meiner selbst, entsprechende E-Mails ausgedruckt. Auch eine, die erst Wochen nach meiner Kündigung folgte, in der er einen Beschwerdebrief an ein Bordell schrieb, weil dieses ihn wohl abgezockt und seine AMEX mehrfach durch den Kartenleser gezogen hatte. Ich werde das Büro morgen mit einem blitzeblanken Schreibtisch verlassen. Das einzige Stück Papier, was dort zu finden sein wird, wird ein Ausdruck dieser E-Mails sein. In jedem der von mir angelegten Ordner, mit dem nicht nur meine Nachfolgerin, sondern noch drei weitere Mitarbeiter arbeiten, wird man ganz oben eine Kopie dieser E-Mails finden. Eventuell auch im Drucker, eventuell auch auf der Damentoilette und/oder in der Küche. Es tut mir leid, mich auf sein Niveau herablassen zu wollen, vielleicht lasse ich es auch ganz sein, das wird der morgige Tag zeigen. Aber die Bloßstellung hätte er einfach verdient.

Beichthaus.com Beichte #00030834 vom 27.02.2013 um 22:58:14 Uhr (36 Kommentare).

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Der Radfahrer in der Einbahnstraße

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Der Radfahrer in der Einbahnstraße
Vor etwa 20 Jahren fuhr ich mit dem Motorrad nach Hause. Es war weit nach Mitternacht und die Straßen waren komplett leer. In einer einspurigen Einbahnstraße kam mir auf einmal ein Lichtpunkt entgegen. Es war ein freihändig fahrender Radfahrer, der in Schlangenlinie fuhr und die komplette Breite der Straße brauchte. Ich machte ein paar mal Lichthupe um ihn auf mich aufmerksam zu machen. Seine Reaktion darauf war, dass er mir die Mittelfinger entgegenstreckte. Jetzt war ich auch nah genug dran, um zu sehen, dass es sich um einen jungen Mann von etwa 20 Jahren handelte in total abgerissenen Klamotten und mit einem Irokesen-Haarschnitt. Er war nicht sehr schnell, darum konnte man seine Schlangenlinien gut einschätzen und ich wusste, dass ich einfach vorbei kommen würde. Gesagt, getan.


Während ich ihn passierte, gab ich ihm noch einen freundschaftlichen Knuff mit der Faust gegen die Seite. Im Spiegel konnte ich sehen, dass er die Kontrolle über das Fahrrad verlor, gegen den Bordstein geriet und sich überschlug. Zum Glück konnte er den Sturz geschickt mit seinem Gesicht auf dem Pflaster abbremsen. Das hinter ihm her stürzende Fahrrad fing er dabei mit dem Hinterkopf auf, so dass er nochmal Kontakt mit dem Pflaster hatte. Für mehr Details war ich dann leider zu weit weg. In den folgenden Tagen bin ich mehrmals durch die komplette Stadt gefahren, in der Hoffnung ihn noch einmal zu sehen, aber leider Fehlanzeige. Ich hätte zu gerne gesehen, wie groß die Asphaltflechte in seinem Gesicht ist. Ich bedaure den Vorfall sehr.

Beichthaus.com Beichte #00030743 vom 01.02.2013 um 12:03:00 Uhr (24 Kommentare).

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Die Polizei vor der Tür

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Drogen Falschheit Polizei

Es gab mal eine Zeit, in der meine Weste nicht ganz weiß war, der Inhalt kleiner Plastiktütchen in meinen Taschen jedoch schon. Diese Phase dauerte nicht besonders lange an und ich habe sie längst hinter mir und auch nicht das geringste Bedürfnis, noch einmal derartiges zu machen. Während dieser Zeit ging ich einmal auf eine Party, die von einem meiner damals besten Freunde veranstaltet wurde. Wir beide hatten Spaß an allen möglichen Substanzen, die laut BtMG illegal sind. Ich stieß zu der Party, als sie bereits längst im vollen Gange war. Ich klingelte und mir kam spontan eine vermeintlich lustige Idee. Als mein Freund über die Gegensprechanlage fragte, wer an der Tür ist, sagte ich: "Die Kriminalpolizei, einmal aufmachen bitte."

Er antwortete nicht und ich sah daraufhin, wie das Fenster sich einen Spalt weit öffnete und eine Handvoll Plastiktütchen mit diversen Inhalten hinausflog. Ich sammelte sie ein und überlegte, was ich nun machen sollte. Ich ging einmal um den Block und entschloss mich, meinen Freund vom Handy aus anzurufen. Er erzählte mir, die Polizei hätte bei ihm geklingelt. Ich tat so, als hätte ich keinen blassen Dunst von dem vermeintlichen Polizeibesuch gehabt. Als ich letztendlich auf der Party ankam, klärte ich die Situation auf. Allen fiel ein Stein vom Herzen. Einige fanden die Aktion sehr lustig, aber manche waren auch sehr sauer auf mich. Tut mir leid, euch einen Schrecken eingejagt zu haben. Rückblickend halte ich meinen Scherz für dumm, aber kann trotzdem darüber lachen. Viel dümmer ist es doch, seine Drogen, ohne nachzugucken und zu denken, zum vorderen Fenster hinaus zu werfen, wenn man dort Polizisten befürchtet. Und liebe Kinder, Drogen sind schlecht.

