Erbin des Familienunternehmens

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Aggression Lügen Selbstsucht Familie

Mein Vater ist Chef eines erfolgreichen Unternehmens, in dem Werkzeuge hergestellt werden. Dementsprechend bin ich (w/21) auch aufgewachsen. Meine Eltern achteten immer darauf, dass ich einen guten Umgang habe, und meldeten mich nach dem Abitur an einer nicht gerade günstigen Universität an. Da ich das einzige Kind bin, soll ich die Firma meines Vaters übernehmen. Ich führte bis dahin ein gutes, wenn auch oberflächliches Leben. Ich wollte aber auf gar keinen Fall die Firma übernehmen. Dies eröffnete ich meinen Eltern kurz vor der Geburtstagsfeier eines Geschäftsfreundes meines Vaters, nachdem meine Eltern mich fragten, ob ich mich schon auf das Studium freue. Meine Eltern waren mehr als sauer und stritten sich heftig. Mein Vater meinte, dass meine Mutter mich nicht gescheit erzogen hat und meine Mutter warf meinem Vater vor, dass man ja auch zur Sicherheit mehr Kinder haben muss, wenn eins nicht das macht, was man will.


Die Stimmung war mehr als schlecht, aber wir mussten ja zur Geburtstagsfeier. Dort musste ich mit verschiedenen Leuten anstoßen, und da ich zuvor wenig gegessen hatte, wirkte der Alkohol ziemlich schnell. Dann wurde ich von einem bekannten Ehepaar angesprochen und gefragt, ob ich die Firma meines Vaters übernehmen wolle. Ich meinte darauf, dass ich noch am Orientieren sei. Da meinte die Frau laut zu meinen Eltern, dass ich schon als Kind ziemlich pummelig und aufsässig war und dass ich meinen Eltern ja nicht so viele Sorgen bereiten solle. Da mich Alkohol schnell aus der Ruhe bringt, meinte ich zu ihr, dass an Größe 38 nichts falsch wäre und, dass ich ihr falsches Botoxgesicht als Kind schon nicht leiden konnte und sie sich nichts darauf einbilden solle, dass sie das Geld ihres Mannes für überteuerten Schmuck ausgibt, während viele Familien gar nicht wissen, wie sie über die Runden kommen.


Die anwesenden Leute waren größtenteils völlig entsetzt. Einige wenige mussten auch lachen, weil selbst sie diese Frau unausstehlich fanden. Mein Vater murmelte etwas von wegen "rebellische Phase", zerrte mich raus und sagte, ich solle mir ein Taxi nach Hause nehmen. Ich wusste, dass ich zu weit gegangen bin und meine Eltern bis auf die Knochen blamiert habe. Eine ganze Woche lang redeten meine Eltern nicht mehr mit mir, bis sie dann übertrieben freundlich zu mir meinten, ich könne ein Auslandsjahr machen und legten mir verschiedene Prospekte hin. Ich entschied mich für ein freiwilliges soziales Jahr in Südamerika. Begeistert waren sie nicht, aber sie ließen mich, in der Hoffnung, dass ich dann wenigstens Medizin studiere. Das wollte ich natürlich auch nicht, aber hielt das, der Bequemlichkeit wegen, geheim.


Mittlerweile mache ich eine Ausbildung als Sanitäterin. Das war noch einmal ein Schock für meine Eltern, aber sie haben eingesehen, dass es wichtig ist, dass ich glücklich bin. Dennoch konnte ich es nicht lassen, die Nerven meines Vaters nochmals zu strapazieren, indem ich ihn fragte, ob er nicht mal an meine Organisation, wo ich als Azubi tätig bin, spenden könne. Tatsächlich hat er das gemacht. Da ich mich bessern möchte, frage ich ihn nicht, ob er das nur von der Steuer abgesetzt hat.

Beichthaus.com Beichte #00037675 vom 22.02.2016 um 22:28:15 Uhr (20 Kommentare).

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Mit einem Namen gestraft

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Dummheit Peinlichkeit Schamlosigkeit Nachbarn Kinder

Unser Nachbar ist Vater geworden. Er ist etwas Jünger als ich (m/32) und wir waren früher beste Freunde. Er neigte allerdings als Kind schon dazu seinen Haustieren alberne Namen zu geben. Aber was sie ihrem Kind nun angetan haben, ist gegen die Menschenwürde. Es heißt: Jonte-Fritz. Das arme Kind wird sein ganzes Leben damit rumlaufen müssen. Wie kann man nur so grausam gegen seine eigene Brut sein? Irgendwann wird das Kind seine Eltern dafür hoffentlich in ein ganz mieses Altenheim stecken. Meine Beichte: Ich schäme mich für meinen ehemalig besten Freund und dessen Frau fremd.

Beichthaus.com Beichte #00037671 vom 22.02.2016 um 18:50:36 Uhr (14 Kommentare).

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“Beichte

Petersilie zwischen den Zähnen

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Ekel Engherzigkeit Unreinlichkeit Kollegen

Ich bin ein Mensch, der es anderen immer sagt, wenn sie beispielsweise Petersilie zwischen den Zähnen haben. Man selbst weiß das ja oft nicht und hofft im umgekehrten Fall, dass einem das auch gesagt wird. Doch in ganz seltenen Fällen lasse ich Leute ins offene Messer laufen - weil sie selbst schuld sind. Damit meine ich Leute, die sich weigern, eine Serviette zu benutzen. Mein Kollege von der Arbeit ist so ein Fall. Er bringt sich oft Essen vom Lokal zur Goldenen Möwe oder Pizza mit ins Büro. Das esse ich auch mal gerne, kein Problem! Aber er wischt sich wirklich nie den Mund ab - und die Finger auch nicht. Letztens hatte er deutliche Hamburger-Spuren auf der Wange. Damit ist er dann in ein Meeting gegangen.

