23811 Studieren statt arbeiten: Papa zahlt

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Neid Hass Studentenleben Gummersbach

Ich (m/26) führe eigentlich ein glückliches Leben. Ich wohne mit meiner Freundin zusammen, habe eine Ausbildung abgeschlossen und befinde mich in den Entzügen meines Studiums und komme soweit auch eigentlich klar, auch wenn es finanziell öfters mal mehr als knapp […]
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Beichthaus.com Beichte #00041724 vom 22.01.2019 um 14:57:07 Uhr in Gummersbach (20 Kommentare).

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23812 Kein Retter in der Not

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Engherzigkeit Tiere Urlaub Bukarest

Ich (m/23) war diesen Sommer zwei Monate mit der Bahn in Osteuropa unterwegs. Nebst der wunderschönen Natur und all den liebevollen Menschen, die ich auf meiner Reise getroffen habe, bin ich auch Zeuge darüber geworden, wie der Großteil der Menschen mit Mutter Erde umgeht. In den Bergen von Transsylvanien sah ich an den unmöglichsten Orten Unmengen an Müll und in den meisten Ländern traf ich immer wieder auf verwahrloste Hunde oder Katzen.
Meine Beichte, die mein Gewissen grauenhaft plagt und mir immer wieder Träume beschert, ist folgende:
Da sich mein Zug von Sofia nach Bukarest ziemlich verspätet hatte, zog sich die gesamte Heimfahrt, inklusive Zwischenaufenthalte, in die Länge. "Na gut", dachte ich, "mehr Zeit, um Städte zu erleben, die ich eigentlich schon besucht habe." Nach einer Tour zu meinem zuvor bezogenen Hostel, in dem ich mein Handy vergessen hatte, blieben mir noch zwei Stunden Aufenthalt, bis der Zug abfahren würde. Ich schaute kurz in mein Portemonnaie. Kontostand: 10 Euro und ein paar rumänische Lei, die genau für eine Flasche Wasser und einen Kaffee reichen sollten.
Auf der Südseite des Bahnhofs hatte ich eine kleine Bar gesehen, die fast komplett leer war. Ich suchte mir einen Tisch aus und bestellte bei der Kellnerin einen Kaffee. Nachdem ich den 30-Kilo-Rucksack hingelegt hatte, setzte ich mich auf den Stuhl und spürte zugleich, dass ich auf etwas Weiches getreten war. Neugierig schaute ich unter den Tisch und mir schossen Tränen in die Augen. Da lag ein winziger, kranker Welpe, der so erschöpft war, dass er nicht einmal einen Laut von sich geben konnte. Ich streichelte ihn und entschuldigte mich.
Für die nächsten 20 Minuten war ich nicht mehr ansprechbar. Ich war felsenfest davon überzeugt, dieses Tier mit nach Hause zu nehmen. Nach weiteren Überlegungen führten mich die erlebten Pass- und Gepäckkontrollen durch unfreundliche Grenzpolizisten und der Fakt, dass eine meiner Mitbewohnerinnen Tierhaarallergikerin ist, zum schmerzhaften Entschluss, das Tier seinem Schicksal zu überlassen. Ich bezahlte den Kaffee und machte mich schweren Herzens auf den Weg Richtung Heimat. Ich bereue diesen Entscheid nicht, da die von Bukarest aus ungefähr 45-stündige Heimreise mit dem Welpen praktisch unmöglich gewesen wäre, ohne dass ihn irgendjemand bemerkt hätte. Was aber keine Entschuldigung sein soll, denn mein Handeln war nicht korrekt und ich bitte um Vergebung dafür. Das ganze Jahr durch esse ich kein Fleisch, um unnötiges Leid zu verringern, und wenn es einmal wirklich drauf ankommt, aktiv etwas zu tun, ziehe ich den Schwanz ein. Ich hoffe von tiefstem Herzen, dass dieses Tier es auf irgendeine Weise geschafft hat, sich aufzurappeln und es aus dieser grauenhaften Stadt heraus schaffte.

Beichthaus.com Beichte #00030347 vom 16.10.2012 um 15:19:07 Uhr in Bukarest (Rumänien) (32 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

23813 Eine Bombe in der U-Bahn

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Dummheit Waghalsigkeit Urlaub Boshaftigkeit London

Als Austauschschüler war ich für drei Monate in London, das war in einer Zeit als die IRA noch für Angst und Bombenattentate in England sorgte. Als mein Kumpel und ich nach der Schule noch etwas in die City wollten, fanden wir auf dem Weg zur U-Bahn eine alte Sporttasche, die leer war. Da kam uns spontan eine Idee. Wir füllten die Tasche mit irgendwelchem Zeugs und gingen in die Underground, wo wir auf den einfahrenden Zug warteten. Der kam irgendwann und die Passagiere stiegen ein. Kurz bevor die U-Bahn in den Tunnel brauste, rannten wir zu der sich langsam verschließenden Tür und warfen die Tasche in hohem Bogen ins Abteil. Natürlich rechneten die Passagiere mit dem Schlimmsten und glaubten eine Bombe stecke in der Tasche - man wird ja in London oft genug vor alleinstehenden Gepäckstücken gewarnt.

