Die Mitarbeiter des Baumarktes

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Dummheit Peinlichkeit Shopping Niederzier

Die Mitarbeiter des Baumarktes
Ich beichte hiermit eine Kleinigkeit, die mir vor Kurzem passiert ist, welche mir aber nun nachhängt: Und zwar waren ich und meine wunderbare Lebensabschnittsbeauftragte zusammen in einem Baumarkt. Da ich leidenschaftlicher Bastler bin, brauchte ich an diesem Abend eine Dose Silikonspray und eine Dose matten Klarlack. So weit, so gut. Allerdings sollte der besagte Baumarkt in drei Minuten seine Pforten schließen, weshalb ich auf langes Suchen verzichten wollte. Direkt nachdem wir die Kassen passiert hatten und nun mitten im Baumarkt standen, sprach ich also sofort einen Herren mit orangefarbener Weste und rot-weiß gestreiftem Hemd an: "Entschuldigung, aber könnten Sie mir bitte sagen, wo ich hier Klarlack und Silikonspray finde?" Der Mann sah mich in dem Moment an wie ein Teletubby. Er sagte zunächst ganz ruhig "Alter. Ich arbeite hier nicht!" In diesem Moment erkannte ich, dass es sich bei dem Herren zwar sehr wohl um eine Person handelte, welche zweifellos im Baubereich tätig war, aber eben nicht in jenem Baumarkt. Es stand auch dick und fett ein gänzlich anderer Firmenname auf seiner Weste. Aber mein Hirn schaltete wohl automatisch auf "Orange = arbeitet hier!" Ich wollte mich natürlich entschuldigen, als er, jetzt gar nicht mehr freundlich, von sich gab: "Mir geht das vielleicht auf den Sack! Jedes Mal fragt mich irgendwer hier, wo er was findet! Macht doch mal die Augen auf!" Ein wenig perplex wusste ich darauf nicht viel zu sagen, denn der Mann stapfte schon wütend von dannen. Meine Freundin fing bereits an loszuprusten, als er noch rief: "Und Klarlack ist in Gang sieben, wo auch die Klebstoffe und Farben stehen, Mensch!" Jetzt fing meine Freundin schallend an zu lachen und mir war es einfach unglaublich peinlich. Schön aber, er hatte recht. Pünktlich zu Ladenschluss stand ich mit Klarlack und Silikonspray auf dem Parkplatz. Eigentlich hätte es damit gut sein können. Allerdings hat sich meine Holde nun angewöhnt, sich jedes Mal, wenn wir über irgendwas diskutieren müssen, ihre imaginäre Weste zu raffen und mich mit den Worten "Alter. Ich arbeite hier nicht!" stehen zu lassen. Ich beichte also, dass ich nicht nachgedacht habe und alle orangefarbenen Männchen im Baumarkt sofort für dort arbeitende Servicekräfte halte. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00030769 vom 07.02.2013 um 12:01:48 Uhr in Niederzier (18 Kommentare).

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Herzrasen nach dem Tütchen

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Drogen Waghalsigkeit Last Night Mainz

Herzrasen nach dem Tütchen
Zu meinen Studenten-Zeiten war es üblich, hier und da mal ein Tütchen Gras in der Runde kreisen zu lassen. Ich war natürlich auch immer gerne dabei, obwohl ich - wahrscheinlich wegen mangelnder Übung - nur eine geringe oder gar keine Wirkung spürte. Für mich war es also eher ein harmloser, weil folgenloser, Spaß. Bis zu einem Abend, an dem ich auf einer Party einen Joint angeboten bekam, in dem wohl mehr als harmloses Gras verarbeitet worden war. Die Wirkung folgte schon nach einem Zug. Mir wurde schwindlig und ich bekam schreckliches Herzrasen. Auf dem Nachhauseweg habe ich es kaum die Treppe zu meiner Wohnung herauf geschafft und ich brauchte ewig, um aus meinen Kleidern heraus zu kommen. Ich war überzeugt, dass ich kurz vor einem Herzinfarkt stand. Also begann ich, sämtliche Freunde anzurufen und ihnen das, völlig verängstigt, mitzuteilen. Einige fragten verwirrt und müde, was genau los sei, andere lachten, wieder andere waren einfach nur sauer, dass ich sie geweckt hatte. Warum ich nicht einfach den Notruf gewählt habe, weiß ich nicht mehr. Als das Herzrasen weniger wurde, bin ich dann schlafen gegangen. Am nächsten Morgen nagte an mir, neben der Scham, die Frage, wieso keiner meiner Freunde einen Krankenwagen für mich gerufen hatte. Allerdings war es mir zu peinlich, sie darauf anzusprechen. Glücklicherweise kam das Thema auch niemals mehr auf. Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass meine Freunde gehört haben, dass ich einfach nur zu war und es sich nicht um ein ernsthaftes Problem handelte. Die Möglichkeit ist mir lieber als die, dass es meinen Freunden egal war. Aber eine Lehre habe ich aus dem Ganzen gezogen: Ich habe seitdem nie wieder einen Joint geraucht, von dem ich nicht genau wusste, von wem er kam und was darin war.

