Toleranz - oder doch nicht?

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Engherzigkeit Zorn Vorurteile Gesellschaft Politik

Ich (w/20) habe es satt, als Nazi hingestellt zu werden, weil ich unsere Flüchtlingspolitik kritischer betrachte als so manch anderer. Durch den Terroranschlag in Paris, Pegida und IS habe ich mich endlich getraut und mich "geoutet" - ich habe meine Meinung gesagt, denn Toleranz und Meinungsfreiheit werden ja gerade so propagiert. Was war? Wie ein Autobus haben die mich angeschaut. Als ob es so verwerflich ist, straffällig gewordene Ausländer ohne unsere Staatsbürgerschaft, den Strafvollzug in ihrem Herkunftsland absitzen zu lassen. Nur um ein Beispiel zu nennen. Vielleicht habe ich auch den falschen Freundeskreis erwischt. Die meisten sind so linkslinke Ökofaschisten, und wenn man nicht selber linksradikal ist, muss man ja automatisch rechtsradikal sein, dazwischen gibt es nichts, eh klar. Diese schwarz-weiße Ansicht geht mir schon so auf den Keks. Wieso bitte dürfen radikale Islamisten Toleranz gegenüber ihrem Fanatismus fordern, ich aber nicht gegenüber meiner - ich nenne es jetzt mal vorsichtig - nationalistischen Einstellung. Aber Achtung, lieber Leser, genau lesen! Es wäre nicht das erste Mal, dass ich mir falsche Anschuldigungen anhören kann, weil andere nicht genau zuhören oder lesen.

Beichthaus.com Beichte #00034862 vom 14.01.2015 um 21:29:01 Uhr (26 Kommentare).

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Mit Hitze gegen die Schimmelbildung

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Dummheit Peinlichkeit

Ich (m/25) beichte, dass ich manchmal doof bin wie ein kleines Kind. In einer kleinen oberen Ecke in meiner Kellerwohnung bildet sich seit zwei Jahren immer wieder etwas Schimmel, alle Versuche, ihn zu entfernen und die Stelle zu imprägnieren, sind bisher fehlgeschlagen - er kommt nach 2-3 Monaten immer wieder. Es ist wirklich nur eine kleine Stelle, so groß wie ein Cent-Stück maximal, deshalb sehe ich es nicht ein, dort neu zu tapezieren und der Vermieter sieht anscheinend auch keinen Handlungsbedarf. Sämtliches Lüften und alle Raumluftentfeuchter helfen nicht. Als der Schimmelpunkt gestern wieder da war, wurde ich richtig sauer und dachte mir, ich könnte ihn vielleicht mit Hitze wegbekommen. Wie kann man so doof sein? Ich habe ein Feuerzeug genommen und dachte mir, mit ein paar kleinen Flammenstößen töte ich den Schimmel ab und es passiert nichts, so wie es die türkischen Barbiere mit den Ohrhaaren machen. Jetzt habe ich natürlich einen riesigen schwarzen Fleck an der Tapete und darf mir Morgen Tipp-Ex oder Farbe kaufen gehen, um das Ganze zu überdecken. Und ich wette, der Schimmel kommt trotzdem wieder.

Beichthaus.com Beichte #00034843 vom 12.01.2015 um 14:44:00 Uhr (6 Kommentare).

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Mein Freund, das Muttersöhnchen

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Zorn Verzweiflung

Seit mehr als 1,5 Jahren bin ich (Mitte 20) nun mit meinem Freund (Anfang 30) zusammen und mit ihm und dank ihm auch überglücklich. Ich war sehr lange allein und habe auch nicht die einfachste Vergangenheit - ich hätte nie damit gerechnet, dass mir einmal solch ein Mann begegnet, der - für mein Empfinden - schlichtweg perfekt ist. Nun sollte für mich langsam der Schritt des Zusammenziehens kommen, denn das finde ich nach diesem Zeitraum legitim und er ist auch nicht abgeneigt. Und wieso sollte man die Chance nicht ergreifen? Aber hier kommen wir zu meinem "Problem": Er bewohnt eine Ein-Zimmer-Wohnung die seinem Vater gehört, sodass er keine Miete bezahlen muss. Deshalb kommt für ihn im Falle eines Auszugs nur eine Eigentumswohnung infrage, welche man ja auch erst einmal finden und finanzieren muss, aber das steht auch wieder auf einem anderen Blatt. Seine Eltern, die wirklich sehr nett sind und mich auch gut im Kreise der Familie aufgenommen haben, wohnen im selben Haus wie er. Da sind mehrere Parteien drin und sie eben auch.


