Das fliegende Fahrrad

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Rache Vandalismus Kinder

Früher hat ein Nachbarsjunge der kurz bei uns zuhause war mir 50 Mark geklaut. Ich war damals 10 und das war da irre viel Geld für mich. Die Schläge von meinem Vater waren da auch nicht sehr behilflich. Ich konnte das nicht auf mir sitzen lassen und hab mir in einem passenden Moment der Unachtsamkeit das Fahrrad des Jungen vom Spielplatz geklaut. Damals wohnte ich im 18. Stock eines Hochhauses. Ich wohnte gleich neben dem Spielplatz und fuhr so dann mit dem Fahrstuhl samt Fahrrad nach oben. Da keiner da war schob ich dort angekommen das Rad durch unsere Wohnung auf den Balkon und warf es übers Geländer wo es dann mit einem lauten klatschen auf dem Dach eines Parkhauses landete. Der kleine Pisser fing an zu heulen als er merkte das sein Rad weg war und lief nach Hause. Das überhaupt lustige daran ist das er im 5. oder 6. Stocke wohnte.
Sein Vater hat das Rad dann wohl total zerstört auf dem Dach liegen
sehen und glaubte bestimmt sein Sohn hätte misst gebaut und würde lügen.
Ein anderer Nachbarsjunge stand vor der Haustür des kleinen Diebes weil sie zusammen das Rad
suchen waren, und er erzählte mir später wie man die Schläge und Schreie selbst dort noch gehört hat. Vor den Balkonen war nur das riesige Dach vom Parkhaus das bis heute an der Stelle noch grüne Lackspuren vom Rad aufweist. Wenns bei euch in der Gegend also irgendwann mal Fahrräder regnet wisst ihr das der Drahtesel aus Rache fliegen gelernt hat.

Beichthaus.com Beichte #00027417 vom 18.01.2010 um 22:52:27 Uhr (29 Kommentare).

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Allein zu Haus

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Rache Boshaftigkeit Aggression Kinder St. Ingbert

Als ich noch klein war, gingen meine Eltern einkaufen und ließen mich zu Hause alleine. Ich wollte unbedingt mit, aber durfte nicht. In der Zeit in der sie dann weg waren, habe ich aus Wut und Traurigkeit mein ganzes Spielzeug, was eine ganze Menge an Kisten von Lego und anderem war, einzeln aus dem Fenster geschmissen. Als sie zurück kamen, sahen sie das ganze Spielzeug auf der Straße und waren außer sich. Aber da ich noch zwei ältere Brüder hatte, habe ich die Schuld nicht alleine getragen. Es tut mir Leid, dass meine Brüder auch Ärger bekamen. Bis jetzt frage ich mich immer noch wie man 3 kleine Kinder alleine zu Hause lassen kann, es hätte ja noch schlimmeres passieren können.

Beichthaus.com Beichte #00027416 vom 18.01.2010 um 20:51:16 Uhr in 66386 St. Ingbert (19 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Meine Schulbrote

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Verschwendung Feigheit Ekel Schule Kinder Rotenburg

Ich habe als kleiner Junge meine Schulbrote, die mir meine Mutter jeden Tag mit Liebe schmierte, nie gegessen. Doch statt sie gleich in der Schule zu entsorgen, stopfte ich sie zu Hause in meine Spielzeugtonne. Deckel auf, Brote (noch in Alufolie verpackt) rein, Deckel zu. Das ging über Jahre. Eines Tages hatte ich Hunger und kam in meiner kindlichen Dummheit auf die Idee, diese verstauten Brote zu verzehren. In meinem Kopf schien das logisch. Sie waren ja in Folie verpackt und konnten nicht schlecht werden - dachte ich. Als ich den Deckel der Blechtonne öffnete erschien mir der Geruch schon seltsam, auch dass sich die Folienklumpen irgendwie warm anfühlten ließ mich stutzig werden. Als ich das erste "Brot" auswickelte, kam nur eine gräulich-grüne Masse zum Vorschein, die mich schlagartig begreifen ließ, dass das Brot komplett vergammelt ist. Da nicht auffliegen durfte, dass ich das Brot nie gegessen hatte, zerrte ich die Tonne eines Tages, als ich alleine daheim war, auf den Dachboden. Dort suchte ich mir in der hintersten Ecke eine Stelle, an der ich diese komische gelbe "Wärmedämmwolle" anhob, die einfach nur unterhalb der Dachziegel lose aufgelegt war, und stopfte alle Gammelpäckchen darunter. Ich weiß nicht, ob sich das alles mittlerweile schon abgebaut/zersetzt hat, wir sind ein paar Jährchen später umgezogen.


