Mit Freibier durch den Wald

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Diebstahl Trunksucht Dummheit Last Night Göttingen

Es ist mittlerweile einige Jahre her, als ich und meine Freunde eine der witzigsten und im Nachhinein dümmsten Sachen unserer Jugend durchgezogen haben. Bei uns in der Gegend stand mal wieder das jährliche Brauereifest an. Seit eh und je eine der feinsten Gelegenheiten sich einen hinter die Binde zu gießen. Natürlich gehörte es zum Guten Ton schon mittags dort zu erscheinen, ehe das Freibier vergriffen war. Bekanntermaßen werden Menschen, sofern es was umsonst gibt,
zu kopflosen Bestien. Gesagt getan. Innerhalb einer Stunde hatten wir uns jeder 3-4 Liter leckerstes Fassbier reingefahren. Meine zwei morgendlichen Nutellabrötchen und ein Kaffee bildeten hierfür natürlich die perfekte Grundlage. Im Grunde war ich von 0 auf 100 ein Zombie. Glücklicherweise ging es einigen meiner Freunde nicht viel besser
und wir beschlossen es wäre besser nach Hause zu gehen. Wir kamen auf die Idee einfach durch den Wald zu laufen, da dies die kürzeste Strecke nach Hause war. Als wir uns dann schwankend so langsam vom Festbetrieb entfernten und Richtung Wald stolperten, ist uns der Kühlwagen aufgefallen, wo auf großen Volksfesten immer die Getränke gelagert werden. Zu unserem Glück war der Getränkewagen nicht abgeschlossen und wir standen vor dem größten Biervorrat, den man sich nur vorstellen kann. Wir waren einstimmig der Meinung, dass man ein Fässchen für zuhause abgreifen könnte. Die Abgelegenheit des Kühlwagens hinter dem Zelt kam dem ganzen ganz gelegen und wir schnappten uns ein 50-Liter-Fass zu dritt.


Wie das bei Alkohol so ist, überschätzten wir unsere Kräfte maßlos. Man muss sich vorstellen, dass so ein Fass wegen der Henkel nur von maximal zwei Mann mit jeweils einem Arm getragen werden kann. Natürlich konnten wir jetzt nicht mehr den bequemen Weg über die Waldwege zurücklegen, sondern mussten das ganze Ding querfeldein irgendwie nach Hause schaffen. Es wäre jedem Spaziergänger sofort klar gewesen, dass drei rabenstramme Halbstarke etwas mit einem 50-Liter-Bierfass im Schilde führen. Wie gesagt 25 Kilo an einem Arm und derbe einen im Tee quer durch den Wald vier Kilometer nach Hause. Irgendwann hat es einem meiner Freunde beim Tragen auf die Fresse gehauen und das Fass ist samt ihm 30 Meter eine steile Böschung runter gepurzelt. Im ersten Moment haben der andere Freund und ich uns vor Lachen kaum eingekriegt aber dann wurde uns klar das wir das Ding wieder aus der Böschung hochholen müssen. Etliche Versuche scheiterten, nicht zuletzt wegen des immensen Alkoholpegels. Mit dreckverschmierten Klamotten und völlig ernüchtert, aber nicht nüchtern, beschlossen wir das Fass in den nächsten Tagen zu holen. Zum Glück war es nicht beschädigt und wir haben es mit einem Flaschenzug ganz einfach wieder den Berg hochbekommen. Zwei Wochen später musste es dann auf einer Geburtstagsparty auch dran glauben. Im Nachhinein war das Ganze ziemlich dumm und unnötig, zumal sich mein Freund beim Berg runter rollen ein wenig verletzt hatte. Zumindest linderte der köstliche Geschmack des Freibiers ein wenig seine Prellungen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00030509 vom 29.11.2012 um 21:00:14 Uhr in 37035 Göttingen (Kreuzbergring) (17 Kommentare).

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Chat mit den Notgeilen

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Fetisch Lügen Internet

Ich mache mir einen Riesenspaß daraus, Männer im Internet zu verarschen. Bin selbst männlich und habe mal mitbekommen, wie dumm meine Schwester (16) auf manchen Chat-Seiten angeschrieben wird von notgeilen Jungs. Habe mich dann mal mit einem weiblichen Account auf einer Chat-Seite registriert und wurde auch prompt in den ersten zehn Minuten von 20 Männern angeschrieben. Ich war erstaunt, wie man in der Position der Frau mit ihnen spielen konnte. Ich konnte ihnen alles erzählen, sie haben mir das immer abgenommen. Wenn ich gemerkt habe, die Männer gehen in die perverse Richtung, habe ich sie dazu gebracht, mir perverses Zeug zu schreiben. Dann habe ich den Vollidioten angeboten, dass ich ihnen Bilder per Mail schicke. Sie haben mir dann ihre E-Mail Adresse gegeben. Die habe ich bei Facebook eingegeben und bin so in vielen Fällen direkt auf den Wohnort und auch die Namen der Freunde gestoßen. Ich habe ihnen dann gesagt, dass ich Screenshots von der Konversation angefertigt habe und sie später an "Freund X" (irgendein Name von seiner Freundesliste) landen werden. Ich konnte mich vor lachen nicht mehr halten, wie sie Schiss bekamen und alles leugneten, selbst drohten oder einfach nur völlig fertig flennten, dass niemand das sehen darf. Sie mussten dann noch zugeben, dass sie notgeile Schweine sind, dann habe ich sie in Ruhe gelassen. Das ganze bereue ich null, es war einer der lustigsten Aktionen bisher im Netz und es ist unfassbar, wie viele notgeile Leute da draußen sind. Und was sie glauben, wer sie sind, dass sie mit ihrem Aussehen und den dazu passenden grottenschlechten Anmachen irgendetwas reißen können.

