Komplikationen in der Friendzone

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Selbstsucht Fremdgehen Engherzigkeit

Vor etwa zwei Jahren habe ich einen anderen Menschen sehr verletzt. Mein bester Freund war ewig in mich verliebt und nach einigen Monaten bemerkte ich, dass ich doch tatsächlich auch Gefühle für ihn hegte. Natürlich musste ich das erst realisieren, als er bereits vergeben war. Schließlich wurde es immer unerträglicher für mich und ich gestand ihm meine Gefühle. Zunächst war er verwirrt, überlegte sogar mit seiner Freundin für mich Schluss zu machen, doch ich überzeugte ihn vom Gegenteil, da ich dies mit meinem Gewissen nicht vereinbaren konnte. Doch eines Abends, als wir gemeinsam auf einer Party waren und der Alkohol reichlich geflossen war, da passierte es einfach. Wir küssten uns. Zu dieser Zeit war mir seine Freundin völlig egal, wie sie sich fühlen würde, wenn dies herauskam, wie es ihr ergehen würde. Es interessierte mich einfach nicht. Mir war nur mein eigenes Wohl wichtig.


Als mein bester Freund es ihr schließlich beichtete und er die Beziehung beendete, wollte er jedoch auch von mir nichts mehr wissen und brach mir das Herz. Seine Freundin? Sie war voller Hass und schrieb mir eine Nachricht, in der sie mir wünschte, irgendwann einmal genauso verletzt zu werden wie sie. Nun ja, eigentlich dachte ich, dass ein "gebrochenes Herz" durch meinen besten Freund genug Strafe gewesen sei. Doch heute, zwei Jahre später wurde ich ebenso verletzt, noch viel mehr als damals und ich bekomme das Gefühl nicht los, immer noch dafür bestraft zu werden, dass ich dem Mädchen damals so sehr wehgetan habe. Ich bereue aufrichtig was ich ihr angetan habe. Nicht nur weil ich Angst habe noch einmal so verletzt zu werden, sondern weil ich nun verstehen kann, wie sie sich gefühlt hat und wie elend ihr war. Und dies tut mir aufrichtig und unendlich leid. Ich wünschte, ich könnte es rückgängig machen. Oft schon habe ich überlegt, ihr eine Nachricht zu schreiben, mich bei ihr zu entschuldigen, jedoch bringe ich einfach nicht den Mut dafür auf, zumal ich mir sicher bin, dass sie mich nach wie vor tief und aufrichtig hasst. Trotzdem hoffe ich, dass mir das irgendwann vergeben wird, da ich es wirklich aus tiefstem Herzen bereue.

Beichthaus.com Beichte #00035567 vom 26.04.2015 um 23:23:24 Uhr (10 Kommentare).

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Fensterplatz

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Boshaftigkeit Hochmut Bahn & Co. Bochum

Vor einiger Zeit habe ich (w) mir aus reiner Langeweile im Bus folgenden Spaß erlaubt: Ich setzte mich beabsichtigt auf den Platz neben einer Person, die am Fenster saß. So konnte die Person nicht aussteigen, solange ich sie nicht an mir vorbei lasse. Und so kam es dann auch - an der Wunschhaltestelle meines Sitznachbarn fragt dieser mich ganz freundlich "Kann ich mal bitte vorbei?". Ich schaute ihn an, lächelte, und sagte "Nein!". Der Kerl hat zu meiner Verwunderung nur "okay" gesagt, und es sich wieder gemütlich auf seinem Platz gemacht. Innerlich fand ich das ziemlich witzig. Seitdem wiederhole ich den Vorgang das ein oder andere Mal, allerdings werden manche Sitznachbarn dabei ziemlich zickig, überwiegend allerdings die Mädels.

Beichthaus.com Beichte #00028798 vom 03.04.2011 um 13:32:07 Uhr in 44787 Bochum (Kortumstraße) (34 Kommentare).

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“Folge

Ist meine Kollegin eine Antisemitin?

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Zorn Dummheit Vorurteile Kollegen

Vor einiger Zeit gab es eine Situation auf der Arbeit, in der ich (w/25), gerne meine Meinung gesagt hätte, aber still blieb, um Ärger zu vermeiden. Meine Arbeitskolleginnen diskutierten über PEGIDA, Nazis, usw. Irgendwie kamen sie dann auf das Thema Zweiter Weltkrieg, Hitler und die Rolle der Deutschen allgemein. Eine Kollegin, die schon etwas älter (Mitte 50) ist, meinte: "Woher weiß man denn, dass man uns die Wahrheit erzählt? In den Geschichtsbüchern steht doch nicht die Wahrheit. Mein Bruder hat auch Bücher über den Krieg und die sind verboten! Fragt euch mal warum." Sie sagte dann, dass man immer beide Seiten einer Geschichte sehen muss. Die anderen hörten ihr total interessiert zu. Zudem sagte sie, sie findet es schade, dass man die verbotenen Zeichen von damals nicht mehr benutzen darf, da diese hoch energetisch sind. Ich wäre am liebsten aus dem Zimmer gelaufen.


