Firmen-Weihnachtsfeier mit Singen in der Kirche

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Boshaftigkeit Zorn Arbeit Hannover

Ich (m/28) habe mir etwas zu Schulden kommen lassen. Vor wenigen Wochen verkündete mein Vorgesetzter feierlich, dass unser Betrieb einen Auftritt in einer Kirche haben wird. Wir sollten dort singen und Weihnachtsstimmung verbreiten. Zuerst dachte ich, es wäre nur ein schlechter Scherz gewesen, aber bald musste ich feststellen, dass die Ansprache ernst gemeint war. Ich fand die Idee ziemlich affig und verstand auch nicht, warum es eine Pflichtveranstaltung war. Einen Tag später tauchten plötzlich zwei Männer im Büro auf, die mit uns im Pausenraum proben sollten. Ich fühlte mich wie in einer Grundschule, die Männer waren extrem herrisch und beschwerten sich über jeden falschen Ton. Wie erwartet hatten die wenigsten Kollegen Talent, nur eine Kollegin und ein Kollege konnten tatsächlich gut singen. Die beiden bekamen Solos. Jeden Tag probten wir etwa eine Stunde lang. Ich wollte mich nicht krankschreiben lassen, da ich bald Urlaub habe und musste daher die Tortur über mich ergehen lassen.

Vorgestern hatten wir unseren Auftritt in der Kirche, ich hatte nicht erwartet, dass tatsächlich jemand kommen würde, um sich den schiefen Gesang anzuhören. Ich stand in der vorletzten Reihe, welche für die Kollegen vorgesehen war, die absolut nicht singen konnten. Als das erste Lied anfing, gingen mir die unzähligen Beschwerden und Schimpftiraden der beiden Männer durch den Kopf, die uns auf den Auftritt vorbereiten sollten. Nicht nur die Beschwerden, auch die verschwendete Zeit und die verlogene Weihnachtsstimmung. Mir brannte die Sicherung durch und ich wollte mich rächen

Die perfekte Gelegenheit war das Solo meiner Kollegin, als sie anfing zu singen, lief ich in die erste Reihe und sang mit. Sichtlich irritiert sahen mich die Zuschauer an, zufrieden über die Aktion ging ich einen Schritt weiter. Ich rannte durch die Sitzreihen und imitierte verschiedene Tierarten. Der Affe und der Esel waren mir besonders gut geglückt. Einige Zuschauer hielten mich für einen armen Irren und flüchteten zum Eingang, die restlichen Besucher vergraulte ich, indem ich einen Stuhl hochhob und damit herumrannte, nebenbei brüllte ich noch. Ich habe riesigen Ärger bekommen, letztendlich habe ich den Besuchern den Abend verdorben und mich lächerlich gemacht. Ernstgenommen werde ich verständlicherweise nicht mehr und ich schäme mich. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00040746 vom 09.12.2017 um 17:12:23 Uhr in Hannover (22 Kommentare).

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Essig im Aquarium

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Boshaftigkeit Selbstsucht Tiere Mord Rechberg

Ich habe Essig in mein Aquarium geschüttet, damit die Fische und Schnecken darin sterben. Ich wollte das Aquarium nicht mehr...

Beichthaus.com Beichte #00040743 vom 08.12.2017 um 16:33:24 Uhr in 4324 Rechberg (Rehgraben) (19 Kommentare).

Gebeichtet von KatzenkillerJ aus Rechberg
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Hilfe, wir haben Unisex-Toiletten!

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Ekel Hass Ungerechtigkeit Arbeit Brunsbüttel

Ich beichte, dass ich unseren Betriebsrat hasse. Bei uns in der Firma gibt es nur Unisex-Toiletten, für die Damen wurden extra Mülleimer für Hygiene-Artikel gestellt. Die aktuell menstruierenden Damen entsorgen ihre Utensilien aber nicht fachgerecht im Mülleimer sondern zielen auch gerne mal daneben oder werfen ihre Binden und Tampons hinter/neben das Klo. Meine Beschwerde beim Betriebsrat wurde nicht ernstgenommen: ich muss das akzeptieren und toleranter rangehen und (O-Ton!) "Man könne die Entscheidung, jetzt wieder auf geschlechterspezifische Toiletten zurückzukehren, aktuell nicht treffen, eine Umsetzung wäre aber sehr unwahrscheinlich." Und warum? Weil wir hirnlose Spackos haben die Männer sind, sich aber wie Frauen verhalten und sich Östrogen reinballern, oder Frauen, die unbedingt Männer sein wollen, und weil einer sich als Apache Kampfhubschrauber identifiziert. Leider macht mir die Arbeit hier viel Spaß, sonst würde ich wohl schon gehen.