Beichthaus.com Beichte #00030495 vom 27.11.2012 um 02:42:42 Uhr (23 Kommentare).

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Höllenengel

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Waghalsigkeit Feigheit

Ich bin Mitte 30, glücklich verheiratet und Vater einer gerade schulpflichtig gewordenen Tochter. Ich sorge mit einem Laden für sehr spezielle Motorradteile für meine Familie und habe ein normales, fast spießiges Leben. Aber mein Leben sah mal anders aus. Und zwar gehörten Teile meiner Familie einmal einem Motorradklub an, waren also Biker. Und zwar keine harmlose oder unbekannte Bande, sondern ein mittlerweile von den Höllenengeln übernommen, ehemals großer und bekannter MC. Ich wuchs als Sohn eines Vollmitglieds auf und wurde mit 18 erst Prospect und dank Familienmitgliedschaft bereits ein halbes Jahr später aufgenommen. Immerhin hatte ich in der Jugend mehr Zeit beim Club verbracht als mancher Anhänger und Anwärter zusammen, und naja natürlich auch Protektion.


Der Club und meine Familie haben uns Kids alle durch die Schule und die Ausbildung gebracht und uns unterstützt. Wie es so bei verschworenen Gruppen ist, waren Kontakte nach außen freundlich, aber oberflächlich, es sei denn, man hätte damit irgendwelche Geschäfte anleiern können. So blieb ich auch in dem Blockunterricht entweder abends im Wohnheim oder traf mich mit Jungs eines nahen Chapters. Das änderte sich erst, als eine neue Mitschülerin - meine heutige Frau - im 2. Lehrjahr zum ersten Mal im Unterricht auftauchte und auch noch im Wohnheim neben mir wohnte. Schnell kamen wir zusammen. Aber ich habe schnell gemerkt, dass mein Umfeld nichts für sie war. Sie war willensstark genug, sich nicht gegen ihren Willen rein ziehen zu lassen. Was man bei der Sogwirkung, die der Club auf die Frauen seiner Mitglieder ausübte, bewundern muss. Ich muss sagen, so abenteuerlich es mit dem Club war, hat mich das zwar ziemlich lockere, aber dennoch gutbürgerliche Umfeld von ihr schon irgendwie angezogen. Ich wanderte ein bisschen zwischen zwei Welten. Sie kommt aus sehr guten Verhältnissen, was sich schon in der Berufswahl niederschlug. Ihre Eltern sind self-made-Millionäre und stehen mit beiden Beinen fest auf dem Boden, also keine neureichen Snobs. Ich hatte zwar nie Geldprobleme, aber die waren finanziell anders. Aber sie haben mich ohne Vorbehalte und sehr liebenswert bei sich in die Familie aufgenommen. Klar war mir aber immer, dass ich manche Sachen aus dem Club für immer vor ihrer Familie und ihr verbergen muss. Das zehrte schon am Gewissen. Wobei ich mich dabei auch noch in derselben Zeit mit anderen Clubmitgliedern verstritt, verbrachte ich weniger Zeit dort.


Jedenfalls kam der Gedanke an einen Ausstieg in mir zum Vorschein. Aber wie kommt man da sauber raus, wenn auch das Elternhaus und andere Verwandte dabei sind? Zu der Zeit, wo es zwischen meiner Süßen und mir ernst wurde, kamen Gerüchte auf, dass der bekannteste MC der Welt uns eine mehr oder weniger freundliche Übernahme, ein sogenanntes Patch-Over anbot. Dabei hört der übernommene Club auf zu existieren, und alle Member, die bereit sind zu wechseln, werden in den übernehmenden Club aufgenommen. Was das Ganze für mich aber noch interessanter machte, ist die Tatsache, dass jeder für sich selbst entscheiden musste, ob er wechseln wollte. Wenn nicht, war das zwar die einzige Möglichkeit, die Kutte quasi ohne Schandfleck loszuwerden, aber man durfte die Abzeichen auch nie mehr tragen. Wer das tat, wurde dafür nicht beschimpft und auch danach nicht belästigt, man kann es vielleicht mit einer ehrenhaften Entlassung beim Militär vergleichen.