Ich habe mich in den vier Jahren seit ich dort arbeite immer sehr gut mit dieser Kollegin verstanden, sie ist eher spirituell drauf und schwört auf Naturheilkunde. Sie ist auch nicht rassistisch und versteht sich mit allen Mitarbeitern. Zudem ist sie sehr schlau und hat diverse Fortbildungen. Ich hätte solche Aussagen von ihr und die Zustimmung der anderen fünf Leute in unserer Abteilung nie erwartet. Obwohl sie schon vor zwei Jahren mal etwas von irgendwelchen reichen Familien, die Einfluss auf die Politik haben geschwafelt hat. Aber damals habe ich es ignoriert und wollte es nicht als antisemitisch einstufen. Entfernte Angehörige meiner Familie waren damals direkt betroffen. Ich hätte ihr das gerne gesagt, dass mich solche Aussagen deshalb verletzen und zudem wollte ich sie fragen, was sie nun genau leugnen möchte. Aber ich habe nichts gesagt und unterhalte mich weiterhin normal mit ihr, da wir uns alle gut verstehen. Sie hat mir letztens aus dem Urlaub auch einen Eulenanhänger mitgebracht. Jedoch fühle ich mich nicht mehr wohl und gehe in der Mittagspause oft zu Kollegen aus einer anderen Abteilung. Vielleicht übertreibe ich, aber mich macht das alles ziemlich traurig.

Beichthaus.com Beichte #00038008 vom 07.04.2016 um 22:51:41 Uhr (28 Kommentare).

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Todesstoß für unsere Freundschaft

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Trunksucht Dummheit Last Night

Ich glaube, ich habe heute einen sehr großen Fehler gemacht und der Freundschaft zu meiner besten Freundin endgültig den Todesstoß versetzt. Seit sie mit ihrem neuen Freund zusammen ist, hat sie kaum noch Zeit für mich und hängt lieber mit ihm und seiner Clique rum als mit mir. Wir haben uns schon viel deswegen gestritten und sind leider nicht mehr so innig wie früher. Nachdem sie mir mal wieder einen Korb gegeben hat, weil sie angeblich keine Zeit hat, beschloss ich enttäuscht, mit ein paar anderen Mädels zum Karneval zu gehen und einfach mal den ganzen Stress zu vergessen. Ich vertrage nicht sonderlich viel Alkohol und ließ mich nach ein paar Gläsern Sekt dazu hinreisen, einer von den Mädels mein Leid zu klagen und berichtete ihr ausführlich, was alles vorgefallen war und wie sehr es mich ankotzt, dass mich meine beste Freundin so hängen lässt. Ich steigerte mich richtig rein, begann auch zu lästern und sagte, dass ich ihr nichts Gutes mehr gönne. Prompt tippt mich jemand von hinten an - und meine beste Freundin steht in dem ganzen Getümmel urplötzlich vor mir! Sie wollte mich spontan überraschen, sagte kurzerhand die Verabredung mit ihrem Freund ab und suchte mich in der Stadt, obwohl sie Karneval eigentlich nicht mag. Sie hatte meine Lästereien aber dummerweise mitbekommen und war sehr sauer. Ich konnte nichts mehr machen, sie sagte mir, dass ich eine verlogene miese Kuh sei, sie mich nie wieder sehen will und ließ mich stehen. Die Party war damit für mich gelaufen. Ich habe ihr mehrere Entschuldigungs-SMS geschrieben und versucht sie anzurufen, sie ignoriert mich konsequent. Zu allem Übel weiß ich, dass ich morgen auch noch einen dicken Kater haben werde, aber was ist das schon im Gegensatz zu einer kaputten Freundschaft? Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00032814 vom 03.03.2014 um 22:04:44 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Entleeren mit Zuschauern

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Ekel Ungerechtigkeit Peinlichkeit Auto & Co. Waltershof Hamburg

Entleeren mit Zuschauern
Ich besuchte am Wochenende meinen Freund und fuhr mit dem Auto sonntags abends zurück zu mir nach Göttingen zum Studium. Ich musste eigentlich schon beim Losfahren pinkeln, vergaß es aber. Prompt geriet ich beim Elbtunnel in den üblichen Stau. Es ging nichts mehr und der Druck war übermenschlich und nicht mehr auszuhalten. Da kam mir eine Idee. Ich holte aus meiner Reisetasche vom Rücksitz meine drei frisch gewaschenen und sauber zusammengelegten Lieblings-Handtücher, zog mir die Hosen runter und setzte mich auf die Handtücher. Just in dem Moment, begann sich der Stau aufzulösen und meine Nebenspur fing an zu rollen. Ich schaute in den Rückspiegel und dachte nur: Nicht der Reisebus. Bitte nicht der Reisebus. Und dann konnte ich es auch schon nicht mehr halten und urinierte hemmungslos mit heruntergelassenen Hosen auf den mit Handtüchern bedeckten Sitz meines Autos. Dabei versuchte ich so unbeteiligt dreinzuschauen wie nur irgend möglich und habe das Winken und Klopfen der Reisegruppe an den Fenstern ignoriert. Gleich am nächsten Parkplatz fuhr ich raus, um die Handtücher zu entsorgen und mir die Hose wieder richtig anzuziehen. Leider stand dort auch genau dieser Reisebus. Einige Insassen erkannten mich und meinen Wagen und johlten mir zu. Schnell gab ich Gas und fuhr wieder auf die Autobahn. Die Handtücher habe ich einfach an der nächsten Raststätte weggeworfen.

Beichthaus.com Beichte #00024784 vom 19.09.2008 um 14:36:05 Uhr in Waltershof Hamburg (38 Kommentare).

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