Beichthaus.com Beichte #00030760 vom 06.02.2013 um 12:49:35 Uhr in Mainz (Heiligkreuzweg) (22 Kommentare).

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Schlechte Sicht dank Alkohol

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Schlechte Sicht dank Alkohol
Die Geburtstagsparty von meiner besten Freundin sollte die größte Party des Jahres werden. So wurde es uns zumindest versprochen. Das durften mein Freund und ich uns natürlich nicht entgehen lassen. Die Stimmung war in Ordnung, es wurde auch ein bisschen getanzt. Das Beste war aber: Es gab zehn verschiedene Sorten Cocktails! Da ich an diesem Abend nicht sonderlich große Lust verspürte, mit meinem Freund die Tanzfläche unsicher zu machen, nahm ich mir stattdessen lieber vor, alle Sorten einmal zu probieren. Ich hielt mich auch gar nicht schlecht. Nach dem vierten Cocktail allerdings entdeckte ich meinen Freund auf der Tanzfläche mit einer anderen. Ich stürmte auf ihn und begann sofort, ihn anzuschreien: "Was soll das?!" Ein paar unschönere Worte kamen auch noch hinterher. Nach einer Weile bemerkte ich dann auch, warum der Kerl mich nur völlig entgeistert anstarrte und nicht einmal versuchte, sich zu entschuldigen oder die Situation zu erklären: Der Typ war gar nicht mein Freund. Als mir endlich das entscheidende Licht aufging, murmelte ich nur noch eine Entschuldigung und verschwand so schnell wie möglich von der Tanzfläche. Als ich meinen Freund dann tatsächlich fand, zog ich ihn nur zum Ausgang und meinte: "Die Party gefällt mir nicht mehr. Lass uns gehen!" Später habe ich ihm den Vorfall dann erklärt. Diese peinliche Aktion wird mir heute noch vorgeworfen. Seither lasse ich lieber die Finger von Cocktails.

Beichthaus.com Beichte #00030759 vom 06.02.2013 um 12:21:48 Uhr in Kiel (Elisabethstraße) (19 Kommentare).

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Meine angeblich vergifteten Muffins

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Dummheit Ernährung Polizei Kinder

Meine angeblich vergifteten Muffins
Ich habe seit meiner Teenager-Zeit ein etwas seltsames Hobby. Ich backe sehr gerne, was für uns Männer ja nicht so normal ist. Vor ein paar Jahren, im Alter von etwa 17 Jahren, hat mich diese Leidenschaft in eine komische Situation gebracht. Ich war auf eine Geburtstagsparty eingeladen und hatte einen Korb Muffins dabei. Auf der Bank eines Kinderspielplatzes wartete ich also auf meine Mitfahrgelegenheit, als mir zwei oder drei Muffins aus dem Korb fielen. Es war schon Abend und kein Mensch war mehr auf dem Spielplatz also warf ich die Dinger in den Sandkasten. Ich hatte das schon komplett vergessen, als ich am nächsten Tag im Radio die Nachricht unseres Lokalsenders hörte. Der Moderator berichtete davon, dass wohl jemand gezielt Muffins am Spielplatz ausgelegt hätte, um Kinder zu schädigen, allerdings hätte man die Muffins erst einmal ins Labor geschickt. In dem Moment wurde mir heiß und kalt. Wer rechnet bitte damit? In unserem Dorf schlug das sofort Wellen, die Mütter ließen ihre Kinder nicht mehr auf den Spielplatz und auch meine Eltern schimpften darüber, wie man nur so etwas machen könne. In den zwei Tagen hatte ich ständig Angst, dass jemand auf mich als Täter kommen könnte. Ich selbst wollte mich auf keinen Fall melden. Wer hätte mir das denn auch geglaubt? Trotz der Tatsache, dass zwei Tage später die Entwarnung rausging, dass die Muffins ungefährlich waren, durften viele Kinder dort lange nicht spielen. Ich beichte also, dass es mir leid um die Kinder tut, denen ich für eine ganze Weile den Spielplatz genommen habe. Aber wie hätte ich das voraussehen können?

