Das braune U-Boot

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Unreinlichkeit Verzweiflung Feigheit Ravensburg

Das braune U-Boot
Als kleines Kind bin ich mal mit meinen Eltern und meinem Bruder in ein exklusives Thermalbad gegangen. Meine Eltern hatten das Kommando und zogen uns als Erstes in den Whirlpool, in dem wir einige Zeit verbrachten. Uns saßen ein paar versnobte Badebesucher gegenüber, die allerdings nicht sehr von unserer Anwesenheit angetan waren und es für nötig hielten, uns ständig blöde Blicke zu zuwerfen.

Mein Bruder hat im Whirlpool seine neue Taucherbrille ausgetestet und ich war die ganze Zeit damit beschäftigt, meine Hinterbacken zusammenzuhalten. Zwar hatte ich meiner Mutter wiederholt übermittelt, dass ich dringend Bedarf hätte, auf das Klo zu gehen, doch sie war stark davon überzeugt, dass ich es noch ein paar Minuten aushalten könne. Just in dem Moment lieh mein Vater die Taucherbrille von meinem Bruder aus, um sich von dessen Qualität überzeugen zu können und tauchte mit dem Kopf tief ab. Die Dauer seines Tauchgangs gehörte allerdings zu den kürzesten des Landes, als er unerwartet mit der Nase gegen ein braunes U-Boot - made in Germany - gestoßen ist. Aus irgendeinem Grund sind wir dann schließlich kommentarlos aus dem Whirlpool gestiegen, ohne den anderen Gästen im Whirlpool Bescheid zu sagen. Nur der Bademeister wurde über das unbekannte, braune Objekt im Whirlpool, in Kenntnis gesetzt. Es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00027817 vom 16.05.2010 um 18:43:34 Uhr in Ravensburg (47 Kommentare).

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Misanthrop - Der Menschenhasser

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Hass Morallosigkeit Engherzigkeit

Ich bin 22 und ich hasse Menschen seit ich 13 bin. Das hat kein bestimmtes Ereignis verursacht, es war vielmehr ein Zusammenkommen von allem, was man so mitbekommt. Das System, die Menschen, die darin leben, wie sie darin leben.

Ich könnte kotzen! Wenn ich Menschen […]
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Beichthaus.com Beichte #00027805 vom 13.05.2010 um 22:08:32 Uhr (80 Kommentare).

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“Folge

Die rumänische Prostituierte

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Prostitution Verzweiflung Wollust Berlin

Die rumänische Prostituierte
Vor 3 Monaten, also kurz nach meinem 19. Geburtstag, war ich (m) so verzweifelt und sauer auf mich, weil ich mich nie dazu überwinden kann eine Frau anzusprechen, dass ich mir gedacht habe "jetzt reichts, du gehst jetzt einfach in ein Bordell, dann hast du es endlich […]
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Beichthaus.com Beichte #00027801 vom 12.05.2010 um 23:35:19 Uhr in Berlin (Kottbusser Straße) (65 Kommentare).

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Pferdefleisch

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Rache Boshaftigkeit Schule Ernährung Stade

Ich (w/19) möchte etwas beichten, das ich vor etwa drei Jahren begangen habe. Ich war mit meiner damaligen Klasse auf Klassenfahrt, segeln auf dem Ijsselmeer. Wir fuhren den ganzen Tag auf dem Wasser und abends hielten wir in irgendeinem Hafen in Holland und konnten dort in der Stadt noch etwas einkaufen gehen. Naja, da wir halt segelten, wurden wir in Gruppen eingeteilt, die während der Fahrt auf dem Meer das Essen kochen mussten, also die ganze Klasse verpflegen. Ich war und bin immer noch Veganerin und drei Mädchen aus der Klasse damals fanden es wohl komisch, mir etwas Fleisch in mein Essen zu mischen. Zu meinem Glück konnte ich schon vor dem Essen sehen, dass irgendetwas nicht stimmte, da die besagten Mädchen andauernd zu mir und meinem Essen rüberstarrten. Also untersuchte ich es etwas genauer und welch Überraschung, zwischen meinen Tofu-Stückchen kam etwas Huhn zum Vorschein. Da es mir zu blöd war, dies der Lehrerin zu petzen - mit 16 Jahren sollte man so etwas nicht mehr tun - überlegte ich mir etwas anderes.

