Nettes Taschengeld von den Mitschülern

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Diebstahl Habgier Schamlosigkeit Stolz Schule

Ich möchte beichten, dass ich damals in der 9. und 10. Klasse immer mitten im Unterricht rausgegangen bin, um mich mit einem Kumpel aus der Parallelklasse vor der Sporthalle zu treffen. Wir sagten einfach beide zur gleichen Uhrzeit in der jeweiligen Klasse, dass wir aufs Klo mussten. Nun hatten wir knappe 10 Minuten Zeit gewonnen. Wir trafen uns also vor der Turnhalle, gingen hinein und durchstöberten alle Umkleidekabinen nach allem was kostbar war. Wir entwendeten jede Menge Bargeld, aber auch iPods, Handys usw.. Es war einfach klasse damals. Knappe 100 Euro pro Woche sind viel Geld für einen 16-jährigen, wir wussten eine Zeit lang sogar nicht mal mehr wohin mit dem ganzen Geld. Jedenfalls wurden wir nie erwischt. Meine eigentliche Beichte beginnt allerdings erst jetzt: Inzwischen bin ich 23 Jahre alt und Administrator (einer von sieben) einer 4.000-Mann-starken Firma. Dennoch treffe ich mich immer noch ab und zu mit meinem damaligen Schulfreund um heimlich während des Sportunterrichts die Umkleidekabinen unsicher zu machen. Ich verdiene zwar inzwischen genug Geld und die 50 Euro reißen es dann wirklich auch nicht mehr raus, aber irgendwie gibt uns das den Kick. Allerdings muss ich zugeben, dass wir es längst nicht mehr so regelmäßig tun wie früher, höchsten einmal im Halbjahr.

Beichthaus.com Beichte #00029573 vom 29.11.2011 um 17:25:06 Uhr (18 Kommentare).

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WLAN-Namen-Krieg mit dem Nachbarn

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Zwietracht Nachbarn Internet

WLAN-Namen-Krieg mit dem Nachbarn
Ich führte mit einem Nachbarn einen ziemlich schmutzigen Krieg. Das Kuriose ist aber, dass mein Nachbar lange Zeit nicht wusste, wer ich bin. Eines Abends war mir langweilig und ich änderte den Namen meines WLANs um in "VerpissDichAlterSack". Das war keine Nachricht an jemand Bestimmtes. Da die meisten meiner Nachbarn sowieso alte Greise sind, dachte ich mir, irgendjemanden damit zu provozieren. Tage später suchte ich wieder nach Netzwerken und fand prompt "LassUnsPruegeln". Zum Schreien komisch, dass jemand darauf einging. Mein Konter ließ nicht lange auf sich warten mit "SchauWeiterTatort". Danach sind mehrere Wochen ohne Antwort vergangen, bis ich Folgendes las: "DeineMutterIstBillig". Da ich von einer Nachbarin genau wusste, wer für mehrere Wochen nicht zu Hause war, wurde ich persönlicher. Nun kannte ich meinen Widersacher!

Die WLAN-Namen wurden immer ausgefallener und beleidigender, was meinen Nachbarn ziemlich verärgerte. Er hat sogar an der Pinnwand am Hauseingang schriftlich mit Konsequenzen gedroht, wenn es so weiter geht. Als Antwort nannte ich mein WLAN in "MirDochEgal" um. Ab hier kehrte Ruhe ein. Sehnsüchtig erwartete ich eine Antwort, aber es kam nichts. Mit der Zeit dachte ich, der Krieg sei zu Ende und ich wäre der Sieger. Falsch gedacht. Es klingelte an der Tür. Ich öffnete diese und fand meinen Drahtlos-Feind. Scheinbar hat er alle Wohnungstüre abgeklappert, um zu wissen, wo das Signal am Stärksten war. Warum ist er nicht früher darauf gekommen? Jedenfalls wurde mein Nachbar ziemlich ausfallend. So alt war er nicht, vermutlich um die 40. Wutentbrannt drohte er mit der Polizei, wenn noch einmal so eine Provokation kommt. Die eigentlich schlimmen WLAN-Namen habe ich hier in der Beichte nicht aufgeführt, da diese wirklich unter die Gürtellinie gingen. Jetzt im Nachhinein ging ich vielleicht wirklich ein Schritt zu weit. Bestimmt hat der eine oder andere Nachbar die WLAN-Namen auch lesen müssen. Bitte verzeiht mir, denn es war nur als kleiner Spaß gedacht.

