Oberflächlichkeit im Kindergarten

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Eitelkeit Engherzigkeit Zorn Kindergarten

Ich mache gerade eine Ausbildung zur Kinderpflegerin in einem Kindergarten. In der Vormittagsgruppe ist ein Mädchen (5 Jahre, nennen wir sie Marie) bei den Vorschülern. Marie heißt, wenn die Erzieherinnen sich untereinander unterhalten, nur "herzallerliebste Marie." Dieser Name ist arg ironisch gemeint. Zu Maries Familiensituation muss man Folgendes sagen: Maries Vater ist Anfang 50 und hat schon zwei erwachsene Töchter aus einer früheren Ehe, Maries Mutter ist etwa 25. Der Vater verdient richtig gut, die Mutter ist so typisch "Schickimicki", sieht eigentlich sehr hübsch aus - tolle Figur, schöne Haare, ist aber total überschminkt, trägt sogar beim Abholen High Heels, in denen ich nicht laufen könnte. In der Familie ist Marie der absolute Star. Wenn Marie kommt, wird in der Familie der rote Teppich ausgerollt.

Versteht mich nicht falsch, sicherlich ist es total normal, einen kleinen Nachzügler schon ein wenig zu verhätscheln, aber es sollte eben normal bleiben, und in der Familie wirkt alles so dermaßen übertrieben und künstlich. Ihre Oma ist beispielsweise so ein "Ja dududu, bubelbu-Typ", redet immer mit einer total hohen, übertrieben süßlichen Stimme mit Marie und auch mit anderen Kindern, und auch ihre großen Schwestern und ihr Vater sind da ganz extrem. Die Mutter wirkt so, als wäre sie an Marie selbst gar nicht sonderlich interessiert, nur an neuer und möglichst schicker Kleidung für das Kind.

Das alles hat extrem auf Marie abgefärbt. Marie ist ein richtig unangenehmes Kind, das mit nicht einmal sechs Jahren schon total oberflächlich ist, andere Kinder nach ihrem Äußeren beurteilt und auch manipuliert! Wir haben schon mitbekommen, wie Marie zu einem anderen Mädchen gesagt hat: "Wenn du mit Fettsau (ein anderes, übergewichtiges Mädchen) spielst, dann sind wir zwei nicht mehr befreundet. Wenn du auch Fettsau zu ihr sagst, dann bekommst du von meinem Nagellack etwas ab." Weil Marie ständig manipuliert und erpresst, andere Kinder für ihre Zwecke missbraucht und ihnen irgendwas verspricht, springen viele der Kinder auf den Zug auf. Marie stiftet zum Mobbing an und das ist wirklich nicht mehr schön. Gespräche mit Maries Eltern bringen absolut nichts.

Aus diesem Grund beichte ich, dass wir jetzt versuchen werden, Marie aus dem Kindergarten zu bringen. Wir wissen es aber noch nicht genau. Ob es möglich wäre, irgendeine ansteckende Krankheit oder irgendwelche Keime zu erfinden? Maries Kreischmutter hat doch eine Phobie vor sämtlichen Keimen oder Krabbeltieren, Staubkörnchen, und so weiter. Mir tut es ja schon leid, da Marie ja eigentlich nicht schuld ist, sondern ihre Eltern und Verwandten. Aber das Kind ist so schrecklich! Das ist die Schickimicki-Läster-Frau von morgen.

Beichthaus.com Beichte #00038124 vom 23.04.2016 um 08:42:40 Uhr (19 Kommentare).

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Mein Sohn gehört ins Heim!

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Verzweiflung Zorn Hass Kinder

Ich (w/23) muss beichten, dass ich meinen eigenen Sohn hasse. Er ist sieben Jahre alt, steht nachts auf, ist morgens ab fünf Uhr wach - und weckt dann seine Schwester! Der leibliche Vater kümmert sich überhaupt nicht darum, das macht alles mein Freund. Ich war schon beim Kinderpsychologen, bei der Elternberatung, beim Jugendamt, und so weiter! Keiner will mir helfen! Mittlerweile hasse ich dieses Kind. Er macht alle Spielsachen kaputt, hat den Hasen meiner besten Freundin vom Balkon geworfen, würgt seine Schwester, ärgert jedes Kind und teilt nicht. Schultechnisch kann man ihn einfach nur in die Tonne treten, nicht einmal die einfachsten Aufgaben schafft er. Nur Negatives! Seine Schwester ist das genaue Gegenteil.

Selbst Therapiestunden mit ihm zusammen, damit unser Verhältnis besser wird, haben nichts gebracht! Mittlerweile ist es schon so schlimm, dass ich ihn nicht einmal mehr umarmen kann. Er widert mich einfach nur noch an! Das geht schon seit fünf Jahren so und ich überlege jetzt, ihn ins Kinderheim zu geben. Mir ist mir auch mittlerweile egal, was aus ihm wird. Er bedeutet mir nichts mehr. Ich finde, nach so vielen Jahren Unglück habe ich es verdient, mein Leben mit den Menschen zu verbringen, die ich liebe. Und er gehört nicht mehr dazu.

Beichthaus.com Beichte #00038121 vom 22.04.2016 um 21:38:11 Uhr (43 Kommentare).

