Wie das Leben meiner Schwester zerstört wurde

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Gewalt Verzweiflung Hass Kinder

Vor bestimmt schon zehn Jahren habe ich (m/27) noch mit meiner Familie in einem beschaulichen Dorf gewohnt, das direkt an einem Fluss lag. An einem ruhigen Seitenarm des Flusses wurde ein Strand aufgeschüttet, an dem es im Sommer auch immer gut voll war. Natürlich waren dort auch viele kleine Kinder. Meine beiden kleinen Schwestern waren damals 8 und 10 Jahre alt. Auf jeden Fall war ich mit den beiden eines Tages mal wieder am Strand und habe dort Freunde getroffen. Natürlich habe ich nicht alle paar Sekunden geguckt, wo sie sind, oder was sie machen. Irgendwann fiel mir ein überdimensionaler, fetter Kerl auf, der ziemlich abseits saß und die im Wasser spielenden Kinder anstarrte. Prinzipiell ist das ja nicht ungewöhnlich, aber irgendwie kam mir das schon komisch vor. Ich wandte mich aber wieder ab. Vielleicht 20 oder 30 Minuten später kreischte ein Mädchen so ohrenbetäubend, dass sich die Aufmerksamkeit aller Besucher auf sie richtete. Ich schaute natürlich auch hin und erkannte, dass es meine 10-jährige Schwester war, die da am Schreien war. Sie zappelte und schrie und tauchte ständig unter. Ich rannte wie ein Irrer los, sprang ins Wasser und schwamm zu ihr hin, wollte sie über Wasser halten und mit ihr zum Ufer, aber sie trat und haute um sich und konnte sich überhaupt nicht beruhigen. Alle Leute haben nur geglotzt. Da waren Erwachsene mit ihren eigenen Kindern viel näher an ihr dran und haben ihr nicht geholfen.

Sie wäre fast ertrunken, aber ich verstand den Grund nicht. Die Jüngste tröstete unsere Schwester und ich fragte nur immer wieder verzweifelt, was denn passiert wäre. Die Kleine zeigte auf den fetten Typen, den ich schon vorher gesehen hatte und meinte, dass dieser auch im Wasser gewesen sei und mit ihnen geredet hätte. Und dass er ihre M**** angefasst hätte. Dieser abnorm fettleibige, alte Sack stand seelenruhig am Strand und packte seine Sachen zusammen. Ich bat eine Freundin meine Schwestern nach Hause zu bringen, schnappte mir ein paar Kumpels und folgte diesem Typen, bis wir abseits von den ganzen Leuten waren. Ich habe ihn dann von hinten angesprungen und auf ihn eingeschlagen wie von Sinnen. Der Typ lag irgendwann am Boden, zitterte und fragte dann allen Ernstes noch, was er denn getan hätte. Ich spuckte ihm ins Gesicht und drohte ihm, dass ich ihn, wenn er je wieder hierher kommen würde, umlegen würde. Meine Eltern erstatteten Anzeige und es kam raus, dass dieser Typ öfters kleine Mädchen angesprochen, oder auch heimlich beim Baden fotografiert hatte.

Meine eigentliche Beichte ist nicht, dass ich den Kerl verschlagen habe, darauf bin ich ehrlich gesagt sogar fast stolz. Aber ich beichte, dass ich meine kleine Schwester nicht genug im Auge hatte, weil ich lieber mit meinen Kumpels quatschen wollte. Ich fühle mich deshalb ständig schlecht und bedrückt. Es fällt mir schwer, sie normal zu behandeln. Ständig sehe ich ihre aufgerissenen Augen, wie sie panisch zappelt und Wasser schluckt und dieses hysterische Kreischen. Sie war danach auch völlig verändert, irgendwie abgestumpft und wirkte auch dauerhaft teilnahmslos. Jetzt ist sie 20 Jahre alt und war schon zweimal in der Psychiatrie. Sie sagt zwar immer, das hätte nichts damit zu tun, sondern mit anderen Problemen, aber ich fühle mich einfach schuldig, ihr Leben zerstört zu haben. Kleine, es tut mir so unendlich leid!

Beichthaus.com Beichte #00031567 vom 07.07.2013 um 12:33:24 Uhr (46 Kommentare).

