Unser gefährliches Spiel an den Gleisen

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Dummheit Vandalismus Neugier Kinder Penzberg

Im Alter von ungefähr neun Jahren hatten drei Schulkameraden und ich (m/34) Langeweile. Man kannte sich aus der eigenen Klasse oder aus den Parallelklassen und unternahm nachmittags immer mal wieder etwas zusammen. Eben was Jungen so machen. Höhlen bauen, etwas ankokeln, Rangeln, Süßigkeiten verputzen oder auch nur ganz wichtiges Zeug bequatschen.
An diesem Nachmittag, nach den Hausaufgaben, trafen wir uns in einem Wäldchen nahe unseren Wohnhäusern. Neben dem Wald verlief das Bahngleis einer Regionalbahn, das frei zugänglich und trotzdem Sicht geschützt, also somit schwer einsehbar war. Jemand, ich weiß nicht mehr wer von uns, kam auf die Idee kleine Metallautos auf das Gleis zu legen, weil die durch den Zug so schön platt gequetscht werden. Ein paar geplättete Autos später legten wir dann die Steine auf das Gleis, mit denen normalerweise das Gleisbett gefüllt wird. Die Regionalbahn donnerte jedes Mal so dermaßen laut darüber, dass es staubte und gewaltig splitterte. Wir hatten riesigen Spaß dabei. Mit jeder vorbeifahrenden Bahn wurde die Menge der Steine auf dem Gleis größer, bis es am Ende mehrere Meter Steine hintereinander waren. Die Regionalbahn hat jedes Mal dauerhaft getutet, und wir haben uns zum Beobachten des Spektakels hinter den Bäumen versteckt.
Nach rund zwei Stunden sahen wir aus Richtung Bahnübergang einen Bahnwärter oder Bahnpolizisten schnell auf uns zukommen. Zum Glück immer noch weit genug weg, um nicht erkennbar zu sein, rannten wir panisch in das Wäldchen zurück. Durch den Wald verlief ein Fußgängerweg, bis zu dem Wir rannten. Und dort stockte uns dann der Atem. Polizeibus, Zivilfahrzeuge und Hundeführer mit jeder Menge schaulustigen Anwohnern im Schlepptau kamen den Weg entlang. Wir vier sind fast zeitgleich in ein Erdloch gesprungen, in der Hoffnung nicht entdeckt zu werden. Man hat uns jedoch gesehen, aber der Sache überhaupt nicht zugeordnet. Man dachte wohl, dass wir nur schaulustige Kinder sind.

Wir blieben im Erdloch, bis die Karawane vorüber war und rannten dann quer über den Fußweg in die andere Hälfte des Wäldchens. Am Waldrand hinter den Häusern versteckten wir uns noch eine ganze Weile, bis wir in unmittelbarer Nähe keine Gefahr mehr vermuteten. Dann trennten sich unsere Wege. Nach Hause ging ich nur sehr zögerlich. Ich war keines von den Kindern, das solchen Unsinn vor den Eltern verheimlichen konnte. Und so erkannte meine Mutter an meinem Gesichtsausdruck, dass etwas im Busch ist. Ich fasse den Abend mit meinen Eltern mal kurz zusammen. Die Standpauke hätte größer nicht sein können, mein Vater hat mich, sicherlich auch zur Strafe, lange hingehalten, ob er mit mir irgendwann am Abend dann doch zur Polizei fahren würde und ich auch dort ein blaues Wunder erleben würde. Hat er dann aber doch nicht gemacht. So enttäuscht, fassungs- und hilflos habe ich meine Eltern meines Wissens nie wieder erlebt. Die anderen drei haben zu Hause nicht gebeichtet und auch sonst wurde die Sache zwischen uns nie mehr besprochen. Von offizieller Seite kam zum Glück auch nie etwas auf meine Eltern oder auf mich zu. Was wohl passiert wäre, wenn sie uns erwischt hätten? Das Großaufgebot der Polizei lag daran, dass anfänglich, wenn man damaligen Gerüchten trauen darf, mehr hinter der Sache vermutet wurde, wie zum Beispiel ein Anschlagsversuch. Deshalb hatte die Polizeikarawane uns wohl auch nicht unter Verdacht und schlicht ignoriert. Warum es allerdings bei einem Anschlagsverdacht rund zwei Stunden dauerte, bis die Polizei kam und auf dem Gleis selbst auch nur ein Bahnwärter oder -polizist dem Tatort näher kam, leuchtet mir bis heute nicht ein.
Das ist das mit großem Abstand dümmste, unnötigste und vor allem gefährlichste, das ich je angestellt habe. Wäre der Zug entgleist... Die Folgen bekommt man gedanklich schon nicht auf die Reihe. Mir hat das hinterher sehr leidgetan und ich habe mich oft gefragt, wie viel Panik und Angst die Menschen im Zug wohl gehabt haben. Meinen Eltern hätte ich diesen Kummer und die Sorgen auch ersparen sollen. Obwohl ich im Grunde kein dummer Mensch war und bin, stelle ich mir heutzutage ab und an die Frage, welcher Teufel mich damals zu so etwas geritten hat. Zum Glück sind weder Menschen verletzt worden, noch sind andere Schäden bekannt geworden.

