Ich habe zu wenig Selbstbewusstsein zum Leben!

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Verzweiflung Begehrlichkeit Gesellschaft

Ich bin heute während einem Probearbeiten in einem sozialen Beruf abgehauen. Nicht, weil mir die Arbeit mit den Klienten nicht gefallen hätte, sondern weil der Chef in mir Panik ausgelöst hat mit seinen Fragen und Aussagen, was mir bewusst gemacht hat, wie wenig Selbstbewusstsein ich eigentlich habe. Ich lasse es zu, dass mich meine Mitmenschen mit Mobbereien kaputtmachen, das war schon in der Schule so und hat sich bisher nicht geändert. Nun trampelt meine Chefin auf mir rum, was dazu geführt hat, dass mein Arbeitsvertrag nicht nur nicht verlängert wurde, sondern die Alte sich auch noch mein letztes bisschen Selbstwertgefühl krallt. Ich liebe meinen Beruf und meinen Job mit den Klienten mache ich gut und mit Leidenschaft. Das heute war die Krönung einer langen Arbeitssuche. Ich vermassele alle meine Vorstellungsgespräche, weil mir Vorgesetzte Angst machen und ich mich so klein fühle. Dabei will ich so gerne arbeiten. Ich will nicht daheim rumsitzen und habe hart gekämpft für meinen Beruf, um aus meinen Verhältnissen rauszukommen. Coachings haben bislang nichts gebracht.

Da meine Geschwister durch Drogen ihr Leben mehr als in den Sand gesetzt haben (die eine hockt fast im Knast und der andere ist schwer schizophren), war ich bislang die Einzige, die ihr Leben einigermaßen im Griff hatte. Nun habe ich seit einigen Wochen Antidepressiva zu Hause herumliegen, die ich mich noch nicht getraut habe zu schlucken - aus Angst, so zu werden wie meine Geschwister. Ich will mein Leben im Griff haben, arbeiten, heiraten und Kinder. Doch daraus wird wohl nichts. Ich beichte also, dass ich ein kaputter Mensch bin, der sein Leben in den Sand setzt, durch fehlendes Selbstwertgefühl.

Beichthaus.com Beichte #00040308 vom 13.09.2017 um 17:53:39 Uhr (13 Kommentare).

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Fehlgeschlagene Empörung

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Neugier Zwietracht Kollegen Schwerin

Ich (w) habe mich in meiner neuen Firma ziemlich unbeliebt gemacht. Nach einem Umzug fing ich vor acht Wochen an, dort zu arbeiten. Mein neuer PC war noch nicht eingerichtet, also musste ich am Rechner eines anderen Kollegen arbeiten, der gerade im Urlaub war. Hier hatte ich auch Zugriff auf seine Cloud, wo auch aktuelle private Fotos hochgeladen wurden. Also habe ich mehr oder weniger seinen Urlaub mit anschauen können. Relativ schnell kamen dann die Ersten Fotos vom FKK-Strand zusammen mit seiner Frau. In der Pause habe ich das dann meinen neuen Kollegen unter gestellter Empörung berichtet und gelte seitdem als prüde und verklemmt. Selbst der Chef reagierte sehr gelangweilt auf die Fotos und hat mich darum gebeten, sowas direkt mit dem Kollegen abzuklären. Nachdem ich es ein paar Tage später nochmal angesprochen habe, reagieren alle sehr genervt. Als mein Kollege aus dem Urlaub zurück kam, bin ich leider auch noch rot angelaufen und das Gelächter im Büro war dann wirklich sehr groß. Seitdem hängt auch ein Penthouse Kalender im Büro und der Chef teilte mit, dass die Weihnachtsfeier dieses Jahr in einer Saunalandschaft stattfinden wird.

Beichthaus.com Beichte #00040300 vom 12.09.2017 um 13:04:42 Uhr in Schwerin (18 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Der gemobbte Baggerschaufel - Azubi

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Boshaftigkeit Zwietracht Arbeit Kollegen Bochum

Lange ist es her, da arbeitete ich in einem kleinen Unternehmen, das sich zum Sommer immer wieder neue Praktikanten reingeholt hat, die dann bei guter Führung zum Azubi aufsteigen durften. Einer dieser Praktikanten hatte gerade sein Abitur in der Tasche und kam aus einem vermeintlich guten Elternhaus.

Offenbar war er aber derart behütet aufgezogen worden, dass sämtliche Umgangsformen aus dem Büroalltag fremd waren - er bestand darauf, die Schuhe auszuziehen und wollte, dass man gefälligst anklopft, ehe man in sein Büro kam. Lästige Aufgaben wie das Einkaufen oder der Weg zum Papiercontainer sollten seiner Meinung nach "gerecht verteilt" werden. Ich hatte sehr bald einen richtigen Narren an ihm gefressen und begonnen, ihn sukzessive zu mobben und fand auch schnell Anhänger.

Da sein Nachname an einer schaufelnde Tätigkeit erinnerte, wurde der Bagger quasi zum Synonym für ihn. Wir begrüßten uns mit einem modifizierten Handschlag, der einer Baggerschaufel nachempfunden war, dann hatten wir alle animierte Bagger als Bildschirmschoner oder kleine Spielzeugbagger auf dem Schreibtisch stehen. Er hat es als einziger nicht gecheckt! Da er laufend neue Stilblüten brachte und die dämlichsten Denkfehler beging, riss das Mobbing auch nicht ab. Im einen Moment kam er nicht auf die Idee, zwei Verlängerungskabel hintereinander zu schalten, um ein ausreichend langes Kabel zu bekommen, dann kriegt er es in drei Versuchen nicht hin, ein Stövchen in Betrieb zu nehmen ohne beim Ausblasen des Streichholzes auch das Teelicht zu löschen.

