Horst, der Audianer

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Verrat Dummheit Ignoranz Kollegen Arbeit Mundelsheim

Ich muss gestehen, dass ich, sobald in der Firma der Schaden an einer sündhaft teuren Laserschneidanlage bemerkt wird, eiskalt zum Verräter mutieren werde. Warum? Das muss ein wenig länger erklärt werden. Vor etwas mehr als einem halben Jahr kam im Zuge einer Einstellungsphase ein neuer Mitarbeiter in die Firma. Ich nenne ihn jetzt einfach mal Horst. Besagter Horst scheint charakterlich vielleicht in Ordnung zu sein, ist aber ein "Audianer". Und da liegt das Problem. 20 Jahre bei Audi haben ihn wohl völlig verpolt. Er schlotet wie eine verrußte Dampflok, er rülpst wie ein brünftiger Hirsch herum und lässt sich auch nicht erklären, was Sache ist. Wenn ihm etwas nicht passt, wird zuerst in den Bart gebrummt, dann wird geknurrt, und dann schreit er ohne Vorwarnung los - wie ein Choleriker, der es nicht anders kennt. Horst sagt auch nicht, was ihm nicht passt, oder seiner Meinung nach falsch gemacht wird. Es wird nur gebrummt, geknurrt, geschrien. Dass er sich dann auch verbal im Benehmen vergreift, kommt dabei gerne vor. Kleine Kostprobe: Ein Auftrag wurde von mir erfolgreich abgeschlossen, und für den nächsten musste eine neue Vorrichtung installiert werden. Dafür haben wir eine elektrische Ameise. Ich baute die Vorrichtung ab, schnappte mir die Ameise und schon ging Horst los. Anstatt einfach zu sagen, dass er die Ameise selbst brauchte, wurde wieder herumgenölt. Dass dabei sogar ein Maschinenoperator in Hörreichweite war, schien ihm völlig egal gewesen zu sein. Anderes Beispiel: Um einen Schrottkübel - mit denen wir den Verschnitt sammeln - zum Rollcontainer zu bringen, musste ich zuerst eine Großpalette zur Seite stellen. Mit dem Stapler schnappte ich besagte Palette und stellte sie zur Seite. Aber kaum, dass ich den Schrottkübel holen konnte, nölte sofort wieder Horst los und ließ sich nicht erklären, was ich vorhatte. Da ich da schon kein Bock auf eine Zusammenarbeit mit ihm hatte, ließ ich ihn links liegen. So viel also zu seiner Person. Und jetzt kommt der Kracher, warum ich ihn garantiert nicht schützen, sondern eiskalt auflaufen lassen werde.


Letzten Freitag wurden tragende Teile geschnitten, die recht schwer sind. Daher ist auch die Vorrichtung, die benötigt wird, entsprechend schwer. Gegen Ende der Spätschicht haben wir den Verschnitt mit der Ameise wegbringen wollen. Also trabte Horst mit der Ameise an, stellte sie aber so dämlich unter die Maschine, dass der Hubmast genau unter dem Querträger der Tür stand - und warf den Hubarm an. Jeder, der weiter als zwei Meter Feldweg denken kann, weiß, dass nicht nur die Zinken der Ameise hochgehen, sondern dass auch der Hubarm, der ja die Last tragen muss, mitwandert. Der Hubarm kollidierte beim Hochfahren mit dem Querträger der Lasermaschine und wuchtete das Maschinengehäuse knapp eine Handbreit hoch. Die Ameise kann locker 1,5 Tonnen oder mehr heben. Ergebnis war, dass der Trägerholm samt Schiene und Schließmechanismus der Türanlage verbogen war. Wenn ich daran denke, wie hoch der finanzielle Schaden sein wird, dreht sich mir der Magen um. Zum Einen wird es vermutlich sehr teuer werden, wenn Trumpf bei uns zum Reparieren antraben darf, zum Anderen ist die Anlage eine Cashcow, da darauf auch Daueraufträge laufen, die nun auf andere Anlagen umgestellt werden dürfen. Und mal ganz ehrlich. Ich sehe es bestimmt nicht ein, für den Idioten meinen Kopf hinzuhalten.

Beichthaus.com Beichte #00033702 vom 03.08.2014 um 22:29:23 Uhr in 74395 Mundelsheim (Innere Au) (20 Kommentare).

