6901 Das Badezimmer auf der Baustelle

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Ekel Unreinlichkeit Feigheit Arbeit

Ich (m/damals 15) war auf einer Baustelle tätig, denn ich schnupperte in diversen Berufen. An jenem Tag war es in einem Zimmermannsbetrieb. Die Baustelle war ein großes Einfamilienhaus, welches renoviert und ausgebaut wurde. Wie es halt so war, musste ich im Laufe des Morgens plötzlich dringend etwas loswerden. Also machte ich mich auf die Suche nach dem stillen Örtchen. Irgendwann fand ich ein Badezimmer vor, Klopapier war vorhanden und die Tür ließ sich abschließen, also begann ich, mein Geschäft zu verrichten. Als ich fertig war und spülen wollte, passierte nichts. Nochmals drücken, immer noch nichts. Wasserhahn vom Waschbecken auf - nichts. Plötzlich bemerkte ich einen Plan des Badezimmers, welcher über dem Waschbecken aufgehängt war, nur waren die Toilette und das Waschbecken auf dem Plan anders angeordnet, als das momentan der Fall war. Langsam dämmerte mir dann, wieso hier nichts lief. Ich horchte, ob jemand vor der Tür war und dann verschwand ich schnell aus dem Klo.


Als ich wieder in Richtung meiner Arbeit lief, hörte ich den Klempner zu seinem Azubi sagen: "Geh ins obere Bad und fange mal an, das Klo und den Waschtisch zu demontieren." In dem Moment hatte ich ein extrem schlechtes Gewissen gegenüber dem armen Azubi, ließ mir jedoch nichts anmerken. Zurück bei meinen Leuten ging es weiter mit der Arbeit. Da wir an einem Anbau arbeiteten, sahen wir gut nach draußen und kaum war ich wieder da, kam der Wagen mit der Baustellentoilette. Tja, dachte ich mir, zehn Minuten zu spät. Den Klempner habe ich übrigens nicht mehr gesehen, da ich kurz darauf zu einer anderen Baustelle gefahren wurde. Aber nun zu der Schlusspointe der Geschichte: Zimmermann hat mich nie begeistert und nach weiterem Schnuppern habe ich eine Lehre als Sanitärmonteur begonnen und mit Bestnote abgeschlossen.

Beichthaus.com Beichte #00034315 vom 14.11.2014 um 04:46:37 Uhr (6 Kommentare).

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6902 Dreck unter den Fingernägeln

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Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit Zorn Partnerschaft

Dreck unter den Fingernägeln
Ich schäme mich für meinen Freund. Er ist Raucher und hat immer total schmutzige Fingernägel. Hinzu kommt, dass er sich aufgrund seiner Arbeit auch immer die Finger schmutzig macht. Das passiert bei meiner Arbeit zwar auch, aber ich schrubbe meine Hände vor Pausen und ehe ich nach Hause gehe immer sauber, während er seine so lässt. Selbst sein Frühstück verspeist er mit dem ganzen Dreck unter den Fingernägeln. Ich finde es eklig. Dauernd ermahne ich ihn, sich seine Fingernägel zu waschen. Ich weiß nicht, wie er es anstellt, selbst in seiner Freizeit sind sie immer schmutzig. Er sagt, das käme vom Tabak in seinen Taschen. Wenn ich ihn dann wie eine Mutter zum Händewaschen schicke, stelle ich mich manchmal auch daneben und kriege die Wut, wenn ich sehe, wie halbherzig er seine Hände wäscht. Er lernt einfach nicht daraus!

Ich hasse es und finde es auch mir gegenüber rücksichtslos, wenn er mich mit diesen Fingern streichelt. Es kam auch schon ein paar Mal vor, dass er mich mit diesen ekligen Nägeln gefingert hat, wenn ich nicht daran gedacht habe. Ich hatte auch schon öfters einen Pilz und bin mir sicher, dass seine unsauberen Hände nicht ganz unschuldig sind. Ich bin deshalb echt sauer auf ihn, denn er muss ja nicht den ganzen Tag mit juckendem Intimbereich auf der Arbeit rumlatschen. Er hingegen reagiert immer total genervt, wenn ich wie eine Mutter wieder damit anfange. Inzwischen nerve ich ihn wegen seiner schluderigen Hygiene beinahe mehrmals täglich, er lernt jedoch nicht daraus. Im Gegenteil, wenn ich ihn beim Hände waschen ermahne, er soll es doch mal bitte ordentlich machen, wird er noch pampig und sagt ich übertreibe. Ich beichte hiermit also, dass ich mich schäme und ekele wegen der rabenschwarzen Fingernägel meines Freundes. Dabei hat er eigentlich total schöne Hände.

