Der Schwester den Freund ausgespannt

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Habgier Zwietracht Partnerschaft Familie

Ich (w/18) beichte das meine Schwester (20) seit circa einem Monat nicht mehr mit mir redet und mir das ziemlich am A. vorbeigeht. Sie behauptet ich hätte ihr den Freund ausgespannt. Das stimmt nicht. Zwar bin ich seit einem Monat mit ihrem Ex-Freund zusammen, aber der hat vor zwei Monaten nach drei Monaten Beziehung mit ihr Schluss gemacht. Das hatte aber nichts mit mir zu tun, wir sind uns erst nach der Trennung von ihr näher gekommen. Er hatte einfach keinen Bock mehr auf ihre Zickereien. Meine Schwester ist nämlich ein launisches, verwöhntes Prinzesschen. Wenn sie nicht bekommt was sie will führt sie sich auf wie ein trotziges Kleinkind. Bisher hat es kein Kerl länger als ein paar Monate mit ihr ausgehalten.
Als meine Schwester erfahren hat, dass ich jetzt mit ihrem Ex zusammen bin, bekam sie wieder mal einen ihrer Anfälle. Es geht ihr gar nicht um ihn, sie kann es nur einfach nicht ertragen, dass ich ihn jetzt habe. Das war schon immer so. Wenn ich etwas hatte und sie nicht, hat sie unsere Eltern so lange vollgeheult bis sie es auch bekommen hat. Sie ist eine ziemlich gute Schauspielerin und kann auf Befehl weinen. Leider checken meine Eltern das nicht und bevorzugen sie schon immer weil sie immer auf liebes Mädchen macht und alles was sie anstellt mir in die Schuhe schiebt. Jedenfalls rannte sie künstlich heulend zu unseren Eltern und verlangte von denen doch glatt sie sollen mir gefälligst die Beziehung verbieten. Meine Eltern waren natürlich sofort auf der Seite ihrer Lieblingstochter. Aber natürlich können sie mir die Beziehung nicht verbieten da ich erwachsen bin. Jetzt darf mein Freund mich nicht zu Hause besuchen, aber egal, dann gehen wir eben zu ihm. Meine Schwester ignoriert mich seitdem, aber das interessiert mich nicht. Wenn wir ihr zufällig begegnen knutschen mein Freund und ich extra ausgiebig herum um sie zu ärgern!

Beichthaus.com Beichte #00030163 vom 13.08.2012 um 19:08:38 Uhr (44 Kommentare).

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Mein Kumpel, meine Freundin und die Magersucht

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Lügen Verzweiflung Gesundheit Partnerschaft

Ich (m/27) beichte, dass ich vor meiner Freundin (w/22) verheimliche, dass ich magersüchtig bin. Sie war lange Zeit mit einem Kumpel von mir zusammen, der ebenfalls eine ziemlich schwere Essstörung hatte und vor 3 Jahren verstorben ist. Ich lernte ihn damals in einer privaten Klinik kennen. Erst ein ganzes Jahr später lernte ich während eines größeren Events auch seine Freundin kennen und war sofort begeistert. Sie war unglaublich fürsorglich, merkte fast instinktiv wann ihrem Freund eine Situation (zu langes Stehen, Temperaturen, etc.) zu viel wurden und konnte ihm so helfen, wenn er es brauchte. Ihre Handtasche war ein wahres Notfall-Arsenal an Traubenzucker und Müsliriegel und sie war lange Zeit die einzige, die meinen Kumpel zum Essen bewegen konnte. Und das will was heissen! Ohne sie wäre er ganz sicher mindestens 2 Jahre früher gestorben. Niemand erwähnte damals ihr gegenüber, dass ich ihn aus der Klinik kannte (wer redet da schon freiwillig drüber) und da es mir zu der Zeit gesundheitlich gut ging, merkte man mir auch nichts an.
Ein Jahr nach der Beerdigung meines Kumpels liefen wir uns wieder über den Weg und begannen uns zu treffen. Mir ging es richtig gut. Ich hatte seit der Beerdigung von meinem Kumpel keinen Rückfall mehr gehabt und ich war zwar dünn, aber noch im normalen Bereich. Ich gehöre übrigens wie viele Männer zu den atypischen Anorektikern, die keine Körperdysmorphie haben.


Man merkte, wie ihre letzte Beziehung sie mitgenommen hatte. Sie hatte schlimme Alpträume und machte sich noch immer Vorwürfe. Aber in dem Moment war ich schon so in sie verschossen, dass ich ihr einfach verheimlichte, dass ich selber magersüchtig bin und wir wurden schnell ein Paar. Ich redete mir ein, dass ich einfach nie wieder einen Rückfall haben werde und dass sie es nie zu erfahren braucht. Um auch keinen Verdacht erwecken zu lassen, brach ich all meine Therapien komplett ab und wechselte sämtliche Ärzte, die meine Vorgeschichte kannten.
Wir waren jetzt 2 Jahre glücklich zusammen. Sie hat es nie über sich gebracht das Notfall-Arsenal in ihrer Handtasche aufzugeben, aus Sorge ich würde irgendwann unterwegs unbedingt was zu Essen brauchen. Sie schläft kaum eine Nacht durch, da jedes kleines Geräusch sie sofort aufwachen lässt. Eine alte Gewohnheit, da mein Kumpel sich gerne mal Nachts weg schlich, um zu trainieren und dabei regelmäßig zusammenbrach.


