Das Standardvokabular meiner Kumpels

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Verzweiflung Begehrlichkeit Zwang Lügen

Ich (m) lebe seit knapp sechs Jahren mit einer großen Lüge. Schon in meiner Jugend habe ich mich lieber am anderen Ufer orientiert, wenn ihr wisst, was ich meine. Ich bin also schwul. Obwohl ich dies früh und deutlich bemerkte, habe ich nie den Schritt gewagt, mich zu outen. Wie sollte das denn gehen? In meinem Freundeskreis werden manchmal Begriffe wie "Drecks Schwuchtelscheiße" in den Mund genommen, wenn man sich über etwas aufregt. Ihr seht, das ist bei meinen Kumpels Standardvokabular. Da kann ich doch nur schwer von heute auf morgen bei denen gleichrangig angesehen werden. Mit meinen Eltern ist das auch so eine Sache. Zwar tun diese so, als ob sie die Liberalsten der Welt wären, aber das kaufe ich ihnen nicht ab. Okay, sie hassen Schwule jetzt nicht, jedoch haben sie auch keinen Respekt vor ihnen.

Als ein Ex-Fußballer sich outete, hieß es auch: "Schade, er hat es mit seinem Aussehen nicht nötig." Kein Spaß, so haben sie das gesagt. Mit etwa 25 wurden die Fragen meiner Eltern dann immer direkter. Sie machten kein Geheimnis draus, dass sie von mir Kinder erwarteten und dementsprechend wissen wollten, ob ich "Eine an der Seite" hätte. Der Druck wurde wirklich irgendwann brutal. Meine Freunde hatten alle schon Freundinnen, teilweise war es auch nicht die Erste, und ich war noch frei. Von außen log ich auch gerne mal vor, die eine oder andere Frau mal geknallt zu haben. Nur um keinen Verdacht zu schöpfen. Mit Ende 25 lernte ich dann auch eine nette Frau kennen, damit ich auch mal eine Freundin habe. Sie ist zwar nett und hübsch, aber tief in mir empfand ich nicht die Gefühle, wie ich sie bei einem hübschen Mann gehabt hätte.

Inzwischen sind wir sogar verlobt, aber ich merke immer mehr, wie falsch es ist. Überall gibt es Lob, wie toll ich es doch hätte, da es eine so liebe Frau ist. Nein, ich fühle mich schlecht. Wenn ich mich jetzt oute, gibt es erst recht Ärger. Nicht weil ich schwul bin, sondern weil ich alle angelogen habe. Ich komm aus dieser Lage einfach nicht raus. Nichtsdestotrotz werde ich das mit der Hochzeit durchziehen. Schließlich möchte ich schon Kinder haben und das geht bekanntlich mit Männern nicht. Glücklich werde ich mit ihr aber nicht sein. Ich beichte also, eine Alibifrau zu haben, nur um es sozial gesehen besser zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00038896 vom 06.11.2016 um 16:39:05 Uhr (25 Kommentare).

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Frauen und ihr Konkurrenzdenken

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Zorn Ungerechtigkeit Hass Gesellschaft

Ich (w/26) beichte, dass mich andere Frauen mittlerweile nur noch nerven! Ich war vor 1,5 Jahren die Erste aus dem Freundeskreis, die geheiratet hat und schon während der Hochzeit sagte mir eine der Brautjungfern, ich solle mich schon einmal auf meine Scheidung freuen. […]
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Beichthaus.com Beichte #00038881 vom 02.11.2016 um 13:09:36 Uhr (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Yin und Yang

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Verzweiflung Begehrlichkeit Fremdgehen Selbstsucht Herne

Ich (m/28) habe mich von meiner Freundin getrennt. Und weil es mir im Nachhinein schlecht ging, habe ich eine Affäre, die ich während der Beziehung hatte (wir haben uns alle paar Monate getroffen und neben Sex sehr gute Unterhaltungen führen können), angerufen. Wir trafen uns auf einen Kaffee und seitdem ist sie meine beste Freundin geworden. Wir kommunizieren beinahe täglich miteinander und unternehmen auch viel. Sie ist verheiratet und hat ein Kind. Trotzdem haben wir hin und wieder absolut geilen Sex - den besten! Unsere Freundschaft plus halten wir mehr oder weniger geheim, also das Plus. In der Zeit hatte ich auch schon mehrere Beziehungen, während denen sie sich zurückzog.

Nun zu meiner Beichte: in der Zeit vermisste ich sie und wollte sie sehen. Ich habe keine Verliebtheitsgefühle für sie, aber diese Frau hat alles, was ich mir in meiner Beziehung wünsche. Wir passen zusammen wie Yin und Yang. Es wird nie langweilig, auch wenn wir nur fernsehen. Sie will sich von ihrem Mann trennen und ich überlege mir, ihr nach der Scheidung vorzuschlagen, mit mir zusammenzukommen, aber wenn es dann in die Brüche geht, verliere ich wahrscheinlich auch die Freundin in ihr. Ich weiß nicht, was ich tun soll.

