Imaginäres Gespräch mit der Polizei

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Ignoranz Aggression Neugier Zorn

Ich (m/28) bewohne mit meiner Freundin eine schöne Mietwohnung im Dachgeschoss mit wunderbarer Aussicht. Vorne ist eine verkehrsberuhigte Zone und hinten kann man das Dorf, in dem wir wohnen, komplett überblicken. Da meine Freundin Nachtschicht hatte und seit dem frühen Nachmittag außer Haus war, ohne vorher die Jalousien hochzuziehen, habe ich das dann halt getan. Auf der Straße lief ein älteres Rentnerehepaar, das dann prompt stehen blieb. Ich sah, wie die Frau ihr Gesicht verzog und irgendetwas mit ihrem vermutlichen Ehemann tuschelte - der daraufhin ebenfalls grimmig in meine Richtung blickte. Die beiden starrten mich dann doch tatsächlich unvermittelt an - man hat ja nichts Besseres zu tun. Ich habe daraufhin natürlich ihr Starren erwidert und währenddessen eher reflexartig, als geplant, mein Handy gezückt und so getan, als würde ich eine dreistellige Nummer wählen. Nach einer kurzen Wartezeit fing ich dann an, ein imaginäres Gespräch mit der Polizei zu führen, dass ich mich von zwei Personen im Rentenalter belästigt fühlen würde. Das Fenster war allerdings verschlossen, sodass Oma und Opa mich nicht hören konnten. Die Beiden hatten scheinbar Gefallen an meiner Fensterscheibe gefunden und glotzten unverblümt und munter weiter durch dieselbige - nach knapp einer Minute machten sie sich dann aber wieder auf die Socken und setzten ihren Weg fort. Jedoch nicht, ohne dauernd zu mir zurückzuschauen und etwas zu bequatschen. Was ich beichten möchte? Dass ich dieses Gegaffe, egal ob Rentner oder nicht, zum Kotzen und einfach nur unhöflich finde. Haben die Leute denn keine Erziehung genossen? Für das Rentnerpaar tut es mir leid, falls ich ihnen einen Schrecken eingejagt haben sollte.

Beichthaus.com Beichte #00031960 vom 27.09.2013 um 17:29:12 Uhr (13 Kommentare).

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Sackhaare im Gesicht

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Boshaftigkeit Ekel Falschheit Studentenleben

Sackhaare im Gesicht
Ich (m) möchte beichten, dass ich einer guten Freundin wohl gründlich den Appetit verdorben habe. Zur Vorgeschichte: Vor einem Monat hatte ich endlich längere Semesterferien und ließ mir einen Bart stehen. Ich hatte dafür eigentlich nur einen Grund, nämlich die betreffende Freundin zu ärgern, da sie meinte, ich sähe damit aus wie ein Obdachloser. Jedenfalls traf ich mich gestern Abend mit ihr und einigen gemeinsamen Freunden zum Essen. Sie kam etwas später, in der Zwischenzeit tranken wir schon mal ein paar Gläser. Als sie dann auch auftauchte, wollte sie mich wohl überraschen und einen Witz über den Bart machen, ich sah sie jedoch schon vorher in einem Spiegel. Schließlich stand sie hinter mir und sagte ohne weitere Begrüßung: "Ist das etwa ein Bart?", wobei sie mir mit den Händen durch ebenjenen fuhr und mir einen Kuss auf die Wange drückte. Während sie noch an meiner Wange hing, verleitete mich das Zusammenspiel von Boshaftigkeit und Alkohol dann leider dazu, ihr ins Ohr zu flüstern: "Nein, ich habe mir nur die Sackhaare ins Gesicht geklebt." Daraufhin verschwand sie schnurstracks zur Toilette und tauchte erst nach einer Viertelstunde kreidebleich wieder auf. Mir tat der Kommentar schon nach dem Aussprechen leid, aber was geschehen ist, kann man nun mal nicht ungeschehen machen. Trotzdem habe ich mir schon weitere Konter überlegt, da sie einfach so leicht aus der Fassung zu bringen ist. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031946 vom 24.09.2013 um 00:05:26 Uhr (23 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Arbeitslos statt Altenheim

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Trägheit Arbeit 50+

Arbeitslos statt Altenheim
Ich (m/27) beichte, dass ich lieber arbeitslos bin, statt im Altenheim für lau zu arbeiten. Nach meiner Ausbildung wurde ich nicht übernommen und fand auch keine entsprechende Stelle. Also musste ich ein kostenloses Praktikum vom Jobcenter aus in einem Altenheim machen. Ich dachte mir zuerst, warum nicht, ich bin gerne für ältere Leute da. Allerdings finde ich es erschreckend, was da abgeht. Überall nur überarbeitetes unterbesetztes Personal. Wir haben uns öfters unterhalten über die massenhaft vorhandene Arbeit, aber wiederum das Einsparen von Personalkosten. Auf Kosten der Bewohner. Ich habe so einiges erlebt und selbst Verantwortung übernommen. Ich habe mich so gut es geht um die Bewohner gekümmert, Essen gereicht, sie angezogen und auf die Toilette gebracht. Schon nach 3 Wochen konnte ich nicht mehr, psychisch und physisch. Ich war bei meinem Hausarzt und lies mich krankschreiben. Später kam ich zum Amtsarzt des Jobcenters. Dieser urteilte, dass ich nicht mehr in einem Pflegeberuf arbeiten kann.

