Delikatesse: Katzenfutter

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Neugier Peinlichkeit Ernährung

Als ich noch jünger war - es muss so mit sieben oder acht Jahren gewesen sein - waren wir oft bei meiner Großmutter, die auf einem Bauernhof wohnt, zu Besuch. Wie das so ist, gab es neben den später immer weiter schwindenden Tierbeständen auf dem Hof auch viele Katzen. Egal, ob Nachbarskatzen oder Streuner, auf dem Hof wimmelte es von Vierbeinern, insbesondere, da meine Oma ihren Anteil dazu beitrug, dass sie immer wieder kamen: Sie stellte den Tieren nämlich jeden Tag nach dem Mittagessen die Reste vom Tisch in einem kleinen Napf nach draußen. Und falls es mal zu wenige oder gar keine Reste gab, hatte sie für den Fall der Fälle auch immer einen Sack mit Trockenfutter im Keller stehen. Und so kam es, wie es kommen musste, als neugieriger Junge konnte ich mich irgendwann beim Spielen auf dem Hof nicht mehr zusammenreißen und probierte einige Stücke Trockenfutter, genauso wie mein jüngerer Bruder. Das haben wir dann auch ein paar Mal gemacht, wenn wir zwischendrin Hunger bekamen, aber irgendwann hörte es auch wieder auf.


Viele Jahre später, mittlerweile mit meiner Freundin und ihren zwei Katern zusammenwohnend, musste ich wieder an diese Geschichte denken. Auch dieses Mal stellte sich die Neugier nicht ein, ich wollte wissen, ob ich mir nicht damals nur eingebildet hatte, dass das Futter gut schmeckt. Als ich eines Abends alleine zu Hause war, verging ich mich also am Trockenfutter der beiden. Und ich muss sagen: Es schmeckt! Seitdem nasche ich ab und an, wenn niemand außer mir zu Hause ist, Trockenfutter. Den Mundgeruch, der dadurch entsteht, decke ich mit Lutschpastillen ab. Mittlerweile ist es so weit, dass ich es in Erwägung ziehe, mir immer mal wieder eine Packung für den Eigenbedarf zu kaufen. Auffällig fände das bestimmt niemand. Ich beichte also, dass ich ganz gerne Trockenfutter für Katzen esse, obwohl ich weder finanziell noch sonst irgendwie dazu gezwungen wäre - und dies vor Freunden, Familie und meiner Freundin geheim halte. Beim Schreiben dieser Zeilen überkommt mich schon wieder das Verlangen, mir eine Schüssel Trockenfutter neben die Tastatur zu stellen. Ich bitte um Absolution. Meine Lieblingssorte bisher ist übrigens "Lachs".

Beichthaus.com Beichte #00034957 vom 26.01.2015 um 22:43:49 Uhr (13 Kommentare).

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Musikterror zwischen Nachbarn

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Trunksucht Boshaftigkeit Zorn Nachbarn Last Night Wels

Eigentlich benehme ich (m/53) mich ziemlich korrekt, meine Fehltritte in der Vergangenheit waren genug Grund für Ärgernisse jeglicher Art. Doch neulich ist etwas geschehen, was mir jetzt Unbehagen und ein schlechtes Gewissen bereitet. Ich betreibe in dem Bürokomplex, wo wir als Familie wohnen, im Keller ein Tonstudio bzw. einen größeren optimierten Proberaum, der ziemlich gut den entstehenden Musikpegel nach außen hin dämmt. Lediglich die vorhandenen Stützsäulen übertragen tiefe Frequenzen (34 bis 72 Hz) in die darüberliegenden Räume. Über meinem Studio hat sich eine Dame ein Schlankheitsstudio eingerichtet, ohne darüber informiert worden zu sein, was unter ihrem Geschäftslokal zeitweise (ein- bis zweimal pro Woche) stattfinden wird. Nach der ersten Aufregung haben wir ein Gentlemen-Agreement getroffen: Wir spielen leiser, wenn sie Kundenbesuch für z.B. Massagen oder Wickel hat. Doch seit Dezember schläft diese Dame auch - unerlaubterweise - in ihren Geschäftsräumlichkeiten, weil sie offenbar in einer privaten Lebenskrise steckt - laut intuitiver Antwort meiner Frau.