Beichthaus.com Beichte #00030758 vom 05.02.2013 um 22:47:10 Uhr (26 Kommentare).

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Freunde nur in der Uni

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Engherzigkeit Ignoranz Dummheit Studentenleben Frankfurt

Ich (w/31) muss beichten, dass ich einen Freund ziemlich mies behandelt habe. Ich war damals Studentin in einer neuen Stadt und das einzige, was mich im ersten Semester interessiert hat, waren Partys und Jungs. Das Ganze machte sich dann nach den Prüfungen bemerkbar - ich bin durch so ziemlich jede gerasselt. Als ich dann die Vorlesungen das zweite (beziehungsweise das erste Mal richtig) besucht habe, lernte ich dort den besagten Freund kennen. Er war eher ein Außenseiter, aber wir haben uns gut verstanden und er war so ziemlich der einzige Grund, warum ich mein Studium überhaupt geschafft habe. Ich habe von ihm Aufschriebe bekommen und vor jeder Prüfung saßen wir zusammen und er hat mir den Stoff beigebracht. Mit der Zeit sind wir so etwas wie Freunde geworden. Das Ganze lief über Jahre sehr gut bis zum Ende unseres Studiums. Ich bin mit meinem damaligen Freund, von dem er nichts wusste zusammengezogen, habe angefangen zu arbeiten und wir haben uns ein gemeinsames Leben aufgebaut. Das Problem war, der Freund von damals hat sich immer noch regelmäßig bei mir per SMS gemeldet. Anfangs habe ich ihm noch geantwortet aber nach einer Weile nur noch ignoriert. Das Ganze lief über Wochen so, bis ich irgendwann nichts mehr von ihm gehört habe. Ich habe ihn dann gefragt, warum er nicht mehr schreibt und er hat geantwortet, dass er kein Interesse mehr an unserer Freundschaft hätte. Ich habe ihn damals einen Idioten genannt, weil er das alles wegwirft und eine Woche später ist mir durch Zufall eingefallen, dass er Geburtstag hatte. Er hatte mir zu meinem Geburtstag etwas geschenkt und ich hatte ein schlechtes Gewissen und wollte mich revanchieren. Also entschuldigte ich mich und habe ihn zum Essen eingeladen, allerdings bin ich nie zu diesem Termin erschienen. Ich weiß bis heute nicht, ob er gemerkt hat, dass ich nicht gekommen oder ob er selbst nicht da war. Ich dachte damals, dass die Studienzeit halt vorbei ist und er akzeptieren soll, dass wir keine Freunde mehr sind. Immerhin habe ich regelmäßig mit ihm Zeit verbracht und bin ihm nichts schuldig. Ein Jahr später bin ich ihm durch Zufall in der Stadt begegnet. Abends habe ich ihn per SMS gefragt, wie es ihm geht, aber als Antwort nur so etwas wie "es gibt schon genug falsche Menschen auf der Welt, da braucht es nicht noch einen, der so tut, als ob er sein Freund wäre" bekommen. Ich war damals ziemlich angepisst und eingebildet und dachte, dass er hätte froh sein sollte, dass jemand wie ich überhaupt mit ihm befreundet war. Die Sache ist jetzt über fünf Jahre her und heute tut es mir wirklich leid wie ich ihn behandelt habe und wie ich damals war. Ich habe ihm vor ein paar Tagen nochmals geschrieben aber keine Antwort mehr bekommen, deshalb beichte ich hier.

Beichthaus.com Beichte #00030755 vom 05.02.2013 um 18:40:26 Uhr in Frankfurt (Bockenheimer Landstraße) (28 Kommentare).

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