Vor 3 Wochen wurde ich nun von meiner Firma entlassen und seitdem geht es mit meinem Gewicht nur bergab. Seit gestern bin ich zum ersten Mal seit Jahren wieder untergewichtig und das obwohl ich mich mühsam dazu zwinge etwas zu Essen, wenn ich bei ihr bin. Ich habe panische Angst davor, dass sie es herausfindet, denn entweder sie wird durchschauen, dass ich sie die ganze Zeit angelogen habe und mich verlassen oder ich werde ihr als weitere Lüge erzählen müssen, dass ich erst in den letzten Monaten eine Essstörung entwickelt habe und dann wird sie sich erst recht die Schuld für alles geben. Dabei verfolgt mich das schon seit fast 10 Jahren.


An alle Leser da draußen: Seid verdammt noch mal vernünftig genug, damit ihr nie so endet wie ich oder mein Kumpel! Mein Kumpel ist mit 28 an Herzversagen gestorben, bei einem Gewicht von 42 kg auf 1.80m. Seine Zähne, Nägel und Haare waren total kaputt. Seine Knochen haben Tag und Nacht weh getan und er konnte gegen Ende kaum länger als 15 Minuten aufrecht stehen ohne umzukippen. Momentan geht es mir verglichen mit ihm noch verdammt gut, aber es ist sowieso nur noch eine Frage der Zeit bis die ganze Sache auffliegt, ich wieder alleine bin und mich nichts mehr daran hindert mich endlich wieder abzumagern.

Beichthaus.com Beichte #00030149 vom 06.08.2012 um 22:56:31 Uhr (32 Kommentare).

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Freundliches Tür öffnen

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Boshaftigkeit Dummheit Nachbarn

Ich (w/22) wohne in der 1. Etage, so dass ich die Eingangstür des Wohnhauses sehen kann. Unsere Wände sind sehr hellhörig und daher höre ich immer, wenn es beim Nachbarn klingelt. Wenn ich ein Paket erwarte, schaue ich durch den Spion, welcher Versandservice es ist. Ich drücke einfach auf den Türöffner und der Paketbote denkt, es ist der Empfänger des Pakets. Leider macht von denen dann aber niemand die Tür auf, so dass der Postbote mit Paket unvermittelt wieder Leine ziehen muss und ein bisschen verwirrt dreinschaut. Dies tat ich auch schon bei Verwandtenbesuch, die dann das halbe Wohnhaus zusammengeflucht haben, ob derjenige sie denn gerade nicht verarschen möchte. Es tut mir Leid, ich werde versuchen, es in Zukunft nicht mehr zu tun. Aber die Gesichter sehen wirklich unglaublich komisch aus.

Beichthaus.com Beichte #00030143 vom 04.08.2012 um 18:38:40 Uhr (21 Kommentare).

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Hier noch jemand zugestiegen?

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Betrug Schamlosigkeit Bahn & Co. Vilsbiburg

Ich stelle mich auf längeren Zugfahrten gerne schlafend oder ignoriere sämtliche "Hier noch jemand zugestiegen?"-Rufe der patrouillierenden Kontrolleure um zu vermeiden, einen Zangenabdruck auf die gnadenlos überteuerte Fahrkarte zu bekommen. Am Zielbahnhof angekommen lasse ich mir das Ticket dann von den freundlichen Mitarbeitern an den Schaltern erstatten. Im Nachhinein habe ich ab und zu ein schlechtes Gewissen, jedoch beruhige ich mein Engelchen auf der Schulter gerne damit, dass die Fahrkartenpreise in keinster Weise gerechtfertigt sind und das Teufelchen auf der anderen Schulter stachelt mich immer wieder an, weil es unglaublich Spaß macht, wenn meine Strategie aufgeht. Dennoch bitte ich um Vergebung!

Beichthaus.com Beichte #00030139 vom 05.08.2012 um 08:39:53 Uhr in Vilsbiburg (32 Kommentare).

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Jeder ist seines Glückes Schmied

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Ungerechtigkeit Zwietracht Schule

Als ich noch in der Grundschule war, war in unserer Klasse ein Junge ausländischer Herkunft. Er war wohl erst kürzlich nach Deutschland gezogen und konnte die Sprache so irgendwie reden. Er war jedoch sehr arm. Um mal ein Beispiel zu nennen, er trug ein T-Shirt etwa eine Woche, dann kam das andere. Ebenso hatten seine Klamotten die besten Tage hinter sich, sie waren verwaschen und ausgeleiert, jedoch immer sauber und anständig. Auch hat er sich nie bei Schulausflügen, welche extra Geld kosten beteiligt und nie irgend einen Luxus z.B. Essen in der Cafeteria oder Snacks am Automaten gegönnt, weil er es sich nicht leisten konnte. Hinzu kommt noch, dass er ziemlich pummelig war und zu allem Übel sehr schüchtern und dementsprechend keine Freunde hatte. Schlimmer noch, er wurde regelmäßig verarscht, seine Sachen (Schuhe, Turnsäckchen, Bücher, Stifte, Lineal) wurden von Mitschülern oft geklaut, versteckt, kaputt gemacht oder er wurde auch mal erpresst. Als Gruppenarbeiten in der Schule angesagt waren, wollte niemand mit ihm zusammenarbeiten.


