Das Gasthaus nebenan

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Zwietracht Hass Verrat Rache Restaurant Nachbarn

Ich (m/34) lebe seit 16 Jahren neben einem Gasthaus. In der Zeit hat der Pächter etwa 10 Mal gewechselt, entweder weil die Pächter bankrott gingen oder weil sie den Fehler machten, sich mit uns Nachbarn anzulegen. Bei mindestens vier Wechseln waren wir direkt beteiligt, weil die Wirte ihre Gäste nicht im Griff hatten oder sich nicht an ihre Sperrzeiten gehalten haben.


Klar weiß man, was man auf sich nimmt, wenn man neben eine Wirtschaft zieht und klar, auch ein Wirt will leben. Aber beides funktioniert nur, wenn man miteinander redet und sich an Abmachungen hält. Der aktuelle Wirt tat zu Anfang beides. Jetzt, nach circa vier Monaten tun sie, obwohl von uns nichts kam (oder deswegen?) genau das Gegenteil. Sie sind übel laut, es stinkt nach ranzigem Fett, das Personal hat nix zu tun und hockt ständig draußen. Statt normal zu reden, muss man aber primitiv brüllen. Eine von denen hat eine widerliche Hexenlache, dass einem alles vergeht, wenn man dieses "Hähähähähähähäää" nur hört. Außerdem müssten sie laut Ordnungsamt den Biergarten um 22.00 Uhr geschlossen haben. Das bedeutet um 22.01 Uhr sollte dort keine Lampe mehr brennen, kein Glas mehr auf dem Tisch und kein Gast anwesend sein. Derzeit wird aber mit extrem laut grölenden Gästen, die uns dann auch noch besoffen fast in den Zaun fahren, bis weit nach 1.00 Uhr nachts überzogen, und das ohne Genehmigung.


Bisher haben wir still gehalten, aber ab jetzt fahren wir Vollprogramm: Laute Musik unsererseits (Death Metal), Polizei bei jedem Pups, Beschwerden per Telefon und über den Zaun. Zufällig wurde anderen Wirten mit ähnlichen Problemen die Kühlung nachts abgeschaltet und als das Ordnungsamt am nächsten Tag auch zufällig kam, waren alle Lebensmittel, wie Fischwaren, verdorben. Widerlich, oder? Auch das könnte ja versehentlich wieder passieren, oder dass Autos, die quer in unserer Einfahrt stehen, ohne Zettel abgeschleppt werden. Wir haben schon viele Wirte überlebt, die schaffen wir auch noch. Mir tut nur der Vorgänger Leid, der mit gutbürgerlicher Küche leider pleite ging. Aber die jetzigen sind eine Pest.

Beichthaus.com Beichte #00030190 vom 21.08.2012 um 17:20:31 Uhr (23 Kommentare).

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Praktikum Abzocke

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Boshaftigkeit Rache Arbeit Chef

Vor 3 Jahren wurde ich nach dem Ende der Ausbildung arbeitslos. Obwohl ich eine gute Prüfung ablieferte und auch ein sehr gutes Arbeitszeugnis bekommen habe, habe ich keinen Job gefunden. Ich habe etwa 50 Bewerbungen verschickt und wurde 4 mal eingeladen und auch dann nur Absagen. Nach 6 Monaten war ich sehr frustriert und habe mich schon nach Umschulungen umgesehen, als ein Betrieb mir ein Praktikum anbot. Mit einer Übernahme falls das Praktikum erfolgreich verlaufen würde.
Leider merkte ich recht schnell, dass ich im Betrieb nur ausgenutzt wurde. Jeden Tag 10 Stunden schuften und bei jeder Pause, die ich machte, wurde ich dumm angeguckt. Und am schlimmsten: Über das Internet erfuhr ich, dass ich mir keine Hoffnung machen brauche übernommen zu werden. Zum Glück gibt es Seiten auf denen man seinen Arbeitgeber bewerten konnte und dort haben schon viele Opfer von der Masche berichtet.
So bin ich zum Chef und wollte das Praktikum abbrechen, worauf er einen Wutanfall bekam und mich auch noch erpressen wollte. Er drohte mich beim Arbeitsamt als faulen und unbequemen Arbeitnehmer zu melden, damit ich eine Sperre bzw. Kürzung bekomme. So bin ich zähneknirschend geblieben und habe das Praktikum beendet, natürlich ohne Übernahme. An meinem letzten Tag musste ich auch noch meinen Nachfolgepraktikanten einarbeiten, dem das selbe Schicksal blühte.
Heute bin ich seit 2 Jahren in einer netten Firma untergekommen und durch Zufall erfuhr ich, dass wir ein Geschäft mit besagter Firma planten. Ich habe beim Chef interveniert und ihm davon erzählt und das Geschäft wurde zu meiner Überraschung nicht abgeschlossen. Zu meiner Genugtuung habe ich noch bei der Firma im Namen meines Chefs angerufen und dem Erpresser-Chef vom Praktikum gesagt, dass nach Recherche im Internet aufgrund ihres schlechten Images kein Bedarf besteht die Geschäftsbeziehung aufrecht zu erhalten.