Beichthaus.com Beichte #00037669 vom 22.02.2016 um 16:36:17 Uhr (3 Kommentare).

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Mein Kollege ist unfreundlich und dumm!

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Zorn Ungerechtigkeit Arbeit Kollegen

Ich (w) arbeite derzeit neben der Schule in einem Getränkemarkt. Dieser schließt Montag bis Freitag um 19 Uhr und am Samstag um 15 Uhr. Die Mitarbeiter sind fast alle total nett - bis auf einen. Der ist nicht der Hellste und blökt die Kunden ständig an, beispielsweise auch, wenn sie nach Ladenschluss noch in den Markt kommen. Dann heißt es: "Wer lesen kann, ist klar im Vorteil", oder auch einfach mal nur: "Kannst du lesen? Laden zu!" Als er das letztens zu einer Kundin gesagt hat, und die total verdattert guckte, meinte ich: "Der ist nur neidisch, er kann nämlich nicht sehr gut lesen." Das stimmt, der liest total stockend und abgehackt und wirkt auch aufgrund seines gesamten Verhaltens nicht gerade intelligent.


Er sah mich nach diesem Satz an, als wolle er mich im nächsten Moment umbringen. Aber egal, in dem Markt weiß jeder, dass der Typ einfach nur dumm und unfreundlich ist. Der Chef hat ihn auch nur eingestellt, weil er sehr kräftig ist und gut zupacken kann. Aber ich musste einfach mal was sagen. Es kann nicht sein, wie der Kerl mit den Kunden umgeht. Schließlich bezahlen die Kunden sozusagen sein Gehalt - denn die sind nicht von ihm abhängig, sie können auch im Getränkemarkt um die Ecke einkaufen. Was nicht heißt, dass sich Kunden alles erlauben dürfen - gegenseitiger Respekt und gegenseitige Höflichkeit müssen sein. Doch manche scheinen das nicht zu wissen.

Beichthaus.com Beichte #00037664 vom 22.02.2016 um 04:51:42 Uhr (9 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Kein Respekt vor unverschämten Omas

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Engherzigkeit Zorn Ungerechtigkeit 50+ Bahn & Co.

Ich (w/25) fuhr gestern Nachmittag, nach der Arbeit, mit dem Bus nach Hause. In unseren Bussen ist es so, dass direkt hinter dem Fahrer ein Doppelsitz ist und schräg hinter ihm ein Einzelsitz. Ich saß im Einzelsitz, im Doppelsitz saß am Fenster ein etwa neun- oder zehnjähriger Junge und daneben eine Frau um die 30. Dann stieg eine ältere Dame ein (etwa 75 bis 80 Jahre). Ich habe ihr meinen Platz angeboten. Sie meinte dann: "Nee, der Junge da kann doch aufstehen!" Ich erwiderte, dass das für mich gar kein Problem sei, und der Junge kann ja auch nicht so einfach aufstehen, er sitzt ja am Fenster. "Ich würde ja aufstehen, aber ich komme nicht vorbei", erwiderte da der Junge, und klang total lieb und höflich, aber ein wenig eingeschüchtert. Man muss dazu sagen, dass die 30-Jährige alles mitbekommen hat und nicht einmal auf die Idee kam, sich für das Geschehene zu interessieren. Sie tippte mit gelangweiltem Blick auf ihrem Handy herum.


"Ist schon okay, ich stehe doch auf", erwiderte ich aufmunternd. Da keifte die Alte los, wie wenig Respekt die Kinder doch heute hätten, in ihrer Kindheit hätte es etwas hinten draufgegeben, wenn man als Kind gewagt hätte, sitzen zu bleiben und einen Erwachsenen aufstehen zu lassen. Das hat sie in die Richtung des Jungen gemeckert. Ich habe nur einen verächtlichen Blick auf die Alte und die 30-jährige Trulla neben dem Jungen geworfen und habe mich dann ein paar Sitze weiter hinten hingesetzt. Als ich aussteigen wollte, saß die frustrierte, grauhaarige Schrapnell noch immer auf dem Einzelsitz und der Kleine noch immer im Sitz daneben. Ich bin zu ihm hin, hab ihm angegrinst und ihm in einer Lautstärke, die die Alte hören musste, gesagt, dass er sich überhaupt keine Gedanken machen soll, er hat tolle Eltern, tolle Freunde, die ihn alle mögen, weil er so ein lieber Kerl ist, und die hat niemanden, weil sie seit ihrer Kindheit eine unfreundliche Person ist, die anderer Leute fertigmacht.


Ich war von meiner Erklärung noch mehr überzeugt, als ich sah, dass der Junge Tränen in den Augen hatte und mit einem Mal wieder gelacht hat. Beim Aussteigen zeigte mir der Busfahrer einen Daumen nach oben. Ich habe Respekt vor fast jedem, aber es gibt Leute wie diese alte, da kann ich einfach keinen haben. Selbst Respekt einfordern, aber sich nicht benehmen können. Und Verbitterung ist keine Entschuldigung. Meine Großeltern und andere alte Menschen, die ich kenne oder kannte, haben durch den Krieg und die Zeit danach viel Leid erlebt und sind trotzdem nicht so gemein geworden, sondern menschlich geblieben. Ich bitte um Vergebung, dass ich einer alten, hilflosen Person so etwas an den Kopf geworfen habe.

Beichthaus.com Beichte #00037649 vom 20.02.2016 um 10:46:26 Uhr (11 Kommentare).

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