Der Junge hat wenig bis nichts auf die Kette bekommen, weshalb wir immer mehr irritiert waren, wie wir noch auf ihn reagieren sollten. Da stehen die Raucher auf dem Balkon und er fragt, ob die auf Lunge rauchen (Tabak), dann fängt er an selbstklebende Briefmarken anzulecken und sich wegen fehlenden Portos sich nach einer Briefmarke über 106 Cent zu erkundigen. Da ist es kein Wunder, dass am nächsten Tag in der ganzen Firma selbstgebastelte Briefmarken mit Baggermotiv und einem Nennwert von 106 Cent herumliegen. Dann sollte er den Wagen in der Garage parken, hat sich aber nicht die Zeit genommen, vorher zu prüfen, ob die Garage denn auch frei ist oder noch komplett mit Messeausstattung zugestellt ist - am Ende war er drei Stunden dafür weg. Egal, ob man zynisch, sarkastisch, sachlich oder absurd komisch auf seine hilflosen Fragen reagiert hat - er hat es ganz offensichtlich nicht verstanden. Der Kerl war nicht behindert, sondern einfach nur gnadenlos naiv, was wir dafür nahezu unbegrenzt ausgenutzt haben, um uns zu amüsieren und den Frust mit ihm abzubauen.

Die ganze Firma hat mitgemacht und jede seiner Steilvorlagen verwandelt. Ehrlich wäre gewesen, sich mit ihm hinzusetzen, ihm zu sagen, dass das mit der Ausbildung keinen Sinn hat und er vielleicht erstmal ein Auslandsjahr, FSJ oder Grundwehrdienst machen sollte, um das wahre Leben kennenzulernen. Stattdessen hat man ihn drei Jahre lang für mindestens so dumm verkauft wie er dämlich war. Später hat mir der Junge leid getan, sodass ich versucht habe, ihn unter meine Fittiche zu nehmen - vor allem deshalb, weil ich das Mobbing gegen ihn initiiert habe. Es ist Jahre her und noch immer erzählt man sich Legenden über ihn - wie er das Fahrtenbuch in den Altpapiercontainer geworden hat oder die Uni Halle mit der Unihalle verwechselt hat. Traurig, aber leider wahr.

Beichthaus.com Beichte #00040169 vom 10.08.2017 um 22:28:18 Uhr in Bochum (14 Kommentare).

Gebeichtet von gumnade aus Remscheid
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Antifaschistisch, minimalistisch, sozialistisch

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Aggression Hass Gesellschaft

Ich verabscheue die neuen westlichen "Werte". Heutzutage haben so viele junge Menschen, besonders Frauen, eine absolut verachtenswerte Attitüde. Egal, was wirklich Wichtiges um mich herum passiert, hauptsache, ich kann weiter konsumieren, richtig? Das noch gepaart […]
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Beichthaus.com Beichte #00040134 vom 31.07.2017 um 01:56:06 Uhr (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Komm her Kitty, es gibt Katzenmilch!

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Zorn Ungerechtigkeit Boshaftigkeit Kollegen Hannover

Seit acht Wochen bin ich (m/24) die neue Attraktion im Büro und das alles nur, weil ich einen Kollegen in meine Wohnung eingeladen habe. Zur Vorgeschichte: Als wir Feierabend hatten, habe ich ihn noch zu mir eingeladen, um ein Bier zu trinken, aus dem einen Bier wurden vier und es wurde spät. Ich bot ihm an, auf dem Sofa zu übernachten, was er dankend annahm. Am nächsten Morgen habe ich für uns Kaffee gekocht und mein Kollege fragte, wo denn die Milch wäre und ob ich eine Katze hätte, da im Kühlschrank nur Katzenmilch stand. Ich gestand ihm, dass ich die Katzenmilch trinke, was er schräg fand. Nachdem wir dann zur Arbeit gingen, war alles normal.

Am nächsten Tag dann der Schock: auf meinem Schreibtisch stand eine Dose Katzenfutter, ich hörte einige Kollegen kichern. Mir war sofort klar, dass der blöde Affe dafür verantwortlich war. Es hat sich im gesamten Büro herumgesprochen, dass ich Katzenmilch trinke. Statt mich mit meinem Namen anzusprechen, bin ich nun als "Katzenspinner", "Milchbubi" und "Kitty" bekannt. Wenn meine Kollegen mich brauchen, schütteln sie mit einer Dose, in der Büroklammern aufbewahrt werden und rufen: "Miez, Miez, Miez!" Sogar der Chef macht mit. Eines Tages kam er zu mir, klopfte mir auf die Schulter und sagte: "Sie haben heute super gearbeitet, dafür gibt es ein Leckerlie!", daraufhin reichte er mir einen Keks, im Hintergrund hörte man das schallende Gelächter der anderen Mitarbeiter. Ich nehme viele Dinge mit Humor und kann auch über mich selbst lachen, aber das geht mir einfach nur gegen den Strich und ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann. Ich bin eigentlich selbst schuld, vielleicht habe ich auch einfach keinen Humor.

Beichthaus.com Beichte #00040098 vom 25.07.2017 um 19:36:50 Uhr in Hannover (23 Kommentare).

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