3701 Was bei einem Bewerbungsgespräch alles schiefgehen kann

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Peinlichkeit Verzweiflung Peinlichkeit Angermünde

Ich hatte heute ein wichtiges Bewerbungsgespräch bei einer renommierten Firma. Pünktlich, wie ich nun mal bin, war ich bereits 15 Minuten vorher da und wurde von einer Sekretärin in den Besprechungsraum gerufen, mit der Aussage, der Chef würde in zehn Minuten nachkommen. Ich solle doch so lange warten. Dann habe ich mich schon einmal hingesetzt und habe es mir einigermaßen gemütlich gemacht. Wahrscheinlich habe ich mich etwas zu wohl gefühlt, denn in der Hoffnung, der Chef würde erst in zehn Minuten eintreffen, ließ ich genüsslich einen fahren. Es war bestialisch. Zu meinem Glück brauchte der Chef, statt den angekündigten zehn Minuten nur zwei, weshalb der Raum bei seinem Eintreffen noch immer vollkommen abartig roch. Das bemerkte auch er sehr schnell, sparte sich aber einen Kommentar, sondern machte nur alle Fenster auf. Das Gespräch verlief dann recht gut, doch ich war am Schwitzen wie ein Schwein, weshalb mein weißes Hemd klatschnass an meiner Haut klebte. Ich hätte im Boden versinken können.


Doch das sollte noch nicht genug sein. Nach dem kurzen Gespräch machte ich mich wieder auf den Weg und setzte mich in mein Auto. Doch als ich grade losfahren wollte, gab mein Auto den Geist auf und ich blieb mitten auf dem Firmenparkplatz liegen. Super. Da viele Büroräume mit Fenstern Richtung Parkplatz ausgestattet waren, sah ich mich von einigen Augenpaaren beäugt, die sich ein mitleidiges Lächeln nicht verkneifen konnten. Ich wartete geschlagene anderthalb Stunden auf einen gewissen Pannenhelfer mit einem gelben Auto. Dass dieser erst mal zu einer komplett falschen Adresse in einem anderen Ort gefahren war, passte ja zu meinem Glückstag. Meine Aufenthaltsadresse konnte in seinem Navigationssystem nicht gefunden werden, weshalb ich 800 Meter zur nächsten Kreuzung laufen durfte, um dort eine Adresse abzulesen. Das Ende vom Lied war, dass ich vor allen Augen - mit klatschnassem Hemd - vom Parkplatz abgeschleppt und mit mitleidigen Winken verabschiedet wurde, nachdem ich anderthalb Stunden verloren auf dem Parkplatz gewartet hatte. Jetzt mache Ich mir erstmal ein Bierchen auf. Oder 12.

Beichthaus.com Beichte #00035533 vom 22.04.2015 um 20:54:39 Uhr in Angermünde (11 Kommentare).

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3702 Alte Leute am Bahnhof

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Hass Zorn Engherzigkeit Bahn & Co. 50+

Alte Leute am Bahnhof
Wenn ich aus meinem Zug aussteige, kommt es oft vor, dass alte Menschen - sorry, ist echt so - sich das Recht nehmen, als Erste auszusteigen, als Erste die Rolltreppe zu benutzen usw. Das hatte vor kurzer Zeit zur Folge, dass ich meinen Bus verpasst habe. Zehn Minuten […]
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Beichthaus.com Beichte #00023211 vom 30.11.2007 um 07:28:09 Uhr (26 Kommentare).

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“Beichte

3703 Die Tampons der Handtaschen-Tussis

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Aggression Hass Arbeit Shopping

Ich bin Student und in meinem letzten Mastersemester. Als Nebenjob arbeite ich seit Beginn meines Studiums in einer bekannten Supermarktkette und der Job macht mir wirklich Spaß. Hin und wieder angenehm mit jemandem plaudern und ja, es ist auch eine Möglichkeit nette […]
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Beichthaus.com Beichte #00033156 vom 28.04.2014 um 21:17:11 Uhr (8 Kommentare).

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3704 Mein verwöhnter kleiner Bruder

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Engherzigkeit Familie Kinder