Die Reaktionen der Leute war die Aktion wert: der Schrecken stand ihnen in ihre panischen Gesichter geschrieben, sie sprangen durcheinander, schrien, einige hämmerten an die Glasfenster. Mein Kumpel und ich lachten uns auf dem Bahnsteig schief und winkten dem abfahrenden Zug noch hinterher. Aber, plötzlich kamen aber ein paar uniformierte Mitarbeiter angerannt und wir mussten die U-Bahn fluchtartig verlassen. Sie rannten uns zwar hinterher, holten uns aber nicht mehr ein. Der einzige Nachteil der Sache war, dass wir diese U-Bahn Station fortan nicht mehr nutzen konnten, da wir fürchteten, die Mitarbeiter würden uns wieder erkennen. Ach, was haben wir gelacht.

Beichthaus.com Beichte #00024317 vom 25.07.2008 um 15:33:27 Uhr in London (18 Kommentare).

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23814 Affäre mit verheiratetem Mann

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Ehebruch Verzweiflung Begehrlichkeit Waldkappel

Ich bin vor gut einem halben Jahr in ein anderes Land gezogen und bin hier mehr als glücklich. Dennoch geht mir eine Sache nicht aus dem Kopf. Ich (w/20) bin in einem eher kleinen Nest aufgewachsen und das Dorf in dem ich die meiste Zeit meines Lebens verbrachte, hat nur knapp 200 Einwohner. Heißt also, jeder kennt jeden und genügend Dorfklatsch gibt es auch. Vor einigen Jahren hat sich in unserem Dorf eine Art Freizeit Fußballverein gegründet und da ich immer schon gerne Fußball gespielt habe, nahm mich mein Vater eines Tages mit zum kicken. Es dauerte nicht lange und auch ich bin in diesen Verein eingetreten. Dazu ist wichtig zu erwähnen, dass in diesem Verein ausschließlich männliche Mitglieder (außer mir) sind. Mit einem von ihnen verstand ich mich von Anfang an recht gut und wir alberten andauernd rum. Er war 23 Jahre älter als ich, verheiratet und hat ein Kind. Schnell sickerte durch, dass auch in seiner Ehe nicht alles Gold ist was glänzt und er suchte so oft wie möglich einen Ausweg aus dem tristen Ehemann da sein und immer wieder verabredeten sich einige der Jungs zum kicken, meist war auch ich mit dabei. Wir alberten mehr rum und langsam hatte ich das Gefühl mich zu ihm hingezogen zu fühlen. Ich dachte mir aber: "Nein, das darfst du nicht, das kann nicht sein!" und verwarf den Gedanken schnell wieder. Als wir dann mit dem Verein den Geburtstag meines Vaters feierten, kam es wie es kommen musste. Wir (er und ich) hatten zusammen gerade die dritte Flasche Wein entkorkt, als ich schnell in Richtung Wäscheraum verschwand um mein Oberteil zu wechseln (es war Winter und wir hatten den Kamin angefeuert, mir war es einfach zu warm geworden in meinem Pulli), als er auf einmal vor mir stand. Er nahm mich in den Arm, schließlich küsste er mich. Ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte, genoss es aber schließlich. Für mich war es in diesem Moment wie ein Abenteuer, das Verbotene zu tun und der Nervenkitzel eventuell erwischt zu werden waren einfach unwiderstehlich und dazu noch er. Recht schnell löste ich mich aber wieder aus seiner Umarmung und ging zurück zu den restlichen Gästen. Ich wusste danach einfach nicht wo mir der Kopf steht und wie ich damit umgehen sollte, also bin ich noch einmal von der lärmenden Partymeute verschwunden um ein Glas Wasser zu trinken. Wieder stand er vor mir, diesmal wollte er wissen, ob ich sauer auf ihn sei. Ich antwortete, dass ich es nicht sei. Ich war ja auch nicht sauer auf ihn, ich wusste einfach nur nicht damit umzugehen. Ich war gerade vor ein paar Monaten 18 geworden.