Beichthaus.com Beichte #00030553 vom 06.12.2012 um 18:37:34 Uhr (10 Kommentare).

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Das ewige Andenken

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Dummheit Last Night Sex Düsseldorf

Seit meinem 18. Lebensjahr war mir klar, dass ich ein Tattoo haben wollte. Allerdings gehörte ich nicht zu den Leuten, welche direkt ins nächste Tattoo Studio rennen und sich etwas machen lassen. Dafür hatte ich viel zu viel Respekt vor der Sache - immerhin ist es ja eine Zierde für die Ewigkeit. Es sollte auch kein Mainstream Quatsch à la Chinazeichen werden, was dann im Endeffekt vielleicht "Waschmaschine" bedeutet, sondern etwas ganz persönliches. Also ließ ich mir mit der Erfüllung dieses Wunsches zehn Jahre Zeit - mit 28 Jahren war es endlich so weit. Ich wandte mich an einen Könner, dem mehr an der Kunst lag als am Geldverdienen. Er verstand sofort, was ich wollte und erarbeitete mein Motiv mit äußerster Sorgfalt und Liebe zum Detail. Ich war wirklich glücklich und trug es voller Stolz - bis zu dieser einen Sache. Der Tätowierer und ich verstanden uns auch menschlich sehr gut und redeten oftmals sehr lange. Er hatte sich unsterblich in eine Frau verliebt, die lediglich mit ihm spielte und ich war aufgrund diverser Gründe maßlos von einem Typen enttäuscht, also zu dem Zeitpunkt Single. Eines Abends schrieben wir wieder bis spät in die Nacht, dann fragte er mich, ob ich nicht einfach zu ihm kommen möchte. Ich dachte mir noch: Boah, Mädchen, wenn da was schief läuft, hast du die Erinnerung auf Ewig auf der Pelle. Doch das war mir an diesem Abend egal: Ich habe es getan. Etwas Alkohol tat sein Übriges und wir sind im Bett gelandet. Ich muss sagen, dass es extrem gut war, aber ich war schockiert von mir selbst, da ich meine Prinzipien mit Füßen getreten habe. Nun meine Beichte: Ich hatte Sex mit einem Typen, der fast doppelt so alt war wie ich (52) - dabei stehe ich grundsätzlich nur auf jüngere. Es gab dann noch einen Beziehungsversuch, da er meinte, er hätte sich in mich verliebt. Nächster Fehler! Ich hätte damals einfach klipp und klar nein sagen müssen und das Tattoo erinnert mich immer daran, dass ich einen Menschen verletzt habe, der ohnehin schon am Boden war.

Beichthaus.com Beichte #00030503 vom 29.11.2012 um 08:20:35 Uhr in Düsseldorf (Steinstraße) (22 Kommentare).

Gebeichtet von ganjafly
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Schluck Fetisch

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Fetisch Prostitution Intim Hannover

Ich (m/27) gehe immer wieder zu Prostituierten, um ein Fetisch zu befriedigen. Ich habe ein Hals- und Schluck-Fetisch. Nicht das, was die meisten vermuten oder denken, sondern ich mag es Frauen intensiv am Hals zu küssen, lecken, streicheln oder einfach nur zu berühren und das schlucken zu fühlen. Ich versuche das meistens nebenbei bei anderen sexuellen Handlungen zu machen, um zu kommen, weil es mir sonst zu peinlich ist. Ich habe das, was ich möchte, am Anfang drei, vier Frauen erzählt, aber denen war das zu fremdartig oder abgefahren. Die meisten denken dabei an Würgen oder das Schlucken von Körperflüssigkeiten, aber das steht mir überhaupt nicht im Sinn. Ich habe zwar auch schon den Damen über erklärt, das ich nicht unbedingt Geschlechtsverkehr an sich möchte, nur Befriedigung, das finden die ebenfalls seltsam. Am Anfang war ich skeptisch gegenüber der Prostitution, denn ich finde das nicht richtig, dann überwog aber doch die Lust. Meistens wähle ich ausländische Damen, die nicht so gut deutsch können, denn so oder auf Englisch fällt es mir leichter. Ich habe zurzeit keine sonstige feste Beziehung, meine Letzte war eine Katastrophe (nicht deswegen). Das ist doch nichts Schlimmes, oder? Zwar etwas abgefahren, aber eventuell verbreiteter als ich denke? Hat jemand ähnliche Probleme?

Beichthaus.com Beichte #00030463 vom 16.11.2012 um 19:03:47 Uhr in Hannover (Steintor) (27 Kommentare).

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