Mein parasitärer Mitbewohner

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Ignoranz Zorn Aggression Zwietracht WG

Ich möchte beichten, dass ich meinem Mitbewohner ab heute eine ganze Menge alltäglicher Gegenstände vorenthalten werde. Wir waren immer recht gut befreundet und am Anfang des Jahres zogen wir zusammen, da wir die gleiche Abendschule besuchten. Es hat sich schnell herausgestellt, dass wir doch nicht gut miteinander auskommen - aber das kann ja mal passieren. Wir haben deshalb beide versucht uns zu bessern, was eine Zeit lang auch geklappt hat. Allerdings ist mein Mitbewohner nicht fähig, meine Grenzen einzuhalten und hat letztens sogar zugegeben, dass er daran gar kein Interesse hat. Ich sollte dazu sagen, dass mir die meisten Dinge in unserer Wohnung gehören - vom Wäscheständer bis zu Kaffeemaschine habe ich alles gekauft und er durfte es natürlich immer mitnutzen. Das war für mich selbstverständlich - genauso wie es für ihn selbstverständlich ist, mir alles zu klauen oder Dinge leer zu machen und nicht zu ersetzen. Inzwischen habe ich ihm mehrmals gesagt, dass er Gewürze oder auch Nahrungsmittel ersetzen soll, wenn er sie leer macht, aber er hört einfach nicht. Gestern hat dann wieder etwas gefehlt und ich bin richtig ausgerastet, weil es mir inzwischen bis oben hin steht! Natürlich sprach ich ihn darauf an, doch als er nur antwortete, dass er das eben so mache, platzte mir der Kragen!


Ich habe Verständnis dafür gezeigt, dass er unser gemeinsames Konto fast leer geräumt hat, ohne darauf zu achten, dass wir die Rechnungen noch zahlen können. Ich kann auch damit leben, dass ich das Geld aufbringen musste, um die Wohnungskosten zu begleichen weil er Schulden hat. Und mit einer ganzen Menge anderer Sachen kann ich ebenso leben, aber das würde jetzt zu weit führen. Aber gestern habe ich mich dazu entschlossen, das nicht mehr mit mir machen zu lassen. Ich habe angefangen diverse Sachen in mein Zimmer zu räumen - sei es der Toaster oder der Heizlüfter für das Bad. Und ich werde ihm sagen, dass er so schnell wie möglich ausziehen soll, da er es mit seinem wenigen Zeug auch viel leichter hat als ich und sämtliche Rechnungen auf meinen Namen laufen. Sollte er das nicht tun, werde ich selbst ausziehen, da passt es auch echt gut, dass er die Schule inzwischen abgebrochen hat. Er kann mich von mir aus den Rest meines Lebens als kleinkariert bezeichnen, aber er hat es verdient und ich bin froh, wenn ich ihn los bin.

Beichthaus.com Beichte #00032275 vom 22.11.2013 um 12:49:23 Uhr (9 Kommentare).

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Durch Lügen zum Traumjob

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Lügen Falschheit Selbstsucht Arbeit Gesundheit Pabstorf

Ich (w/19) habe mich vor einiger Zeit bei der Polizei und dem Rettungsdienst beworben, weil es schon immer mein Traumjob war, anderen zu helfen und eine Uniform zu tragen. Schon seit meiner Kindheit wollte ich nichts anderes werden - am liebsten im Rettungsdienst. Vor zwei Jahren löste sich das allerdings in Luft auf. Ich bekam die Diagnose Aura Migräne in besonders schwerer Form. Für alle, die es nicht wissen: Im Prinzip ist das eine starke Migräne - allerdings mit Sehstörungen, Kreislaufproblemen und Sensibilitätsstörungen. Das Ganze gleicht beinahe einem Schlaganfall, allerdings ohne das Gerinnsel. Seitdem muss ich immer eine Tasche mit verschiedenen Medikamenten bei mir tragen - unter anderem auch einen Pen zum Selbstspritzen, wie man ihn von Diabetikern kennt. Sollte etwas passieren, muss ich sofort entsprechende Maßnahmen ergreifen - und sollte das zu spät geschehen, könnte es nur noch der Pen sein, der mir hilft. Was ich jetzt eigentlich beichten will? Ich habe vermutlich jemandem, der besser dafür geeignet ist, die Chance auf seinen Traumberuf genommen. Aber ich kann einfach nicht anders! Man muss bei meinen Wunschberufen seine gesundheitlichen Einschränkungen angeben - was dann auch die Auswahl beeinflusst. An meinen Noten würde es nicht scheitern, aber ich hatte panische Angst davor, wegen meiner Krankheit nicht ausgewählt zu werden. Deshalb habe ich das Ganze einfach unterschlagen. Inzwischen habe ich Zusagen für beide Berufe - nur die amtliche Untersuchung würde noch fehlen. Theoretisch kann ich mir also aussuchen, wo ich anfange. Es tut mir leid, dass ich einer gesunden Person den Job weggenommen habe, indem ich die Wahrheit verheimliche. Aber ich kann doch eine Krankheit, für die es keine wirkliche Heilung gibt, nicht mein Leben bestimmen lassen?

Beichthaus.com Beichte #00032273 vom 22.11.2013 um 13:55:07 Uhr in Pabstorf (22 Kommentare).

