Habgier des alten Chefs kostete ihn ein Jahr Lohnzahlung

0

Diebstahl Falschheit Wirtschaft Frankfurt (Oder)

Vor vielen Jahren habe ich bei einem bekannten Unternehmen, dessen Angestellte hauptsächlich auf Probe beschäftigt sind, begonnen. Ich wollte mir nach meiner Ausbildung einfach etwas dazuverdienen, um die Zeit zu einer wirklich attraktiven Stelle zu überbrücken.

Nach kurzer Zeit ist mir klar geworden, dass der Chef mit System handelt: Er lässt unqualifizierte Leute, die nur kurzfristig beschäftigt sind, total verantwortungsvolle Arbeiten erledigen, die er anschließend etwas „beschönigt“ den Kunden präsentiert. Die Angestellten werden billig bezahlt und leisten haufenweise unbezahlte Überstunden, die Kunden merken nichts. Selbstverständlich sieht das Unternehmen „von außen“ total seriös aus. Besonders perfide ist, dass besagte Billigkräfte auf der Internetpräsenz der Firma als qualifizierte Fachkräfte dargestellt werden.

Jedenfalls habe ich nach kurzer Zeit gekündigt, weil ich mich nicht weiter ausnutzen lassen wollte, und habe irgendwann bemerkt, dass ich weiterhin bezahlt werde. Na ja, der Chef hat bei so vielen Billigkräften wohl den Überblick verloren. Ich hatte mir nichts anmerken lassen und ein gutes Jahr Geld für nichts erhalten.

Dann kam es aber wie es kommen musste und er hat per Anwaltsschreiben das Geld zurückverlangt. Ich bin ebenfalls zum Anwalt und es kam sogar zum Gerichtsverfahren.
Das Lustige: Er hatte im Arbeitsvertrag selbst eine Verfallsklausel eingefügt, sodass ich am Ende so gut wie alles behalten durfte!

Beichthaus.com Beichte #00041972 vom 13.12.2019 um 21:20:48 Uhr in Frankfurt (Oder) (0 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mehr Urlaub für Nichtraucher

31

anhören

Ungerechtigkeit Arbeit Wirtschaft Kollegen

Ich finde die Regel eines Unternehmens in Japan super. Dort bekommen Nichtraucher zehn Urlaubstage pro Jahr mehr als Raucher, um die mehr geleistete Arbeit zu kompensieren. Es wäre sehr schön, wenn man dies auch allgemein in Deutschland einführen würde. Wenn ein Nichtraucher kurz zum Bäcker geht, wird ja auch nicht diskutiert, sondern ausgestochen.

Shitstorm von Rauchern in 3, 2, 1...

Beichthaus.com Beichte #00041077 vom 13.03.2018 um 16:40:47 Uhr (31 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Mein Do-It-Yourself-Döner

18

anhören

Dummheit Ungerechtigkeit Wirtschaft

Ich (m/41) bin mit einer Geschäftsidee gehörig auf die Schnauze gefallen. Ich habe mich bei meinen Freunden verschuldet, war die Witzfigur meiner Stadt und meine Frau hat mich verlassen. Wie kam es dazu? Nun, es fing an, als ich mir einen Döner kaufte. Wieder einmal war ich über die Zusammensetzung der Zutaten verärgert. Zu viel Grünzeug, zu wenig Fleisch und vor allem zu trocken. Nie konnten die Dönermacher mir den perfekten Döner machen. So entstand meine Idee, einen Do-It-Yourself-Dönerladen aufzumachen. Die Idee war einfach genial. Man geht hin und stellt sich den Döner selbst zusammen. Dabei liegen die Zutaten in kleinen Eimern, wobei man mit einer kleinen Zange sich die Zutaten selbst ins Brot reinlegen konnte. Vorher musste ich natürlich das Brot aufgewärmt haben und das Fleisch geschnitten haben, aber sonst lag die die Verantwortung beim Kunden. Von meinen Freunden lieh ich das nötige Kleingeld, weil es bei mir als Arbeitsloser nicht ganz lief. Jedenfalls verteilte ich vor Ersteröffnung massig Flyer an Windschutzscheiben, damit die Besucher schön in Massen ins Geschäft kommen. Der erste Tag war zugleich der umsatzstärkste Tag des Ladens.