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Ich zerstörte mein Leben wegen eines Abenteuers

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Selbstsucht Verrat Dummheit Verzweiflung Familie

Ich (w/29) muss meine Geschichte mitteilen. Ich leide jetzt seit knapp neun Monaten an einer ausgeprägten Panik-Störung und hoffe, zumindest etwas Erleichterung zu bekommen, wenn ich die Geschichte meines Lebens beichte, die mich, meinen Mann und unser Leben für immer veränderte. Noch immer fällt es mir schwer, alles so anzunehmen, wie es ist. Es folgt die Kurzform der Scheiße, die ich gebaut habe. Ich hoffe, es ist einigermaßen nachvollziehbar. Ich bin mit meinem Partner seit neun Jahren zusammen, wir haben uns mit der Zeit ein schönes, geregeltes Leben aufgebaut. Kleine Wohnung, alle Dinge, die wir uns wünschten. Ich war nie besonders hübsch, mein Mann liebte und liebt mich trotzdem. Bei 102,4 Kilo zog ich die Reißleine und nahm knapp 3 Kilo ab, wechselte den Job und bekam mehr Kundenkontakt. Ich fühlte mich attraktiv, zufrieden und gemocht. Montagearbeiter besuchten mich jeden Tag in der Bäckerei, in der ich arbeitete. Und einer blieb. Irgendwann verließ ich meinen Mann, weil mir mein Leben zu langweilig vorkam und mir der neue Typ mehr Spannung versprach.

Drei Monate lebte ich wild mit dem Neuen zusammen, reduzierte mich in kürzester Zeit auf ein Hausmütterchen, Fickstück, Geldgeberin und Köchin. Ich gab mich für den Typen auf und merkte es nicht. Ich akzeptierte Dinge, wie beispielsweise Drogenkonsum in meiner Wohnung. Undinge, mit denen ich niemals Kontakt in meinem Leben hatte und wollte. Dann wurde ich schwanger. Natürlich verpisste sich der Typ, ich wurde der Lacher bei der Arbeit, unter den Montagearbeitern und vor mir selbst. Nur mein Mann, den ich für diesen Ausbruch meiner späten Jugend verlassen hatte, blieb. Er stand hinter mir, sagte, er werde der Vater dieses Babys. Er ging zu jeder Untersuchung mit, half mir in der schwierigen Schwangerschaft, wurde beinahe Witwer mit Kind bei der Geburt "unserer" Tochter und erträgt seitdem meine Panikattacken.

Und was soll ich sagen? Natürlich fühle ich mich schlecht. Weil ich ihn für einen Junkie verlassen habe. Weil ich für eine dämliche Affäre mein Leben aufgegeben habe. Er hat mich mit dem Kind gewollt, hat mir alles verziehen, Absolution gegeben. Trotzdem schäme ich mich jeden Tag. Könnt ihr das verstehen? Ich haue ab, kehre mit dem Kind eines anderen zurück und sein Herz ist so heilig und rein. Er liebt mich einfach und freut sich jeden Tag über unsere Familie. Und ich kann das nicht annehmen, weil meine Scham so groß ist. Weil er mein Heiliger ist. Meine Tochter ist ein Gottesgeschenk. Und ich bin die schmutzige Sünderin. Ich wollte nie die Böse sein. Jetzt muss ich mit der Scham und dem Wissen, was für einen Schmerz ich verursacht habe, leben. Schwangerschaft und Geburt waren eigentlich Strafe genug - ich habe das fast mit dem Leben bezahlt. Vielleicht reicht die Strafe aber noch nicht.

Beichthaus.com Beichte #00038120 vom 22.04.2016 um 21:34:18 Uhr (22 Kommentare).

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Suppen-Tattoos und Arschgeweihe

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Engherzigkeit Vorurteile Lügen

Obwohl ich selbst kein Tattoo habe, gehen mir diese ganzen Mainstream-Tattoos, wie Arschgeweihe oder auch "tramp-stamp" genannt, asiatische Zeichen oder Ähnliches tierisch auf die Nerven. Immer, wenn ich unterwegs bin und ein Mädel mit Mandarinzeichen auf dem Nacken sehe, frage ich sie ganz verblüfft, warum sie denn das Wort "Suppe" auf der Haut trägt. Wenn sie mir dann sagen, dass es Mut, Ehre, oder so einen Bullshit bedeutet, sage ich, dass der Tätowierer dafür ein Häkchen oder Strich zu viel gemacht hat und es deswegen falsch sei. Ich habe mal ein Semester Chinesisch studiert, kann aber maximal noch ein, zwei Sätze sagen und lesen schon gar nichts mehr. Aber ich bringe das immer so überzeugend rüber, dass die Mädels immer aschfahl werden und fast anfangen zu heulen.

Beichthaus.com Beichte #00038118 vom 22.04.2016 um 12:36:59 Uhr (14 Kommentare).

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Angeber mit dicken Autos

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Vorurteile Hass Vandalismus Nachbarn

Ich (m) bin politisch links angesiedelt. Ich bin bekennender Marx-Fan, doch natürlich ist mir bewusst, dass der Kapitalismus gut zu den Menschen passt. Er benötigt Egoismus und welches Tier ist egoistischer als der Mensch? Zur Beichte: Ich verurteile Menschen aufs Schärfste, wenn sie sich beispielsweise mit ihrem Auto darstellen oder in ein Denken geraten, in dem Besitz sagt, wer du bist oder wie du bist. Zum Kotzen! Ich habe mir vorgenommen, in die Auffahrt meines arroganten Nachbarn zu kacken und dies werde ich jedes Mal machen, wenn er mit seinem Selbstdarstellungsfahrzeug durch die Spielstraße rast!

Beichthaus.com Beichte #00038114 vom 22.04.2016 um 07:36:44 Uhr (27 Kommentare).

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