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Ich hasse meinen Bruder

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Hass Faulheit Verzweiflung Zorn Familie

Ich möchte beichten, dass ich im Moment meinen eigenen Bruder (m/24) hasse. Er ist eigentlich ein recht schlaues Köpfchen und hat wirklich was drauf. Er hat nur einen Hauptschulabschluss, weil er einfach zu faul war zum Lernen. Obwohl er locker die mittlere Reife geschafft hätte. Zum Thema: Mein Bruder hat sich mit anderen Menschen schon immer schwer getan. Er ist lieber unter sich und redet auch mit der Familie kaum bis gar nicht. Er hat lange gebraucht, bis er einen entsprechenden Job gefunden hat. Erst machte er eine schulische Ausbildung zum Altenpflegehelfer, dann arbeitete er zwei Jahre als unbezahlter Praktikant in einem Dorf für Behinderte und danach begann er seine Ausbildung als Altenpfleger. Eigentlich nicht schlecht, und wir dachten alle, dass er es jetzt schafft. Zumindest die ersten zwei Ausbildungsjahre. Im dritten Lehrjahr, kurz vor Ende der Ausbildung, mussten alle eine psychologische Bescheinigung vorlegen, die die Tauglichkeit und Belastbarkeit als Altenpfleger bescheinigt. Nun gut, eigentlich kein Problem, werdet ihr jetzt denken, aber mein Bruder hat es nicht auf die Reihe bekommen, zu dem Psychologen zu stiefeln, und sich den blöden Wisch zu holen. Das dritte Ausbildungsjahr verging, die Ausbildung endete, er hatte seine praktischen und schriftlichen Prüfungen bestanden, ABER die Ausbildung war ohne diesen Schein nicht abgeschlossen.


Was macht er? Anstatt sich den Schein zu holen, gammelt er jetzt seit zwei Jahren zu Hause rum, zockt WOW und schaut sich Hunderte DVDs an. Mal arbeitet er als Pflegehelfer, dann ist er wieder arbeitslos und lebt auch noch auf Kosten unserer Mutter, weil er seinen Arsch nicht hochkriegt und zum Jobcenter geht. Ich für meinen Teil, als jüngere Schwester, habe zwei Jobs um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Ich fragte meine Mutter einmal, warum sie ihm auch andauernd Geld geben muss. Ich an ihrer Stelle hätte den Geldhahn zugedreht. Denn dann muss er zum Jobcenter. Aber meine Mutter meinte nur, dann würde der arme Junge noch auf der Straße landen. Das würde wahrscheinlich sogar passieren. Ich gehe nicht mal mehr ans Telefon, wenn er anruft, weil ich weiß, dass er mir sein Leid klagt, und wie arm er doch dran ist, da die ganze Welt ihn hasst. Oder er sagt keinen Ton und wir schweigen uns an. Nein danke! Ich habe meine eigenen Probleme und keine Lust, mich auch noch mit ihm auseinanderzusetzen. Die ganzen vorigen Jahre war ich immer diejenige, die ihn bei allem unterstützt und geholfen hat. Ich habe mit ihm über alles gesprochen und ihn immer und immer wieder ermutigt und aufgebaut. Jetzt kann und will ich nicht mehr. Es ist eindeutig, dass er sich nicht helfen lassen will und im Moment kann er sich von mir aus bis ans Ende seiner Tage einsperren. Für meine Mutter tut es mir nur leid, da sie nun denkt, sie hätte bei der Erziehung versagt. Was mir im Herzen wehtut, da sie die beste Mutter ist, die ich kenne. Ich bitte hiermit um Vergebung für meinen Hass.

Beichthaus.com Beichte #00031541 vom 01.07.2013 um 15:19:23 Uhr (20 Kommentare).

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Peinliche Flirtversuche in der U-Bahn

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Peinlichkeit Begehrlichkeit Bahn & Co.

Peinliche Flirtversuche in der U-Bahn
Ich bin gerade mit Freunden im Urlaub in Berlin, wo ich auch Bekannte habe, die ich hier besuche. Gestern saß ich in der S-Bahn, auf dem Weg zu alten Freunden. Mir gegenüber saß eine Frau, zwischen 20 und 25 Jahren, und sie war genau mein Geschmack. Langes, dunkles Haar, dunkle mandelförmige Augen, volle Lippen. Sie las gerade ein Buch. Ich überlegte fieberhaft, wie ich sie in ein Gespräch verwickeln könnte. Sie hatte eine Tasche mit der Aufschrift "Charité" auf dem Schoß. Ohne darüber nachzudenken, und von der Nervosität getrieben, fragte ich sie, stolz auf meine Französischkenntnisse, "Heißt das nicht Barmherzigkeit?" Sie war erst leicht überrascht und wusste anscheinend nicht, wovon ich sprach. Dann sah sie auf ihre Tasche herunter, lächelte und sagte nur "Ja." Ich - dumm, bedröppelt und trottelhaft, wusste nicht mehr, was ich weiter sagen soll und nickte nur lächelnd. Sie lächelte mich auch an, und widmete sich wieder ihrem Buch.