Jedoch zeigten sich an meinem Konzept gewaltige Schwächen: Scheinbar hatte niemand Lust, sich den Döner selbst zu machen. Die meisten Kunden wollen sich nicht die Hände schmutzig machen und sahen auch nicht wirklich den Mehrwert dahinter. Viel lieber rannten die Leute stattdessen eine Straße weiter zum Dönerladen. Dann sah es für meisten seltsam aus, dass ein blonder Deutscher am Tresen stand. Warum man sich lieber von einem bärtigen Türken den Döner machen lässt, ist mir dagegen schleierhaft. So kam es dann, dass sich irgendwann höchstens nur ein bis zwei Kunden täglich bei mir blicken ließen. Der Laden machte also gewaltig Minus! Nicht nur das, ich war auch noch die Witzfigur meiner Stadt. Wenn ich zum Beispiel zum Bäcker ging, hieß es "Na, wollen sie selbst die Brötchen backen?". Sogar der Besitzer des Konkurrenzdönerladens ging zu mir ins Geschäft und lachte mich aus. Bald wollten meine Freunde natürlich das Geld zurück und wendeten sich von mir ab, als sie von den ausbleibenden Kunden hörten. Auch meine Frau verließ mich kurzerhand, was mich sehr belastete. Wegen der dummen Sprüche und des Misserfolgs habe ich mich regelmäßig bei ihr abreagiert, obwohl sie immer lieb zu mir war. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich tun soll. Ich bin ein Loser. Inzwischen bin ich ans andere Ende von Deutschland gezogen, glücklich bin ich allerdings nicht.

Beichthaus.com Beichte #00040218 vom 23.08.2017 um 14:38:37 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Kleider machen Leute

14

anhören

Eitelkeit Stolz Wirtschaft Münster

Zu meinen letzten beiden Vorstellungsgesprächen ging ich einfach mal in kurzer Hose und meiner üblichen Alltagskleidung (die ich immer beim Vorstellungsgespräch anhabe). Ich wurde direkt genommen und der Chef fand es klasse (Ingenieursberuf). Ich beichte, dass ich mir nicht um gesellschaftliche Normen Gedanken mache. Ich ging noch nie zu einem Vorstellungsgespräch im Anzug oder ähnlichem - sowas besitze ich gar nicht. Ich finde es traurig, das so viele Leute immernoch im Vorgestern leben. Traut euch was, seid ihr selbst! Verkleidet euch nicht!

Beichthaus.com Beichte #00040097 vom 25.07.2017 um 18:57:51 Uhr in Münster (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Modifizierte Pannenstatistik

8

anhören

Morallosigkeit Falschheit Wirtschaft Auto & Co.

Ich (m/28) habe während meines Studiums einen Aushilfsjob bei einer großen Automobilzeitung angefangen. Ich war zwar nur eine Bürohilfe, dennoch kriegt man über die Jahre einiges davon mit, wie die Branche so läuft. Käufer von Automagazinen kann man grob in zwei Kategorien einordnen. Kategorie Eins: die Dauer-Abonnenten, die die Zeitschrift als Klo-Lektüre benutzen. Genannte Abonnenten bringen zwar einen konstanten Umsatz, doch kann keine große Zeitschrift von ihren Verkaufszahlen leben. Das Geld kommt über die Werbung. Und hier treffen wir auf Kategorie Zwei: potenzielle Autokäufer, die zur Zeitung greifen, weil sie in nächster Zeit planen, ein neues oder gebrauchtes Automobil zu erwerben. Diese Leser sind für die Autofirmen bares Geld wert, da sie so ihre Zielgruppe direkt ansprechen können. Einfach nur Werbung zu schalten genügt da aber natürlich nicht, schließlich kauft man das Heft nicht wegen der Werbung, sondern wegen der Testurteile. Für einen positiven Testbericht zu bezahlen geht natürlich auch nicht, ansonsten würde man sich ja unglaubwürdig machen. Das Geld kommt über andere Wege rein. So werden gerne Werbebudgets geschlossen, die jenseits von Gut und Böse liegen.


Auch exklusive Berichterstattung und Informationen sind teil der Bezahlung. Entsprechend lautet dann auch der Tenor von oben, wie kritisch oder positiv geurteilt werden soll. Rückrufaktionen anderer Hersteller sollen breitgetreten, Autos möglichst kritisch betrachtet werden. Ich möchte an dieser Stelle an einen Automobil-Club verweisen, der sicher nicht aus Nächstenliebe zur deutschen Wirtschaft Pannenstatistiken "modifiziert" hat - dahinter stecken exklusive Serviceverträge und Weiteres. So werden Autos mancher Marken bis Baujahr XY einfach nicht in die Statistik aufgenommen, weil man mit diesen Händlern Serviceverträge geschlossen hat und man den Wagen nicht als unabhängiger Dienstleister repariert oder abschleppt, sondern im Werksauftrag des Automobilherstellers XY. Ich kann wirklich jedem, der vor dem Kauf eines Autos steht, nur ans Herz legen, auch zu einem internationalen Automagazin beziehungsweise Test zu greifen.

Beichthaus.com Beichte #00033372 vom 01.06.2014 um 09:41:53 Uhr (8 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht