Hilfe, mein Freund ist unselbstständig!

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Ich (w/22) beichte, dass ich meinen Freund tyrannisiere und ich nicht damit aufhören kann. Ich bin sehr dominant, konfliktfreudig, aktiv und selbstständig. Er ist fügsam, konfliktscheu, passiv und der unselbstständigste Mensch, den ich kenne. Wir sind schon seit fast 3,5 Jahren durchgehend zusammen, obwohl wir beide in unseren Streitereien immer drohen, Schluss zu machen. Eine richtige Hass-Liebesbeziehung. Seine faule und träge Art macht mich wahnsinnig, sodass ich manchmal komplett meine Nerven verliere und ihn anschreie, beleidige und ihm mit Schlägen drohe. Es ist doch nicht normal, dass sich ein 24-jähriger Mann seine Bewerbungen von Mutti schreiben lässt und auch sonst alles von Mutti verwaltet, gewaschen, aufgeräumt und geputzt wird. Wir wohnen noch nicht zusammen, ich denke, das würde im ersten Jahr völlig eskalieren. Er ist mein erster langjähriger Freund und ich seine erste Freundin. Ich liebe und schätze seine guten Seiten sehr. Er ist zum Beispiel sehr verlässlich, pünktlich, witzig, sehr süß, spendabel und liebenswürdig. Ein richtiger Bär irgendwie - und ich bin wohl die Schlange.


Auch wünschte, ich könnte so gelassen bleiben wie er. Ich raste aber einfach direkt aus, wenn ich zum Beispiel schon wieder sehe, dass sich die Essensreste, Bierflaschen etc. in seinem Zimmer stapeln. Oder wenn er nicht in der Lage ist, sich selbst um Arzttermine zu kümmern und seine Mutter dort anrufen muss. All die bösen Beleidigungen und Sätze tun mir wirklich leid und ich bereue es. Eines Tages trennt er sich von mir und davor habe ich Angst. Hundertprozentig komme ich an einen Schlägermann, mit dem ich mich tagtäglich halb tot prügele - wäre das nicht die gerechte Strafe für mich? Ich würde mich am Liebsten begraben. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00034933 vom 23.01.2015 um 12:02:05 Uhr (9 Kommentare).

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Die Möbel in meiner alten WG

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Vandalismus Rache Aggression WG

Ich (w/25) bin gerade rasend vor Wut. Mein Ex-WG-Mitbewohner will mir nicht das Geld für die "Ablöse" der WG bezahlen. Ich renne ihm jetzt schon seit neun oder zehn Monaten hinterher. Während all der Zeit benutzt er einfach fröhlich meine Sachen, ohne mir auch nur einen Cent zu geben. Ich wohne inzwischen 500 Kilometer entfernt und kann deshalb nicht einfach so bei ihm auftauchen und Druck machen. Ich muss aber geschäftlich in die Stadt und er hat mir schon bei meinem Auszug versprochen, dass ich an diesem Tag bei ihm schlafen darf. Jetzt habe ich dieses Versprechen einlösen wollen und er schreibt mir, dass er mich nur aufnimmt, wenn ich kein Wort mehr über den ganzen Kram spreche und es vergesse.


Da habe ich gesagt, dass wir uns deswegen noch mal unterhalten müssten. Daraufhin hat er mir die Unterkunft verwehrt. Ich habe ihm geschrieben, dass ich meine restlichen Sachen dann abholen werde, wenn er es mir nicht bezahlt. Ich habe noch einen alten Wohnungsschlüssel, den ich wiedergefunden habe. Ich werde also in die Wohnung gehen - mit Erlaubnis des Vermieters - aber meine Sachen auf keinen Fall wirklich abholen. Es ist ein sechsstöckiges Haus ohne Fahrstuhl. Und eine Waschmaschine im Wert von vielleicht dreißig Euro ist den Aufwand einfach nicht wert. Genauso wenig wie ein Bett, ein paar Küchenschränke und Stühle. Aber stattdessen werde ich meine Sachen einfach zerstören! Bei der Waschmaschine werde ich irgendeinen Schlauch zerstören, die Küchenschränke zerhacke ich notfalls mit einer Axt und die Glühbirnen zerschlage ich auch. Die Stühle werde ich einfach aufschlitzen! Das Bett ist leider aus Metall und kann daher nicht so einfach zerstört werden - außerdem steht es in seinem Zimmer und das ist wahrscheinlich abgeschlossen. Meine Sünde ist die, dass ich die Sache nicht einfach abhaken kann. Und bei der Aktion handle ich wie ein Kleinkind, obwohl ich es mir auch leicht machen könnte.