Beichthaus.com Beichte #00031137 vom 06.05.2013 um 17:40:43 Uhr in Penzberg (7 Kommentare).

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Die peinlichste Nacht meiner Soldatenzeit

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Masturbation Trunksucht Schamlosigkeit Peinlichkeit Zivi & Bund Zweibrücken

Vergangenen Dezember war ich (m/19) noch bei der Bundeswehr und wir hatten die Weihnachtsfeier unserer Kompanie. Da ich gegen meinen Willen in eine andere Einheit versetzt wurde und der freiwillige Wehrdienst sowieso Zeitverschwendung ist, freute ich mich auf mein Dienstzeitende zum ersten Januar. Die unfreundlichen Kameraden in dieser Einheit machten es nicht besser, sogar die beiden heißen Stripperinnen und das Flatratesaufen konnten mich nicht aufheitern.
Als dann irgendwann, so gegen drei bis vier Uhr, nur noch der harte Kern da war, sind wir alle in ein Taxi gestiegen und beschlossen noch zum Puff zu fahren. Ich war zwar noch nie im Puff, aber der Alkohol sagte mir "warum nicht?"!
Als wir an der Sparkasse ankamen, um Geld abzuheben, war mein Zugführer bereits im Taxi eingeschlafen und mein Gruppenführer hob gerade sein Nuttengeld ab. Er war ein erfahrener Puffgänger, obwohl er zwei kleine Kinder hat und drei Wochen vorher erst geheiratet hatte. Ich habe es beim besten Willen nicht geschafft Geld abzuheben, weil ich mit EC- und Kreditkarte durcheinander gekommen bin und im Alkoholrausch nicht mehr den jeweiligen Pin zur jeweiligen Karte wusste.

Ich beschloss dann zurück zur Kaserne zu laufen, was schon der eine oder andere Kilometer zu laufen war, während die Kameraden ins Freudenhaus fuhren. Mein Weg führte mich durch den Zweibrücker Rosengarten. Der ganze Parkboden war zugefroren und ich bin zwei Mal fast hingefallen. Dann war da diese Parkbank und ich dachte mir, wieso nicht. Ich setzte mich hin, öffnete meine Hose und holte mir bei Minusgraden zu einem Porno, den ich auf dem Iphone hatte, einen runter. Der Park ist sehr übersichtlich und eine stark befahrene Straße verläuft daneben. Als dann sogar ein Auto auf meiner Höhe anhielt, war die Situation perfekt. Ob mich jemand gesehen hat, weiß ich nicht.
Sobald ich fertig war, setzte ich meinen Weg zur Kaserne fort.

Ich beichte, dass ich zu besoffen war um Geld für den Puff abzuheben und mir stattdessen auf einer Parkbank einen runtergeholt habe.

Beichthaus.com Beichte #00031134 vom 05.05.2013 um 21:38:36 Uhr in 66482 Zweibrücken (13 Kommentare).

