Fehlgeschlagene Empörung

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Neugier Zwietracht Kollegen Schwerin

Ich (w) habe mich in meiner neuen Firma ziemlich unbeliebt gemacht. Nach einem Umzug fing ich vor acht Wochen an, dort zu arbeiten. Mein neuer PC war noch nicht eingerichtet, also musste ich am Rechner eines anderen Kollegen arbeiten, der gerade im Urlaub war. Hier hatte ich auch Zugriff auf seine Cloud, wo auch aktuelle private Fotos hochgeladen wurden. Also habe ich mehr oder weniger seinen Urlaub mit anschauen können. Relativ schnell kamen dann die Ersten Fotos vom FKK-Strand zusammen mit seiner Frau. In der Pause habe ich das dann meinen neuen Kollegen unter gestellter Empörung berichtet und gelte seitdem als prüde und verklemmt. Selbst der Chef reagierte sehr gelangweilt auf die Fotos und hat mich darum gebeten, sowas direkt mit dem Kollegen abzuklären. Nachdem ich es ein paar Tage später nochmal angesprochen habe, reagieren alle sehr genervt. Als mein Kollege aus dem Urlaub zurück kam, bin ich leider auch noch rot angelaufen und das Gelächter im Büro war dann wirklich sehr groß. Seitdem hängt auch ein Penthouse Kalender im Büro und der Chef teilte mit, dass die Weihnachtsfeier dieses Jahr in einer Saunalandschaft stattfinden wird.

Beichthaus.com Beichte #00040300 vom 12.09.2017 um 13:04:42 Uhr in Schwerin (18 Kommentare).

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Der gemobbte Baggerschaufel - Azubi

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Boshaftigkeit Zwietracht Arbeit Kollegen Bochum

Lange ist es her, da arbeitete ich in einem kleinen Unternehmen, das sich zum Sommer immer wieder neue Praktikanten reingeholt hat, die dann bei guter Führung zum Azubi aufsteigen durften. Einer dieser Praktikanten hatte gerade sein Abitur in der Tasche und kam aus einem vermeintlich guten Elternhaus.

Offenbar war er aber derart behütet aufgezogen worden, dass sämtliche Umgangsformen aus dem Büroalltag fremd waren - er bestand darauf, die Schuhe auszuziehen und wollte, dass man gefälligst anklopft, ehe man in sein Büro kam. Lästige Aufgaben wie das Einkaufen oder der Weg zum Papiercontainer sollten seiner Meinung nach "gerecht verteilt" werden. Ich hatte sehr bald einen richtigen Narren an ihm gefressen und begonnen, ihn sukzessive zu mobben und fand auch schnell Anhänger.

Da sein Nachname an einer schaufelnde Tätigkeit erinnerte, wurde der Bagger quasi zum Synonym für ihn. Wir begrüßten uns mit einem modifizierten Handschlag, der einer Baggerschaufel nachempfunden war, dann hatten wir alle animierte Bagger als Bildschirmschoner oder kleine Spielzeugbagger auf dem Schreibtisch stehen. Er hat es als einziger nicht gecheckt! Da er laufend neue Stilblüten brachte und die dämlichsten Denkfehler beging, riss das Mobbing auch nicht ab. Im einen Moment kam er nicht auf die Idee, zwei Verlängerungskabel hintereinander zu schalten, um ein ausreichend langes Kabel zu bekommen, dann kriegt er es in drei Versuchen nicht hin, ein Stövchen in Betrieb zu nehmen ohne beim Ausblasen des Streichholzes auch das Teelicht zu löschen.

Der Junge hat wenig bis nichts auf die Kette bekommen, weshalb wir immer mehr irritiert waren, wie wir noch auf ihn reagieren sollten. Da stehen die Raucher auf dem Balkon und er fragt, ob die auf Lunge rauchen (Tabak), dann fängt er an selbstklebende Briefmarken anzulecken und sich wegen fehlenden Portos sich nach einer Briefmarke über 106 Cent zu erkundigen. Da ist es kein Wunder, dass am nächsten Tag in der ganzen Firma selbstgebastelte Briefmarken mit Baggermotiv und einem Nennwert von 106 Cent herumliegen. Dann sollte er den Wagen in der Garage parken, hat sich aber nicht die Zeit genommen, vorher zu prüfen, ob die Garage denn auch frei ist oder noch komplett mit Messeausstattung zugestellt ist - am Ende war er drei Stunden dafür weg. Egal, ob man zynisch, sarkastisch, sachlich oder absurd komisch auf seine hilflosen Fragen reagiert hat - er hat es ganz offensichtlich nicht verstanden. Der Kerl war nicht behindert, sondern einfach nur gnadenlos naiv, was wir dafür nahezu unbegrenzt ausgenutzt haben, um uns zu amüsieren und den Frust mit ihm abzubauen.

