Ich kann mich nicht freuen

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Ignoranz

Ich kann mich nicht freuen
Ich (m/26) habe ein Problem, das nicht viele haben: Ich kann mich nicht wirklich freuen. Und das geht schon so, seit ich denken kann. Bei Dingen, bei denen sich andere Menschen freuen, fühle ich einfach nichts (gleichgültig) und sehe es einfach als völlig normal an. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, wann ich mich das letzte Mal wegen irgendetwas gefreut habe oder überglücklich war.

Hier ein paar Beispiele: Guter Schulabschluss - nichts besonderes, haben ja die meisten. Ausbildungsstelle innerhalb von einer Woche gefunden - Keine Ahnung, warum sich manche beschweren, dass sie nur Absagen bekommen und monatelang nach einer Ausbildungsstelle suchen. Wenn man sich nicht gerade bescheiden anstellt und einen ordentlichen Text zusammenbekommt, ist das doch kein Problem. Theoretische Prüfung (Fahrschule) 0 Punkte - Mit etwas nachdenken, bekommt das ja wohl jeder hin. Praktische Prüfung ohne irgendwelche Bemerkungen vom Prüfer bestanden - Wenn man die Theorie hat, ist das eh nur noch ein Kinderspiel.

Nach Ausbildung unbefristet mit gutem Gehalt übernommen - Ist das bei guten Leistungen nicht normal? Eine Freundin haben die einen guten Charakter hat und gut aussieht - fast jeder hat doch eine Freundin, aber keine Ahnung, ob ich sie liebe, ich denke, dass es so etwas wie "Liebe" nicht gibt, stattdessen nur "Sympathie für jemanden empfinden". Innerhalb von einigen Monaten ein paar Gehaltserhöhungen - Ja gut, mehr Geld zum Ausgeben oder Sparen. Neues Handy gekauft - Irgendeins brauche ich ja, das alte Smartphone ging nicht mehr an. Als erstes Auto eine fast neue Kompaktklasse mit Hinterradantrieb aus Bayern für circa 20k - ist nur ein Auto, und ich habe ja auch alles dafür zusammengespart. Ist ein tolles Auto, aber wirklich freuen? Fehlanzeige.

Mir ist klar, dass die Mehrheit diese Beispiele wahrscheinlich als arrogant ansehen werden, aber so sind sie nicht gemeint, es sind einfach nur Dinge, bei denen ich immer wieder gemerkt habe, dass sich andere Menschen über solche "Meilensteine" im Leben freuen, nur ich nicht. Vielleicht ist es mir ja sogar auch gleichgültig. Und leider habe ich absolut keine Ahnung, ob und was ich dagegen machen kann, aber zum Psychologen werde ich bestimmt nicht gehen.

Beichthaus.com Beichte #00039949 vom 26.06.2017 um 15:52:05 Uhr (34 Kommentare).

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Ich ertrage meine besten Freunde nicht mehr!

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Falschheit Ignoranz Selbstsucht Ungerechtigkeit Freunde Dresden

Ich (w/29) beichte, dass mich meine, mir am nächsten stehenden, Mitmenschen (sprich meine besten Freunde) gerade alle so dermaßen ankotzen. Ich habe letzten Herbst endlich mein Studium hinter mich gebracht, das ich am liebsten jeden Moment geschmissen hätte. Ich habe psychisch wirklich sehr gelitten, aber meinen Freunden nie die Ohren vollgeheult, sondern viel mit mir selbst ausgemacht. Nach bestandenem Abschluss hatte ich das Glück, sofort einen super Traumjob zu bekommen. Endlich habe ich Geld und die sorgenvollen Jahre mit Geldproblemen im Studium waren vergessen. Dann kam dazu, dass mein Freund mir einen Heiratsantrag gemacht hat und ich freue mich eigentlich schon sehr auf unsere Hochzeit.