Doch vergangenen Donnerstag kam sie um 19:30 runter, läutete und meinte, es sei ihr zu laut. Gut, wir drehten leiser. Doch hinterher kam es zu einem SMS-Austausch, bei dem sich herausstellte, dass gar keine Kundin anwesend war, sondern sie alleine ihre Zeit da oben verbrachte. Das hat mich geärgert, denn bei unserem Abkommen war klar besprochen, dass wir von unten auf ihre Kunden von oben Rücksicht nehmen werden. Doch für ihr Privatvergnügen gab es keine Regelung. Und ich sehe es auch nicht ein, weil sie laut österreichischem Finanzgesetz in ihren Firmenräumlichkeiten nicht wohnen und schlafen darf. Leider war ich dann letzten Freitag auf einem Bürofest ganz in der Nähe und trank mir die Hucke voll. Um drei Uhr nachts torkelte ich nach Hause, checkte noch schnell, ob ihr Schlüssel von innen steckt und sie wieder die Nacht hier verbringt. Dann bin ich runter ins Studio und habe sie mit voller Lautstärke (ich betreibe unten zwei Gesangsanlagen mit zusammen 2,2 kW plus Studiomonitore mit jeweils 160 W) aus dem Schlaf gerissen und sie dann eine Stunde lang akustisch mit "Hot Pants Road Club - Live am Donauinselfest" versorgt bzw. gequält, während ich besoffen im Nebenraum pennte. Jetzt tut es mir leid, absichtlich einem anderen Menschen Leid zugefügt und den letzten Nerv gezogen zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00034954 vom 26.01.2015 um 17:05:48 Uhr in 4600 Wels (Traungasse) (6 Kommentare).

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“Beichte

Das Ende der ersten große Liebe

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Zorn Rache Vandalismus Ex

Ich (w/18) hatte jetzt meine erste große Liebe. Die Beziehung hat ein Jahr gehalten, jetzt ist es allerdings zu Ende. Er (26) meinte zu mir, dass ich mich persönlich nicht weiterentwickelt hätte. Ich sei ihm doch noch zu jung und unreif. Er teilte mir dies nicht unfreundlich mit, jedoch ziemlich bestimmt. Er meinte auch, dass es ihm schwergefallen sei, mir das zu sagen. Es war eine so schöne Zeit für mich. Er hat eine eigene Wohnung, ein Cabrio und einen tollen Job. Ich durfte jederzeit zu ihm kommen und hatte sogar einen eigenen Schlüssel. Die Trennung kam für mich auch aus heiterem Himmel und hat mich extrem schwer getroffen. Ja, anfangs habe ich eine Woche lang geheult, dann habe ich mitbekommen, dass er schon wieder eine neue Freundin hat. Das alles kurze Zeit nach mir. Da ich seine Neue sogar kenne, habe ich sie gefragt, wie lange sie ihn schon kennt. Sie meinte, dass sie mit ihm bereits drei Monate lang zusammen sei. Mir stand der Mund offen - unfassbar, so ein Schwein. Meine Trauer ist in Hass umgeschlagen.


Er hat mich angerufen und mich um seinen Wohnungsschlüssel gebeten. Bei dieser Gelegenheit soll ich bitte auch noch einige Dinge bei ihm abholen, die mir gehören. Jetzt war ich nicht wie vereinbart abends bei ihm, sondern gleich heute Morgen, als er arbeitete. Er hat ein großes Doppelbett, nein, er hatte ein großes Doppelbett. Nachdem ich alles fein säuberlich zerschnitten hatte, habe ich am Schluss noch die Matratze aufgeschlitzt. Einiges an Porzellan habe ich zertrümmert und seine Klamotten im Schrank mit Tinte bespritzt. Einige weitere Dinge sind mir auch noch zum Opfer gefallen. Wenn er sich heute Abend bei mir meldet, kann er seinen Hausschlüssel aus dem Gulli vor seinem Haus fischen, wenn er will. Wer mich so abserviert, hat es nicht anders verdient. So geht man mit mir nicht um - so geht man mit niemandem um. Meine Beichte? Ich habe eine Flasche Wein in sein Aquarium geleert, das tut mir im Nachhinein wirklich sehr leid für die Fische.

