Diebstahl aus den Zigarettenautomaten
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Wir benutzten die reich ausgestattete Heimwerkstatt meines Vaters, um mit Schraubstock und Hammer haufenweise Zwanzigcentstücke platt zukriegen. Die Klopfgeräusche wurden sehr klug mit lauter Musik überschallt. Nachts gingen wir dann auf Tour, von Automat zu Automat, und plünderten kofferraumweise. Des Tags ging die Energie drauf, um überall unter eigenartigen Vorwänden das neue Geld in Zwanzigcentstücke zu tauschen, nachts die Automatenrunden. Einige von uns rauchten selbst, alle anderen vercheckten weiter, und wir machten für unsere Verhältnisse mafiösen Gewinn. Natürlich gehört zu solch einer Aktion auch die Verschwiegenheit von allen Beteiligten. Ich hielt dicht, die meisten anderen auch - ein Kumpel tratschte munter herum, was wir so treiben und empfahl jedem, es nachzumachen. Darunter befand sich auch die Tochter des stadtbekannten Zigarettenautomatauffüllers. Er empfahl uns, stellvertretend durch seine Tochter, sofort damit aufzuhören, sonst müsste er uns verpfeifen. Natürlich war ihm schon aufgefallen, was vor sich geht. Nebenbei tauchten die ersten Zeitungsmeldungen auf, in denen auch nach Zeugen gesucht wurde.
Als ich mein schlechtes Gewissen bei meinen Eltern ablud, schimpften die auf die kapitalistische und ausbeuterische Tabakindustrie und erteilten mir Absolution, jedoch nicht für weitere Streifzüge. Mein Vater kaufte mir noch ein Paar Schachteln zum Vorzugspreis ab, das war es für mich. Gebeichtet habe ich also eigentlich schon. Wir stellten den Betrieb dann mit großem Gewinn ein, ein paar Wochen später bekamen die Automaten ihr Update und weiterer billiger Zigaretteneinkauf war somit unmöglich. Ab und an hört man Gerüchte über thailändische Münzen, mit denen es klappt, aber meine Freunde und ich werden sicher nicht rückfällig. Der Ausstieg aus der Kleinkriminalität ist geschafft!