Damit sich dieses Drama nicht wiederholt, habe ich dann alle meine Brote unangetastet am Ende des Schultages in den Mülleimer des Klassenzimmers geschmissen. Das Ende vom Lied: mein bester Freund erzählte meiner Mutter, dass ich die Brote immer in den Müll werfe. Sie schmierte mir dann keine Brote mehr. War auch besser so. Tut mir Leid, Mutti! Zum Glück weiß niemand, was mit den anderen Broten geschehen ist.

Beichthaus.com Beichte #00027401 vom 12.01.2010 um 07:58:19 Uhr in 27356 Rotenburg (Hindenburgstraße) (24 Kommentare).

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Das d mit dem b verwechselt

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Betrug Lügen Falschheit Schule Kinder Wien

Am Anfang der Volksschule/Grundschule war meine Legasthenie noch stärker ausgeprägt, wodurch ich immer das kleine d mit dem b verwechselte. Jedes mal hat meine geduldige Lehrerin es mit ihrem roten Stift durchgestrichen und richtig drüber geschrieben - und jedes mal habe ich das von mir falsch geschriebene ausradiert (wir durften nur mit Bleistift schreiben) und richtig hingeschrieben, so das es aussah als hätte meine Lehrerin etwas richtiges durchgestrichen und das gleiche darüber geschrieben. Wenn meine Eltern meine Hefte angeschaut haben habe ich immer versucht ihnen zu erklären das meine Lehrerin mich nicht mag. Schon da merkte ich das sie sehr naiv sind, sie haben es mir geglaubt, bei Elternsprechtagen waren sie immer sehr unhöflich zu der besagten Lehrerin. Obwohl ich damals erst 7 Jahre alt war plagt mich seit dem ein schlechtes Gewissen, es tut mir Leid liebe Volksschullehrerin.

Beichthaus.com Beichte #00027359 vom 30.12.2009 um 22:30:59 Uhr in Wien (14 Kommentare).

Gebeichtet von Jessie
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Zufallsbeichte
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Zivilisten gleich Zivildienstleistende

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Dummheit Kinder Zivi & Bund

Als Kind habe ich des Öfteren in den Nachrichten den folgenden Teil eines Satzes gehört: "In dem Krieg wurden erneut hunderte Zivilisten von Soldaten getötet". Damals habe ich gedacht, dass die Zivilisten Zivildienstleistende sind. Die Tatsache, dass der Staat ständig Wehrpflichtige gegen Zivis im Krieg antreten lässt und man sich für eine der beiden Seiten entscheiden musste, war für mich sehr angst einflößend. Deshalb wollte ich niemals Zivi werden, sondern gezwungenermaßen auf der anderen Seite - also auf der Seite der Wehrpflichtigen - stehen, um mein Überleben zu sichern. Im Nachhinein muss ich darüber lachen, aber als naives Kind erscheinen einem die konfusesten gedanklichen Konstrukte als logisch.
Einige Zeit später war mir dann schon klar, dass Zivilisten nicht zwangsläufig Zivildienstleistende sind. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich lauthals lachen musste, als mir der Arzt beim Kreiswehrersatzamt mitteilte, dass ich T3 gemustert wurde und ich mich somit nicht auf eine der beiden Seiten festlegen musste.

Beichthaus.com Beichte #00027340 vom 23.12.2009 um 12:21:14 Uhr (16 Kommentare).

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