Der Account-Missbrauch

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Feigheit Lügen Engherzigkeit Kollegen Lehre-Essenrode

Ich möchte beichten, dass ich schuld daran bin, dass jemand seinen Ausbildungsplatz verloren hat. Wir begannen 2005 zusammen eine Ausbildung in einem großen, weltweit vertretenen Unternehmen. Die Hauptaufmerksamkeit und Beobachtung durch unseren Meister ging nach dem ersten Lehrjahr auf die neuen Azubis über. Wir hatten ab da eigentlich das schönste Leben. Wenn uns langweilig war, verzogen wir uns zum Beispiel in einen Lehrsaal und schauten uns mit dem Beamer Filme auf Kino.to und ähnlichem an. Da ich wusste, dass unsere Internetaktivitäten überwacht werden und auch auf jeden zurück geführt werden konnten, habe ich einen aus meiner Gruppe beim Eingeben seines Passwortes beobachtet und habe mich dann immer mit seinem User angemeldet. Eigentlich sind solche Seiten bei dem Unternehmen gesperrt, was man aber leicht umgehen konnte. Nun ja, da jeder wusste, dass wir überwacht werden, haben sie mich alle immer damit aufgezogen, dass ich eh auffliege und dann meine Ausbildung verlieren würde. Vor allem der, dessen Account ich dafür benutzte.

Es waren aber immer alle sofort dabei, wenn ich mir Filme ansah. Naja, bis derjenige dessen Account ich nutzte, eines Tages ein Gespräch im Personalbüro hatte und man ihm vorwarf, er habe so und so viele Stunden das Internet für nicht ausbildungsbezogene Zwecke benutzt. Denn nur zu diesem Zweck hatten wir eine Internet Freischaltung und mussten auch unterschreiben, dass wir dieses nur dafür nutzen würden und die stichprobenartige Überwachung akzeptieren. Außerdem wurde ihm nachgewiesen, dass er ungefähr 500 GB Filme, Programme und Spiele illegal heruntergeladen hatte. Diese waren sogar noch in seinem Account auf dem Server gespeichert, da ich vergessen hatte sie zu löschen, nachdem ich sie auf einen Stick kopiert hatte. Er bekam darauf hin sofort die Kündigung. Ich bin ihm wirklich dankbar, dass er es hingenommen und nicht gesagt hat, dass ich es war. Worauf er logischerweise sofort kam. Er hat sich dann noch mit ein paar, verständlicherweise nicht sehr netten, Worten von mir verabschiedet.

Ich finde, ich bin ein riesen Arschloch und bereue es, dass jemand, den ich eigentlich gut leiden konnte, wegen der von mir gebauten Scheiße seine Ausbildung verloren hat. Ich habe gehört, dass er danach wieder in die Schule ging und momentan irgendwo studiert. Ich hoffe, ich treffe ihn mal, damit ich mich bei ihm entschuldigen und eventuell mit ihm darüber reden kann. Vielleicht könnte ich dann besser mit meinem schlechten Gewissen leben. Ich hoffe, er bekommt nach dem Studium einen guten Job und hat es dann besser als ich.

Beichthaus.com Beichte #00031097 vom 29.04.2013 um 14:58:09 Uhr in Lehre-Essenrode (17 Kommentare).

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Mein Unglück im Kino

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Peinlichkeit Verzweiflung Dummheit Ekel Schmölln

Ich beichte, dass ich mich einmal im Kino eingepinkelt habe. Ich hatte den ganzen Tag über schon sehr viel getrunken (weil ich damals Diabetes bekam) und wir fuhren mit der Klasse ins Kino. Zehn Minuten nachdem der Film angefangen hatte, spürte ich schon langsam diesen Druck aber ich dachte mir, dass ich das noch bis zum Schluss durchhalten könne. Das ich es nicht schaffte, war ja klar. Als ich es nach der Hälfte des Filmes nicht mehr aushielt und gefühlte 1000 Bar Druck auf meiner Blase hatte, stand ich auf und ging so schnell wie möglich zum Ausgang. An der Tür angelangt musste ich feststellen, dass selbige nicht aufging. So sehr ich auch daran zog (und da lag das Problem), sie ließ sich nicht öffnen. also bin ich wieder auf meinen Platz. Nachdem ich jedoch sah, wie jemand anderes hinaus ging, lief ich schnell hinterher, in der Hoffnung es noch rechtzeitig aufs Klo zu schaffen. Doch auf dem Weg zum stillen Örtchen hielt ich dem enormen Druck nicht mehr stand.

