Die Suche nach dem Sinn

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Trägheit Verzweiflung Unglaube Gesellschaft

Die Suche nach dem Sinn
Ich bin 18 Jahre alt und eigentlich habe ich auch nichts zu beichten. Ich habe noch nie eine Freundin betrogen, auch nie irgendwas Relevantes geklaut. Ich habe in meiner Kindheit nur mittelmäßigen Unsinn angestellt und auch sonst habe ich mir wenig bis nichts zuschulden kommen lassen, denke ich zumindest. Ich bin auch nicht jedes Wochenende dauersteif und habe auch noch nie in meinem Leben Drogen genommen. Ich gehe auch nie auf Bräutejagd um meinen Samen zu säen und meinen Trieben die Oberhand über mein ICH zu gewähren. Ich onaniere auch nur selten, höchstens um der Pollution vorzubeugen. Ich habe Respekt vor jedem Menschen und ich denke, dass alles seine Existenzberechtigung hat, auch Schmerz, Leid und Ungerechtigkeit, sonst würde man die schönen Dinge im Leben doch gar nicht zu schätzen wissen. Es verleiht dieser Welt doch die nötige Vielseitigkeit. Deswegen rege ich mich auch nicht über Menschen auf, die sich von Grund auf moralisch unsittlich benehmen und die Natur und den Menschen nicht zu schätzen wissen und somit natürlich auch seine Gefühle. Ich habe nie Rachegedanken oder aggressive Vorstellungen. Ich rede eigentlich auch nie von mir, deswegen gebrauche ich in dieser Beichte auch so oft das Wort "ich".

Aber das Wichtigste im Leben, dieses Gefühl, dass man mit sich selbst im Reinen ist, das fehlt irgendwie. Und ich suche und suche und suche - und finde nichts - ich habe kein Ziel, ich sehe keinen Sinn in alledem. Die meisten Jugendlichen in meinem Alter kümmern sich einen Dreck um so etwas, ich beneide sie, ich würde so gerne aufwachen können und einfach meinem Alltag nachgehen, meinen Wünschen nachgehen, das tun, was mich glücklich macht. Aber ich habe keine Wünsche, mich macht nichts glücklich, zumindest erfüllt mich keine Handlung oder kein materieller Gegenstand so, um dieses Gefühl von Glück und Zufriedenheit zu spüren. Es fehlt mir ja eigentlich an nichts. Ich habe ein Dach über dem Kopf und eine intakte Familie. Die Natur hat mich mit einem soliden Intellekt ausgestattet und mit einer guten Portion Bescheidenheit und Realismus. Anstatt den vermeintlich schönen Dingen des Lebens zu folgen, die unserer Gesellschaft suggeriert werden, teile ich an Wochenenden abends Essen für Menschen, die an der Existenzgrenze leben, aus und besuche immer mittwochs eine an Parkinson erkrankte Seniorin, die ich mit dem Rollstuhl spazieren fahre. Ja - ich muss sogar zugeben, dass ich es nicht nur für die anderen Menschen mache, um ihnen etwas Gutes zu tun, sondern auch für mich selbst. Ich versuche, meine innerliche Leere durch das Leid anderer zu füllen. Ich schäme mich manchmal dafür, aber im Grunde genommen profitieren diese Menschen davon, da sich jemand um sie kümmert und ich mache das ja auch sehr gerne. Manchmal bekomme ich aber Angst, dass ich in ein paar Jahren eine andere Sichtweise auf die Welt und ihre Rätsel bekomme und es bereuen werde, meine Jugend nicht exzessiv ausgelebt zu haben. Mensch! Ich lebe in Berlin - ich könnte zweimal die Woche ins Sonnenstudio gehen und mir die Augenbrauen zupfen und mir schöne Freunde suchen, mit denen ich die heißesten Clubs der Stadt "abchecken" könnte und den ganzen Tag feiern könnte und Mädchen klar machen! Menschen konsumieren, so hart es geht und mein Selbstwertgefühl somit steigern, so wie es meine Ex-Freundin jetzt macht.

An der liegt nämlich sogar vielleicht meine Abgestumpftheit zu meinem Leben. Übermorgen wären es 5 Jahre gewesen - ganze 5 Jahre und jetzt treibt sie es mit einem 25-jährigen Software-Entwickler. Er sei ja so lustig und würde einfach nur in den Tag hinein leben - und dann hoppelt sie mit ihrem neuen ICH, auf Oberflächlichkeit getrimmt, in der Schule vor mir rum und alles, was ich von dem Menschen, dem ich so viele Jahre meines noch jungen Lebens gewidmet habe, den ich praktisch miterzogen habe, zu hören bekomme sind Dinge wie: "Deine neue Jacke ist cool!"