Nun allerdings, bin ich zwei Mal in der Woche für vier Stunden ehrenamtlich in diesem Altenheim, lese vor, gehe mal mit den älteren Menschen spazieren, setze mich auf die Terrasse, spiele Spiele mit ihnen oder ich diene einfach als Zuhörer. Bin ich jetzt ein kleines Würstchen, weil ich den Stress, mich um unsere älteren Bürger zu kümmern, als Mann nicht bewältigt bekomme? Und sie keine neun Stunden täglich, oder gar länger, pflegen kann?

Beichthaus.com Beichte #00031942 vom 23.09.2013 um 21:16:13 Uhr (28 Kommentare).

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Schärfe ist nur Übungssache

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Peinlichkeit Morallosigkeit Falschheit Ernährung Weinheim

Ich möchte beichten, dass ich meiner Frau seit über drei Jahren etwas ins Essen mische. Mir ist klar, dass sich das sehr krass anhört, aber es ist relativ schnell erklärt. Im Mai 2010 waren wir anlässlich unseres zwanzigsten Hochzeitstages in einem Restaurant essen. Meine Frau kommt aus einem sehr konservativen Elternhaus und wuchs deshalb nur mit typisch deutscher Hausmannskost auf. An besagtem Tag bestand sie jedoch darauf, mit mir ein asiatisches Lokal zu besuchen, welches erst vor Kurzem eröffnet hatte. Das ganze Restaurant machte einen sehr schönen Eindruck. Die Bedienung war sehr freundlich, das Ambiente spitze und auch die Karte wies zahlreiche Delikatessen auf. Mir fiel erst an diesem Abend auf, dass ich mit meiner Frau nie zuvor in einem asiatischen Restaurant war, weshalb ich mich besonders freute, ihr die neue Geschmacksrichtung nahezubringen. Die Vorspeise war vorzüglich, doch als meine Frau einen Bissen des Hauptganges probierte, stand sie perplex auf und rannte zur Toilette. Ich ging ihr hinterher und wartete vor der Tür auf sie, um zu erfragen, ob alles Okay ist. Bis sie dann mit Tränen in den Augen herauskam und sich laut brüllend darüber beschwerte, dass das Chop Suey ja viel zu scharf sei. Es wäre einfach eine Unverschämtheit, jemandem etwas so stark Gewürztes aufzutischen.

Natürlich sahen uns alle im Restaurant komisch an und die Bedienungen standen äußerst gedemütigt an ihrem Platz. Wir wurden den gesamten restlichen Abend misstrauisch angeschaut, und in ihrer Hysterie wollte meine Frau noch nicht einmal zahlen. Als ich dann doch das Geld auf den Tisch legte, zickte sie mich auch noch an und sprach die nächste Stunde kein Wort mehr mit mir. Mir war das alles so peinlich, dass ich ihr seit diesem Abend immer ein wenig Tabasco unter das Essen mische. Ich nutze jede Möglichkeit, um ihr ein wenig der scharfen Chilisoße unterzujubeln. Die Dosis habe ich inzwischen schon derart gesteigert, dass unser Essen mittlerweile schärfer geworden ist, als so manches Thaigericht. Liebling, es tut mir leid, aber das war mir damals einfach nur peinlich. Ich hoffe, du liebst mich immer noch, obwohl ich langsam aber stetig deine Geschmacksknospen verbrenne.

Beichthaus.com Beichte #00031941 vom 23.09.2013 um 20:44:40 Uhr in 69469 Weinheim (20 Kommentare).

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“Beichte

Die Feigheit der Gesellschaft

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Ignoranz Dummheit Feigheit Gesellschaft Zapfendorf

Vor einer, vielleicht auch vor zwei Stunden habe ich (w/19) meine kleine Schwester (10) von der Grundschule abgeholt. Da ich wusste, dass meine Mutter nicht plante, heute zu kochen, ging ich mit meiner Schwester in die nah gelegene Innenstadt, um sie auf eine Kleinigkeit zum Essen einzuladen. Nun standen wir dann essend an den Stehtischen einer Filiale des örtlichen Metzgers, als ich hinter mir laute Kinderstimmen hörte, die sich anscheinend amüsierten. Ich dachte mir nichts dabei, aber als das Gelächter auch nach einer gefühlten Ewigkeit nicht weniger wurde, drehte ich mich um und sah, wie so ziemlich jeder im Umkreis, drei halbstarke Kinder, die ungefähr elf Jahre alt waren. Diese versuchten gerade, drei Silvesterknaller so in dem Mülleimer zu platzieren, dass sie diese noch anzünden können. Natürlich unternahm keiner der Umstehenden, und es waren mindestens ein Dutzend Leute da, etwas, außer das Geschehen zu beobachten. Und, nachdem ich die Halbstarken recht schroff dazu aufgefordert hatte, den Unsinn zu unterlassen und sofort zu verschwinden, schnellstmöglich das Weite zu suchen. Ich beichte also, dass ich böser Mensch meiner Schwester ein Vorbild sein wollte und deshalb den armen kleinen Jungen den Spaß verdorben habe. Außerdem beichte ich, dass die offensichtliche Feigheit und Sensationslust der Zuschauer mich zum Ausrasten bringen könnte. Kann man denn nicht von einem Haufen Erwachsener erwarten, dass sie bei so etwas einschreiten und solchen Plagen mal die Meinung geigen, wenn die Eltern schon keine Ahnung von Erziehung haben?!

Beichthaus.com Beichte #00031939 vom 23.09.2013 um 14:16:13 Uhr in Zapfendorf (20 Kommentare).

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