Erholung von der Sitznachbarin

6

anhören

Selbstsucht Lügen Feigheit Schule

Ich möchte etwas beichten, dass für viele vielleicht lächerlich klingen mag. Aber als ich (m) fünfzehn Jahre alt war, war ich fürchterlich in eine Klassenkameradin verknallt. Irgendwann wurden wir nebeneinander gesetzt und es war für mich der totale Horror. Mein ganzer Körper spielte verrückt und ich konnte mich auf nichts mehr konzentrieren. Aber nach knapp zwei Wochen blieb ihr Platz leer. Eine ganze Zeit lang. Wir erfuhren dann, dass sie eine Hirnhautentzündung hatte und im Krankenhaus lag. Dem Mädchen, das ich so liebte, ging es also unglaublich schlecht. Und für mich war es Erholung pur. Mir tut es so leid, vor allem da ich es danach darauf anlegte, dass der Lehrer mich wieder umsetzt - nahe ans Lehrerpult, wohin man gerne die Störenfriede setzt. Jahre später sah ich eben dieses Mädchen mit einigen Freundinnen im Bistro und wir sprachen über unsere Schulzeit. Mein Herz steht für sie zwar nicht mehr in Flammen, aber ich kann immer noch gut nachvollziehen, dass ich mal in sie verschossen war.


Sie erzählte dann doch tatsächlich von ihrem Krankenhausaufenthalt wegen der Hirnhautentzündung und sagte mir, dass sie die Genesungswunschkarte unserer Klasse noch immer habe. Das war der richtige Zeitpunkt, ihr zu beichten, wie ich damals empfunden hatte, aber stattdessen spielte ich ihr vor, dass ich in dieser Zeit ganz schön Angst um sie gehabt hätte. Dabei stimmt das nicht. Angst habe ich nie empfunden - obwohl wir alle wussten, dass ihr Zustand zeitweise kritisch war. Ich habe die Zeit ohne sie einfach nur genossen, weil mich ihre Gegenwart einfach nur fix und fertiggemacht hat.

Beichthaus.com Beichte #00032173 vom 04.11.2013 um 22:28:21 Uhr (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Angst vor der Kommunikation

22

anhören

Falschheit Sex Vorurteile Engherzigkeit

Ich (w/26) hatte schon viele Sexpartner. Allerdings nicht alle aus einer Umgebung, sondern recht "diskret" verteilt. Das wissen auch nur meine Freundinnen, ich bin also nicht verschrien. Dafür wissen sie etwas anderes nicht. Sie denken nämlich, ich hätte einen Narren an Süd- oder Osteuropäern gefressen, weil meine Bekanntschaften meist von dort kommen. Ich hatte zwar auch schon Deutsche, aber die gehen in der Statistik quasi unter. Dass ich aber immer wieder etwas mit Ausländern habe, liegt vielmehr daran, dass ich vor deutschen Männern Angst habe. Allerdings nicht, weil ich befürchte, dass sie mir etwas antun. Nein - mir graut vor der Kommunikation, die in diesem Fall ja glatt laufen müsste. Mit radebrechenden Ausländern kann ich einfach besser - übrigens meine ich Männer, die vielleicht seit zwei Jahren in Deutschland sind, und nicht irgendwelche Enkel eines italienischen Gastarbeiters. Was auch immer da mit mir schief gelaufen ist. Meine Freundinnen denken seit eh und je, ich sei einfach verzückt von bulgarischen Verputzern und lettischen Spargelstechern und hätte bislang nur leider noch nicht die große Liebe gefunden. Dabei nehme ich die ausländischen Männer nur nicht für so voll, wie die Deutschen. Bevor ihr mich nun wüst beschimpft, bedenkt, dass ich mit den Männern, von denen ich nicht so viel halte, schlafe. Vielleicht entschärft das die Diskussion.

Beichthaus.com Beichte #00032162 vom 03.11.2013 um 22:21:15 Uhr (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Eine Gardine als Partyretter

16

anhören

Ekel Unreinlichkeit Morallosigkeit Trunksucht

Ich (m/25) war vor einigen Jahren auf einer Party. Und wie das halt so ist, gab es viel zum Essen und noch mehr zum Saufen. Und das muss alles irgendwann raus - also überkam mich ein großes Bedürfnis. Auf der Toilette ging mir jedoch leider das Papier aus. Es gab weder eine Ersatzrolle noch Handtücher. Ich schrie um Hilfe, doch die Musik war zu laut. Keiner hörte mich. Ich suchte in meiner Hose verzweifelt nach einem Taschentuch, aber wenn man dringend eins braucht, ist natürlich keins da. Doch das Fenster war mit einer kleinen, weißen Gardine verhängt. Ich nahm sie von der Stange und sorgte damit für angemessene Hygiene. Danach überlegte ich nicht lange und hängte sie wieder zurück. Nun kam mir der Gedanke, dass es vielleicht besser wäre, zu gehen. Der Gastgeber drückte mir sogar noch die Hand und sagte "Schön, dass du da warst!"