Beichthaus.com Beichte #00034929 vom 22.01.2015 um 21:27:00 Uhr (10 Kommentare).

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Eskapaden in der Januarnacht

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Trunksucht Ekel Unreinlichkeit Maßlosigkeit Last Night

Ich (m/20) war vor fast genau zwei Jahren mit zwei Kumpels in der Stadt unterwegs. Zuerst lief es nur darauf hinaus, dass wir irgendwo essen gehen wollten und dann noch ein kleines bisschen durch die Stadt gehen. Leider, wie das nun mal so ist, blieb es nicht dabei und es wurde ein wirklich heftiger Abend. Ab einem bestimmten Punkt weiß ich nichts mehr und nur aufgrund von Erzählungen konnten wir die Geschichte letztendlich vervollständigen. Zuerst haben wir in einem nicht gerade billigen Restaurant gegessen und drei Flaschen Wein im Wert von 70 Euro vernichtet und sind anschließend auf Raubzug durch die Bars der Stadt gegangen. In einem irischen Pub, in dem wir uns oft blicken ließen, verdrückte jeder von uns mehrere Shots Wodka und wir zogen weiter in eine Art "Metal-Kneipe", in der wir uns jeder Whiskey-Cola bestellten.


Das Problem dabei war nur, dass man Whiskey im Glas und Cola aus einem Glaskrug getrennt bekommt und man das Mischverhältnis selbst bestimmen kann. Ich war, laut Erzählung meiner Freunde, allerdings schon so breit, dass ich mir das Glas Whiskey pur rein schüttete und anschließend den ganzen Krug Cola mit der Frage "Warum schmeckt das so komisch?" hinterher kippte. Ab da gingen mir die Lichter aus und laut meinen Kumpels wurde ich, da ich etwas größer und dadurch auch schwerer als andere bin, von vier Männern nach draußen getragen, wo ich mir erst mal die Seele aus dem Leib kotzte. Anschließend mussten wir noch ein kleines Stück mit dem Zug fahren, da wir etwas außerhalb wohnten. Also krochen und torkelten wir zum Bahnhof und hinterließen eine Spur der Vernichtung aus Erbrochenem. Im Zug gingen bei mir scheinbar alle Sicherungen durch und ich flutete das Zugabteil förmlich mit meiner Kotze. Ob fremde Leute anwesend waren, weiß ich nicht mehr, ich wollte nur noch, dass es aufhört.


Letzten Endes schaffte ich es dann doch noch, an der richtigen Station auszusteigen, verabschiedete mich von meinen Kumpels und torkelte nach Hause. Auf dem Weg nach Hause machte ich allerdings bei einem Supermarkt Halt und hielt ein ca. zweistündiges Nickerchen, bevor ich mich wieder auf den Weg machte. Da mein Zimmer im ersten Stock unseres Hauses lag und wir eine wirklich steile Treppe hatten, verbrachte ich den Rest der Nacht in der Badewanne, die im Erdgeschoss lag. Am nächsten Morgen erfuhr ich von meinen Freunden, dass der Schaffner des Zuges aufgrund meiner Kotzattacke die Polizei eingeschaltet hat und die beiden ungefähr fünf Stationen zu früh ausgestiegen sind, da sie Angst hatten, verhaftet zu werden. Seit diesem Abend habe ich immer nur noch ganz wenig getrunken, und wenn ich etwas mehr getrunken habe, dann nur so viel, bis ich wusste, dass es reicht. Das alles erzähle ich aus einem Grund: Solltet ihr an einem Samstag im Januar 2013 in Nürnberg unterwegs gewesen sein und habt jemanden gesehen, der manche der hier aufgeführten Dinge getan hat, dann Glückwunsch: Ihr habt mich gefunden! Ich möchte mich hiermit in aller Form bei all den Menschen entschuldigen, denen ich in dieser Nacht zu Last gefallen bin, ganz besonders bei den Leuten, die meine Hinterlassenschaften im Zug beseitigen mussten. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00034924 vom 22.01.2015 um 09:51:23 Uhr (8 Kommentare).