Ich verstehe so etwas nicht, wir haben jahrelang - praktisch ein Viertel unseres gesamten Lebens - zusammengelebt, unsere Seelen ausgetauscht und einfach... Ich könnte heulen, jetzt wo ich das schreibe. Dabei war sie doch immer die kleine Zerbrechliche, die doch so oft traurig und nicht zufrieden mit sich selbst war. Ich habe sie aufgemuntert, wenn ihre Freunde sie ausgegrenzt haben und sie weinend zu mir kam oder wenn sie ihre Theorieprüfung versemmelt hatte. Ich musste ihr sagen, dass sie sehr schön sei und gar nicht dick. Ich habe ihr nicht gesagt, dass ich sie liebe, das hat sie gestört. Ich bin aber der Meinung, dass man den anderen spüren lassen sollte, dass er etwas ganz Besonderes sei und es ihm nicht jeden Tag sagen sollte. Jetzt ist alles vorbei und kaputt. Sie hat gelernt, sich richtig zu schminken und aufreizende Klamotten anzuziehen, hat die Brille gegen Kontaktlinsen eingetauscht und wackelt mit ihrem süßen Po sodass die ganzen spitzen Schlosser natürlich alle anfangen zu hupen, und da sie ja jetzt von der allgemeinen Masse so viel Aufmerksamkeit bekommt, kann sie auf Leute wie mich verzichten. Ich verstehe sie und ich gönne ihr auch ihr Glück aber insgeheim weiß ich, dass ich ihr menschlich immer noch überlegen bin - auch wenn ich ihr so einiges beigebracht habe. Ich trage natürlich eine Mitschuld an allem, klar. Immerhin hab ich ihr "vergöttern" früher nicht genug geschätzt. Aber das lag eh nur an ihrem Kindeseifer in diesem Alter. Sie wird wahrscheinlich nie wieder jemanden so lieben können - oder sich einbilden können, jemanden so zu lieben, wie sie mich geglaubt hat zu lieben. Es ist schon erstaunlich, wie sich Menschen entwickeln, vor allem in der Pubertät. Es ist sicherlich eine wichtige Lebenserfahrung. Nichts ist wohl von Ewigkeit aber wenigstens Liebe muss doch unendlich sein, alles andere ist doch Illusion. Alles andere macht doch noch weniger Sinn. Ich könnte noch so viel schreiben, aber es reicht jetzt. Mal sehen, wo ich lande, wo ich in fünf Jahren bin, vielleicht beichte ich ja dann, dass ich Frauen schlecht behandele und im Alkohol versunken bin. Ich bin gespannt. Danke fürs Lesen. Hat gut getan.

Beichthaus.com Beichte #00024860 vom 29.09.2008 um 19:32:06 Uhr (40 Kommentare).

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Der Junge, den ich angefahren habe

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Habgier Stolz Waghalsigkeit Unfall Auto & Co.

Ich möchte beichten, dass ich im Alter von 18 Jahren eine kleinen Jungen angefahren habe. Ich war in einer 30er-Zone mit ca. 60 km/h unterwegs, als der Kleine mit seinem, wie ich später erfuhr, nagelneuen Fahrrad von links aus einem Fahrradweg kam. Ich habe zwar noch gebremst, aber den Kleinen voll erwischt. Das Fahrrad war einen Meter weg, der Kleine auf der Motorhaube - gegen Windschutzscheibe, Rolle rückwärts aufs Fahrrad! Zum Glück hatte der kleine Kacker einen Helm auf. Ich bin dann ausgestiegen und war bisschen unter Schock. Der Zwerg steht auf, hockt sich auf sein Fahrrad und machte die Düse. Später stellte ich dann fest, dass meine Karre ordentlich etwas abbekommen hatte.

Die Motorhaube war zerkratzt und die Windschutzscheibe hatte einen Riss. Also habe ich beschlossen, die Bullen zu rufen und ihnen eine Unfallflucht des kleinen Kackers aufzutischen. Und was soll ich sagen, die Bullen sind doch tatsächlich mal zu etwas zu gebrauchen. Die haben den Kleinen ausfindig gemacht und ich habe saftig Kohle für den Schaden von der Versicherung bekommen, da ich nur die Scheibe bei dem alten Golf habe machen lassen. Da dem Kleinen nichts passiert ist, bereue ich es eigentlich nicht. Zu Schaden ist ja nur die Haftpflicht von seinem Alten gekommen und die Versicherungen sahnen eh kräftig ab.