Beichthaus.com Beichte #00032160 vom 02.11.2013 um 23:57:21 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mein affiger Nachbar

21

anhören

Feigheit Stolz Ungerechtigkeit Nachbarn

Ich (m/mittleren Alters) gehe am Wochenende lieber arbeiten, als meinen Tag in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Das war viele Jahre lang nicht so, aber leider treibt mich mein Nachbar und langsam auch meine Frau mehr und mehr in den Wahnsinn. Ich komme aus eher bescheidenen Verhältnissen, habe mich aber als Geschäftsmann in meiner Branche etabliert, bin seit über 20 Jahren verheiratet, habe eine jugendliche Tochter und einen jugendlichen Sohn. Mit meinem finanziellen Erfolg kam auch ein größeres Haus in einer Stadt in Süddeutschland in einem Bezirk für ein gut situiertes Klientel. Die Menschen dort bleiben eher unter sich und damit konnte ich gut leben. Bis mein jetziger Nachbar seinen vermaledeiten Wohnsitz in das Haus nebenan verlegen musste. Weil es damit noch nicht genug war, brachte er gleich noch eine 15 Jahre jüngere Frau und einen verzogenen Sohn im Alter meines Sohnes mit. Leider haben sich unsere Frauen über die Zeit angefreundet. Und zwar so gut, dass wir uns nun jedes Wochenende entweder zum Brunch, der bei uns stattfindet, oder zum Abendessen in einem Restaurant verabreden. Wenn es ganz schlimm kommt, auch für beides. Üblicherweise ziehen sich die beiden Frauen dann zurück und ich werde mit meinem Nachbarn alleine gelassen. Leider haben wir überhaupt keine Gemeinsamkeiten, ausgenommen davon, dass es uns beiden finanziell gut geht. Der feine Herr ist zwar wohlhabend - er muss aber auch alles und jeden übertreffen. Der tolle Hecht weiß immer, was am Besten ist. Er fährt das "beste" Auto, trinkt den "besten" Wein, trägt Anzüge für mehrere Tausend Euro und sieht dabei aus wie ein drittklassiger Clown. Nach ein paar Gläsern Wein äußert er sich dann abfällig über die herumlungernde, faule und geschmacklose "Unterschicht".


Jetzt kommt der Teil, für den ich mich schäme: Ich fühle mich wegen meiner Wurzeln immer persönlich angegriffen. Ich will nie wieder abfällige, herabsetzende Blicke auf mir spüren. Also gebe ich mir große Mühe, diesem eingebildeten Lackaffen zu gefallen und in keiner Beziehung zurückzustehen. Ich trage jetzt beim Weggehen einen Anzug, der noch viel affiger aussieht. Ich habe meinen Fuhrpark um zwei Sportwagen erweitert. Ich kaufe meiner Frau jetzt regelmäßig Schmuck und habe das Taschengeld meiner Kinder versechsfacht, um an das Taschengeld seines Sprosses heranzukommen. Zum Brunch in unserem Haus werden seltene und ausgefallene Speisen dargeboten, die bei mir teilweise einen Würgereflex zur Folge haben. Trotzdem nehme ich mir davon reichlich und verzehre es mit dem Ausdruck eines wahren Genießers. Ein kühles Bier oder eine saftige Bratwurst mit Pommes habe ich schon lange nicht mehr aus der Nähe gesehen. Ich möchte beichten, dass ich mir zu viel aus der Meinung anderer mache und ein Leben führe, das ich nicht so führen will. Zum Abschluss möchte ich noch anmerken, dass unsere Familien in etwa zwei Monaten gemeinsam in den Skiurlaub fahren werden, ich aber in meinem ganzen Leben noch nie auf zwei Brettern einen steilen Abhang herunterbalancieren musste.

Beichthaus.com Beichte #00032156 vom 01.11.2013 um 14:39:09 Uhr (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Mein Ei im Töpfchen

4

anhören

Ekel Engherzigkeit Falschheit Kinder

Mein Ei im Töpfchen
Es ist schon viele Jahre her, aber ich lache immer wieder gerne mit meinen damaligen Kumpels über diesen Tag. Als wir im Jahre 1993 unseren Grundwehrdienst absolvierten, hatten wir viel Unfug im Kopf. Und an Allerheiligen setzten wir dem ganzen die Krone auf. Mein Neffe hatte sich damals gerade ans Töpfchen gewöhnt, und ich war mit zwei meiner Kumpels bei meiner Schwester eingeladen. Und einer meiner Kumpels sagte zu mir, dass ich mich niemals trauen würde, in das Töpfchen meines Neffen zu kacken und den Kleinen dann wieder darauf zu setzen. Tja - ich habe mich getraut und meinen Neffen nach vollbrachter Leistung wieder auf den Topf mit meinem Ei gesetzt. Das Toilettenpapier habe ich die Toilette runtergespült. Ich werde den Schrei und die Verwunderung meiner Schwester beim Betrachten des Inhaltes nie vergessen.

Beichthaus.com Beichte #00032154 vom 01.11.2013 um 19:28:23 Uhr (4 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000