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Sehnsucht nach der wilden Zeit

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Trunksucht Drogen Waghalsigkeit Last Night Schlüchtern

Ich (m/41) hatte vor 20 Jahren eine richtig wilde Zeit. So ziemlich jeder kennt das, wenn man in seiner Ausbildung das erste Mal sein eigenes Geld verdient und so nach und nach mit seinen Kumpels in die große weite Welt hinauskommt und Abenteuer erlebt und Erfahrungen sammelt. Im Alter zwischen 17-20 waren unsere "goldenen Jahre", in denen wir an jedem Wochenende von unserem Provinzkaff in die große Stadt fuhren und dort mächtig auf den Putz hauten. Wir waren damals eine typische Viererbande und hatten eine Menge Spaß. Es wurde gesoffen, es wurden Drogen konsumiert, wir stiegen in Striplokalen ab, gaben uns mit teilweise wirklich zwielichtigen Typen ab, und wenn wir in unserer Notgeilheit kein Mädel aufgerissen haben, ging es teilweise auch ins horizontale Gewerbe, wenn ihr versteht, was ich meine. Und morgens wachte man in irgendwelchen fremden Betten auf oder hatte plötzlich gefärbte bzw. gar keine Haare mehr.


Man kann wirklich sagen, dass wir in unserer Jugend was erlebt haben und ich bin auch froh darüber, das alles erlebt zu haben, auch wenn es ein paar Mal echt übel für uns hätte ausgehen müssen. Heute bin ich glücklich verheiratet, Vater von drei Kindern und wohne in einem schönen Vorort von Nürnberg. Meine Jugendfreunde habe ich ab meinem 30. Lebensjahr mehr oder weniger aus den Augen verloren und ich habe mich auf meinen Beruf und meine Familie konzentriert. Vor einigen Wochen ergab es sich allerdings, dass die "Jungs" wieder zusammengetrommelt wurden, da ein vierzigster Geburtstag anstand und das Geburtstagskind uns alle zur Feier eingeladen hat. Zuerst ging es fein Essen mit den Freunden und deren Ehefrauen, hinterher allerdings, nachdem der Wein schon fleißig floss, entschieden sich die alten Freunde, noch ein bisschen spazieren zu gehen. Und es kam, wie es kommen musste: Wir sind in dieser Nacht wieder jung geworden und haben all die verrückte Scheiße abgezogen, die wir als Jugendliche schon getrieben haben. Ich habe in dieser Nacht so viel gesoffen wie sonst in einem Jahr nicht und wir waren in der örtlichen Rockfabrik und haben uns dort halb zu Tode gefeiert.


Auch eine kleine pflanzliche Erfrischung, die wir uns hinter der Disco holten, durfte nicht fehlen. Morgens bin ich dann extrem verkatert und nach Kippen und Gras stinkend auf meiner Couch aufgewacht. Seit dieser Nacht fühle ich mich wie wach gerüttelt und ich habe das Bedürfnis danach, genau diese Dinge wieder und immer wieder zu tun. Genau wie in unserer "wilden Zeit". Und ich habe letztens erschrocken realisiert, dass ich nun das bin, was ich als Jugendlicher nie werden wollte: Ein Spießer aus dem Vorort mit Frau und Kindern. Und ich merke, dass mir meine Familie mit jedem Tag ein Stückchen mehr auf den Sack geht. Zwar fällt mir langsam auf, dass ich jetzt älter werde und jeder irgendwann mal zur Ruhe kommen sollte, aber das interessiert mich nicht. Jeden Freitagabend, wenn ich mit meiner Frau auf der Couch sitze und wir fernsehen, kitzelt es mich in den Fingern, die Jungs anzurufen, damit wir wieder die Stadt unsicher machen können. Noch kann ich mich beherrschen - doch ich weiß nicht, wie lange. Ich möchte beichten, dass ich in meinem derzeitigen Umfeld, meiner Familie, nicht sonderlich glücklich bin und ich mich danach sehne, meine alte Truppe wieder zu sehen, damit wir wieder ordentlich auf den Putz hauen können. Natürlich liebe ich meine Frau und meine Kinder, aber manchmal finde ich, dass sich eine Art Druck in mir aufbaut, den es loszuwerden gilt. Vergebt mir meinen Egoismus.