Beichthaus.com Beichte #00030187 vom 20.08.2012 um 13:14:30 Uhr (16 Kommentare).

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Visitenkarten am Auto

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Rache Vandalismus Auto & Co. Münster

Heute Vormittag bin ich (w) kurz zur Uni gefahren, um ein paar Bücher abzugeben. Weil Semesterferien sind, war nicht sonderlich viel los. Ich schlenderte über den Parkplatz der Uni im Hinterhof, als plötzlich ein alter, grauer Mercedes angerauscht kam und sich mittig auf zwei Behindertenparkplätze stellte. Zwei türkische Mitdreißiger stiegen aus und fingen in Windeseile an, allen Autos so kleine Visitenkärtchen an die Scheibe und unter die Scheibenwischer zu klemmen, auf denen ein An- und Verkauf von Autos angeboten wird.
Ich blieb stehen und fragte höflich aber bestimmt, was die Herren a) hier zu suchen hätten und b) warum sie ausgerechnet die zwei Behindertenparkplätze zuparken müssten. Daraufhin fingen sie an, mich auf übelste, wirklich unterirdischste Weise anzupöbeln.


Ich gab mich geschlagen, ging um die Ecke und wartete. Nachdem die zwei Experten an ziemlich viele Autos ihre Karten geheftet und sich über mich ausreichend kaputt gelacht hatten, ließen sie ihr Auto stehen und hinfort waren sie. Böser Fehler. Nun schlug meine Stunde! Ich sammelte alle Visitenkarten von den Autos, sprühte sie mit Haarspray ein (Haarspray gehört in die Handtasche). Ich klebte alle Karten auf die Scheiben ihres Autos, bis sie komplett zugekleistert waren. Die Seitenspiegel schmierte ich mit der bekannten Creme aus der blauben Metalldose ein und auf die Motorhaube schrieb ich mit rotem Lippenstift riesengroß "Achtung! Vollidioten!". Zufrieden mit meinem Kunstwerk packte ich meine sieben Sachen und zog mit heroischer Miene von dannen.
Ich habe noch nie so etwas gemacht - daher bitte ich um Absolution - und eigentlich entspricht es nicht meinen Prinzipien, zu solchen Mitteln zu greifen, aber ich hab mich so dermaßen über diese Leute geärgert, das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen! Wenn die sich rausnehmen, mich anzumachen, dann nehme ich mir auch raus, ihre Karre zu verschönern.

Beichthaus.com Beichte #00030184 vom 19.08.2012 um 04:01:39 Uhr in Münster (Schlossplatz 2) (83 Kommentare).

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Heimspiel Nummer 6

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Betrug Schamlosigkeit Sport Sinsheim

Ich (m/20) habe vor circa 2 Jahren zwei Karten für ein Fußballspiel (genauer gesagt TSG Hoffenheim-Schalke) geschenkt bekommen, schnappte mir einen Kumpel und ging dahin. Es gibt vor jedem Bundesligaspiel viele Leute, die vor dem Stadion versuchen an Karten auf den letzten Drücker zu kommen. Was damals noch verheerend war: Auf den Fußballtickets stand nicht das genaue Spiel (Gegner usw.), sondern nur Heimspiel + Nr. drauf (z.B. Heimspiel 6). Mein Kumpel war einige Wochen zuvor ebenfalls schon auf einem Spiel und hatte seine Karte behalten. Er wollte sie gerade wegwerfen, als mir eine Idee durch den Kopf schoss. Ich nahm mir diese Karte und ging in die Richtung der wartenden Ticketanwärter. Sofort kam ein Mann zu mir angerannt und bot mir, ohne, dass ich auch nur ein Wort gesagt hatte, mit jugoslawischem Dialekt 100 Euro für die Karte. Ich war etwas geschockt und wollte gerade noch einen Rückzieher machen, als der Mann auf 150 erhöhte. Nach meinem "Ähm..." öffnete er schon seine - recht dick bepackte - Brieftasche und drückte mir das Geld in die Hand. Wie von Selbst nahm meine Hand das Geld, während die andere ihren Griff löste. Er war heilfroh und dachte nicht mal daran, die Karte zu kontrollieren. Ich floh sofort zu unseren Plätzen und war den Rest des Tages besonders auf der Hut. Entgegen meiner Befürchtung hatte er nicht vor dem Stadion auf mich gewartet.