Beichthaus.com Beichte #00024859 vom 29.09.2008 um 18:35:15 Uhr (26 Kommentare).

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“Beichte

Ich liebe meinen Traumprinzen nicht

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Ehebruch Fremdgehen Wien

Ich bin mit einem liebevollen, bildhübschen und vermögenden Mann verheiratet. Wenn ich ihn mit einem Wort beschreiben müsste, wäre das: Traumprinz! Nur, ich liebe ihn nicht. Ich bin drei Jahre älter als er und werde bald 30. Unsere Beziehung hat vor fast zehn Jahren angefangen. Meine Eltern waren von Anfang an dagegen, sie waren nicht auf der Hochzeit. Es ging sogar so weit, dass mein Vater behauptete, mein Mann hätte bei ihm gestohlen, was ja aber gar nicht nötig hätte. Jedenfalls war ich seine erste Freundin und er ist seit jeher sehr in mich verliebt. Er weiß, dass seine Liebe für mich nicht gut für ihn ist, sagt aber selbst, dass er nicht loslassen kann, obwohl er wöchentlich Zuneigungsbekundungen von hübscheren Frauen bekommt.

Ich habe ihn schon mehrfach betrogen und er weiß das auch. Ich kann ihn nicht verlassen, da für ihn sonst eine Welt zusammenbrechen würde. Er gibt monatlich für mich Unmengen an Geld aus und verbringt fast seine gesamte Zeit mit mir. Gestern habe ich bemerkt dass ich schwanger bin und ich denke, dass das Kind nicht von ihm sondern von einem asiatischen Liebhaber von mir ist. Seitdem mache ich mir Gedanken, ob man das denn erkennen kann, wenn das Kind geboren ist - denn ich will, dass das Kind in dem selben Reichtum leben kann wie ich es jetzt tue wenn es einmal groß ist. Bis jetzt hat mein Mann mir alles verziehen, ich weiß aber nicht, ob er das auch noch hinnehmen kann. Außerdem mache ich mir Sorgen ob der Gesundheit meiner Affäre, denn mein Mann kann bei so etwas sehr zornig werden, nur eben nicht auf mich.

Beichthaus.com Beichte #00024858 vom 29.09.2008 um 14:47:01 Uhr in Wien (27 Kommentare).

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Boshafte Nachbarn und falsche Vorwürfe

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Boshaftigkeit Rache Nachbarn Oberfranken

Ich habe eine äußerst boshafte Nachbarin, die alles und jeden in den Dreck zieht und Unwahrheiten über andere Menschen verbreitet. Eigentlich gibt es Niemanden, mit dem sie, hinterrücks, versteht sich, kein Problem hat und keine Stimmung gegen die Leute macht. Sie hat offensichtlich auch Wahnvorstellungen und war wegen psychischer Probleme bereits in Behandlung - das werde ich an einer passenden Stelle auch noch publik machen, es ist ja keine Lüge. Jedenfalls: da ich sehr gern sehr laut, sehr heftigen Metal höre und mich die letzten Jahre extrem zurückgehalten habe, aber nun bald umziehe, lasse ich es jetzt scheppern, dass es selbst mir nach einer Weile auf die Nerven geht, und erfreue mich daran, wenn ich es von oben trampeln und treten höre. Das hat die blöde Schlampe nun davon, das sie rumerzählt hat, bei mir wäre es, vor allem Abends, wenn ihre Kinder schlafen sollen, immer so laut. Ich habe selbst ein Kind und verhalte mich allein aus dem Grund sehr ruhig, normalerweise auch tagsüber, aber das ist nun vorbei. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert. Ein paar Monate bleibe ich schon noch hier.

Beichthaus.com Beichte #00024857 vom 29.09.2008 um 12:46:59 Uhr in Oberfranken (17 Kommentare).

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Verlangen nach Gangbangs

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Prostitution Wollust Sex Hagen

Ich beichte, dass ich mit meinem Ex-Freund häufiger richtige Gangbangs gemacht habe. Zwischen 2-5 Männer waren dabei, hin und wieder auch weitere Frauen und wir hatten immer eine Menge Spaß. Das ist jetzt über drei Jahre her und ich bin inzwischen verheiratet und mache so etwas natürlich nicht mehr. Aber manchmal wünsche ich mir diese ausgelassenen Partyabende zurück. Ich schäme mich dafür.

Beichthaus.com Beichte #00024855 vom 29.09.2008 um 10:36:38 Uhr in Hagen (24 Kommentare).

Gebeichtet von julio76de
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