Die ganze Firma hat mitgemacht und jede seiner Steilvorlagen verwandelt. Ehrlich wäre gewesen, sich mit ihm hinzusetzen, ihm zu sagen, dass das mit der Ausbildung keinen Sinn hat und er vielleicht erstmal ein Auslandsjahr, FSJ oder Grundwehrdienst machen sollte, um das wahre Leben kennenzulernen. Stattdessen hat man ihn drei Jahre lang für mindestens so dumm verkauft wie er dämlich war. Später hat mir der Junge leid getan, sodass ich versucht habe, ihn unter meine Fittiche zu nehmen - vor allem deshalb, weil ich das Mobbing gegen ihn initiiert habe. Es ist Jahre her und noch immer erzählt man sich Legenden über ihn - wie er das Fahrtenbuch in den Altpapiercontainer geworden hat oder die Uni Halle mit der Unihalle verwechselt hat. Traurig, aber leider wahr.

Beichthaus.com Beichte #00040169 vom 10.08.2017 um 22:28:18 Uhr in Bochum (14 Kommentare).

Gebeichtet von gumnade aus Remscheid
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“Beichte

Antifaschistisch, minimalistisch, sozialistisch

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Aggression Hass Gesellschaft

Ich verabscheue die neuen westlichen "Werte". Heutzutage haben so viele junge Menschen, besonders Frauen, eine absolut verachtenswerte Attitüde. Egal, was wirklich Wichtiges um mich herum passiert, hauptsache, ich kann weiter konsumieren, richtig? Das noch gepaart mit einer unvorstellbaren, beim völligen Fehlen jeglicher Leistungen unnachvollziehbaren Arroganz, und schon hast du den neuen Westler. Es wird einen auf Individualität gemacht, aber kaum trägt jemand etwas unmodisches, was nur heißt, dass jemand nicht aufreizend gekleidet ist, wird gelästert und gemobbt. Die sexuelle Revolution lief falsch. Die Vordenker wollten ein für viele Menschen wichtiges Thema aus der Tabuecke ziehen; sie haben es in der Schmuddelecke vergessen, sodass die PR-Industrie besser werben kann. Es ging um soziale Liberalisierung, nicht um künftige Konsumbefeuerung, nicht um aufreizende Kleidung, die auch nicht zu aufreizend sein darf. Vollendet ist sie, wenn jeder ohne Scham in jeder Kleidung (auch nackt) über jedes Thema sprechen kann.

Auf die Spitze treiben es diese pseudolinken, lifestylefeministischen "Alternativen". Dass mit dieser Szene etwas falsch sein muss, erkennt man schon daran, dass da auch alle ähnlich aussehen. Ihr wollt doch eine Alternative zum Mainstream sein, oder? Warum bildet ihr dann euren eigenen Stream und grenzt selbst aus, statt einfach jeden willkommen zu heißen? Ich bin selbst Sozialist. Ich habe nichts gegen Linke, ich freue mich über neue Gesinnungsgenossen. Aber viele Alternative fallen vor allem dadurch auf, dass sie sich absolut keine Gedanken machen. In unter zehn Minuten habe ich im direkten Gespräch bei jenen bisher immer zum Gesinnungswandel geführt (danach natürlich rückrekrutiert). Diese persönlichkeitslosen Mitläufer sind für unsere Sache schädlicher als jeder Kravalltouri. Am Schlimmsten jedoch ist ihr feministischer Aspekt. Dahingehend sind sie zwar wenigstens normalerweise informiert und wirklich interessiert, aber sie können diese Ansätze nicht übertragen. Sie misshandeln die Sprache und bezeichnen Menschen als "Mannsweib". Sie sind für die Homoehe und beleidigen mit dem Wort "schwul". Sie sind gegen Rollenbilder und halten sie letztlich auch am Leben. Diese Menschen manifestieren mit ihrer Sucht nach Individualität das, was sie zerstören wollen.

Nun zur eigentlichen Beichte: Ich habe als rethorisch relativ begabter Mensch in meiner Wut über eine unbedachte Aussage drei Mädchen, zwei davon alternativ, durch die Zerstörung ihres Weltbildes so entblößt, dass sie weinten. Das hat mir leidgetan, auch wenn ich ihnen eine neue, bessere Perspektive gab: antifaschistisch, minimalistisch, sozialistisch.