Das Ende vom Lied: Ich kam in meiner Hose, die halb durchnässt war, wieder ins Kino. Am Ende hab ich mich damit rausgeredet, dass irgendwelche Kinder diesen Trick mit dem halb zugeklebten Wasserhahn gemacht hatten und ich deshalb so nass war. Ich möchte also beichten, dass ich mich nicht nur eingepinkelt habe, sondern das ich auch zu blöd war eine Tür zu öffnen.

Beichthaus.com Beichte #00031095 vom 28.04.2013 um 20:13:38 Uhr in 04626 Schmölln (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meine unausstehliche Kollegin

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Verrat Zorn Arbeit Hofgeismar

Meine unausstehliche Kollegin
Ich (w/28) habe dafür gesorgt, das einer Kollegin fristlos gekündigt wurde. Ich arbeite in einer Gemeinschaftspraxis und vor einiger Zeit schied eine gute und liebe Kollegin aus, weil sie schwanger wurde und sich danach auch nur noch ihrem Kind und ihrer Mutterrolle widmen wollte. Der Chef stellte daraufhin eine neue Kollegin ein, die sich von Anfang an absolut nicht ins Team einfügen wollte. Ständig machte sie uns Vorhaltungen, dass wir dieses oder jenes anders machen sollten, dass ihre früheren Kolleginnen alle viel effizienter gearbeitet hätten und wollte uns ständig ihre Meinung aufzwingen. Am Anfang haben wir wirklich noch versucht mit ihr zu reden und uns ihre Vorschläge anzuhören, wenn man lange irgendwo arbeitet wird man schließlich Stallblind und offen für Neues sollte jeder sein. Aber zum Teil schlug sie solchen Unsinn vor, dass wir nicht darauf eingehen konnten. Aber anstatt mal ein Nein zu akzeptieren, diskutierte sie immer weiter.

Das ging soweit, dass sie einem den ganzen Tag hinterherrannte und immer wieder mit dem gleichen Thema anfing. Eines Tages fing sie dann damit an, uns vorzuwerfen wir würden ihre Arbeit manipulieren und sabotieren. Sie griff eine Kollegin sogar so mit Worten an, das diese anfing zu weinen. Bei den Patienten war sie auch alles andere als beliebt. Null Feingefühl, patzige Anworten und nicht selten begann warf sie mit richtig üblen Schimpfwörtern um sich. Unsere Chefs bekamen davon wenig mit oder sagten nichts dazu, die Stimmung im Team wurde immer schlechter, jeden Tag gab es Streit und Gezänk mit ihr. Eines Tages warf sie mir dann vor, absichtlich Sachen vor ihr zu verstecken und behauptete, Ich würde Sie mobben. Daraufhin hab ich zu ihr gesagt, dass ich so etwas noch nie getan hätte, aber ich könne ja mal damit anfangen und bin am selben Abend noch zum Chef gegangen und hab ihm alles, wirklich alles, das diese paranoide Ziege in der Praxis über Monate so verbockt hat, aufgetischt. Jede Beschwerde von Patienten, jeden Fehler.

Ja, ich habe gepetzt, ich gebe es zu, etwas anderes war das nicht. Am nächsten Tag musste die Kollegin zum Chef ins Büro, Ergebnis: Fristlose Kündigung! Ich war geschockt, ich hatte ehrlich gesagt erst mit einer Abmahnung gerechnet, damit sie sich mal am Riemen reißt, aber gleich der Rauswurf? Im Nachhinein tut mir die Sache ziemlich Leid.

