Ode an Berlin

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Hass Zorn Verzweiflung Vorurteile

Berlin ist oberflächlich, raubt dir deine Zeit, Energie und Geld, möchte deine tiefgründige und unbescholtene Seele klauen, frisst dich auf, lässt dich schneller altern und ruiniert deine Gesundheit! Berlin zieht dich hinab in seinen Abgrund - irgendwann wird jeder hinabgesogen und gefressen, ob äußerlich oder innerlich. Es ist wie ein großes, verwirrendes, opulentes Theaterstück, das einen anfangs in den Bann zieht - und wenn man einmal in dieses Licht schaut, hält es einen wie eine Krake gefangen und man kann nur schwer zurück. Berlin ist ein Antimärchen, eine Krake, die alle Leute, die noch Berlin-Anfänger sind, erst mal fressen will und hinabzieht in Ihren Todesabgrund - oh ja, ich habe das Gefühl, dass mindestens 90 Prozent der Bevölkerung schon in Ihrem Bann sind und mit toten Augen und destruktivem, düsteren Verhalten hier ihr Leben leben. Die anderen 10 Prozent haben noch ihr frisches herzlich naives Strahlen in den Augen, finden alles am Anfang noch frisch und cool, sind geblendet, wollen auch so cool werden wie die, die schon angekommen sind. Doch sie laufen dem vermeintlichen Gold hinterher, was da so glänzt. Es ist wie eine ewige Fata Morgana, man läuft und läuft sich zu Tode und kommt nie an.

Die Devise lautet: Rettet euch, solange ihr noch könnt. Bewahrt euch euren gesunden Menschenverstand und euer Herz, auch wenn er euch provinziell oder kleinkariert vorkommt. Behaltet Eure Skepsis. Denn: Jeder, der hier bleibt, kann nicht mehr ganz dicht sein, nein, muss sogar ein Alien, ein seelenloser Mensch sein. Ich fange mal mit den Ur-Berlinern an: Es sind ganz arme Wesen, die über Generationen in diesem Moloch, mit Kriegen, Besetzung, Smog, Lärm, Verkehr, Gewalt, Armut leben mussten und außer diesem schwarzen Loch nie etwas anderes kennenlernen konnten und wollten. Menschen und deren Kindeskinder, die hier ihren Ursprung haben, sind schon längst leblose, fressende, rauchende, Ekel-Maschinen ohne Sinn für Moral, Glauben, Seele und ein tugendhaftes, gesundes Leben. Ur-Berliner sind durchweg hässliche, degenerierte Wesen. In ihren Augen und ihrem Wesen lässt sich nichts Anmutiges, nichts Göttliches mehr finden. Die meisten sind nur am Rauchen: Wohnt man in einem Berliner Ur-Bezirk, wie z.B. Lichtenberg, dann sieht man die Malochenden zur Arbeit gehen, sie laufen meterweit vor einem, jedoch zieht der Zigarettenrauch, den sie hinter sich herziehen, bis zu einem hin. An Haltestellen, auf Gehwegen, ja selbst in Parks und angrenzenden Wäldern riecht man überall diesen widerlichen Rauch. Ich würde sogar meinen, dass 80 Prozent der Ur-Berliner nicht studiert haben und malochenden Arbeiten wie Handwerken, Call-Center nachgehen. Mit ihren widerlichen Handwerker-Montage-Autos rasen sie dann durch die Straßen und tragen noch mehr zur Luftverpestung bei: im Auto rauchen Sie dann noch, fressen in der Mittagspause irgendwo Fleisch aus Massentierhaltung und scheißen dann in eine Ihrer ToiToi Toiletten ihren Schweine-Dünnschiss.