Ich bin knapp 20 und mein kleiner Bruder ist 10. Ich habe noch eine zwei Jahre ältere Schwester, die eine eigene Wohnung hat. Ich studiere und wohne noch zu Hause. Meine Schwester und ich wurden selbstständig erzogen, haben unsere Zimmer selber aufgeräumt, sind morgens aufgestanden und haben uns gewaschen, Zähne geputzt und so weiter. Mein Bruder wird von meiner Mutter dagegen total unselbstständig erzogen. Sie räumt ihm immer mal wieder Sachen im Zimmer auf. Er ist ein ganz Lieber, aber halt ziemlich schusselig und vergisst so etwas einfach. Dann vergisst er mit seinen zehn Jahren morgens öfter, sich zu waschen oder die Zähne zu putzen. Unsere Mutter erinnert ihn mit einer Engelsgeduld daran, aber es bringt nichts, denn wenn sie alles erledigt, wird er nicht selbstständiger! Sie packt ihm abends den Ranzen, sie weckt ihn jeden Morgen, obwohl er einen Kinderwecker hat. Uns Mädchen wurde gesagt, dass wir uns den Wecker stellen sollen, was wir auch gemacht haben. Am Anfang hat meine Mutter uns auch noch den Ranzen mitgepackt beziehungsweise kontrolliert - das Ziel war aber, dass wir ihn selbstständig packen können. Auch unser Bett sollten wir mit zehn Jahren selber machen und machten es. Meinem Bruder wird es gemacht.

Weder ich, noch meine Schwester, sind irgendwie eifersüchtig, denn sie tut ihm ja nichts Gutes. Meine Beichte: Vor ein paar Monaten - mein Bruder war in der 4. Klasse, jetzt kommt er in die 5. Klasse Gesamtschule - waren meine Eltern unter der Woche über Nacht weg. Mir wurde aufgetragen, auf meinen Bruder aufzupassen, ihn zu wecken, seinen Ranzen zu packen und darauf zu achten, dass er sich morgens wäscht und die Zähne putzt. Ich sagte ihm genau einmal, dass er jetzt bitte seinen Wecker stellt. Da saß er auf dem Bett und der Wecker war genau neben ihm. Er sagte: "Ja, mache ich." Dann legte ich ihm den Stundenplan hin und sagte ihm, dass er danach dann bitte für morgen seinen Ranzen packt. Wenn er nicht weiß, wo irgendwas ist oder Hilfe braucht, kann er gerne fragen. Ans Waschen oder Zähneputzen zu erinnern, dazu weigerte ich mich.

Am nächsten Morgen stand plötzlich Max, mein kleiner Bruder, ganz verschlafen vor mir. Es war kurz nach acht Uhr. Wecker hatte er nicht gestellt. Ranzen hatte er nicht gepackt. Er hatte das beim Spielen ganz vergessen. Pech, er sollte es direkt machen. Dann sagte ich ihm, dass er sich jetzt bitte fertigmacht und dann zur Schule geht. Die Schule ist übrigens 300 Meter entfernt, aber trotzdem bringt ihn meine Mutter immer hin. Letzten Endes hatte sich Max nicht gewaschen und sich einfach nur seine Hose und ein T-Shirt angezogen. Er hat nicht mal die Unterwäsche gewechselt! Meine Mutter war sauer auf mich. Ich habe ihr gesagt, was ich denke - dass Max noch mit 20 unselbstständig an ihrem Rockzipfel hängen wird, wenn sie so weitermacht. Ihn mal "ins offene Messer laufen zu lassen", das tat ihm vielleicht mal ganz gut. Mal abwarten. Aber wie ich meine Mutter kenne, wird sie weitermachen wie zuvor. Und leider liegt es einfach nur am Geschlecht. Wäre Max ein Mädchen, würde ihm nicht so viel hinterhergeräumt.

Beichthaus.com Beichte #00033788 vom 19.08.2014 um 18:08:35 Uhr (14 Kommentare).

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“Folge

3705 Lösungsschlüssel für die Multiple-Choice-Tests

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Betrug Falschheit Schule

Ich möchte beichten, dass ich bei einigen Prüfungen geschummelt habe. Im Rahmen einer Fortbildung für die Arbeit und für die nächsthöhere Stufe musste ich fünf theoretische Prüfungen ablegen. Ich muss dazu sagen, dass ich große Prüfungsangst habe. Also habe ich für die erste Prüfung gelernt und sie auch gut abgeschlossen. Fehler wurden mit mir durchgesprochen. Nun muss man dazu sagen, dass es Multiple-Choice-Tests sind, und mir bekannt war, dass es für alle Prüfungen nur einen Schlüssel gibt. Anhand meiner ersten Prüfung habe ich also einfach die Buchstaben der Antwortmöglichkeiten auswendig gelernt und alle weiteren mit null Fehlern bestanden. Wahrscheinlich wäre es leichter gewesen, einfach zu lernen, statt sich knapp 50 Buchstaben in Reihenfolge zu merken. Aber wie gesagt habe ich Prüfungsangst und keine Lust auf Überraschungen. Leidtut es mir nicht wirklich, weil ich bei jeder Prüfung ja nach knapp fünf Minuten fertig war und noch ungefähr eine Stunde grübelnd da sitzen musste, damit es nicht auffällt. Lernerfolg war also da, weil ich mir die richtigen Antworten so eingeprägt habe. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00034420 vom 26.11.2014 um 19:21:21 Uhr (6 Kommentare).

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