Als wir abends wieder im Hafen anlegten und in die Stadt durften, brauchte ich nicht lange zu suchen, bis ich den ersten Schlachter gefunden hatte. Da ich wusste, dass diese drei Mädchen fanatische Pferdefreunde waren, kaufte ich bei dem Schlachter erst einmal etwa 300g Pferdefleisch. Als ich dann mit meiner Gruppe mit dem Kochen dran war, briet ich das "leckere" Stück Fleisch und legte es schön dekoriert auf die Teller meiner lieben Klassenkameradinnen. Ich guckte ihnen dann schadenfroh beim Essen zu. Da es die Abschlussfahrt der Klasse war und ich sie wohl nicht wiedersehen würde, verriet ich ihnen am letzten Tag der Klassenfahrt, was sie da gegessen hatten. Meine Beichte: Ich beichte nicht, dass ich diesen ignoranten Gören Pferdefleisch gegeben habe, sondern, dass ich mit meinem Geld einen Schlachter unterstützt habe.

Beichthaus.com Beichte #00027793 vom 11.05.2010 um 14:38:20 Uhr in Stade (69 Kommentare).

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“Beichte

Wellensittich fliegen lassen

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Trunksucht Sucht Morallosigkeit Studentenleben Tiere Berlin

Ich habe vor ein paar Jahren, frisch volljährig geworden und mit gutem Abi in der Tasche, in Berlin gewohnt und ziemlich erfolglos studiert. Nun hatte ich das Problem, dass ich neu war in der Stadt, niemanden kannte und sehr einsam war. Der Zustand meiner Wohnung half da nicht unbedingt. Auch hab ich nie etwas mit anderen unternommen. Am Anfang war ich etwas schüchtern und irgendwie hörte ich durch mein Verhalten in den Augen meiner Kommilitonen auf zu existieren, und nach der ersten Woche fragte mich niemand mehr, ob ich nicht Lust auf einen Kaffee hätte oder mit in die Mensa zu gehen.


Ich hatte allerdings einen äußerst süßen Wellensittich, der immer auf meinem Computerbildschirm saß oder auf meinem Kopf und mit meinen Haaren spielte. Ich mochte ihn wirklich und hab mich viel um ihn gekümmert, besser gesagt sie. Leider hatte ich nach kurzer Zeit dort sehr starke Alkoholprobleme und bin mit nichts mehr klargekommen. Meine Wohnung war ein Müllhaufen, gesaugt hatte ich nur alle paar Monate mal, die Abstellkammer war überfüllt mit leeren Flaschen.
Ich habe nur noch am PC gesessen, ein sehr bekanntes MMORPG gespielt und mich fast jeden Abend betrunken. Ab und an hab ich mich mit einem Riesenkater zur Arbeit geschleift (400 Euro Job bei einer Fastfoodkette), wo ich aber dank hoher Fehltage trotz Krankenscheinen irgendwann gefeuert wurde. Ich habe 20 Kilo abgenommen, da ich fast nur Reis aus der Mikrowelle und Chinanudelsuppe zum Aufbrühen gegessen habe, ich musste ja schnell weiterspielen.


Nun, ich sollte an Weihnachten nach Hause fahren (quer durch Deutschland), die Karten für die Bahn waren schon bezahlt und meine Eltern wollten mich eigentlich schon ein paar Tage früher sehen, aber das Spiel war mir wichtiger als alles andre. Nun hatte ich ein Problem. Ich musste los, ich würde zwei Wochen weg sein, ich hatte mich nicht darum gekümmert, was mit meinem armen Vogel passiert und wer sich um sie kümmert.
Ich war betrunken, todmüde und hatte Angst vor Ärger mit meinen Eltern, wenn ich nicht fahren würde. Denn natürlich war ich finanziell total von ihnen abhängig, denn ich hatte mein Konto hoffnungslos überzogen um immer genug Alkohol im Haus zu haben. Da habe ich das getan wofür ich mich heute immer noch schäme. Ich habe nämlich das Fenster aufgemacht und ihn fliegen lassen.
Ich wusste, dass er es nicht überleben wird, aber ich hoffe bis heute irgendwie, dass er jemanden gefunden hat, er war sehr zutraulich. Es tut mir unendlich Leid, ich schäme mich, gerade weil ich ein tierlieber Mensch bin und meine Haustiere immer gut behandelt hatte und solche Leute wie mich, die Tiere aussetzen am liebsten auch irgendwo im Wald anbinden würde.
Ich hoffe jemand hat meinen armen Kleinen gefunden. Jedesmal wenn ich daran denke, kommen mir die Tränen und ich finde mich widerlich.

Beichthaus.com Beichte #00027788 vom 09.05.2010 um 18:45:19 Uhr in Berlin (77 Kommentare).

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