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Meine Ex, das böse Mädchen

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Rache Verrat Engherzigkeit Ex Schule Uttenweiler

Ich (m/20) war vor drei Jahren mit einem zwei Jahre jüngeren Mädchen zusammen. Ihre Mutter mochte mich auf Anhieb nicht. Ich bin an sich ein netter Mensch und habe sie auch immer pünktlich nach Hause gebracht - auch äußerlich sieht man mir an, dass ich zu den "Guten" gehöre. Ihre Mutter sah aber nur den kleinen Altersunterschied und riet ihr immer von mir ab. Was sie nicht wusste, ist, dass ihr kleines Mädchen eigentlich die Böse war. Sie machte aus allem ein Drama und war immer auf Streit aus - mit ihren Freunden fing sie an, heimlich zu trinken und zu rauchen. Ihre Freunde waren übrigens meiner Meinung nach alle reif für die Tonne. Ich habe des Öfteren versucht, sie wieder auf die gute Bahn zu kriegen, doch sie meinte, dass sie wüsste, was sie tue. Wir haben uns immer öfter gestritten, bis letzten Endes Schluss war. Ich habe es so hingenommen, weil auch ich fand, dass es keinen Sinn mehr hatte. Ich war und bin ein vernünftiger Mensch mit Anstand und Moral - und sie war dabei, sich mit Idioten ein kleines Loch ins Leben zu setzen. Einen Monat nachdem Schluss war, meldete sie sich bei mir und wollte über alles reden. Persönlich. Daraufhin habe ich eingewilligt und habe mich mit ihr an einem Freitagmorgen getroffen. Sie hat mir am besagten Morgen erzählt, dass sie gerade, wie schon die ganze Woche, die Schule schwänzt - und zündete sich gerade eine Zigarette an, aus einer Schachtel, die sie ihrer Mutter entwendet hatte. Ich habe noch einmal versucht, mit ihr darüber zu reden, was gerade so in ihrem Leben passiert, doch wie gewohnt machte sie ein komplettes Drama daraus und hat mir gesagt, dass ich gehen solle - wir haben uns seitdem auch nicht wiedergesehen, aber nun zur eigentlichen Beichte:


Wir haben uns draußen getroffen, da sie ja die Schule schwänzte und bloß nicht zu Hause sein durfte. Als ich dann auf dem Rückweg war, griff ich sofort zum Handy und rief mit unterdrückter Nummer ihre Mutter an, gab mich als Direktor der Schule aus und bat um eine Entschuldigung für die versäumte Woche. Natürlich wusste die Mutter nicht, dass ihre Tochter eine Woche nicht in der Schule war, daher reagierte sie entsprechend verdutzt. Sie wurde wütend und sagte mir, dass sie mal ein Wörtchen mit ihrer Tochter reden würde. Daraufhin fügte ich hinzu, dass sie dann auch mal mit ihr über das Rauchen auf dem Schulhof sprechen könnte. Hier platzte ihr der Kragen, nachdem sie nun wusste, dass ihre Tochter auch noch raucht. Leider habe ich nie mitbekommen, was sie dafür für einen Ärger bekommen hat, aber ich hoffe, dass sie heute wieder auf der richtigen Spur ist.

Beichthaus.com Beichte #00033676 vom 29.07.2014 um 19:26:57 Uhr in Uttenweiler (13 Kommentare).

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Nazis in der guten Wohngegend

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Verrat Dummheit Boshaftigkeit Politik

Ich habe bei der letzten Bundestagswahl meine Kreuze bei der NPD gemacht. Aber nicht, weil ich ein Nazi bin - ich habe nämlich selbst einen Migrationshintergrund - sondern weil ich die Statistik für meinen ziemlich kleinen Wahlbezirk verfälschen wollte. Natürlich fühle ich mich etwas dumm dabei, weil ich meine Stimme verschenkt habe, nur um dem Ruf der Wohngegend zu schaden.

Beichthaus.com Beichte #00033618 vom 18.07.2014 um 00:33:13 Uhr (22 Kommentare).

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Rassistische Pöbeleien in der U-Bahn

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Feigheit Ignoranz Verrat Bahn & Co.