Beichthaus.com Beichte #00040742 vom 08.12.2017 um 13:27:45 Uhr in Brunsbüttel (23 Kommentare).

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Mein Leben als kostenlose Matratze

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Maßlosigkeit Wollust

Vor einigen Jahren war ich (w/32) nach einer unfreiwilligen Trennung krass unterwegs und hatte wochenlang parallel zueinander Bettgeschichten mit fünf Typen aus Albanien und dem Irak laufen, die nichts davon wussten, sich aber teilweise untereinander kannten. Es ging um wilden Sex, oral, vaginal, anal, einfach alles außer Liebe und Beständigkeit. Jede Zuwendung war mir recht und ich bildete mir ein, erhaben, unabhängig und begehrt zu sein. An einem Tag suchten mich mal gleich drei von ihnen auf, einer vormittags, einer nachmittags und einer am Abend. Für mich war die Organisation solcher Treffen der totale Kick, ich platzte jedes Mal fast vor lauter Vorfreude. Es kam zum Glück nie raus bzw. habe ich nichts davon zu spüren bekommen. Es war nicht immer mit Kondom, aber wenigstens mit der Pille.

Ich habe dann einem nach dem anderen den Laufpass gegeben und bin bei einem hängen geblieben, mit dem die Beziehung ein paar Monate hielt, bis ich mich von seinem Bruder verführen ließ. Der wiederum hatte einen Kumpel... Und so ging das Leben als kostenlose Matratze noch ein Weilchen weiter. Ganz schön dämlich und riskant, sage ich mir heute, wo ich wieder mehr Respekt vor mir selbst und mein Borderline-Verhalten herunter gefahren habe. Glücklicherweise waren keine Krankheiten im Spiel. Das war eine Phase, die scheinbar zu meiner Entwicklung gehörte, denn inzwischen lebe ich ziemlich zurückgezogen und ganz ruhig, was Sex angeht. Wenn ich daran zurückdenke, kann ich kaum glauben, wozu ich mich hergegeben habe und wofür, denn geblieben ist davon nichts außer der Erinnerung. Ist wohl auch besser so.

Beichthaus.com Beichte #00040740 vom 07.12.2017 um 22:29:31 Uhr (18 Kommentare).

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Neidisch auf die beste Freundin

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Neid Neugier Feinde

Ich bin neidisch auf meine ehemalige beste Freundin. Wir haben keinen Kontakt mehr, sie hat mich echt mies hintergangen, wie einige andere auch, nur wollte ich das damals immer nie sehen bis es mich erwischte. Guten Gewissens kann ich sagen, dass es nicht ihr Charakter ist, den ich beneide. Aber so ungern ich das eingestehe, ist es ihre Karriere. Karma gibt es eben in der echten Welt nicht. Ich habe den doofen Fehler gemacht, sie jetzt aus Langeweile im Urlaub mal online zu suchen, in sozialen Netzwerken und so etwas, alles was man als Gast ohne Anmeldung einsehen kann. Sie ist wohl gleich nach der Ausbildung in so einen Luxus-Maklerschuppen gegangen und deren Webseite hat Fotos von ihr und den Kollegen drinnen. Sieht alles total etepetete und sauber aus, wie in einem fucking amerikanischen Vorzeigekatalog oder so etwas, die sind alle voll durchgestylt, elegant und keiner ist hässlich, jedenfalls optisch nicht.

Wahrscheinlich macht sie nun richtig Kohle, Reisefotos und teure Fotoshootings hat sie auch hochgeladen, ihren Typen von damals hat sie ebenfalls noch. Ob sie etwas zugelegt hat oder nun auch endlich Geld für die lang ersehnte Brust-OP hatte, kann ich auf den Fotos nicht unterscheiden, steht ihr aber ziemlich gut, egal was es am Ende ist. Und ich? Ich sitze immer noch allein in meinem Studentenapartment rum, muss noch anderthalb Jahre bis zum Abschluss, erarbeite mir das wenige, was ich habe, hart mit einem kleinen Nebenjob, keine Kohle auf Naht und habe irgendwie nichts erreicht. Dabei ist sie sogar etwas jünger als ich. Ich weiß, dass es auch so wäre, wenn wir noch befreundet wären, aber dann fände ich es nicht ganz so tragisch. Was für ein Mist.

Beichthaus.com Beichte #00040739 vom 07.12.2017 um 20:15:08 Uhr (9 Kommentare).

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