Die Unterschicht ist bei den Ur-Berliner enorm weit verbreitet, denn alle anderen Ur-Berliner, die studiert haben oder einem schönen sinnvollen Leben nachgehen, sind entweder weggezogen, nach Brandenburg oder ganz woanders. Oft kommt die Berliner Oberschicht aus so Bezirken wie Charlottenburg, Wilmersdorf, Pankow. Aber studiert und wohlhabend heißt in Berlin noch lange nicht gesunden Menschenverstand haben oder humorvoll-intelligent zu sein, sondern spießig und arrogant. Es gibt hier einfach so wenig Menschen mit Herz, Verstand und dem Sinn für ein tugendhaftes, tiefgründiges Leben. Habe hier noch nie einen getroffen. Und nun zu den Zugezogenen: Ich habe das Gefühl, dass Berlin eine Stadt ist, die besonders psychopathisch und unsoziale, selbstbezogen Veranlagte anzieht. Egal welche Strömung, ob Eso, Yoga, Vegan, HipHop, Links, Rechts, Yuppie, Alternativ - egal was, die meisten dieser Vertreter sind menschlich ganz arme Säue, die meinen, dass wenn sie nach Berlin gehen, in ihrer Heimatstadt etwas mehr Ansehen von den Zurückgebliebenen zu bekommen. Es sind meistens die, die in Ihren Heimatstädten menschlich nichts reißen konnte, die sich nun von Berlin einen besonderen Status, eine goldene Veredelung erhoffen. Die denken, dass sie allein, weil sie es nach Berlin geschafft haben, nun bessere, beliebtere Menschen sind. Es sind immer die gleichen nervigen Menschen, die sich etwas beweisen müssen, die den Boden unter den Füßen verloren haben, die eigentlich keine Freunde haben und die etwas Besonderes darstellen müssen. Deshalb kann man als normaler Mensch hier keine richtigen Freunde fürs Leben finden, weil alles Soziopathen sind, alles nur Extreme! Mensch! Eigentlich extrem uncool und daraus resultierend trifft man dann auf extrem Intellektuelle, Linke, Ökos, Eso, Gender, Queer, Hipster - aber alles immer diese Extreme! Es gibt wenige wirkliche Querdenker, Humoristen und Herzensmenschen! Alles nur Fake in Berlin. Alles nur unwesentliche Kacke.


Tja, Berlin! Arm wird man hier auch ganz schnell, die steigenden Mieten, widerwärtige Provisionen, Kautionen, die man nie wieder sieht, Betrüger, Parkplatzkosten, Benzin, Stau, irgendwelche Car2Go-Anbieter, die alle Abzocker sind, dann die hohen Kosten der öffentlichen Verkehrsmittel, und so weiter. Wirkliche Natur gibt es hier nicht. Selbst im abgelegensten Park der Stadt hört man noch die Autobahnen und den Lärm, es gibt kaum einen Flecken Natur, an dem man mal ganz für sich sein und entspannen kann, überall Pack und Gesindel mit ihren Dreckskötern! Müll und Hundescheiße! Der Verkehr müsste eigentlich jeden irgendwann mal krankmachen. Hauptverkehrsstraßen, die einem vom Geräuschpegel vorkommen wie Autobahnen, mit Abgasen - sagenhaft. Berlin ist eine einzige Autobahn voller Idioten. Die Zeit, die verloren geht, wenn man von A nach B kommen will, um nur mal eine Freundin zu besuchen. Sagenhaft. Denn nicht jeder hat mehr das Glück, zu seinen Freunden in den Kiez zu ziehen. Überhaupt sind alle Freunde so weit verstreut in der Stadt, dass sie manchmal so unerreichbar erscheinen! Von wegen mal kurz um die Ecke auf ein Bier. Hier muss man ganze Weltreisen unternehmen, nur um ein bisschen menschliche Wärme zu bekommen. Und die überfüllten Öffentlichen sind schlimmer als im KZ. Eine Zumutung sondergleichen. Das alles nagt an der Seele und dem körperlichen Wohlbefinden.

Ich muss Berlin ganz schleunigst verlassen: Denn ein wirklich gutes Leben bedeutet: einen Kiez, mit Freunden gleich um die Ecke, die ich auch mal mit dem Fahrrad schnell erreichen kann. So wenig Begegnung mit Verkehr, Autos und Lärm wie möglich, jederzeit Zugang zur schönsten Natur mit frischer Luft. Kürzeste Wege zu Bib, Uni, Arbeit und Co. Bezahlbare Altbauwohnungen mit Balkon, Stuck, Parkett und Badewanne in schöner Gegend. Weniger Kulturangebot, dafür qualitativer und nicht immer ständig die Qual der Wahl zu haben - das macht einen ganz verrückt, überfordert gesunde menschliche Seelen in jedem Fall. Und wenn es dann doch mal eine Ausstellung, ein Konzert oder eine Veranstaltung geben sollte, die ich in einer kleineren Stadt nicht habe, na dann fahre ich halt mal nach Berlin. Und ganz ehrlich! Die coolsten Partys habe ich bis jetzt nicht im drogenverseuchten, seelenlosen, egozentrischen Berlin, sondern in meiner kleinen Geburtsstadt erlebt. Denn die Qualität liegt oft im Kleinen, unscheinbaren, nicht im aufgemotzten.

Beichthaus.com Beichte #00035143 vom 24.02.2015 um 19:36:32 Uhr (24 Kommentare).

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Kindergeld für Deutsche im Ausland

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Betrug Habgier Lügen Verrat Geld Bremerhaven

Ich habe eine Bekannte, die im Ausland lebt und hier Eltern- und Kindergeld kassiert. Der Vater der Kinder ist Ausländer, hat hier nie gelebt oder gearbeitet, und sie ist nach dem Studium gleich ins Ausland abgehauen. Sie hat hier natürlich auch nie gearbeitet oder auch nur einen Cent in die Kassen gezahlt. Trotzdem hat sie sich und ihre Blagen bei den Großeltern lebend gemeldet, damit sie einen Anspruch auf die satte finanzielle Hilfe hat. So zwei bis drei Mal im Jahr kommt sie dann mal nach Deutschland, um mit den Gören zum Arzt zu gehen, damit es auch so aussieht, als würden sie hier dauerhaft leben. Im Ausland hat die idyllische Familie ungefähr 120 Hektar Land und prahlt überall damit rum, dass sie in Geld schwimmen. Die Großeltern werfen allen Neid vor. Ich habe die Alte nun bei der Familienkasse angeschwärzt. Hoffentlich statten die den Großeltern ein paar Mal einen Besuch ab und wundern sich, dass in der 2-Zimmer-Wohnung von Oma und Opa keine Spur von denen ist. Ich hoffe, sie muss jeden Cent an den Staat zurückzahlen!

Beichthaus.com Beichte #00035134 vom 23.02.2015 um 13:30:29 Uhr in 27570 Bremerhaven (Grimsbystraße) (23 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Kontrollfreak aus Fifty Shades of Grey

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Vorurteile Gesellschaft Medien Berlin

Der Kontrollfreak aus Fifty Shades of Grey
Ich kann Menschen, die Fifty Shades of Grey ernsthaft gut finden, nicht ernst nehmen. Vor allem, wenn Frauen ankommen und sagen, sie hätten ja auch gern einen Partner wie Christian "Kontrollfreak" Grey, könnte ich einfach nur kotzen. Wollt ihr ernsthaft mit einem Kerl zusammen sein, der euch zwingt, Dinge zu tun, die ihr nicht wollt? Der euch alles, aber auch wirklich alles vorschreibt und der bei nem Psychologen definitiv besser aufgehoben wäre als in einem SM-Studio? Diese dämliche Geschichte mit ihren noch dämlicheren Charakteren romantisiert Missbrauch, Stalking, Manipulation und das Brechen des eigenen Willens, mal ganz abgesehen davon, dass die Darstellung von BDSM absolut hanebüchen ist. Sobald ich höre, dass jemand Fifty Shades-Fan ist, kann ich diese Person einfach nicht mehr ernst nehmen und spreche ihr direkt mal eine gehörige Portion an Hirn, Empathie und Anspruch ab.

Beichthaus.com Beichte #00035131 vom 22.02.2015 um 23:54:56 Uhr in Berlin (Schwarzmeerstraße) (44 Kommentare).