Beichthaus.com Beichte #00034946 vom 25.01.2015 um 13:55:57 Uhr (23 Kommentare).

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Studentin ohne Geld

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Diebstahl Geiz Peinlichkeit Geld Studentenleben

Ich (w) bin zurzeit noch Studentin, mache aber bald meinen Master. Mir wurde jüngst das BAföG gekürzt, da meine Eltern mit etwa 40.000 Euro im Jahr (beide zusammen) scheinbar zu den Großverdienern gehören. Da ich in einer eher kleinen Stadt wohne, war es entsprechend schwer, einen Zusatzjob zu finden - aber wenn alles gut läuft, beginne ich im nächsten Monat meine Karriere als Kassiererin. Da ich schon als Kassiererin gearbeitet habe, sollte ich das schaffen können.


Nun zu meiner Beichte: Da ich derzeit von 400 Euro im Monat lebe, was auch problemlos möglich ist, da ich sehr gut mit Geld umgehen kann, alles selbst koche und auf Weggehen seit der Kürzung verzichte, habe ich mir überlegt, wo Einsparungen gemacht werden könnten. Kurz und gut: Ich weiß, wo ich Gratisproben von Seife, Shampoo etc. bekommen kann. Weiterhin "stehle" ich das Klopapier aus der Uni. Ich rolle mir immer einen Wochenvorrat ab und stopfe alles in meine Tasche, die dann immer schön prall gefüllt ist. Dadurch ist es mir möglich, im Monat 10-15 Euro zu sparen. Klingt zwar nicht viel, aber für mich ist das ein Heidengeld. Aber es ist auch extrem peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00034945 vom 25.01.2015 um 13:33:22 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Strafe unter Wasser

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Zorn Engherzigkeit Familie

Ich hatte in meiner Jugend - mittlerweile schon 25 Jahre her, ich bin jetzt Anfang 40 - kaum Freizeit, weil ich jeden Tag nach der Schule auf meinen jüngeren Bruder aufpassen musste. Es gab keinen Hortplatz und meine Eltern arbeiteten beide, hatten aber keine Lehre absolviert. Ich war verantwortlich, dass er seine Hausaufgaben macht, und bekam eine Strafe, wenn er sie nicht gemacht hat. Er hat oft riesiges Theater gemacht und ich bekam ihn nicht dazu, Hausaufgaben zu machen. Es war ihm egal, weil ja am Morgen in der Klasse eh schnell abgeschrieben wurde. Ich habe dann, als ich ungefähr 16 war, daran gedacht, mich umzubringen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe - unsere Eltern waren nicht nett, hatten auch während unserer Kindheit und Jugend Probleme mit Alkohol. Aber wegen der Bestrafungen gab ich damals meinem Bruder die Schuld und habe mich gerächt, indem ich ihn ins Wasser gestoßen und einige Zeit, natürlich nicht wirklich lange, unter Wasser gedrückt habe - er hatte extreme Wasserangst. Ich habe ihn natürlich schnell wieder rausgeholt und ihm angedroht, dass das noch ganz oft passieren wird, wenn er seine Hausaufgaben nicht macht. Seit dem Tag hat er sie gemacht, bevor die Eltern kamen.


Mittlerweile haben mein Bruder und ich keinen Kontakt mehr zu den Eltern. Wir sind beide glücklich mit unseren Partnern verheiratet, ich bin Mutter von zwei Söhnen und er wird demnächst zum ersten Mal Vater. Wir haben einen sehr engen Kontakt und ich bereue meine Tat am Weiher bis heute, auch wenn ich mich ganz bald darauf bei ihm entschuldigt habe. Das hat uns vielleicht sogar noch mehr zusammengeschweißt. Unsere Eltern haben sich übrigens nie entschuldigt.

Beichthaus.com Beichte #00034942 vom 25.01.2015 um 09:55:16 Uhr (9 Kommentare).

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