Ich überlegte wieder fieberhaft, weil ich wusste, dass ich es mir später vorwerfen würde, wenn ich sie nicht nach ihrer Handynummer fragte. Ein paar Stationen weiter hatte ich meinen ganzen Mut zusammengekratzt und fragte, ob sie mir ihre Nummer geben könnte. Sie war offensichtlich erstmal leicht verwirrt, und sagte darauf entschuldigend lächelnd, dass es ihr leidtue, sie gebe Fremden aber generell nicht ihre Handynummer. Alles was mir daraufhin einfiel war: "Äääh, kann ich dir meine geben?" Und sie sagte, wahrscheinlich aus Mitleid, dass das okay wäre, und ich diktierte ihr meine Handynummer. Sie lächelte nochmals freundlich und stieg dann bei der nächsten Station aus. Ich hatte das Gefühl, dass die anderen Fahrgäste, die meine peinlichen Flirtversuche mitbekommen hatten, mich belustigt anguckten. Ich könnte mich jetzt im Nachhinein zu Tode schämen. Mein Kopf ist gerade hochrot, während ich das schreibe. Wie kann man mit fast 30 Jahren nur so unbeholfen sein? Wahrscheinlich ist sie nur ausgestiegen, um vor mir zu flüchten. Ich beichte, dass ich ein trotteliger Versager bin.

Beichthaus.com Beichte #00031526 vom 27.06.2013 um 21:43:39 Uhr (36 Kommentare).

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Mein unsympathischer Nachbar

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Lügen Hass Boshaftigkeit Nachbarn Studentenleben

Ich hatte während meines Studiums einen ziemlich unsympathischen Wohnheimnachbarn. Ich kannte ihn schon von früher, er ist ein wahnsinnig fauler und dreister Mensch, der andere Leute seinen Dreck wegräumen lässt, nie irgendetwas tut und dann von anderen die Lösungen für sämtliche Aufgaben haben will. Und damit kommt er immer durch, weil er sehr charmant sein kann, wenn er denn will, und alle darauf reinfallen. Deswegen hasste ich ihn sowieso, aber als er neben mir wohnte, nervte er auch noch durch Lärm.
Das Wohnheim war eigentlich sehr gut lärmisoliert, aber er trampelte die ganze Nacht hindurch wie eine Horde Elefanten immer wieder über den Flur zur Küche und zurück, denn tagsüber musste ja geschlafen werden. Als ich ihn darauf ansprach, wurde es besser, aber dafür laberte er dann den ganzen Tag wahnsinnig laut über Skype oder Teamspeak, teilweise die ganze Nacht hindurch. Und zwar so laut, dass ich mitsprechen konnte. Dazu kam, dass er fast nie in der Uni auftauchte, und sich trotzdem immer über die ganze Arbeit beschwerte und anderen das Essen aus dem gemeinsamen Kühlschrank stahl. Irgendwann reichte es mir.

Eines Tages schrieb mich seine Freundin bei Facebook an und fragte mich, ob mit ihm alles ok wäre, denn sie würde sich Sorgen machen, weil er sich nie meldete. Ich schrieb ihr dann ganz verwundert, dass sie doch gar nicht mehr zusammen wären, und erzählte dann, er hätte uns gesagt, dass sie sich getrennt hätten, und seine neue Freundin ginge ständig bei ihm ein und aus.
Natürlich war die Beziehung damit beendet und ein wenig später fiel der Typ durch sein Studium, weil ihm das Abschreiben von Antworten diesmal nicht geholfen hat. Er zog dann aus und war total geknickt. Aber es war endlich ruhig. Und ich bin froh, dass er wenigstens einmal im Leben nicht mit seiner arrogant-dreisten Art durchgekommen ist.

Ein wenig leid tut es mir höchstens für seine Ex-Freundin. Aber die war selbst auch eine dumme Schickse, die mich vorher immer wie Scheiße behandelt hatte.

Beichthaus.com Beichte #00031485 vom 23.06.2013 um 01:30:35 Uhr (10 Kommentare).

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Keine Berechtigung

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Faulheit Trägheit Engherzigkeit Arbeit Vieselbach

Ich bin Callcenteragent für Vod*fone (DSL und Festnetz) und ich bin faul. Allen Kunden, die ein komplexes Problem haben, sage ich, dass das Problem von mir nicht gelöst werden kann, weil ich keine Berechtigung für die entsprechenden Daten hätte. In 98 Prozent stimmt das nicht. Ich will mich nur nicht mit dem Kunden auseinandersetzen, daher die Weiterleitung. Keine Sorge, den Kunden wird natürlich auch geholfen, es dauert nur etwas länger. Und zwar 48 - 72 Stunden und nicht zehn Minuten.

Beichthaus.com Beichte #00031457 vom 18.06.2013 um 11:54:59 Uhr in Vieselbach (27 Kommentare).

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