Vor einem Jahr sind mein Mann, unsere damals zweijährige Tochter und ich von einem Zoobesuch mit der U-Bahn nach Hause gefahren. Ich war total müde und kaputt und saß halb schlafend neben meinem Mann. In der Sitzreihe gegenüber saß ein etwas primitiv aussehender Bauarbeiter in Arbeitskleidung. Irgendwann bekam ich mit, dass der Mann meinem Mann mit einer Grubenlampe oder Ähnlichem ins Gesicht leuchtete und meine Tochter darüber lachte und immer wieder sagte: "Noch mal!" Der Mann antwortete dann irgendwas von wegen "JETZT lachst du noch!", aber ich dachte in dem Moment, dass er mit meiner Tochter schäkerte. Irgendwann meinte ich auch, abfällige, rassistische Bemerkungen von diesem Bauarbeiter zu hören (mein Mann ist Schwarzafrikaner), aber ich hörte nicht richtig hin, weil ich so müde war. Dann holte der Mann ein Cuttermesser raus und sagte irgendwas von "Gut ausgestatteter Bauarbeiter". Aus Feigheit und Angst tat ich so, als wäre nichts und sagte auch nichts. Einige Fahrgäste hatten sich weggesetzt und die anderen ignorierten das Ganze oder guckten nur dumm. Später bestätigte mir mein Mann, dass der Bauarbeiter ihn rassistisch angepöbelt hatte und vor unserer Tochter ihre Eltern beleidigt und ihren Vater mit einem Messer bedroht hatte. Mein Mann war ziemlich sauer auf mich, weil ich so getan hatte, als wäre nichts. Ich habe wegen meiner Feigheit ein wahnsinnig schlechtes Gewissen. Gleich danach haben wir uns Pfefferspray gekauft - meines trage ich jetzt immer bei mir, wenn ich mit meinen Kindern unterwegs bin. Es tut mir so leid, dass ich in diesem Moment nicht zu meinem Mann gehalten und ihn damit enttäuscht habe.

Beichthaus.com Beichte #00033599 vom 14.07.2014 um 13:10:53 Uhr (28 Kommentare).

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Der Schwarm des besten Freundes

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Trunksucht Begehrlichkeit Morallosigkeit Verrat Last Night

Letztens war ich mit einigen Freunden ein bisschen feiern - natürlich mit viel Alkohol. Wie das so ist, wurden wir im Laufe des Abends immer betrunkener, obwohl sowohl mein bester Freund als auch ich am nächsten Tag arbeiten mussten. Er ist jedoch vernünftiger als ich und fuhr früh und nüchtern nach Hause, während ich mit den anderen weiterfeierte. Der Schwarm meines besten Freundes war ebenfalls da und war auch ordentlich betrunken. Meine eigenen Erinnerungen an diesen Abend sind eher lückenhaft - was ich jedoch aus meinem SMS-Verlauf erkennen kann, ist, dass ich relativ früh angefangen habe, mit dem Schwarm meines besten Freundes zu schreiben. Wir haben uns erst spaßeshalber dazu verabredet, dass wir in der Nacht kuschelnd einschlafen werden, aber irgendwann waren dann tatsächlich nur noch wir beide übrig. Es kam, wie es kommen musste. Ich legte mich neben sie und wir schliefen zusammen ein.


Nun musste ich am nächsten Morgen eigentlich zur Arbeit. Aber ich wollte nicht weg von dieser wundervollen Frau in meinem Arm und sie schien auch nicht zu wollen, dass ich gehe. Also rief ich auf der Arbeit an und meldete mich krank - Überstunden hatte ich genug. Nun lagen sie und ich immer noch da. Nur wie sie in meinem Arm lag, veränderte sich innerhalb kürzester Zeit extrem. Am Anfang lag ich hinter ihr und hatte einfach meinen Arm um sie gelegt. Am Ende lag ich auf dem Rücken und sie in meinem Arm, als ob wir ein Pärchen wären. Wir unterhielten uns gut und irgendwann konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und küsste sie. Sie erwiderte diesen Kuss intensiv und das ging dann über zwei Stunden so weiter. Irgendwann musste sie los und wir verblieben - wenn auch nicht wirklich in beiderseitigem Einverständnis - damit, dass dies eine mehr oder weniger einmalige Sache war, die niemand zu wissen braucht. Ich sollte an dieser Stelle wohl auch erwähnen, dass ich zu dieser Zeit in einer festen Beziehung war. Direkt an diesem Tag habe ich die Sache mit meiner Freundin jedoch beendet und versuche seitdem, diese Traumfrau, an der mein bester Freund schon seit Monaten starkes Interesse zeigt, für mich zu gewinnen. Meine Beichte: Ich habe meine Freundin betrogen, meinen besten Freund hintergangen und hintergehe ihn auch weiterhin. Außerdem habe ich mich schon mit dem Ziel, diese Taten zu begehen, bei der Arbeit abgemeldet. Trotzdem rechtfertige ich das Ganze vor mir selbst, weil ich wirklich verrückt nach dieser Frau bin und ernsthafte Ambitionen habe. Ich wollte meiner Ex übrigens nicht wehtun und habe ihr nichts von der anderen Frau erzählt.

Beichthaus.com Beichte #00033584 vom 11.07.2014 um 07:24:09 Uhr (13 Kommentare).

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