Beichthaus.com Beichte #00030174 vom 16.08.2012 um 13:43:22 Uhr in 74889 Sinsheim (Dietmar-Hopp-Straße 1) (9 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich habe keine Gefühle

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Engherzigkeit Ignoranz Gewalt

Ich (m/21) habe keine Gefühle. Natürlich hab ich als Kind mal geweint, wenn jemand aus dem Verwandtenkreis gestorben ist, aber mittlerweile hat sich bei mir da eine totale "Gleichgültigkeit" eingestellt. Soll nicht heißen, dass es mir egal wäre, dass jetzt Personen die mir nahe standen nicht mehr da sind, aber in dem Moment, in dem ich es erfahre, oder auf der Beerdigung fühle ich einfach keine Trauer. Auch hab ich mal mit angesehen wie im Schwimmbad ein kleines Mädchen leblos aus dem Wasser geholt wurde und die Wiederbelebungsversuche scheiterten, ich war in dem Moment einfach nicht geschockt, sondern hab total kühl und berechnend zugesehen. Als sich vor zwei Jahren meine Eltern trennten, kamen meine beiden kleineren Schwestern heulend zu mir und haben Trost gesucht, natürlich hab ich sie in den Arm genommen aber mich hat das und die Trennung selbst irgendwie nicht berührt.


Über Geschenke zum Geburtstag oder zu Weihnachten kann ich mich nicht freuen, egal wie toll sie in Wirklichkeit sind, weswegen ich schon länger dazu übergegangen bin mir nur noch Geld zu wünschen, womit ich mir dann notwendige Sachen anschaffe, nur damit ich meinen Verwandten die mir eine Freude machen wollen nicht in die Augen gucken und sie belügen muss wie sehr ich mich über ihr Geschenk freue. Selbst bei besonderen Anlässen, wie meinem bestandenen Abitur, meinem ersten Auto (ein sehr schöner BMW, den ich zum achtzehnten Geburtstag geschenkt bekam) überkommt mich keine Freude oder Erleichterung. Mir kommt es einfach so vor, als wenn das ganz selbstverständlich und normal ist, was ja zumindestens beim Auto nicht der Fall ist.


Ich habe nur zwei echt gute Freunde die mich wirklich interessieren, wir sind schon fast wie Brüder. Mit anderen Freunden unternehme ich natürlich auch in der Freizeit was, aber irgendwie ist es mir egal was sie sonst so machen, wie es ihnen geht. Wir reden zwar darüber, aber einen Tag später hab ich schon einiges vergessen was sie mir erzählt haben. Ich fühle mich zwar echt wohl wenn ich mit denen was unternehme und bin dann immer gut gelaunt, aber gegen dieses Desinteresse an ihrem sonstigen Leben kann ich einfach nichts machen.


Selbst im Bereich Liebe geht einfach nichts, ich bin dann vielleicht ein bis zwei Wochen besonders interessiert an einer Frau, aber verspüre z.B. beim Küssen einfach nichts, sehe es dann eher als Vorstufe zu mehr. Nach den 2 Wochen ist das Interesse dann auch wieder verflogen, die Lust ist natürlich noch da, aber ich kann einfach mit keiner dann eine normale Beziehung führen, weil ich nichts empfinde und sie quasi nur aushalten würde um Spaß zu haben und das will ich niemandem antun, für mich persönlich wäre das zudem ja auch nur eine ständige Quälerei.


Das einzige was ich fühlen kann ist Hass, Wut, Ärger und dergleichen. Über jede kleine und unwichtige Sache rege ich mich auf, fluche beim Autofahren über Leute die meines Erachtens nach blöd fahren, nicht blinken etc, wenn jemand im Supermarkt vor mir unbedingt sein Kleingeld loswerden will oder zu dämlich ist, den Kassenbon richtig zu lesen und meint sich beschweren zu müssen. Das ging sogar mal so weit, dass ich in der Disko zusammen mit einem Freund (wir sind beide recht kräftig) fünf Typen vermöbelt habe, weil einer von ihnen meine vergebene Schwester angemacht hat. Selbigem Freund hab ich dann später auch noch eine mitgegeben weil er vom einen auf den andern Tag ohne ersichtlichen Grund mit ihr Schluss gemacht hat. Ob sich das Ganze irgendwann mal legt? Ich möchte so nicht mein Leben lang bleiben, das macht mir echt zu schaffen, aber von mir selbst aus kann ich daran ja nicht viel ändern.

Beichthaus.com Beichte #00030166 vom 14.08.2012 um 04:03:23 Uhr (36 Kommentare).

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