Zu meiner großen Freude entschied meine gesamte Familie, auszuscheiden und die Kutte abzulegen. Wir waren als Club und Familie sicher nicht immer gesetzestreu, aber was uns da in Aussicht gestellt wurde, war einfach nicht mehr mit dem vereinbar, was wir unter einem Motorradclub verstanden. Da ging es nicht um fahren, feiern und nebenbei ein bisschen was dazuzuverdienen. Da geht es um Macht, Gebiete und viel Geld. Alle sind wir bei einer großen Party von unseren alten Mitgliedern und einer Delegation des anderen Clubs verabschiedet worden. Zurückblickend war es zwar traurig, aber richtig.
Die, die dabeigeblieben sind, sind inzwischen nur noch wenige, viele sind nachträglich ausgeschieden, einige sitzen im Gefängnis und einer wurde erstochen. Was nur bis heute keiner weiß, war, dass mir eben dieses Patch-Over wie gerufen kam und ich innerlich schon längere Zeit davor so mit dem Club abgeschlossen hatte, dass mich der Abschied nur gelangweilt hat. Zwar habe ich auch einen auf traurig gemacht, aber innerlich drüber gejubelt so sauber davonzukommen, ohne es lange erklären zu müssen oder als unter dem Pantoffel stehend bezeichnet zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00030490 vom 24.11.2012 um 03:00:25 Uhr (22 Kommentare).

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Angriff zur Rettung des Unternehmens

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Vandalismus Arbeit Auto & Co. Leverkusen

Einer der Gesellschafter unseres Unternehmens ist ein total mieser Kerl und mittlerweile auch ausgeschieden. Sein Titel ist gekauft und er behandelt alle Menschen so, als seien sie Abschaum. An einem Tag verärgerte er mich so sehr, dass ich eine Stinkwut auf ihn hatte. Wir diskutierten über die Bilanz seines neuen Megakunden, der Verbindlichkeiten (Schulden) in Höhe von 14 Millionen Euro hatte, aber dagegen gestellt nur Eigenkapital und Forderungen von fünf Millionen. Klassische Insolvenzverschleppung, in die er unser Unternehmen mit reinziehen wollte. Der besagte Kerl hatte danach einen Termin dort, wo es um die Entscheidung ging, an welches Unternehmen die Aufträge nun gehen sollen. Ich war so wütend und wollte unser Unternehmen aufgrund seiner Dummheit nicht in die Pleite treiben, sodass ich seine Reifen zerstochen habe. Den Auftrag bekamen wir nicht. Das andere Unternehmen, welches den Auftrag erhielt, ging mit dem Auftraggeber pleite.

Beichthaus.com Beichte #00030483 vom 22.11.2012 um 17:09:18 Uhr in Leverkusen (Friedrich-Ebert-Platz) (17 Kommentare).

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Alle schlafen, zwei miteinander

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Dummheit Peinlichkeit Sex Freunde Last Night

Seit einiger Zeit habe ich (w/19) ab und zu Sex mit einem Kumpel. Keine wirkliche Affäre, eher sporadisch, wenn sich gerade eine Gelegenheit ergibt. Es begann vor etwa einem Jahr, gleich mit einem peinlichen Erlebnis. Wir waren mit Freunden auf einer Party und hatten alle reichlich Alkohol intus. Da Viele nicht direkt in der Stadt wohnten, übernachteten wir, wie so oft, in der WG von Freunden. Als wir dort ankamen, waren schon überall in der Wohnung Matratzen und Sofas mit schlafenden Leuten belegt. Total müde legte ich mich im Wohnzimmer auf eine halbfreie Matratze, wo schon jemand schlief. Mein Kumpel legte sich neben mich, es wurde schon ziemlich eng, was allerdings niemanden störte. Da noch einige Leute wach waren, haben wir uns noch ein wenig mit ihnen unterhalten. Jedoch merkte ich schon da, wie mein Kumpel meinen Bauch streichelte und mich dann unauffällig küsste, als niemand hinsah. Nun waren endlich alle am schlafen oder verschwunden und er begann, mich am ganzen Körper zu streicheln. Letztendlich hatten wir Sex. Der andere Typ lag keine zehn Zentimeter von mir entfernt. Wir waren leise und haben uns so unauffällig wie möglich benommen, jedoch weiß ich immer noch nicht, ob er wirklich schlief oder sich nur schlafend gestellt hatte, um uns nicht zu stören. Am nächsten Morgen hoffte ich nur, dass alle Anderen genauso betrunken waren wie wir und nichts davon mitbekommen haben. Ich habe noch immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich dem Typen begegne.

Beichthaus.com Beichte #00030481 vom 22.11.2012 um 13:06:43 Uhr (16 Kommentare).

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