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“Beichte

Als Horrorfigur den Bruder erschreckt

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Boshaftigkeit Waghalsigkeit Engherzigkeit Waldschmiedstr.Passau

Als ich (w/19) eines Nachts gelangweilt in meinem Zimmer saß und ich nicht wusste, was ich anstellen sollte, sah ich meine "Scream-Maske" auf den Boden liegen. Beim Anblick jener Maske stürmte mir sofort eine blödsinnige Idee in den Kopf. Somit zog ich mich ganz schwarz an, setzte die Maske auf und holte das größte Messer aus dem Küchenschrank, das ich finden konnte. Mein Bruder und sein Kumpel waren die Einzigen, die noch wach waren, da sie einen Horrorfilm geguckt hatten. Da sich unsere Wohnung im Erdgeschoss befand, schlich ich in den Garten und kratzte mit dem Messer an den Rollo. Ich konnte mich vor Lachen kaum noch halten, blieb aber gut getarnt im schwarzen Kittel und der Maske vor dem Fenster stehen. Ich werde den Gesichtsausdruck unseres Kumpels nie vergessen, als er mich als Hurensohn beschimpft hat und fragte, was ich überhaupt hier wolle. Ich solle mich gefälligst verpissen. Danach kam ich über den Balkon rein und stand auf einmal mitten im Zimmer. Als mein Bruder ein Messer aus der Küche zückte und auf mich losgehen wollte hatte ich dann doch Schiss und bin schnell geflüchtet. Eine Stunde später kamen die beiden in mein Zimmer und fragten, ob ich denn etwas mitbekommen hätte. Ich verneinte ihre Frage und muss jedes Mal lachen, wenn die beiden darüber diskutieren, wer wohl dieser "Hurensohn" war, weil sie es bis heute noch nicht wissen.

Beichthaus.com Beichte #00031131 vom 05.05.2013 um 02:44:04 Uhr in Waldschmiedstr.42 Passau (8 Kommentare).

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Peinliche Medikamentenlieferung

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Peinlichkeit Dummheit Arbeit 50+ Warburg

Peinliche Medikamentenlieferung
Als ich noch in der Lehre war, musste ich häufig Medikamente zu den Patienten nach Hause bringen, so auch an diesem Vormittag. Dieses Mal sollte ein Päckchen zu einem älteren Ehepaar, einfach abgeben, bezahlt war schon. Ich klingelte und eine alte Dame machte mir auf. Freudestrahlend bat sie mich herein, sie und ihr Mann hätten mich schon erwartet, ich solle ruhig schon mal in das Wohnzimmer gehen, sie würde nur ihren Mann schnell holen. Und schwups, war sie auch wieder verschwunden, ich kam überhaupt nicht zu Wort, etwas verdattert ging ich in besagtes Wohnzimmer und wartete ein paar Minuten. Dann kam die alte Frau um die Ecke, samt Mann, nackt wie Gott ihn schuf. Ich muss wohl auf die beiden gewirkt haben, als ob ich unter spastischen Zuckungen litt, so verzweifelte versuchte ich woanders hin zu sehen. Ganz unbekümmert erzählte mir die alte Dame, sie hätte nur ihren Mann schon einmal ausgezogen, dann ginge das mit dem Waschen auch schneller und wenn ich schon dabei wäre, er hätte da so einen Ausschlag, den sollte ich mir mal ansehen. Den Blick zur Wohnzimmerdecke gerichtet, stotterte ich vor mir her, dass ich nur die Medikamente vorbei bringen wolle und von der Apotheke käme. Die beiden alten Herrschaften stießen simultan ein "Oh" aus, dann war für ein paar Sekunden Stille. Ehe sie mir peinlich berührt erzählten, das sie dachten, ich sei von einem Pflegedienst, der das erste Mal kommen solle. Rot wie eine Tomate schüttelte ich heftig den Kopf, was ziemlich lustig ausgesehen haben muss, da ich immer noch an die Decke starrte "Nein, ich bin von der Apotheke und will nur etwas abgeben, sie waren so schnell wieder verschwunden, ich kam gar nicht zu Wort." Die alte Dame kam dann zu mir, nahm mir das Päckchen ab, murmelte eine Entschuldigung und etwas, was wie "einfach mal früher den Mund aufmachen" klang und führte mich zurück zur Haustür.