Beichthaus.com Beichte #00040134 vom 31.07.2017 um 01:56:06 Uhr (16 Kommentare).

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Komm her Kitty, es gibt Katzenmilch!

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Zorn Ungerechtigkeit Boshaftigkeit Kollegen Hannover

Seit acht Wochen bin ich (m/24) die neue Attraktion im Büro und das alles nur, weil ich einen Kollegen in meine Wohnung eingeladen habe. Zur Vorgeschichte: Als wir Feierabend hatten, habe ich ihn noch zu mir eingeladen, um ein Bier zu trinken, aus dem einen Bier wurden vier und es wurde spät. Ich bot ihm an, auf dem Sofa zu übernachten, was er dankend annahm. Am nächsten Morgen habe ich für uns Kaffee gekocht und mein Kollege fragte, wo denn die Milch wäre und ob ich eine Katze hätte, da im Kühlschrank nur Katzenmilch stand. Ich gestand ihm, dass ich die Katzenmilch trinke, was er schräg fand. Nachdem wir dann zur Arbeit gingen, war alles normal.

Am nächsten Tag dann der Schock: auf meinem Schreibtisch stand eine Dose Katzenfutter, ich hörte einige Kollegen kichern. Mir war sofort klar, dass der blöde Affe dafür verantwortlich war. Es hat sich im gesamten Büro herumgesprochen, dass ich Katzenmilch trinke. Statt mich mit meinem Namen anzusprechen, bin ich nun als "Katzenspinner", "Milchbubi" und "Kitty" bekannt. Wenn meine Kollegen mich brauchen, schütteln sie mit einer Dose, in der Büroklammern aufbewahrt werden und rufen: "Miez, Miez, Miez!" Sogar der Chef macht mit. Eines Tages kam er zu mir, klopfte mir auf die Schulter und sagte: "Sie haben heute super gearbeitet, dafür gibt es ein Leckerlie!", daraufhin reichte er mir einen Keks, im Hintergrund hörte man das schallende Gelächter der anderen Mitarbeiter. Ich nehme viele Dinge mit Humor und kann auch über mich selbst lachen, aber das geht mir einfach nur gegen den Strich und ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann. Ich bin eigentlich selbst schuld, vielleicht habe ich auch einfach keinen Humor.

Beichthaus.com Beichte #00040098 vom 25.07.2017 um 19:36:50 Uhr in Hannover (23 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Ungarin um ihren Lohn betrogen

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Faulheit Prostitution Geld Wien

Ich ließ mich mal von einer hübschen, kleinen Ungarin in einem Wiener Studio ordentlich französisch entsaften. Zwischendurch musste sie kurz aus dem Zimmer, um einer Kollegin was zu übersetzen, die kein Deutsch sprach. Außerdem habe ich sie wohl beim Kochen unterbrochen. Alles zusammen war es ein nettes Erlebnis, die Kleine wusste was sie tat, und hat nach der Vollendung noch alles schön im Mund behalten. Jedenfalls ging ich glücklich entspannt, setzte mich in mein Auto (Super! Parkplatz direkt vor der Türe) und machte mich auf den Heimweg. Da fiel es mir ein - ich hatte ihr die vereinbarten 50 Euro nicht gegeben. Sie hatte mich aber auch nicht mehr danach gefragt. Shit. Was jetzt?

Zum Zurückfahren hatte ich mich schon zu weit durch den Stau gequält. Also beschloss ich, wenn ich wieder in der Gegend bin, rein zu schauen und ihr das Geld nachträglich zu geben. Nachdem ich in dieser Gegend nur sehr selten bin, kam ich in der nächsten Zeit dort nicht vorbei, und irgendwann hatte ich es vergessen. Als es mir dann nach Monaten wieder einfiel, hatte sie den Job bereits aufgegeben. Damit habe ich nicht gerechnet, sie war einige Jahre da und bekannt für ihre Künste.

Als kleinen Ausgleich habe ich die 50 Euro dann zu Weihnachten für behinderte Kinder gespendet. Jedenfalls tut es mir leid, dass ich nicht schneller zu ihr zurück bin, und ich sie so um ihren mehr als verdienten Lohn gebracht habe. Ich erbitte Absolution - es war keine Absicht.

Beichthaus.com Beichte #00040092 vom 25.07.2017 um 12:05:57 Uhr in Wien (22 Kommentare).

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