Beichthaus.com Beichte #00031094 vom 29.04.2013 um 00:26:45 Uhr in 34369 Hofgeismar (Oberer Graben) (29 Kommentare).

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Der gemeine Vater

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Hass Verzweiflung Familie Rheine

Ich wünsche meinem Vater den Tod. Ich (w/17) wohne noch bei meinen Eltern. Ich komme gut mit meiner Mutter aus, ich liebe sie. Aber für meinen Vater habe ich nichts anderes übrig, außer Hass und Verachtung. Ich hasse diesen Mann so sehr. Alles fing an, als ich so etwa elf war. Weil die Lehrerin uns noch Hausaufgaben aufgeben wollte, kam ich ungefähr fünf Minuten zu spät, mein Vater wartete unten im Auto, er wollte mich abholen. Er ärgerte sich extrem über die paar Minuten, war total sauer und fing an, mir mit seinen Papieren, die im Auto lagen, ins Gesicht zu schlagen. Es tat nicht weh, aber es war die Geste, die mich zum Weinen brachte. Von da an begann das Schrecken für mich. Immer, wenn ich auch nur ein paar Sekunden zu spät kam, egal, ob es von der Schule war oder woanders, wurde ich geschlagen, eingesperrt, beleidigt, mit Essen abgeworfen. Einmal, das ist noch gar nicht so lange her, vielleicht ein oder anderthalb Jahre, da hatten wir eine Torte im Auto, und als ich wieder so fünf Minuten zu spät dran war, weil ich noch im Hauswirtschaftsraum mit aufräumen helfen musste, nahm mein Vater die Torte und klatschte sie mir auf den Schoß. Den Rest verschmierte er in seinem eigenen Auto. Ich musste dann während der Fahrt mit nur einer Packung Taschentücher alles sauber machen. Und es wurde einfach nicht sauber, weil ich selbst so mit der Torte voll wahr, dass ich alles eher noch dreckiger machte. Ich war am weinen, hatte einen völligen Nervenzusammenbruch und mein Vater schlug während der Fahrt immer wieder auf mich ein und beschimpfte mich.


So etwas in der Art passierte unglaublich oft. Vor drei Monaten ungefähr gab es dann den, bis jetzt, letzten Vorfall: Ich kam abends nach Hause, so um halb neun, und ging zu meiner Mutter, die im Wohnzimmer saß, um mich mit ihr zu unterhalten. Dann kam mein Vater runter, und fragte wo sein Geld sei. Ich hatte mir vorher zwei Euro von ihm geliehen und ganz vergessen, es ihm wieder auf den Tisch zu legen. Aber anstatt, dass ich aufstehen durfte, um das Geld zu holen, brüllte er auf einmal herum, behauptete, ich sei eine verlogene Diebin und schubste mich in eine Ecke, als ich gerade aufgestanden war. Ich wollte wieder aufstehen, aber er schubste mich immer und immer wieder. Er schlug mir auf den Rücken, ins Gesicht, überall hin. Ich hatte unglaubliche Schmerzen und unvorstellbare Angst um mein Leben! Ich dachte nur "Jetzt ist es vorbei. Er bringt mich jetzt um." Doch in einem, von ihn unbeobachteten, Moment konnte ich aufstehen, rannte nach oben und schloss mich im Bad ein. Das waren noch längst nicht alle Vorfälle. Mein Vater hat mir zum Beispiel mit elf auch gesagt, dass er mich verbrennen möchte. Und er hat mich schon als kleines Kind sehr oft beleidigt. Jetzt kommt so etwas seltener vor, denn ich lasse mir das nicht mehr gefallen. Ich habe meinem Vater die Meinung gesagt, ich habe ihn angebrüllt und so fertig gemacht, dass er es jetzt kaum noch wagt, mit mir zu reden. Früher hatte ich nie den Mut dazu, aber jetzt habe ich es endlich getan. Dennoch ist er immer noch ein sehr großer Störfaktor. Schließlich muss ich hier noch wohnen - ich gehe noch zur Schule und habe kein Geld. Und ich muss sein ständiges Gesaufe und Gerauche ertragen, den ekeligen Geruch riechen. Und sagt mir bitte nicht, dass ich mich ans Jugendamt wenden soll. Ich war da bereits zwei Mal, und einmal bei meiner Schuldirektorin und niemand konnte oder wollte mir helfen. Ich habe so vielen Leuten davon erzählt, um Hilfe gefleht und geweint, aber niemals habe ich Hilfe bekommen. Ich weiß, dass es nicht richtig ist, aber ich wünsche meinem Vater wirklich den Tod. Ich bin kein gemeiner, unfreundlicher oder boshafter Mensch. Ich hoffe, dass Gott mir meine Mordgedanken verzeiht und mich möglichst schnell von diesem Mann erlöst.

