Zum Putzen im Büro bleiben

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Fremdgehen Morallosigkeit Wollust Arbeit Last Night Köln

Ich beichte, dass ich jeden Tag Überstunden mache. Das ist eigentlich nichts Schlimmes, aber diese Überstunden sind von der Sache her überhaupt nicht notwendig. Ich kriege sie auch nur zum Teil bezahlt. Es gibt dafür nur einen einzigen Grund: Um 19.30 Uhr kommt […]
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Beichthaus.com Beichte #00030590 vom 17.12.2012 um 16:10:59 Uhr in Köln (Kaiser-Wilhelm-Ring) (23 Kommentare).

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Der nächste Harry Potter

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Falschheit Arbeit Hamburg

Ich bin momentan bei einem recht großen und bekannten Betrieb im Praktikum, und jeder hier ist mit meiner Arbeit voll und ganz zufrieden. Ich werde gut bezahlt, und teile mir mit zwei Kollegen ein Büro. Trotzdem hat keiner der beiden oder irgendwer gemerkt, dass ich etwa die Hälfte meiner Zeit damit verbringe, an einem schon lange in meinem Kopf rumschwirrenden Buch zu schreiben. Knappe 20 Kapitel a 6.000-7.000 Wörter habe ich schon zusammen, einige davon stehen zum Testlesen auf einem bekannten Autorenportal und bekommen ebenfalls gute Wertungen. Irgendwie fühle ich mich schlecht dabei, weil jeder hier mir mit so viel Vertrauen entgegenkommt, und ich inzwischen nicht einmal mehr die Dateien schließe, wenn ich kurz den Arbeitsplatz verlasse. Nur kurz minimiert bleiben sie im Hintergrund, während im Vordergrund meine normalen Arbeitsfenster stehen. Wahrscheinlich denken sie noch, ich wäre extra produktiv, weil ich so viel auf einmal mache. Und mir tun die ehrlichen Bewerber leid, denen ich diese Stelle weggeschnappt habe.

Beichthaus.com Beichte #00030581 vom 14.12.2012 um 15:31:44 Uhr in 21129 Hamburg (Finkenwerder) (15 Kommentare).

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“Folge

Die Rangordnung der Bundeswehr

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Boshaftigkeit Arbeit Zivi & Bund

Es ist fast zwanzig Jahre her. Damals war ich Reserveoffizier und hatte ein Jahr vorher meine aktive Laufbahn beendet. Danach habe ich ein Studium begonnen und dann ereilte mich das Glück, eine Reserveübung machen zu dürfen. Im Klartext: bezahlter Urlaub, zumal ich Semesterferien hatte. Ich sollte meinen direkten Nachfolger in einer reinen Grundausbildungseinheit vertreten, der im Sommer mit seiner Familie schlichtweg Urlaub machen wollte. Gesagt und getan - Seesack in den Kofferraum und losgefahren. Ich habe mich wirklich gefreut. Es war Quartalsbeginn und somit traf ich mit fast 900 neuen Rekruten in der Kaserne ein. Das Alter ging damals bis 27 für die Wehrpflicht. Ich war exakt 27 Jahre alt und kam mit einem alten Audi in Jeans an. Ich parkte auf meinem alten Platz, der nur Offizieren zur Verfügung stand. Ziemlich nahe bei der Einheit, welche ich die nächsten Wochen beglücken wollte. Damit wäre der Seesack nur kurz zu tragen gewesen.

Ich nahm meine Papiere und stieg aus. Ich war noch nicht ganz draußen, da brüllte mich jemand von hinten an. "Das ist nicht Ihr Parkplatz! Fahren Sie sofort zu den Rekrutenparkplätzen!" Es war ein Obermaat (Stabsunteroffizier), der nach meinem Ausscheiden in diese Einheit versetzt wurde. Überall liefen Rekruten in Zivil herum und wurden, verständlicherweise hellhörig. Grundausbildungen haben und hatten ja einen gewissen, aber falschen, Ruf. Da beging ich meinen ersten Fehler. "Na gut", dachte ich. "Das lässt sich später unter vier Augen klären. Aber wenn ich jetzt widerspreche, hat der Neue hier es etwas schwer in diesem Quartal. Also, lass es!" Ich habe dann umgeparkt und wegen der nun langen Wegstrecke nur meine Papiere mitgenommen. Auf dem Weg zum Personaloffizier des Stabes kam ich direkt bei meiner Einheit vorbei. Und so ging ich zuerst in dieses Gebäude, um die alten Ausbilder zu begrüßen. Mit meinen Papieren in der Hand betrat ich das Gebäude und musste an einer langen Reihe von Rekruten vorbei, die sich wegen der Einberufung im Geschäftszimmer zu melden hatten. Wer hatte gerade dort Aufsicht? Natürlich der besagte Obermaat. Natürlich brüllte er mich an, dass ich mich hinten anzustellen habe. Nun kam mein zweiter Fehler. Untergräbst Du nun seine Autorität, dann wird es wirklich ernst, war mein Gedanke. Also habe ich mich hinten angestellt und fast eine Stunde gewartet, bis ich ins Geschäftszimmer durfte.