Beichthaus.com Beichte #00038648 vom 21.08.2016 um 23:14:21 Uhr (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Bier vor dem TV

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Peinlichkeit Ekel

Ich (w) habe mich am Montagabend auf die Couch gesetzt und TV geschaut, dabei habe ich ein Bier getrunken. Als ich gerade die Flasche an den Mund führte und ein bisschen in den Mund fließen ließ, habe ich gemerkt, dass ich husten musste. Das Problem war aber, dass ich ja noch Bier im Mund hatte. Und ich konnte nicht schlucken, da ich husten musste. Also habe ich peinlicherweise alles ausgehustet. Das Bier ist bestimmt zwei Meter weit gespritzt. Alles war voller Bier. Ich schäme mich für meine eigene Dummheit.

Beichthaus.com Beichte #00035516 vom 21.04.2015 um 13:19:38 Uhr (9 Kommentare).

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Das kalte Deutschland

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Vorurteile Engherzigkeit Falschheit Gesellschaft

Ich (w/22) studiere und leite parallel ehrenamtliche Seminare, in denen es um Rassismus und Critical Whiteness geht. Ich diskutiere gern über Themen wie Asylpolitik, Gender und eben Rassismus und vertrete dann immer eine linke Position, von der ich auch sehr überzeugt bin. In letzter Zeit hege ich allerdings widersprüchliche Gedanken. Denn ich bin vor einem Jahr aus dem Süden Deutschlands in den Norden gezogen. Vorher war ich für ein Jahr im Ausland und kam dann zurück ins kalte Deutschland und dann auch noch in den Norden. Seit ich hier wohne, merke ich, wie ich zunehmend Vorurteile gegenüber den Norddeutschen aufbaue. Ich habe ständig das Gefühl, dass die Leute sich zwar gegenseitig anstarren, aber man grüßt sich nicht, selbst wenn man seit einem Jahr in den gleichen Seminaren sitzt. Die meisten Leute sind extrem reserviert und reden so gut wie gar nicht mit Fremden. Ich interpretiere das als Ängstlichkeit - niemand will auffallen. Selbst wenn DozentInnen Fragen an die Gruppe stellen, zum Beispiel "Wollt ihr jetzt eine Pause machen?", herrscht einfach nur Schweigen. Ich bin nicht selten die Einzige, die antwortet. Inzwischen ist es mir auch egal, dass ich so über das "Schicksal" der ganzen Gruppe entscheide. Selbst Schuld, wenn sie ihren Mund nicht aufmachen!


Außerdem suchen sich die meisten ihre FreundInnen anscheinend im ersten Semester und bleiben dann auch immer nur in der anfänglichen Konstellation ohne Interesse an einer freundlichen Unterhaltung mit jemand anderem zu zeigen. Teilweise habe ich mich leider auch schon angepasst und laufe inzwischen ebenfalls mit gesenktem Blick an Leuten vorbei, die im gleichen Kurs mit mir sind, weil ich weiß, dass sie eh nicht auf die Idee kommen, Hallo zu sagen. Es macht keinen Spaß, immer zu grüßen und freundlich zu sein und nur einen leeren Blick zur Antwort zu bekommen. Natürlich kenne ich auch einige Leute besser und habe hier Freunde. Im Grunde sind die Menschen ja überall auf der Welt gleich. Aber diese merkwürdige Stimmung zwischen Fremden hier geht mir auf den Geist und führt dazu, dass ich mich inzwischen lieber mit Leuten anfreunde, die aus dem Ausland oder aus anderen Teilen Deutschlands kommen. Ja, ich habe Vorurteile gegenüber Norddeutschen und bin deswegen öfter mal genervt. Ich hoffe, das ist nur eine Art Kulturschock, der wieder vergeht. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00032327 vom 01.12.2013 um 15:04:56 Uhr (44 Kommentare).

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“Beichte

Kinderspiele an den Gleisen

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Ekel Unreinlichkeit Stolz Kinder Bahn & Co.

Meine Freunde und ich haben als Kinder öfters in der Nähe von Schienen gespielt, auch wenn es dumm und gefährlich war. Jedenfalls musste einer von uns heftig kacken, wir kamen auf die Idee, einfach mal so richtig genüsslich im Busch auf den Boden zu kacken und die Scheiße dann mit dem Stock aufzugabeln und auf die Schienen zu legen. Dann haben wir gewartet, bis ein Zug kam und mit voll Speed über die Scheiße gefahren ist. Wir haben uns tierisch gefreut, als wir ankamen und die ganze Scheiße in alle Richtungen spritzte.


Wenn ich bedenke, was wäre, wenn der Zug dann zufällig am selben Tag zur Inspektion musste und die Mitarbeiter unten kontrolliert haben: "Wieso stinkt das Drehgestell so nach Scheiße?!" Ich lache mir heute noch einen ab! Heute, in meinem Alter, würde ich es nicht noch einmal machen, aber wenn ich in der Zeit zurückreisen könnte und wieder so jung sein könnte und mit meinen Freunden spielen, dann würde ich wieder Scheiße auf die Schienen legen.

Beichthaus.com Beichte #00037176 vom 07.12.2015 um 14:52:23 Uhr (13 Kommentare).

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