Beichthaus.com Beichte #00038877 vom 01.11.2016 um 20:45:35 Uhr in 44625 Herne (Bielefelder Straße) (13 Kommentare).

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Bier statt Joggen

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Lügen Faulheit Sport Hamburg

Bier statt Joggen
Ich (m/26) habe, um Gewicht zu verlieren, mit dem Joggen begonnen. Ich laufe pro Woche 4-5 Mal, je nachdem, wie es meine Zeit zulässt. Meine Freundin ist sehr stolz auf mich und freut sich mit mir über meine Erfolge. Allerdings lege ich pro Woche einen "Cheat-Lauf" ein: ich ziehe mir meine Sportklamotten an und sage ihr, dass ich laufen gehe. In Wirklichkeit mache ich es mir mit einem kühlen Bier auf einem Klappstuhl in unserem Keller bequem und gucke entspannt auf meinem Smartphone eine meiner Serien. Anschließend bringe ich mich kurz auf Touren, um warm zu sein und auch zu schwitzen, und gehe hoch zu meiner Freundin, die sich freut, dass ich schon wieder sportlich aktiv war. Meine Beichte ist also, dass ich meine Freundin belüge und in Wirklichkeit einmal weniger Sport die Woche mache, als sie annimmt. Meine Fitness und mein Gewicht haben sich trotzdem schon deutlich verbessert.

Beichthaus.com Beichte #00038875 vom 01.11.2016 um 16:19:17 Uhr in Hamburg (10 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Übergewicht ist nicht gesund!

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Vorurteile Falschheit Verzweiflung Gesundheit Gesellschaft Hamburg

Ich akzeptiere und toleriere beinahe alle Macken, Ticks und Schwächen dieser Gesellschaft, da ich selbst alles andere als perfekt bin. Eine Eigenschaft aber verachte ich über alles und das ist die Heuchelei. In den Medien, im Internet und am Häufigsten in der Modewelt, werden seit Jahrzehnten viele Models wegen ihrer schlanken Figuren kritisiert und als verantwortungslose, schlechte Vorbilder für Kinder bezeichnet. Um dem typischen Schönheitsideal entgegenzuwirken, werden in letzter Zeit vermehrt fülligere Models gebucht und von aller Welt hochgelobt. Ich kann und will das beim besten Willen nicht nachvollziehen, wieso Übergewicht so viel gesünder und ungefährlicher sein soll als Untergewicht.

Mir geht es hierbei nicht um die Optik, sondern einzig allein um die Beeinträchtigung der Gesundheit. Man leidet unter ständigen Gelenk- und Kreuzschmerzen, ist anfälliger für Bluthochdruck, Schlafapnoe, Arthrose, Diabetes und noch so vieles mehr und das sollen sich die Kinder abgucken und nachmachen? Wenn jetzt irgendwelchen verärgerten, übergewichtigen Personen mit Yoga oder Pilates ankommen und allen beweisen wollen, wie sportlich und biegsam sie sind, dann erzählt das eurem Friseur. Biegsam hin oder her, ein Fettgehalt sollte keinesfalls alle Rahmen sprengen. Ich hatte seit meiner Kindheit bis zu meinem 23. Lebensjahr keine Probleme mit der Gesundheit oder meiner Figur gehabt, ich war immer schlank und fit. Bis eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wurde (auf die ich nicht weiter eingehen möchte), und sich dadurch mein komplettes Leben veränderte. Ich musste über Jahre hinweg sehr oft operiert werden, war lange bettlägerig und wurde mit vielen verschiedenen Medikamenten vollgepumpt.

Die Folgen kann sich sicher jeder denken: Ich nahm in kürzester Zeit extrem viel zu. Nicht nur mein Äußeres änderte sich, sondern auch unbewusst mein Charakter. Ich sah in den Spiegel und wusste nicht mehr, wer ich war. Früher unternehmungslustig, spontan und energiegeladen und jetzt verliere ich bedenklich schnell an Power, schwitze bei den kleinsten Bewegungen und bin ständig außer Atem und niemand kann mir erzählen, wie wohl sich angeblich andere dicke Menschen fühlen. Lasst euch von niemandem solchen Unsinn aufschwatzen, diese Menschen belügen gerne andere und vor allem sich selbst, um sich vor Veränderungen zu drücken. Das Leben ist nun mal hart, man muss eben auch Dinge tun, auf die man eigentlich gar keine Lust hat und manchmal tut es auch weh. Das sollte aber niemanden davon abhalten, einen gesunden Weg einzuschlagen.

Beichthaus.com Beichte #00038867 vom 29.10.2016 um 16:53:39 Uhr in 22083 Hamburg (Hamburgerstraße) (18 Kommentare).

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