Beichthaus.com Beichte #00034335 vom 17.11.2014 um 00:39:08 Uhr (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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6903 Die Suche nach dem Sinn des Lebens

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Verzweiflung

Ich (w/21) mache eine Ausbildung, habe einen Freund und bin an sich eigentlich ein sehr bodenständiger Mensch, der sein Leben gut im Griff hat - meistens. Ständig frage ich mich, was der Sinn meines Lebens ist. Ich meine, ich gehe arbeiten, um davon leben zu können, habe aber keine Zeit um mein Leben zu genießen, weil ich arbeiten muss. Wie bescheuert ist das bitte?! Ich frage mich die ganze Zeit, wofür ich hier bin. Den ganzen Tag arbeiten gehen, ab und zu ein paar Leute treffen, Sport machen. Das kann doch nicht alles sein, oder doch? Ich habe aber mittlerweile den Grund gefunden, aus dem ich hier bin. Ich muss dazu sagen, ich bin nicht gläubig.

Also habe ich nach einem erklärbaren Grund gesucht: Natürliche Auslese. Ich bin auf der Welt, um mich zu behaupten und somit dazu beizutragen, dass die menschliche Rasse sich weiterentwickelt. Schön und gut, aber die natürliche Ordnung ist vom Menschen mehr oder weniger außer Kraft gesetzt worden. Also was soll das? Ich kann nicht erklären, wieso ich mir darüber überhaupt Gedanken mache. Braucht man wirklich einen Sinn in seinem Leben? Aber ich habe ständig das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Dass mir Halt fehlt, den ich dringend brauche. Das Gefühl, dass nicht alles sinnlos ist. Aber ergibt es Sinn, überhaupt nach so etwas zu suchen? Was ist, wenn ich nichts finde?

Beichthaus.com Beichte #00038092 vom 18.04.2016 um 15:38:55 Uhr (22 Kommentare).

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6904 Ich hasse Kinder

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Hass Zorn Engherzigkeit Kinder

Ich (w/26) hasse Kinder! Mich macht es nicht fröhlich, wenn sie lachen sondern ich freue mich sogar wenn so ein Gör heult. Kinder nerven mich nur, weil sie sich immer auf einen drauf setzen, aus Spaß den Weg versperren, in den Haaren fummeln wollen oder nicht machen […]
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Beichthaus.com Beichte #00027521 vom 16.02.2010 um 20:46:39 Uhr (42 Kommentare).

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6905 Erfundene Freunde

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Verzweiflung Feigheit Falschheit Lügen Gesellschaft

Ich (m/24) möchte beichten, dass ich sämtliche Personen in meiner Umgebung regelmäßig anlüge. Angefangen hat das Ganze, als ich in die Pubertät kam. Da ich schon immer schüchtern war, habe ich in der neuen Schule nicht wirklich Freunde gefunden. Ich war jedoch kein klassisches "Opfer", da ich sehr groß und sportlich gebaut war. Jedenfalls haben meine Eltern sich immer mehr Sorgen gemacht und mich gedrängt, etwas mit meinen neuen Freunden zu unternehmen. Da sie wirklich traurig waren, habe ich mir dann unter anderem Freunde ausgedacht und habe mit diesen imaginären Freunden Silvester und Geburtstag gefeiert - in Wirklichkeit saß ich irgendwo alleine rum und habe die Zeit abgesessen. Für mein Studium musste ich dann umziehen, und auch hier hatte ich wieder Probleme, Anschluss zu finden. Die neuen Kommilitonen habe ich auch alle belogen. Natürlich kam dann auch mal das Thema Frauen auf, und mit wie vielen man schon geschlafen hätte. Ich bin bis heute Jungfrau und habe noch nie eine Frau geküsst, ich hatte noch nicht mal ein Date. Ich kann wenig bis überhaupt nicht mit Frauen reden, geschweige denn flirten. In der Schulzeit war mir das schon extrem peinlich und zum Beispiel meine kleine Schwester und mein Vater haben mich immer damit aufgezogen, dass ich schwul wäre und meine Mutter hat sich natürlich auch gewundert. Mir ist das Ganze unbeschreiblich peinlich und wenigstens vor ihnen wollte ich gut dastehen.


Ich glaube, dass ich mittlerweile unter einer sozialen Phobie leide, jedenfalls ist das Ganze nie aufgeflogen. Meinen Kollegen und meiner Familie habe ich dann Bilder von Frauen (meinen "Freundinnen") aus dem Internet gezeigt, um die Illusion aufrecht halten zu können. Mich zerfrisst das Ganze einfach, und wenn ich sehe, wie viele Freunde andere in meinem Alter haben, oder was für hübsche Freundinnen, würde ich mich am Liebsten vor die nächste Bahn schmeißen. Jeden Tag muss ich die Leute immer weiter belügen, damit das Ganze nicht auffliegt - von Leuten im Fitnesscenter bis hin zu meinen Großeltern. In Wirklichkeit gibt es keine einzige Person, mit der ich mal reden könnte oder die die Wahrheit kennt. Es tut mir wirklich leid, jedoch kann ich damit auch nicht einfach aufhören.

Beichthaus.com Beichte #00035268 vom 17.03.2015 um 18:20:44 Uhr (15 Kommentare).

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