8801 Opa liegt im Sterben

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Verzweiflung Ignoranz Tod Familie

Mein Opa ist vor einem Monat gestorben. Ich (w/28) muss beichten, dass ich nie wirklich eine gute Enkelin war. Ich war sehr selten zu Besuch und viel mit mir und meiner Depression und meinem Studium beschäftigt. Ich habe es immer gehasst, auf Geburtstagsfeiern zu gehen, die gemeinsamen Jugendherbergswochenenden, wo ich mal nicht Pokemon spielen oder im Internet surfen konnte. Dann, vor etwa fünf Jahren, habe ich versucht, an unserem Verhältnis zu arbeiten. Ich kam öfters zu Besuch und habe versucht, mit ihm und meiner Stiefoma eine wirkliche Beziehung aufzubauen. Das war eher von einem mittelprächtigen Erfolg gekrönt, da es auch mit seiner Gesundheit stetig bergab ging und natürlich die Stiefenkelkinder viel öfter da waren und ihm Gesellschaft leisteten, als meine Schwester und ich. Ihnen hat er Schnitzen beigebracht und generell haben sie mehr Zeit mit ihm verbracht, als ich in meiner Kindheit. Das ist meine eigene Schuld, das weiß ich. Ich habe dann versucht, über seine Frau einen engeren Kontakt zu ihm aufzubauen. Sie war eigentlich ganz in Ordnung. Sie hat versucht, mir Kochen, Nähen, Häkeln und Stricken beizubringen. Von all den Sachen habe ich nur behalten, wie man eine gescheite Reispfanne macht und wie man einen Knopf annäht. Das war es.

Dann haben vor vier Jahren seine Nieren schlappgemacht und ich habe das erste Mal die Nachricht von meinem Vater bekommen "Der Opa liegt im Sterben." Mir wurde heiß und kalt. Ich habe sofort meine sieben Sachen gepackt, den Job links liegen lassen und bin schnell ins Krankenhaus gefahren, wo er wirklich erstaunt war, mich zu sehen. Das hat mir schon einen Schock verpasst, weil ich eigentlich dachte, dass er weiß, dass er mir viel bedeutet. Naja, das Ganze wiederholte sich... Ich bekam zwei Mal pro Jahr die Meldung, dass Opa im Sterben lag, und stumpfte immer mehr ab. Ich besuchte ihn vier Mal im Krankenhaus, mal zu seinem Geburtstag und das war es.

Dann zogen sie um in eine behindertengerechte Wohnung. Mein Freund half beim Umzug, ich musste arbeiten und wollte deswegen nicht extra Urlaub einreichen. Vor zwei Monaten hatte er Geburtstag und ich habe vergessen, ihm zu gratulieren, obwohl mich meine Mutter immer wieder daran erinnert hat. Gratuliert habe ich fünf Tage später und zurück kam nur ein kurzes Danke für die Glückwünsche, mehr nicht. Ich habe mir nichts weiter dabei gedacht. Dann, zwei Wochen später, die Nachricht meines Vaters: "Ja, Opa liegt im Sterben, wir glauben nicht, dass er morgen noch schafft." Ich wollte wieder alles stehen und liegen lassen und sofort nach Hause fahren, aber meine Eltern waren dagegen und waren der Ansicht, dass das den Kindern überlassen bleiben sollte. Also blieb ich, obwohl es nur eine 4-Stundenfahrt für mich gewesen wäre. Und er starb.

Am nächsten Tag war ich kaum einsatzfähig. Ich machte mir wegen jedem Mist Vorwürfe. Warum hatte ich ihm nicht zum Geburtstag gratuliert? Warum war ich als Kind nicht öfters da? Warum war ich trotz Arbeit nicht öfters zu Besuch? Heute war schließlich die Beerdigung. Ich bin am Grab komplett zusammengebrochen und mein Vater musste mich wegzerren. Die Frau meines Opas hat mir und meiner Schwester dann Vorwürfe gemacht, warum wir die beiden nicht in ihrer neuen Wohnung besucht haben. Meine Schwester hat leichten Autismus, ihr geht es am Allerwertesten vorbei. Mir hat das aber zusätzlich zu meinen Selbstvorwürfen stark zugesetzt, weil ich mir so etwas immer zu Herzen nehme.