Dadurch, dass er ein Einzelkind ist und sonst kaum noch Verwandtschaft hat, steht er seinen Eltern sehr nahe. Das finde ich aber auch gut so. Ich weiß ja aus eigener Erfahrung, wie wichtig die Familie ist, und habe meiner auch einiges zu verdanken. Nun fallen aber immer mehr Dinge vor, die mich doch etwas "stutzig" machen. Ich kann mir das auch nicht erklären, vielleicht sehe ich auch "nur" schwarz und übertreibe maßlos, aber seine Mutter ist sehr extrem, was ihn angeht. Sobald wir irgendwie in ihrer Nähe sind, "umgarnt" sie ihn total. Sie drängt sich ihm und dann auch in gewisser Weise uns beiden, förmlich auf. Sie knuddelt ihn, kneift ihm in die Wangen, schmiert ihm beim Frühstück die Marmelade von der Lippe, wenn da was ist, und so weiter. Neulich waren wir in einem Restaurant und da fragt sie ihn in einer Seelenruhe, als wäre es das Normalste der Welt, was er trinken möchte und nennt ihn dabei "Mausi" - so etwas sage noch nicht einmal ich zu ihm! Letztes Jahr waren wir einer Feierlichkeit wegen in unserer Stammkneipe und die Eltern waren auch dabei, ebenso seine Clique: Sitzen da in der Runde beisammen, quatschen und erfreuen uns am Leben, da steht seine Mutter plötzlich auf, kommt auf ihn zu und setzt sich ohne ein Wort auf seinen Schoß - mitten in der Bar im Beisein seiner Leute. Ich kann es bis heute nicht glauben. Hinzukommt, dass er das damals total in Ordnung fand und als ich ihn darauf angesprochen habe, meinte er noch, dass sie das öfter machen würde und dass da gar nichts dabei wäre - das sind aber nur einige Dinge.


Versteht mich bitte nicht falsch: Ich bin heilfroh, dass er solch ein Familienmensch ist und alles, aber sind die oben angesprochenen Situationen nur für mich abnormal? Liegt es wirklich "nur" daran, dass er diese emotionale bzw. räumliche Distanz einfach bis heute nicht erlernen konnte, die man beim Verlassen des Elternhauses mitnimmt? Ich will ihn auch nicht drängen und er macht mir ja auch immer wieder Hoffnung und auch Andeutungen, was eine gemeinsame Wohnung angeht, aber manchmal hege ich das Gefühl, dass ich da - solange die Eltern im Spiel sind - noch ewig warten kann und das macht mir aber auch Angst. Wie alt will er beim Auszug sein? 35? 40? Ich möchte ihn auf keinen Fall verlieren und möchte auch keinen Streit mit seiner Mutter herbeiführen - zumal mir schon klar ist, dass ich in diesem potentiellen "Machtkampf" sang- und klanglos untergehen würde.

Beichthaus.com Beichte #00034785 vom 05.01.2015 um 23:30:26 Uhr (12 Kommentare).

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Vom Kuhdorf in ein neues Leben

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Zorn Selbstsucht Hass Gesellschaft Familie

Ich (m/25) bin das schwarze Schaf der Familie. Ich stamme aus einer streng evangelischen Region in Bayern und wurde in einem Kuhdorf mit sechs Häusern religiös erzogen. Und wie das in solchen Dörfern nun mal der Fall ist, ist dort alles, egal was du machst, der gesamten Einwohnerschaft (25 Leute) bekannt. Also waren meinen lieben Nachbarn immer auf dem aktuellsten Stand, wenn ich z.B. nicht in die Kirche gehen wollte oder anstatt in den Kindergottesdienst viel lieber in die Natur gegangen bin und dort meinen Gedanken nachhing. Mit voranschreitendem Alter begann ich auch - besonders in der Pubertät - stark gegen dieses öde Spießer-Dasein zu rebellieren und gab einen feuchten Dreck auf sämtliche Regeln und Vorschriften. Ich begann, Metal zu hören, und mich schwarz anzuziehen. Auch diese Verwandtschaftsbesuche an Feiertagen wie Weihnachten und Ostern kotzten mich damals unglaublich an.

Ich war einfach nicht der Mensch für so etwas. Es ging mir einfach übelst auf den Keks, dass ich, der Dinge erleben wollte und die Welt sehen sollte, einfach nur den lieben langen Tag in diesem Kuhdorf verbringen musste. Die Kinder in meinem Alter konnte ich nicht leiden, da sie genau wie ihre Eltern einfach bloß langweilig waren. Ich wollte oft mit meinen Eltern darüber reden, wie ich mich fühle oder was meine Ansichten über die Welt und meine Ängste sind, allerdings haben diese immer abgeblockt, sodass es mir irgendwann egal war, was sie von mir denken. Egal, was ich getan habe, sie haben nur gemeckert. Sie sahen gar nicht das Positive in mir, sondern nur das Negative. Die Krönung des Ganzen war, als ich (damals 15) mit meinen Eltern in der Großstadt war und ich dort (im Winter) einen alten Obdachlosen sitzen sah und meine Eltern ihn eiskalt ignorierten. Also habe ich mir mein letztes Geld zusammengekratzt - ich bekam damals nicht viel Taschengeld - in einer Bäckerei etwas zum Essen und einen Kaffee gekauft und ihm das gegeben. Es gab, wegen einer Aktion, mit der ich etwas Gutes bewirken wollte, eine ordentliche Standpauke meiner Eltern, was mir einfalle, das Geld diesem Gesindel zu geben. Nur der Glaube an Gott könne diesen verlorenen Seelen helfen. Und ab da war es mit mir durch.