Er saß alleine in der letzten Ecke des Raumes und alle anderen an Gruppentischen. In den Pausen durfte er bei keinem der Gesellschaftsspiele oder Sportspiele mitspielen. Alle Tage wieder stand er im Mittelpunkt des allseits beliebten Schubskreises. Wenn er denn mal krank war, hat natürlich niemand seine Arbeitsblätter mitgenommen ebenso wollte ihn auch kaum einer die Hefteinträge auch vor Ort abschreiben lassen. Kaum zu glauben, wie grausam Kinder sein können und das in der Grundschule in einer ländlichen bayerisch konservativen Provinz. Heute würde man sagen, er wurde gemobbt, doch es war viel mehr als nur das.
Als er dann irgendwann weggezogen ist, glaubten die meisten Leute, vor allen Dingen seine Peiniger und diejenigen, die nichts dagegen getan haben, ebenso wenig die Lehrer Belegschaft oder der Werte Herr Rektor, vermutlich, aus diesem kleinen Wicht würde nichts werden, er ist ein hoffnungsloser Fall. Irgendwie schien diese Passivität mancher Lehrer sogar dahingegend umzuschlagen, dass ein paar sadistische Lehrer den armen auch damit aufzogen, dass er einen unaussprechlichen Namen Osteuropäischer Herkunft hat, sowie aus einem Land kam, wo der Krieg herrschte. Zum Beispiel wurde er vor der Klasse von einer älteren Lehrerin gefragt, wo er denn herkomme. Jugoslawien war die Antwort. Die Frau entgegnete mit Spott, dass es dieses Land seit 1991 nicht mehr gäbe und, dass dort "unten" sowieso nur Proleten und Kriegsverbrecher wohnen, welche sich gegenseitig die Köpfe einschlügen. Die Lehrerin und auch andere Lehrer stellten ihn auch bloß, indem sie immer wieder vor der Klasse sich nach den Jobs seiner Eltern erkundigten, welche um es hier mal absichtlich abwertend auszudrücken minderwertig waren. Seine Mutter arbeitete als Altenpflegerin und sein Vater für so ziemlich alles was der Arbeitsmarkt hergab. Das Geld reichte so eben zum Leben, jedoch mit den oben genannten Abstrichen.


Diese Liste könnte sich noch länger so fortführen lassen, aber um es auf den Punkt zu bringen, ihm wurde absolut nichts geschenkt, es wurde vielmehr versucht ihm auch noch das letzte Fünkchen Hoffnung zu nehmen. Heute, knapp 20 Jahre später hat er ein Master Diplom in Betriebswirtschaft/Management und ist mit knapp 30 Jahren ziemlich weit oben an der Karriereleiter, er ist einer der Geschäftsführer einer Maschinenbau GmbH mit fast 700 Mitarbeitern und mehreren Standorten. In diesen vielen Jahren kämpfte er sich auch vom einfachen Büroarbeiter über den Posten des Abteilungsleiters und des Personalleiters hoch zu dem oben erwähnten. Natürlich war es eine Genugtuung als er mit dem Posten des Personalleiters, später als Geschäftsführer viele Bewerber persönlich interviewt und auch mal der eine oder andere bekannte "Kamerad" dabei war, diesen wurde dann auf der höchsten professionellen Ebene eine Absage erteilt. Er sprach die Bewerber nie darauf an, aber ihre Blicke verrieten, dass sie peinlich gerührt seien und obwohl sich ausnahmslos jeder absichtlich unwissend stellte, wussten doch beide, dass dies nicht so ist.
Nun wie kommt es dazu, dass ich die Geschichte mit all den Details so ausschweifend erzähle? Ganz einfach, ich bin dieser Mensch. Danke fürs Lesen und an alle Menschen da draußen in der weiten weiten Welt, egal wie schwer das Leben ist, oder egal wie aussichtslos manche Situationen erscheinen, man muss sich einen Weg durchs Leben bahnen. Das was mich angetrieben hat durch die Jahre, war der Wunsch nach einem besseren Leben und nichts desto trotz ausgleichender Gerechtigkeit durch, wenn ihr so wollt eine höhere Instanz wie des vielfach zitierten Schicksals. Kopf Hoch und ab ins kalte Wasser, jeder ist seines Glückes Schmied.

Beichthaus.com Beichte #00030138 vom 03.08.2012 um 10:02:36 Uhr (79 Kommentare).

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