Beichthaus.com Beichte #00034922 vom 21.01.2015 um 22:18:38 Uhr in Schlüchtern (24 Kommentare).

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Wie ich wieder zum Raucher wurde

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Verzweiflung Begehrlichkeit Dummheit Lügen Partnerschaft

Ich (m/20) möchte heute zwei Sachen beichten. Erstens verbringe ich zu viel Zeit auf Beichthaus, während ich eigentlich arbeiten sollte. Zweitens war ich eigentlich seit sieben Monaten Nichtraucher - die Betonung liegt allerdings auf "war". Ich hätte das Ganze auch weiterhin durchgezogen, da ich keine Probleme hatte, damit aufzuhören - ich habe das Rauchen allerdings eigentlich ungewollt aufgrund meiner Freundin geschmissen. Sie ist Nichtraucherin und verabscheut den Gestank. Nach unzähligen Bitten ihrerseits habe ich nachgegeben und aufgehört. Nun ist es so, dass wir uns letzten Freitag so extrem in die Haare bekommen haben, dass die Beziehung auf der Kippe stand. Wohlgemerkt, der Grund für diese Eskalation ist im Vergleich zu jedem erdenkbaren Grund eher ein Mückenstich. Wir haben am Freitag bei mir entspannt TV geschaut und sie hatte es sich auf meiner Brust bequem gemacht. Ich habe noch kurz mit meinen Jungs geschrieben, was an dem Abend noch so geht, weil ich wusste, dass meine Freundin nicht bei mir bleibt. Und irgendwann bin ich wohl eingenickt. Es war so eine Art Halbschlaf.

In eben diesem Halbschlaf habe ich völlig zusammenhangslos "Ich fahre gleich" gesagt. Mann! Ging danach die Post ab. Ich kann nachvollziehen, dass es für sie verletzend gewesen sein muss, da sie sich an diesem Abend wirklich Mühe gegeben hat. Sie hat nach der Arbeit für mich gekocht und ist mit dem Essen zu mir gefahren - wir wohnen knapp 30 Kilometer voneinander entfernt - und wollte einen entspannten Abend mit mir verbringen. Und dann sage ich so etwas. Aber völlig unbeabsichtigt. Das hat sie aber wohl nicht verstehen können, plötzlich wollte ich sie nicht mehr bei mir haben, weil wir an diesem Abend keinen Sex haben würden. Sie behauptete auch steif und fest, dass sie eine Last für mich wäre, weil ich lieber mit meinen Freunden unterwegs sei. Dass das alles so nicht stimmt, interessierte sie kein Stück. Ich weiß nicht, ob ich einfach nur zu blöd oder tatsächlich nicht einfühlsam genug bin, aber angeblich sind solche Sachen schon öfter vorgefallen, auch wenn ich immer versuche der liebste und beste Partner für sie zu sein.

Aber naja - auf jeden Fall ist sie dann nach Hause gefahren. Ich war hin und hergerissen und wusste nicht, was ich tun sollte. Deshalb entschied ich mich einfach für einen Mittelweg und fuhr ziellos in der Gegend herum, statt mit meinen Freunden wegzugehen oder ihr hinterherzufahren. Fehlentscheidung! Sie kam nämlich wieder zurück, um mit mir zu reden - aber ich war ja nicht mehr da. Was sie noch rasender gemacht hat. Die nächsten zwei Tage wollte sie dann nichts mehr von mir wissen und ich habe mich immer schlechter gefühlt. Also griff ich wieder zur Zigarette. Diesen Freitag möchte sie mit mir reden und ich weiß nicht, was auf mich zukommt. Dass ich wieder angefangen habe zu rauchen macht mir ein wirklich schlechtes Gewissen. Ich glaube, ich werde sie diesbezüglich anlügen, denn sie wäre absolut enttäuscht von mir und würde unsere Beziehung noch mehr infrage stellen. Es tut mir unheimlich leid!

Beichthaus.com Beichte #00034920 vom 21.01.2015 um 16:05:21 Uhr (13 Kommentare).

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