Bald darauf folgte Karneval und wir wanderten mit unserer kleinen Dorfgemeinschaft zusammen zum Alljährlichen Karnevalsumzug, bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nichts mehr von ihm gehört, was mich umso mehr verunsicherte. An diesem Tag traf ich ihn aber wieder, mit seiner Frau und seinem Sohn. Sein Sohn mit dem ich mich immer sehr gut verstanden hatte, begrüßt mich wie immer fröhlich mit den neusten Geschichten. Seine Frau, von der ich wusste, dass sie mich auf den Tod nicht ausstehen kann, wurde ich mit bösen Blicken empfangen. Ich hatte an diesem Tag nicht die Gelegenheit mit ihm zu sprechen, konnte dennoch einige spitze Bemerkungen fallen lassen, denn ich war irgendwie schon gekränkt, dass er nicht den Schneid hatte, die ganze Situation aufzuklären. Bald darauf zog ich bei meinen Eltern aus, wir waren durch den Fußball wieder in ärgerem Kontakt und eines Tages stand er bei mir vor der Tür. Diesmal kamen wir uns wieder näher, aber es blieb beim "Vorspiel". Danach kam er regelmäßig vorbei, jedes Mal beließen wir es dabei, keinen Sex zu haben und obwohl ich sehr gerne wollte, respektierte ich seine Entscheidung, dass er das aufgrund seiner Familie nicht könnte. Ich wurde immer mehr gefrustet, denn zu einer "Aussprache" war es immer noch nicht gekommen. Ich fühlte mich immer mehr zu ihm hingezogen und hatte mich wahrscheinlich auch ein wenig verliebt. Irgendwann war ich so verzweifelt, dass ich mich meiner besten Freundin anvertraute. Die Treffen fanden weiter regelmäßig statt, dennoch konnte ich einfach nicht mit ihm reden, was ich fühlte, was er fühlte oder was das zwischen uns war, habe ich nie heraus gefunden. Schließlich zog ich für ein halbes Jahr in eine andere Stadt, er ging mir nicht aus dem Kopf und doch wusste ich, das war es, er war immer unerreichbar für dich und er würde niemals seine Familie für mich verlassen. Ich kehrte also nach einem halben Jahr wieder in meine Heimat Gemeinde zurück und mied jeglichen Kontakt oder jegliche Plätze an denen ich ihn hätte treffen können. Im Dorf hatten sich eh schon genügend Gerüchte breit gemacht und das letzte was ich wollte, war seine Familie zu zerstören. Nachdem ich wieder einige Monate bei meinen Eltern gewohnt hatte, stand fest, dass ich ins Ausland gehen würde und recht passend fand kurz vor meiner Abreise ein Polterabend im Dorf statt. Ich traf ihn wieder und all die Gefühle, die ich versucht hatte zu verdrängen kamen wieder hoch. Schnell machte sich auch die Nachricht breit, dass ich bald in die große weite Welt ziehen würde und er suchte das Gespräch mit mir. Schließlich trafen wir uns am nächsten Abend, ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, dass er kommen würde, doch er war da. Es folgte das übliche und schließlich kam es endlich zur lang ersehnten Aussprache. Ich fühlte mich danach so befreit und heute bin ich mir im Klaren darüber, dass ich ihm einfach verfallen bin und nichts dagegen tun konnte. Ich brauchte dieses Abenteuer und ich genoss das Gefühl begehrt zu werden und ja, vielleicht war ich auch verliebt. Aber mittlerweile weiß ich, und dazu brauchte ich einige Zeit und schlaflose Nächte, dass ich so sehr ich mich in diesen Traum verlebt hatte, niemals eine Zukunft mit diesem Mann gehabt hätte.


In ein paar Monaten werde ich wieder nach hause fliegen und vielleicht werde ich auf ihn treffen und ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht weiß, ob ich ihm widerstehen könnte, falls er mir nicht widerstehen kann. Diese Geschichte ist bisher ein gut gehütetes Geheimnis gewesen. Ich hatte über 2 Jahre eine Affäre mit einem verheirateten Mann und ich weiß, dass ich nur den Mund aufmachen müsste um sein Leben zu zerstören, denn man würde mir ohne weiteres glauben. Das ich alleine mit diesem Gedanken spiele, tut mir Leid, denn im Endeffekt ging es von uns Beiden aus. Trotzdem ist dieser Gedanke manchmal da. Die ganze Sache tut mir nicht Leid und ich kann ihn sehr gut verstehen. Er hat vor einigen Jahren einen Drachen geheiratet und aus dessen Fängen kommt er nicht mehr raus.

Beichthaus.com Beichte #00029606 vom 09.12.2011 um 16:37:08 Uhr in Waldkappel (12 Kommentare).

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“35.000

“Folge

23815 Das Leben als Arbeitsloser ist toll!

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Faulheit Morallosigkeit Gesellschaft

Ich bin seit fast drei Jahren arbeitslos. Und mir gefällt es total. Ich kann tun und lassen was ich will und kann auch morgens aufstehen, wann ich möchte. Mit der Kohle komme ich auch gut zurecht. Während andere sich in der Woche krumm buckeln müssen, schlafe ich meinen Rausch aus und gammele den ganzen Tag. Das ist Dauerurlaub auf Staates Kosten. Lange so leben möchte ich aber nicht. Ich bin 32 und irgendwann will ich auch wieder arbeiten gehen.

Beichthaus.com Beichte #00039440 vom 07.03.2017 um 11:22:08 Uhr (19 Kommentare).

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