Jetzt sitze ich hier, nach der Beerdigung, eine halbe Flasche Wodka intus, mit Selbstvorwürfen und versuche mich dazu aufzuraffen, zu meinem verbliebenen Opa und seiner neuen Frau ein halbwegs vernünftiges Verhältnis aufzubauen, wobei ich beide nicht wirklich leiden kann, immer mit dem Hintergedanken, dass es mir leidtun wird, wenn mein Opa tot ist. Zusammengefasst meine Beichte: Ich bin der schlimmste Enkel, den man haben kann. Ich bin unfähig Gefühle zu zeigen, außer es ist zu spät. Es tat gut, das niederzuschreiben.

Beichthaus.com Beichte #00039075 vom 16.12.2016 um 20:59:12 Uhr (13 Kommentare).

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8802 Eine fremde Hand im Höschen

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Masturbation Begehrlichkeit Fetisch Schamlosigkeit Freyung

Ich (w/20) bin regelmäßig dauergeil und ständig feucht. Manchmal würde ich mich einfach ganz hinten in den Linienbus setzen, meine Hand in mein Höschen stecken und es mir einfach selbst machen. Auch auf die Gefahr hin, dass mich jemand dabei erwischen könnte. […]
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Beichthaus.com Beichte #00023836 vom 18.05.2008 um 21:13:53 Uhr in Freyung (23 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

8803 Klingeltöne in der Straßenbahn

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Hass Bahn & Co.

Ich möchte jeden, der in der Straßenbahn alle Klingeltöne abspielt, umbringen! Ich habe es gerade wieder erlebt. Dreizehn-jährige, die meinen sie müssten mit ihren Freunden jeden sch**** Ton auf ihrem Handy an machen. Ich habe schon überlegt aufzustehen, denen […]
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Beichthaus.com Beichte #00022200 vom 04.07.2007 um 23:48:57 Uhr (6 Kommentare).

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8804 Mit den Gedanken woanders

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Wollust Arbeit Partnerschaft

Ich sitze im Büro und muss die ganze Zeit an den Schwanz meines Freundes denken. Ich würde ihm gern einen blasen und freue mich schon auf den Feierabend. Meine Muschi kribbelt jetzt schon.
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Beichthaus.com Beichte #00022481 vom 14.08.2007 um 05:16:00 Uhr (5 Kommentare).

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“Beichte

8805 Chili für den Hund

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Morallosigkeit Arbeit Tiere

Da ich es als Küchenchef nicht mit meiner Weltanschauung vereinbaren kann, dass man für seinen eh schon überfütterten Hund ein belegtes Brot mit Käse bestellt, habe ich mir überlegt, wie ich den Besitzern das austreiben kann. Von meinem Plan nahm ich eigentlich immer Abstand, weil das arme Vieh ja eigentlich nichts dafür kann. Bis man mir das Brot für den Hund mit der Beschwerde zurückschickte, dass keine Butter darauf sei. Also schmierte ich nicht nur Butter mit auf das Brot, sondern auch eine gute Prise feinstes Chilipulver. Nachdem der Hund im Biergarten jammerte und die Besitzer ihn so sahen, vermuteten sie, dass ihr übergewichtiges Haustier wohl keine Käsebrote mehr verträgt. Seitdem habe ich meine Ruhe mit den Verrückten. Diese Leute haben aber auch schon ein Schnitzel ohne Gewürze für den Hund bestellt, welches ich dann auch noch schneiden sollte. Und das an einem Sonntag, an dem es fast unmöglich war, alle Leute zu bekochen. Trotzdem tut es mir wirklich leid, dass ich dem Hund etwas Schlechtes angetan habe, nur um die Besitzer mal aufzurütteln.

Beichthaus.com Beichte #00031766 vom 19.08.2013 um 09:27:42 Uhr (28 Kommentare).

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