Beichthaus.com Beichte #00031126 vom 03.05.2013 um 21:39:58 Uhr in 34414 Warburg (Falkenbergstraße) (8 Kommentare).

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“Folge

Die Beziehung meiner Nachbarn

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Fremdgehen Verrat Partnerschaft Nachbarn Last Night Ludwigsburg

Die Beziehung meiner Nachbarn
Ich (w/19) möchte beichten, dass ich eine Beziehung zerstört habe. Es begann, als ich fünfzehn war und neue Nachbarn in die Wohnung nebenan eingezogen sind. Dass die Wände sehr dünn und hellhörig waren, wussten wir schon vorher. Unsere neuen Nachbarn waren ein recht junges Pärchen, wobei er anscheinend recht erfolgreich als Geschäftsmann war. Sie war Friseurin.
Irgendwann begann es, dass ich in meinem Zimmer öfter gehört habe, wenn die beiden Sex hatten. Damals habe ich mir nicht viel dabei gedacht, eine junge Liebe halt, und einfach immer mit Kopfhörern und Musik geschlafen. Einen Monat vor meinem sechzehnten Geburtstag merkte ich, dass es bei meinen Nachbarn sexuell immer häufiger zur Sache ging, wirklich ausnahmslos jeden Abend, manchmal zusätzlich auch mittags.

Als mein Geburtstag nahte, wusste ich, dass ich sturmfrei haben würde, und habe daheim für eine richtig schöne Party gesorgt. Viel Bier, Pizza, gute Musik. Meinen, mittlerweile nicht mehr ganz so neuen, Nachbarn habe ich nicht gesagt, dass ich feiere, da ich mir dachte, dass ihnen sicher bewusst ist, dass sie auch oft laut sind und sich wegen einer Party nicht beschweren würden.
Es kam, wie es kommen musste, meine Geburtstagsfeier war in vollem Gange und ich hatte schon einige Bier intus und sehr gute Laune, bis auf einmal besagter Nachbar Zorn erfüllt vor der Tür stand und sich aufregte, dass er schlafen wolle und wenn es nicht sofort leiser werden würde, würde er die Polizei rufen, da er ziemlich fertig vom letzten Monat sei. Darauf entgegnete ich, dass es mich nicht wundert, dass er fertig vom letzten Monat sei, da er ja ständig abartig lauten Sex hatte, über den ich mich kein einziges Mal beschwert habe und nun im Gegenzug für einen Abend doch zumindest dieselbe Toleranz erwarten könne.
Daraufhin ist er wortlos gegangen und für mich war die Sache erledigt. Bis zum nächsten Tag. Als ich irgendwann mittags aufwachte, sah ich, dass mein Nachbar am Ausziehen war. Natürlich war ich sehr verwundert, doch kurz darauf erfuhr ich auch wieso. Seine Freundin klingelte bei uns, ich machte auf. Bevor sie irgendein Wort sagte, verpasste sie mir eine richtig heftige Ohrfeige und schrie mich an, wieso ich ihm so etwas verraten hätte, er war den ganzen letzten Monat auf Geschäftsreise in China.

Für seine Partnerin tut es mir nicht leid, dass sie sich getrennt haben. Ihm gegenüber habe ich jedoch ein sehr schlechtes Gewissen, das er vom Fremdgehen seiner Partnerin auf so unangenehme Weise erfahren musste. Manchmal tröste ich mich mit dem Gedanken, dass es besser für ihn war, es so zu erfahren, bevor er sie noch geheiratet hätte oder so. Dennoch habe ich meist ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke. Ich bitte um Absolution, da ich diese Beziehung zerstört habe.

Beichthaus.com Beichte #00031112 vom 01.05.2013 um 12:05:29 Uhr in Ludwigsburg (Reichenbergerstraße) (57 Kommentare).

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