Wäre da nicht mein Umfeld. Für meine Handvoll Vertrauenspersonen bin ich nur eine Ablagestelle für ihre Probleme. Ich werde mit Nachrichten überschütten, was gerade schon wieder schief läuft in ihrem Leben. Ich bin auch für jeden Einzelnen da, was mir wichtig ist. Ich finde es aber im Gegensatz umso trauriger, dass sich bis jetzt nur einer wirklich aufrichtig mit mir gefreut hat, dass ich heirate. Oder das ich endlich mal Erfolg habe in meinem Leben. Was noch dazu kommt, ist, dass bis auf einen meiner Freunde alle Single meines Alters sind. Ich erzähle schon gar nicht mehr von meiner Beziehung oder Plänen, weil es nicht verstanden wird. Im Gegenzug höre ich mir an, wie schwer es ist, einen geeigneten Partner zu finden.

Ich habe meinen Freunden auch oft sehr klare und harte Worte gesagt, wenn sie sich im Kreis gedreht haben. Denn das macht man als Freund so und sie haben in meinem Leben auch oft mit mir ehrlich gesprochen, wenn es bei mir schief lief. Aber seit letzter Zeit fehlt mir der Arsch in der Hose, um zu sagen, dass mir das gerade völlig egal ist, was ihre Probleme angeht. Zumal die meisten durch bloße Kommunikation mit dem anderen gelöst werden könnten. So oft habe ich versuch zu helfen und jetzt habe ich einfach kein Bock mehr. Ich reagiere auf „Heul-Mimimi-Nachrichten“ nicht mehr und bei Gesprächen schalte ich auf Durchzug. Meine Beichte: Ich weiß nicht, ob ich zu egoistisch bin, aber in meinem Kopf habe ich gerade auf die wichtigsten Menschen in meinem Leben kein Bock mehr und würde gerne einfach mal ein halbes Jahr mit allen eine Beziehungspause einlegen.

Beichthaus.com Beichte #00039904 vom 16.06.2017 um 15:28:09 Uhr in Dresden (10 Kommentare).

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Jogging-Runden bei der Beerdigung

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Ignoranz Peinlichkeit Sport Tod

Ich (m) war heute Nachmittag bei schönem Wetter eine meiner beiden wöchentlichen Laufrunden drehen. Das mache ich meistens auf dem nahegelegenen Waldfriedhof. Ruhe, saubere Luft und wenig Leute. Heute war dort zur Abwechslung blöderweise auch mal wieder gleichzeitig eine Beerdigung am Start. Ich musste die bummelige Leichenprozession schon auf dem Hauptweg zwei Mal überholen, was man eigentlich nicht tun sollte, da es angeblich Unglück bringt und dann, als ich später um die Ecke gebogen bin, bin ich unversehens genau in die Trauergemeinde reingelaufen, welche dort am offenen Grab stand und aus einer Gruppe überwiegend alter Leute jenseits der 70 bestand. Angerempelt habe ich zum Glück niemanden. Aber besonders gut erzogen waren die Alten auch nicht. Das, was mir dort an Schimpfworten nachgerufen wurde, gehört sich wirklich nicht auf Beerdigungen. Ich habe mir dann am Ausgang auch mal die Friedhofsordnung durchgelesen. Dort steht nur was von Radfahr- und Skateboardverbot, außerdem haben Hunde keinen Zutritt und nach Einbruch der Dunkelheit wird dort abgeschlossen. Laufen ist also offensichtlich erlaubt. Ich bin mir ganz sicher, die verblichene Maria B., 89 Jahre und von Beruf Schneiderin, hätte dafür Veständnis gehabt. Und für ihre unhöflichen Bekannten konnte sie nichts. Werde die nächsten Male aber unbedingt besser aufpassen, so etwas muss nicht nochmal passieren.

Beichthaus.com Beichte #00039863 vom 08.06.2017 um 22:11:54 Uhr (13 Kommentare).

