Der Nebenjob meiner Tochter

85

anhören

Aggression Gewalt Ungerechtigkeit Damme

Der Nebenjob meiner Tochter
Ich (m/45) beziehe Hartz IV. In dem Dorf, aus dem ich stamme, galt damals, dass Geld verdienen ganz klar vor dem Schulabschluss kommt. Keiner konnte wissen, dass es im 21. Jahrhundert so schlecht aussieht ohne Abschluss. Meine Tochter (13) hat sich durch einen Nebenjob, den sie schon über ein Jahr hat, 250 Euro angespart. Mit dem Geld hat sie sich eine Nintendo Wii gekauft. Keine Ahnung, wie, aber das Amt hat davon Wind bekommen. Also wurde mir eine "Einladung" zugeschickt, und wie immer bin ich der auch nachgekommen. Der nette Herr vom Amt hat mir dann unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass ich die 250 Euro an das Amt abdrücken muss. Wir hatten danach eine Diskussion, die sicher an die zwanzig Minuten lang ging. Ich habe immer jede Maßnahme gemacht, die mir zugeteilt wurde, verdiene mir mit einem kleinen Hausmeister Job noch knapp 150 Euro extra (die ich behalten darf), und schreibe regelmäßig Bewerbungen. Auch überregional.

Auf meine Frage hin, wie ich meiner Tochter den Sinn von Arbeit erklären soll, kam nur "Das ist das Problem der Kleinen." In dem Moment ist mir die Hutschnur geplatzt. Noch nie hatte ich so viel Wut auf einen Menschen. Nach zwei Minuten war sein Büro total verwüstet, und er lag ängstlich und blutend in der Ecke des etwa 11qm großen Raumes. Meine Frau hat von der ganzen Sache erst erfahren, als mich die Polizei drei Stunden später von zu Hause abholte. Das Ganze hat mir am Ende drei Tage auf der Polizeiwache, 18 Monate auf drei Jahren Bewährung und 280 Sozialstunden, für die ich locker die ganzen drei Jahre Bewährung brauchen werde, eingebracht. Ich denke, dass ich nicht so ausgerastet wäre, wenn er mir das anders erklärt hätte. Aber diese Ignoranz, Hochnäsigkeit und Frechheit - viele Hartz IV Empfänger mögen Sozialschnorrer sein, aber die meisten sind anständig. Wir sind keine Menschen zweiter Klasse, nur weil wir keine Arbeit finden. Das Einzige, das ich bereue, ist, dass ich meiner Tochter den Nebenjob nicht verboten habe. Sie ist die einzige, die Wirklich darunter leiden musste.

Beichthaus.com Beichte #00028000 vom 21.07.2010 um 13:15:40 Uhr in 49401 Damme (Jugendherbergsweg) (85 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Angst vor einer Schwangerschaft

23

anhören

Masturbation Dummheit Schwangerschaft

Angst vor einer Schwangerschaft
Ich beichte, dass ich im Alter von 12 Jahren Angst vor einer Schwangerschaft durch Selbstbefriedigung hatte.

Beichthaus.com Beichte #00027993 vom 18.07.2010 um 14:56:50 Uhr (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Die Liebe meines Lebens

19

anhören

Ignoranz Engherzigkeit Feigheit Verzweiflung Liebe

Ich möchte hiermit beichten, dass ich den wahrscheinlich größten Fehler meines Lebens begangen habe. Vor vielen Jahren hatte ich eine Freundin aus meiner Klasse, die - man kann sagen - meine erste große Liebe war. Wir waren zwar erst 13 oder 14 Jahre alt, aber ich habe mich gleich in sie verliebt. Ihrer Reaktionen und ihrem Verhalten nach zu vernehmen, war sie das wohl auch. Sie war ziemlich krank (Leukämie) und in dieser schweren Zeit habe ich Vollidiot es doch tatsächlich fertig gebracht, sie nicht ein einziges mal zu besuchen - und das bei über einem Jahr Krankenhausaufenthalt. Ich habe mich ihr gegenüber absolut abscheulich verhalten: Sie teilweise ignoriert, mich ihr nicht anvertraut (ich war eigentlich nur oberflächlich zu ihr) und bin fremd gegangen - mehrmals sogar! Schließlich haben wir oder besser sie die Beziehung beendet. Ich habe so getan, als würde mich das überhaupt nicht berühren. Als ich dann abends zu hause alleine im Bett lag, habe ich als erstes meinen Tränen freien Lauf gelassen.

