Der beliebte Arbeitskollege

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Hochmut Feigheit Eifersucht Arbeit Kollegen Hüffenhardt

Ich hasse meinen Arbeitskollegen. Er ist nicht einmal unfreundlich zu mir oder Ähnliches. Aber er stellt immer all jene Arbeit, welche gemeinsam geschafft wurde, als seine hin und alles, was schief gelaufen ist, als unsere. Er wird in unserer Firma so hochgelobt, weil er alles und jedem seine Intelligenz an den Kopf wirft und auch noch den kühlen Herzlosen spielt. "So ist er halt, der ...", sagen die anderen Kollegen. Auch die Chefs sehen das so. Ich, der um Längen bessere Leistungen bringt, bin halt eher der ruhigere Typ und kann mich nicht so verkaufen. Er, dagegen, verkauft sich so gut, dass ich jedes Mal wie ein Idiot dastehe. Aber er ist zu mir selbst sehr freundlich. Er macht alles richtig im Subtext. Ich bin, glaube ich, sehr eifersüchtig auf ihn. Ich weiß aber nicht, wie ich vorgehen soll, da ich schon um meinen Job fürchte. Allein wäre er zwar hilflos, nur hilft mir das im Nachhinein nichts mehr.

Beichthaus.com Beichte #00030572 vom 11.12.2012 um 08:48:28 Uhr in Hüffenhardt (16 Kommentare).

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Der ausgedachte Todesfall

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Lügen Morallosigkeit Arbeit Aggression Oldenburg

Ich (w) musste mit 18 Jahren, als praktischen Teil der elften Klasse der Fachoberschule, ein viermonatiges Praktikum in einer Kinderkrippe machen. Allerdings waren die Erzieherinnen alles andere als freundlich und sozial. Sie lästerten über Kinder, deren Eltern und mich. Das war unüberhörbar, da die Tür offen stand und ich im Nebenraum war. Die Tratschtanten signalisierten generell wenig Interesse an ihrem Beruf. Ich fühlte mich sehr unwohl in dieser ach so sozialen Einrichtung. Eines Tages reichte es mir. Ich ging kurz raus, tat so, als würde ich telefonieren und lief dann fünf Minuten später heulend wieder herein. Dann sagte ich in meinem geheuchelten Heulkrampf zu meiner Anleiterin, dass mein Vater gerade verstorben wäre und ich soeben einen Anruf von meiner Mutter bekommen hatte. Meine Eltern sind geschieden und haben keinen Kontakt. Meine Anleiterin fuhr mich daraufhin sofort nach Hause und ich habe mich dann ganz gemütlich auf den Weg zu meinem Hausarzt gemacht, dem ich erzählte, dass ich auf dieses scheiß Praktikum keine Lust mehr habe und ob er mich vier Wochen krankschreiben könne. Das tat er dann auch freundlicherweise. Er kennt mich schon, seitdem ich ein kleines Kind war. Nach den vier Wochen "Trauerzeit" war das Praktikum dann zu Ende. Das ist jetzt sechs Jahre her und ich habe es seitdem, aufgrund meines schlechten Gewissens, niemandem erzählt.

Beichthaus.com Beichte #00030570 vom 10.12.2012 um 17:42:17 Uhr in Oldenburg (Luzernenstraße) (14 Kommentare).

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“Beichte

Set Top Box Software

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Boshaftigkeit Rache Arbeit Internet

Die Ereignisse, die ich hier beichten möchte, sind mittlerweile schon einige Jahre her und wären heute in der Form auch gar nicht mehr durchführbar. Ich hatte damals als Hobbysoftwareentwickler eine recht erfolgreiche Shareware veröffentlicht. Irgendwann meldete sich eine Firma bei mir, die Teile der Funktionalität dieser Software lizensieren wollte, um das Ergebnis an einen Hersteller von Set-Top-Boxen weiterzuverkaufen. Wie ich später herausbekommen habe, hat diese Ein-Mann-Firma eigentlich nichts selber gemacht, sondern lediglich meine Zulieferungen an einen anderen Entwickler weitergegeben, der dann den Rest der Arbeit übernommen hat. Diese Firma, die eigentlich nur die Hand aufgehalten hat, hat es dann auch noch versäumt, wichtige Informationen an den anderen Entwickler weiterzugeben. Das Ergebnis war ein völlig unbrauchbares Softwareprodukt, welches, dummerweise, durch alle Tests hindurchgegangen und beim Endkunden gelandet ist. Kurz darauf flatterte mir eine Schadensersatzforderung in fünfstelliger Höhe über angeblich entgangene Gewinne ins Haus. Nachdem beide Seiten viel Geld zu ihren Anwälten getragen hatten, war diese unsinnige Forderung zwar vom Tisch, aber ich trotzdem stinksauer. Also habe ich beschlossen, mich an dieser Firma und ihrem irren Geschäftsführer zu rächen.