Beichthaus.com Beichte #00031091 vom 28.04.2013 um 09:48:18 Uhr in Rheine (Schultestraße) (24 Kommentare).

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Beziehungsunfähig

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Fremdgehen Verzweiflung Partnerschaft

Ich (w) wollte nie eine Beziehung. Bis jetzt jedenfalls. Ich fand es überflüssig und so unterwürfig wie sich ein Großteil meiner weiblichen Bekannten/Freunde sich mit der Zeit wegen ihres Freundes verhielten. So wollte ich niemals sein. Stattdessen hatte ich gelegentlich "Fickbeziehungen", bei denen wir uns circa einmal die Woche für 1-2 Stunden ausschließlich für Sex getroffen haben. Obwohl die zum Teil bis zu 4 Monate gingen, wusste ich außer Name und Alter so gut wie nichts über diese Männer. Meine Freundinnen konnten nie verstehen, dass ich es gut fand, wie "respektlos" die mit mir umgingen. Aber so was ist einfach am unkompliziertesten, wieso soll man zusätzlich dauernd schreiben/telefonieren oder auch nur länger als 5 - 10 Minuten reden, wenn man sich sieht, wenn es auch anders geht? Wir hatten beide unseren Spaß dabei, ohne irgendwelche Verpflichtungen zu haben.
Mittlerweile habe ich seit einigen Monaten wieder so eine offene Beziehung. Doch dieses Mal ist es ganz anders. Wir haben viel Kontakt, sehen uns so oft, wie es nur geht, führen alberne und tiefgründige Gespräche, unternehmen auch andere Sachen, haben uns bereits gegenseitig unseren Freunden und Familie vorgestellt. Vor einigen Wochen haben wir beide beschlossen, uns treu zu sein (was aber ohnehin schon längere Zeit davor der Fall war). Klingt wahrscheinlich ziemlich perfekt und meine Freunde sagen ebenfalls, dass wir im Prinzip schon ein Paar sind.


Nun zu meiner Beichte: Als es mit uns begonnen hat, hatte er noch eine Freundin. Als er mir erzählte, dass sie nicht mehr zusammen sind, fing ich an zu weinen, weil ich so ein schlechtes Gewissen hatte, ihre Beziehung kaputtgemacht zu haben. Außerdem habe ich wahnsinnig Angst vor einer Beziehung und bin deshalb ihm gegenüber oft sehr launisch bzw. zickig, worauf hin er aber immer nur noch netter zu mir ist, anstatt sich drüber aufzuregen. Ich bin in ihn verliebt, aber dennoch wünsche ich mir oft, dass das alles nie passiert wäre. Manchmal vermisse ich ihn nach ein bis zwei Tagen und suche seine Nähe, aber innerhalb kürzester Zeit schlägt das in Angst vor Nähe um und ich fange grundlos Streit mit ihm an. Ich glaube ich bin einfach beziehungsunfähig und werde ihn durch mein seltsames und sicherlich anstrengendes Verhalten früher oder später vertreiben.

Beichthaus.com Beichte #00031087 vom 27.04.2013 um 13:33:38 Uhr (14 Kommentare).

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