Der Geschäftszimmerunteroffizier begrüßte mich schlichtweg mit: "Herr Oberleutnant. Schön, Sie wiederzusehen. Wir haben schon gehört, dass Sie Urlaubsvertretung machen." Nur zur Klarstellung: Ich hatte ein wirklich gutes Verhältnis mit den Kameraden dieser Einheit, als ich diese verließ. Ich drehte mich dann um und sah das hochrote Gesicht des besagten Obermaaten. Und nun kam mein schlimmster Fehler. Vor allen Rekruten und den anwesenden Ausbildern habe ich mich hinreißen lassen und ihm meinen Autoschlüssel überreicht. Das geschah mit den lauten Worten: "Sie wissen, wo mein Wagen zu stehen hat. Und mein Seesack ist spätestens in 15 Minuten in meiner Kammer, welche Sie abschließen werden und mir dann die Schlüssel übergeben!" Er hätte diesen Befehl nicht ausführen müssen, weil das so genannte Privatsachen sind. Das war mir in diesem Moment natürlich auch klar, aber ich war so sauer, da konnte ich einfach nicht mehr. Brüllen erzeugt keine Autorität. Man muss als Vorgesetzter das vorleben, was man von den Anderen erwartet. Das erzeugt eine natürliche Autorität, die auch beim Bund weitestgehend akzeptiert wurde. Aber der Obermaat tut mir wirklich leid. Er hatte bei den anderen Ausbildern danach einen schweren Stand. Mir war es zuerst ziemlich egal, da ich nur Urlaub machen wollte. Aber dieser Mann musste noch zwei Jahre dort arbeiten. Während meiner Reserveübung habe ich ihn genauso behandelt, wie alle anderen Ausbilder auch, aber stolz bin ich auf die Geschichte im Nachhinein nicht.

Beichthaus.com Beichte #00030578 vom 14.12.2012 um 09:01:29 Uhr (19 Kommentare).

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Der beliebte Arbeitskollege

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Hochmut Feigheit Eifersucht Arbeit Kollegen Hüffenhardt

Ich hasse meinen Arbeitskollegen. Er ist nicht einmal unfreundlich zu mir oder Ähnliches. Aber er stellt immer all jene Arbeit, welche gemeinsam geschafft wurde, als seine hin und alles, was schief gelaufen ist, als unsere. Er wird in unserer Firma so hochgelobt, weil er alles und jedem seine Intelligenz an den Kopf wirft und auch noch den kühlen Herzlosen spielt. "So ist er halt, der ...", sagen die anderen Kollegen. Auch die Chefs sehen das so. Ich, der um Längen bessere Leistungen bringt, bin halt eher der ruhigere Typ und kann mich nicht so verkaufen. Er, dagegen, verkauft sich so gut, dass ich jedes Mal wie ein Idiot dastehe. Aber er ist zu mir selbst sehr freundlich. Er macht alles richtig im Subtext. Ich bin, glaube ich, sehr eifersüchtig auf ihn. Ich weiß aber nicht, wie ich vorgehen soll, da ich schon um meinen Job fürchte. Allein wäre er zwar hilflos, nur hilft mir das im Nachhinein nichts mehr.

Beichthaus.com Beichte #00030572 vom 11.12.2012 um 08:48:28 Uhr in Hüffenhardt (16 Kommentare).

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Der ausgedachte Todesfall

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Lügen Morallosigkeit Arbeit Aggression Oldenburg

Ich (w) musste mit 18 Jahren, als praktischen Teil der elften Klasse der Fachoberschule, ein viermonatiges Praktikum in einer Kinderkrippe machen. Allerdings waren die Erzieherinnen alles andere als freundlich und sozial. Sie lästerten über Kinder, deren Eltern und mich. Das war unüberhörbar, da die Tür offen stand und ich im Nebenraum war. Die Tratschtanten signalisierten generell wenig Interesse an ihrem Beruf. Ich fühlte mich sehr unwohl in dieser ach so sozialen Einrichtung. Eines Tages reichte es mir. Ich ging kurz raus, tat so, als würde ich telefonieren und lief dann fünf Minuten später heulend wieder herein. Dann sagte ich in meinem geheuchelten Heulkrampf zu meiner Anleiterin, dass mein Vater gerade verstorben wäre und ich soeben einen Anruf von meiner Mutter bekommen hatte. Meine Eltern sind geschieden und haben keinen Kontakt. Meine Anleiterin fuhr mich daraufhin sofort nach Hause und ich habe mich dann ganz gemütlich auf den Weg zu meinem Hausarzt gemacht, dem ich erzählte, dass ich auf dieses scheiß Praktikum keine Lust mehr habe und ob er mich vier Wochen krankschreiben könne. Das tat er dann auch freundlicherweise. Er kennt mich schon, seitdem ich ein kleines Kind war. Nach den vier Wochen "Trauerzeit" war das Praktikum dann zu Ende. Das ist jetzt sechs Jahre her und ich habe es seitdem, aufgrund meines schlechten Gewissens, niemandem erzählt.

Beichthaus.com Beichte #00030570 vom 10.12.2012 um 17:42:17 Uhr in Oldenburg (Luzernenstraße) (14 Kommentare).

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