Ich habe mir ein Programm gebastelt, das Suchanfragen nach "Katalog bestellen", "Prospekt bestellen", "Informationen anfordern" und so weiter an HotBot sendet. HotBot war damals eine gutgehende Suchmaschine. Mein Programm hat dann die Ergebnisseiten ausgewertet und diese - sofern es Webformulare waren - ausgefüllt mit der Adresse dieser Firma wieder abgesendet. Das war damals noch problemlos möglich, da es praktisch noch keine Captchas gab, welche solche automatisierten Anfragen ausfiltern. Auch musste man sich wegen der Rückverfolgung auf die IP-Adresse meines Internetanschlusses zu dem Zeitpunkt noch gar keine Sorgen machen. Dieses Programm habe ich erst ab und zu, dann immer öfter und schließlich stundenlang laufen lassen. Passenderweise hatte ich auch einen Bekannten, der im gleichen Bürogebäude gearbeitet hat, in dem auch diese windige Firma saß. Nach seinen Berichten war sein Postfach im Empfang schnell ziemlich voll mit Werbemüll. Nicht lange und es standen täglich eine, dann bald zwei Klappkisten mit Post für diese Firma beim Empfang. Kurzzeitig waren es dann auch mal Umzugskartons, bis es plötzlich abriss und dort keine Post mehr ankam. Etwas ratlos habe ich mein Programm dann immer wieder mal für ein paar Stunden laufen lassen, bis mir mein Bekannter eines Tages die Neuigkeiten berichtete: Mein Programm funktionierte nach wie vor perfekt, nur musste sich der Geschäftsführer die mittlerweile ein bis zwei Postsäcke voll Werbemüll selber von der Post abholen. Das wirklich Üble daran: Er musste den gesamten Papierhaufen durchschauen - es könnte ja schließlich auch etwas Wichtiges dabei gewesen sein. Irgendwann ist der Typ mit seiner Firma dann aus diesem Bürogebäude ausgezogen. Ich vermute mal, dass er das ohne Nachsendeauftrag gemacht hat, da ihm seine tägliche Papiermülllawine sonst ja gefolgt wäre. Das dürfte ihn zumindest für seine Geschäftspartner einiges an Arbeit gekostet haben, diese alle vorab und rechtzeitig über den Umzug zu informieren. Insgesamt war mir das eine echte Genugtuung - ich hatte mein Geld zwar nicht wieder, aber der Typ hat in Sachen Zeit und Nerven locker das draufgezahlt, was er mich gekostet hat.

Beichthaus.com Beichte #00030568 vom 10.12.2012 um 14:27:46 Uhr (12 Kommentare).

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Der Kunde

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Boshaftigkeit Rache Internet Arbeit

Ich (m/22) bin Informatikstudent und habe früher Webseiten programmiert. Zum Glück beschäftige ich mich heute mit besser bezahlten Tätigkeiten, nämlich dem Testen von Systemen auf Sicherheitslücken. Dennoch hat mich ein Bekannter gebeten, eine Webseite für ihn zu erstellen, die seinem Flyer ähnelt: Dafür brauchte ich allerdings noch ein paar Informationen. Ich schrieb ihm also, dass ich das auf dem Flyer verwendete Hintergrundfoto brauche, ohne Schrift oder sonstige Objekte. Außerdem bat ich um den Namen der genutzten Schriftfarbe und -art. Außerdem solle er mir bitte die verwendeten Logos und Bilder zur Verfügung stellen. "Seine Antwort kam folgendermaßen: "Hintergrund: schwarz. Geschwungene Linien hat man schneller nachgebaut, als eine E-Mail zu schreiben. Das Logo ist anbei, den Rest sollten Sie selbst hinbekommen, wenn sie Webseiten für ein gewerbliches Unternehmen bauen. Ich, für meinen Teil, werde nicht Ihren Pfleger für Unwissen und Unsicherheit mimen, alles klar so weit?"


Ich hielt das zunächst für einen Scherz. Noch nie hat jemand so abwertend mit mir geredet. Keine Begrüßung, kein Abschied, keinen Namen. Hinzu kommt, dass ich immer noch die Bilder vom Flyer brauche. Ich habe ihm nochmal geschrieben, dass seine Vorschläge nicht umsetzbar sind, und ich die Bilder nicht selbst nachbauen kann. Die Antwort, die ich darauf erhalten habe, ist nicht mehr jugendfrei. Da ich ein ausgebildeter Hacker bin, habe ich mir seine Seite einmal genauer angeschaut, dann die Kontrolle über seinen Server an mich gerissen und die Leseberechtigung seiner Webseite entzogen. Diese ist jetzt lahmgelegt. Allerdings habe ich nichts gelöscht. Ich habe meine Fähigkeiten missbraucht, obwohl ich eine ethische Schulung dazu hatte. Aber dieser Typ ist so ein Penner, dass ich mich nicht zurückhalten konnte. Obendrein habe ich mir ein Hintertürchen gelassen. Sollte er alles zurücksetzen an Passwörtern und Ähnlichem, habe ich immer noch Zugriff. Es war das erste Mal, dass ich das getan habe. Und nun würde ich zu gerne sein Gesicht sehen, wenn er bemerkt, dass seine Seite down ist. Trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass es wirklich richtig war, weil ich eigentlich niemandem Schaden zufügen will.

Beichthaus.com Beichte #00030560 vom 07.12.2012 um 12:12:24 Uhr (27 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Glücklich mit Hartz IV

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Hass Falschheit Arbeit Geld Gesellschaft Damme

Mich kotzen diese ganzen verheulten Hartz-IV-Empfänger an, die wegen jeder Kleinigkeit jammern. Wenn sie am ersten eines Monats auf ihr Konto schauen oder ihren Scheck aus dem Postkasten nehmen und meckern, dass sie mit 374 Euro nicht überleben können. Schlimmer […]
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Beichthaus.com Beichte #00030556 vom 06.12.2012 um 21:42:28 Uhr in 49401 Damme (25 Kommentare).

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