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Eine kaputte Pflanze für die Putzfrau

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Faulheit Engherzigkeit Arbeit Zusmarshausen

Als ich gestern Feierabend machte und aus dem Büro ging, habe ich versehentlich eine Pflanze von der Fensterbank geworfen. Allerdings mag ich die Pflanze eh nicht - eine Kollegin hat sie hingestellt. Also lag die Pflanze mit freien Wurzeln am Boden - zwischen den Scherben und der Hydrokultur. Ich habe gedacht, dass das die Chance sei, das Ding loszuwerden, habe alles so liegen lassen und bin gegangen. Heute Morgen war die Pflanze mit einem neuem Topf wieder auf dem Fensterbrett. Ich schäme mich, dass ich das der Putzfrau aufgebürdet habe.

Beichthaus.com Beichte #00032270 vom 21.11.2013 um 13:25:45 Uhr in Zusmarshausen (4 Kommentare).

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Die beschmutzte Couch

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Feigheit Peinlichkeit Ekel Unreinlichkeit Trunksucht Berlin

Ich (w) war vor ein paar Wochen mit Freunden unterwegs, und wie man das an einem langweiligen Samstagabend so macht, tranken wir ordentlich. Ich trank eigentlich nicht wesentlich mehr als sonst, fühlte mich auch nicht so mies, wie an anderen Abenden zuvor und als ich bei meiner Freundin auf der Klappcouch einschlief, dachte ich mir nichts Böses dabei. Betrunken, wie ich war, schlief ich sofort ein, doch anstatt eine komatöse, traumlose Nacht zu haben, wachte ich um etwa 6 Uhr morgens auf, denn sowohl meine Jogginghose als auch die Couch waren klitschnass. Ich hatte mich eingepinkelt. Als ich verstanden hatte, was passiert war, fing ich leise an zu weinen und versuchte die Stelle irgendwie zu trocknen, was natürlich nicht ging. Und da ich auch nichts weiter dagegen machen konnte, da meine Freundin im gleichen Raum in ihrem Bett schlief, musste ich es dabei belassen und schlief etwa um halb acht erneut ein. Als ich dann wieder aufwachte, war das Problem natürlich nicht gelöst - allerdings wusste ich auch nicht, was ich ihr sagen sollte. Dazu muss ich sagen, dass sie einen ganz eigenwilligen Charakter hat und mich dafür gehasst hätte, weshalb ich mich dazu entschied, es auf ihren Kater zu schieben, sobald sie etwas sagte. Doch sie bemerkte es nicht. Die ganze Woche danach dachte ich sofort: "Sie hat es gesehen!", wenn sie mir schrieb, doch es kam nichts. Ich möchte also beichten, dass ich meiner Freundin auf die Couch gepinkelt und ihr nichts davon gesagt habe. Das tut mir wahnsinnig leid, aber ich könnte ihr einfach nie und nimmer davon erzählen! Etwas Gutes hat das Ganze dennoch - denn ich halte mich inzwischen vom Alkohol fern, damit mir so etwas Peinliches nicht noch einmal passiert.

Beichthaus.com Beichte #00032269 vom 21.11.2013 um 20:24:56 Uhr in 10787 Berlin (Budapester Straße) (7 Kommentare).

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Menschen mit Arbeit sind schön blöd

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Falschheit Verrat Faulheit Habgier Arbeit Geld

Menschen mit Arbeit sind schön blöd
Ich bin in einer Zwickmühle. Ein Freund meines Sohnes hat eine Freundin, die jetzt Anfang dreißig ist. Vor ungefähr drei Jahren hat sie ihre Arbeitsstelle verloren, weil die Firma Pleite machte. Da sie dann ja arbeitslos war und noch dazu psychische Probleme hatte, habe ich versucht, ihr zu helfen und inzwischen sind wir relativ gut befreundet. Aber jetzt hat sie mir erzählt, dass sie Erwerbsunfähigkeits-Rente beantragt hätte. Ich zweifele allerdings daran, dass ihr wirklich etwas fehlt. Sie geht regelmäßig Feiern und Saufen und schläft dann bis nachmittags. Dabei bekommt sie es aber nicht einmal auf die Reihe, ihren Haushalt zu führen - natürlich alles wegen der Psyche. Aber feiern kann sie wie blöd?! Arbeiten geht sie nicht, weil sie Angst vor fremden Menschen hat und solche Sachen. Während eines vollen Konzerts hat sie aber keine Probleme. Dafür sagte sie mir letztens im Suff aber auch, dass die Menschen, die Arbeiten gehen schön blöd sind - schließlich ginge es ihr so recht gut, und wenn sie ihre Rente bekommt, hätte sich das alles auch gelohnt. Sie war auch schon ein paar Wochen in einer psychischen Rehabilitation, aber keiner konnte ihr helfen und sie hat sich im Endeffekt nur über ihre Mitpatienten lustig gemacht. Ihr Freund nimmt sie natürlich auch noch in Schutz. Ich weiß nicht, was ich tun soll - am Liebsten würde ich sie anonym bei der Rentenversicherung anzeigen. Ich arbeite nämlich hart für mein Geld und sehe nicht ein, dass jemand das so ausnutzt.

Beichthaus.com Beichte #00032264 vom 20.11.2013 um 18:04:45 Uhr (24 Kommentare).

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