Wenn nicht mal meine eigenen Eltern die positiven Seiten in mir sehen, also Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und mein offenes Ohr für Menschen mit Problemen, dann konnten sie mich getrost am Arsch lecken. Ab da kapselte ich mich seelisch von ihnen ab, begann mit 16 eine Lehre als Fachkraft für Lagerlogistik und zog mit 19, nachdem ich meine Lehre mit Bravour bestanden habe, aus meinem verhassten Kuhdorf in die Stadt, in der ich arbeite. Ich habe mir ein schönes Leben aufgebaut, habe seit vier Jahren eine tolle Freundin und mit ihr helfe ich jedes Wochenende in der Tafel unserer Stadt aus. Und wenn wir zu Besuch bei meinen Eltern sind (was wirklich selten ist) oder bei ihnen die Verwandtschaft, dann ernte ich nichts als ablehnende Blicke. Ich ernte Hass für mich, für das, was ich bin. Würde ich mich verstellen und so sein wie sie, würden sie mich mögen. Aber ich, das schwarze Schaf, der anstatt eines teuren BMWs - wie mein verzogener Cousin - einen 15 Jahre alten VW Golf mit Motörhead-Heckscheibenaufkleber fährt und für sein Leben gerne auf Festivals ist, lange Haare und einen Vollbart hat, jedes Wochenende in der Tafel aushilft, weil er anderen Menschen etwas Gutes tun will und Menschen nicht nach ihrem Äußeren, ihrer Sexualität oder ihrer Herkunft beurteilt, werde von meiner Familie, die sich allesamt als gute Christen sehen, gemieden und verachtet.

Ich beichte hiermit, dass ich so bin, wie ich bin und meine Verwandtschaft für ihr gehobenes Getue verabscheue. Und sollte es jemanden unter euch geben, der ebenfalls denkt, dass er in dem Umfeld, in dem er sich befindet, nicht glücklich ist oder der in einer ähnlichen Situation steckt, dem kann ich eins sagen: Beiß die Zähne zusammen und baue dir dein eigenes Leben auf. Höre nicht immer auf das, was andere sagen. Sei, wie du bist, Mitläufer in der Masse gibt es genügend.

Beichthaus.com Beichte #00034731 vom 31.12.2014 um 12:36:01 Uhr (15 Kommentare).

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Geld verdienen mit gebrauchten Tampons, Kondomen & Schwangerschaftstests

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Ekel Fetisch Habgier Arbeit Diebstahl Urlaub Finsterwalde

Geld verdienen mit gebrauchten Tampons, Kondomen & Schwangerschaftstests
Ich bin Hausmeister in einem größeren Hostel. Wie ihr euch denken könnt, oder auch aus eigener Erfahrung wisst, geht es in Hostels ziemlich heftig zu, da dort meistens junge Leute absteigen. Da man in dem Job nicht wirklich viel verdient, habe ich mir ein Zusatzeinkommen geschaffen. Wenn die Reinigungsdamen die Zimmer säubern, nehmen sie die Mülltüten aus dem Zimmer und knoten sie einfach zu. Die Mülltüten aus den Zimmern sind schwarz, die aus den Badezimmern weiß bzw. leicht durchsichtig und daher gut zu unterscheiden. Gegen sechs Uhr morgens, bevor ich die Müllcontainer zur Straße schiebe, stöbere ich noch nach interessanten Badezimmermüllbeuteln. Angefangen von Monatsbinden, Tampons, Slipeinlagen und gebrauchten Kondomen findet man auch immer wieder mal getragene Unterwäsche oder alle paar Monate mal gebrauchtes Sex-Spielzeug, Schwangerschaftstests und solche Dinge. All das Zeug sammle ich und nehme es mit nach Hause.

Manchmal sind es ganze Müllbeutel, die ich mitnehme, wenn ich sehe, dass der Müll ausschließlich Frauenkram enthält. Zu Hause habe ich mir einen eigenen kleinen Kühlschrank nur für die Sachen aufgestellt, damit gewisse Hygieneartikel im Sommer nicht zu riechen beginnen. Die ganzen gesammelten Dinge verkaufe ich in einem Fetisch-Portal im Internet. Es läuft echt gut, und da ich in dem Hostel nicht viel verdiene, konnte ich durch den Verkauf des Badezimmermülls mein Gehalt fast verdreifachen. Es gibt echt Leute, die gutes Geld zahlen - für teilweise wirklich eklige Stücke. Da ich niemandem damit schade, den Müll der zum Wegwerfen gedacht war, gewinnbringend zu verwerten, bitte ich um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00034726 vom 30.12.2014 um 09:24:43 Uhr in Finsterwalde (17 Kommentare).

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