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Erziehungseffekt bei Schwarzfahrern

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Boshaftigkeit Schamlosigkeit Maßlosigkeit Arbeit Bahn & Co. Dirmstein

Ich (m/36) bin seit vielen Jahren Fahrkartenkontrolleur im Saarland. Vorwiegend bin ich in Bussen unterwegs und kann von mir behaupten einige notwendige Skills zu besitzen, die man als Kontrolleur so braucht. Wenn ich mit meinem Kollegen "auf Streife" bin, ziehen wir konsequent durch. Normalerweise kontrolliert einer von vorne und der Andere von hinten rum, um so effizienter sein zu können. Ich aber halte mich nicht an die dämlichen Regeln der Verkehrsgesellschaft. Meiner Meinung nach ist es klüger, wenn einer die Ausgänge bewacht und einer allein die Kontrollen macht. Oft kommt es vor, dass irgendwelche Halbstarken meinen, am nächsten Haltepunkt das Weite suchen zu müssen. Durch das Bewachen der Ausgänge wird genau dem entgegengesetzt. Sollte es so jemanden geben, schreit mein Kollege ihn aufs Härteste an. Es ist immer wieder amüsant, in die Blicke der verängstigten Teenager zu schauen. Selbstverständlich versucht mein Kollege, so persönlich wie möglich zu werden. Erst vor Kurzem hat sich mein Genosse über die Sommersprossen eines Pubertierenden lustig gemacht. Nicht nett, aber das wird hoffentlich Wirkung gezeigt haben.


Auch eine Masche von mir ist es, die Schwarzfahrer bloßzustellen. Jedem Schwarzfahrer erzähle ich eine dreiminütige Predigt in einer Lautstärke, die jeder im Bus mitbekommt. Für mich hat das eine Art Erziehungseffekt, wenn der Schwarzfahrer rot anläuft. Ich versuche dabei den Schwarzfahrer so sehr es geht zu demütigen. Mein Motto lautet: Nur gedemütigte Schwarzfahrer lernen die Lektion. Hautfarbe, Religion, Alter oder Weltanschauung spielen für mich keine Rolle, auch wenn ich zugeben muss, dass doch überwiegend Ausländer schwarzfahren. So kann ich immerhin behaupten, kein Rassist zu sein. Mein größter Traum ist es, die Zahl der Schwarzfahrer auf das nicht Messbare herunter zu drücken, damit Recht und Ordnung überhandnehmen. Vielleicht liest der eine oder andere Kontrolleur mit und kann sich so ein paar Inspirationen holen. Ich beichte hiermit offiziell, Schwarzfahrer fertigzumachen, verweise aber wiederholt auf den Erziehungseffekt.

Beichthaus.com Beichte #00035123 vom 20.02.2015 um 20:13:47 Uhr in Dirmstein (47 Kommentare).

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Schmatzen im Schlaf

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Verzweiflung Misstrauen Last Night Familie

Ich (w/25) soll angeblich nachts, wenn ich schlafe, laut schmatzen. Ich kann mir das nicht vorstellen, da ich einen sehr unruhigen Schlaf habe und sehr schnell aufwache. Sei es wegen meiner Katze, wegen meines Freundes, wenn er zur Arbeit geht, falls mir kalt ist oder sogar wenn ich sabbere. Jetzt habe ich das Gefühl, dass meine Familie nur immer sagt, dass ich angeblich in der Nacht schmatze. Ich würde nämlich aufwachen, wenn es der Fall sein würde, und das ist bis jetzt noch nie passiert. Falls meine Familie sich jetzt einen Spaß daraus erlaubt haben soll, ist das nicht lustig, denn es nagt sehr an meinem Selbstvertrauen.

Ich kann kaum bei jemandem übernachten oder mal mit einer Person das Zimmer teilen. Auch als ich Klassenfahrt hatte, wurde ich sichtlich nervös und wollte nicht hingehen. Aber meine Klassenkameradinnen haben nie gesagt, dass ich schmatze. Jetzt frage ich mich, was ich tun soll und werde wütend bei dem Gedanken. Ich bin sowieso schon das schwarze Schaf meiner Familie und das macht es auch nicht besser. Mein Selbstvertrauen ist sowieso schon zerstört und meine Familie hilft mir überhaupt nicht. Ich beichte, dass ich meine Familie nicht gerade gut leiden kann. Das macht mich sehr traurig. Aber noch wütender macht mich der Gedanke, dass ich nachts schmatzen soll. Das lässt mir keine Ruhe. Es ekelt mich auch der Gedanke daran.

Beichthaus.com Beichte #00035105 vom 18.02.2015 um 00:23:31 Uhr (10 Kommentare).

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