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Der komische, alte Mann auf meinem Heimweg

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Vorurteile Ignoranz Gesellschaft Hannover

Als ich (w/20) vierzehn war, war ich immer für meine Eltern, die lange arbeiten, einkaufen. Einmal, auf dem Weg nach Hause, wurde ich von einem älteren Mann, ungefähr Mitte fünfzig, angesprochen, der mir Geld schenken wollte. Ich habe abgelehnt und er sagte, dass ich das richtig gemacht hätte und nichts von Fremden annehmen sollte. Er sah mich an und machte mir unzählige Komplimente zu meinem Aussehen und meinem Verhalten. Mir war das sehr unangenehm, ich kannte ihn nicht und er war ein wenig unheimlich. Er hat mich aber dennoch ein Stück nach Hause begleitet. Der Mann erzählte mir plötzlich von verschiedenen Dingen, zum Beispiel, dass seine Schwester vor 27 Jahren gestorben war und er Arzt werden wollte, er es aber nie geschafft hat. Nachdem wir ein Stück gelaufen waren, umarmte er mich und fragte nach einem Abschiedskuss. Ich habe ihn auf die Wange geküsst und hoffte, dass er dann schnell nach Hause ging. Er hat mich auch auf die Wange geküsst und mich umarmt, danach ist er gegangen.

Als ich es damals meinen Eltern erzählt habe, waren sie schockiert und machten sich Sorgen. Sie dachten, der Mann wäre ein Vergewaltiger. Ich denke, er war einfach nur einsam und brauchte jemanden zum Reden. Mir tat er ein wenig leid, er war komisch, aber ganz bestimmt kein Vergewaltiger. Als ich mich heute mit meinem Freund unterhalten habe, ist mir diese Geschichte wieder eingefallen, er findet, dass ich damals sehr naiv war und es immer noch bin - er hat einen starken Drang, mich zu beschützen und es tut mir leid, dass ich dieses Gefühl vermutlich noch verstärkt habe. Vielleicht bin ich wirklich naiv, aber der Mann schien für mich keine bösen Hintergedanken zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00039857 vom 07.06.2017 um 19:26:01 Uhr in Hannover (12 Kommentare).

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Eine Ohrfeige für meinen Freund

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Falschheit Ignoranz Liebe Frankfurt

Ich (w/29) habe ein schlechtes Gewissen aufgrund eines gemeinsamen Fetischs von mir und meinem Freund, obwohl das eigentlich nicht nötig wäre. Mein Freund (34), mit dem ich jetzt schon fast 9 Jahre zusammen bin, steht darauf Ohrfeigen zu bekommen. Er ist generell mal gerne etwas unterwürfiger aber nicht jemand der auf krasse Spiele steht. Es macht ihm wahnsinnig heiß, wenn er von mir geohrfeigt wird. Wir machen das einfach mal tagsüber oder beim Sex, aber insgesamt ziemlich regelmäßig und häufig, es ist fast schon ein tägliches Ritual.

Wie viele Ohrfeigen ich ihm gebe hängt ganz davon ab, wie viele er gerade will, mal nur 5-10, mal deutlich mehr über den Tag verteilt. Da ich gerne bei ihm bin, habe ich mich damit abgefunden, habe inzwischen auch Spaß daran und ich werde auch geil davon. Allerdings überkommt mich manchmal so ein seltsames Gefühl wenn ich im Fernsehen oder in der Zeitung etwas über häusliche Gewalt lese oder mit Freunden darüber spreche. Da wir niemandem davon erzählen wollen, behaupte ich dann immer schnell ihn noch nie geschlagen zu haben, obwohl ich ihm in fast 9 Jahren Beziehung bestimmt schon abertausende Ohrfeigen gegeben habe.

Manchmal wünschte ich, ich würde einfach mehr dazu stehen und mich deswegen nicht manchmal komisch fühlen. Ich beichte also, meinem Freund seit wir uns kennen wahrscheinlich Ohrfeigen im hohen 5-stelligen Bereich gegeben zu haben und dass wir Sex, bei dem ich ihn nicht klatsche, irgendwie nicht so richtig genießen können.

Beichthaus.com Beichte #00039843 vom 04.06.2017 um 17:11:34 Uhr in Frankfurt (15 Kommentare).

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