Sie hatte dann später das Gymnasium nach der 10. Klasse beendet, war schwanger geworden von einem Typen usw.
Jedenfalls nahm ihr Lebensweg, soweit ich das von Freunden und Bekannten mitbekommen habe, keinen tollen Verlauf.
Ich habe viele Jahre darüber nachgedacht und philosophiert, an keinem einzigen Tag habe ich sie je vergessen können. Egal, welche Frau in meinem Bett lag oder an meiner Seite stand - sie konnte keine ersetzen, auch wenn wir nie miteinander geschlafen haben. Vor einiger Zeit habe ich Kontakt zu ihr aufgenommen und mich bei ihr entschuldigt. Diese hat sie auch angenommen und das Ganze doch relativ locker gesehen.
Ich habe nur einen einzigen Wunsch: Sie zu sehen, in die Arme zu nehmen und zu küssen. Ich liebe sie einfach immer noch und es tut mir sehr weh. Ich habe sie nie vergessen. Und so lebe ich dahin, unglücklich, unerfüllt und unerhört - bestraft durch meine eigene Dummheit!
Es tut mir Leid, was ich ihr angetan habe und wie ich sie verletzt habe. Ich fühle mich schuldig! Das geht soweit, dass ich (hypothetisch gesehen) sogar für ihr Kind sorgen würde, wenn ich mit ihr zusammen kommen würde.
Es tut mir Leid, für all die Freundinnen, denen ich immer knallhart ins Gesicht gelogen habe. Besonders der letzten Freundin, die meine Entscheidung auch noch begrüßte, mich zu entschuldigen. Es tut mir Leid, dass wenn ich in ihren Armen lag, oft an die andere habe denken müssen.

Beichthaus.com Beichte #00027991 vom 18.07.2010 um 00:26:33 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Abgetrieben

40

anhören

Mord Morallosigkeit Verzweiflung Schwangerschaft

Niemals werde ich mir verzeihen, dass ich mein Baby abgetrieben habe. Es war vor 12 Jahren, ich hatte mich eine Woche zuvor von meinem Mann getrennt als ich in einer Kneipe einen Anderen kennenlernte. Ich war an diesem Tag nicht besonders gut drauf und trank viel mehr als mir gut tat. Irgendwann stand er vor mir und wir fingen ein Gespräch an, ich mochte wie er mit mir redete, er lenkte mich von meinem Kummer ab. Es kam wie es kommen musste, ich verbrachte die Nacht bei ihm. Vier Wochen später stellte ich fest das ich schwanger war! Ich geriet in Panik, hatte schon zwei Kinder und schreckliche Angst davor ein drittes alleine groß zuziehen. Lange Wochen haderte ich mit mir selbst, was sollte ich tun? Schweren Herzens entschied ich mich schließlich zur Abtreibung. Aber um mich selbst zu bestrafen, dass ich zu schwach für ein weiteres Kind war, beschloss ich mich gleichzeitig mit der Abtreibung sterilisieren zu lassen. Denn für mich war ganz klar: Wenn ich einmal ein Kind nicht zu Welt bringen würde, darf ich nie wieder schwanger werden. Ich wurde sterilisiert, aber noch heute verfolgt mich mein ungeborenes Baby in meinen Träumen, ich würde es nie wieder tun wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte.

Beichthaus.com Beichte #00027978 vom 12.07.2010 um 19:40:01 Uhr (40 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Mein Vater ist Alkoholiker

17

anhören

Hass Engherzigkeit Trunksucht Familie

In meiner Familie lief es noch nie besonders gut. Seit ich 13 Jahre alt bin, habe ich gemerkt wie mein Vater sich immer mehr veränderte. Als kleines Kind habe ich das Leben durch eine rosarote Brille gesehen, doch jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen.
Väter trinken vielleicht ein oder zwei Bier am Wochenende, doch meiner trinkt fünf am Tag. Angefangen um 16 Uhr nachmittags. Ständig gab es deswegen Streit zwischen mir und meinem Vater. Ich bin jetzt erwachsen und sehe das Leben klarer als mein Vater. Eines Abends kam die Polizei nach Hause. Im Schlepptau mein Vater. Sturz betrunken ist er Auto gefahren! Und das Schlimmste: Meine Mutter hat nichts dazu gesagt. Ich stand auf der Treppe und habe meinen Vater den Tod gewünscht. Ich war so wütend, dass ich den Polizisten sagte, sie sollen meinen Vater ruhig länger auf der Polizeistation behalten. Bis heute verspüre ich immer noch tiefen Hass, weil mein Vater mich über Jahre tief enttäuscht hat. Aber ich hätte ihm nie den Tod wünschen dürfen. Das tut mir Leid!

Beichthaus.com Beichte #00027977 vom 12.07.2010 um 19:14:17 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000