Ich nehme anderen den Job weg!

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Arbeit

Ich (m/28) habe ein tolles Jobangebot erhalten, das ich nach Ostern nur noch unterschreiben muss. Da es sehr viele Bewerber gibt, ist es fast schon ein Privileg, einen der Jobs zu ergattern. Eigentlich müsste ich nun literweise Sekt trinken oder zumindest ein paar Dosen Bier vertilgen, doch mir ist gar nicht danach. Ich schäme mich nämlich dafür, den Job zu bekommen, weil ich damit anderen Bewerbern einen Platz wegnehme. Das ist wohl so eine psychische Macke von mir. Ich finde, dass ich den Job nicht verdient habe und dass andere das besser können als ich. Und ich fühle mich schlecht, wenn andere dann wegen mir arbeitslos sind. Ich weiß, dass diese Einstellung total krank ist, aber ich kann es nicht ändern.


Ich spiele sogar mit dem Gedanken, den Job nicht anzunehmen, damit jemand anders sich darüber freuen kann. Vermutlich werde ich das nicht tun, aber ich bin mir sicher, dass ich nach der Unterschrift noch trauriger sein werde als jetzt. Ich habe einfach ein Problem damit, jemand anderem etwas wegzunehmen. Ich lasse sogar im Supermarkt die letzte Packung eines Artikels stehen, damit ich sie niemandem wegkaufe. Und nun erhalte ich einen guten Job, aber kann mich nicht freuen. Ich habe das Gefühl, den Job nicht verdient zu haben, obwohl es dafür gar keinen Grund gibt. Ich kann irgendwie mit Erfolgen nicht umgehen und brauche wohl eine Behandlung. Aber wenn ich die mache, bin ich den Job gleich wieder los. Die nehmen nur psychisch gesunde Leute und das muss man sich attestieren lassen. Dann werde ich mal beim Chef so tun, als ob ich mich wahnsinnig freue, dabei bin ich ein innerliches Wrack. Sorry.

Beichthaus.com Beichte #00035400 vom 06.04.2015 um 11:28:32 Uhr (10 Kommentare).

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Ausgleich für eine harte Arbeitswoche

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Peinlichkeit Faulheit Trägheit Arbeit

Ich (m/32) bin "Jung-Manager". Ich verdiene meine 80.000 Euro sowie Firmenwagen und Bonus, trage Personalverantwortung und leite meinen kleinen Fach- und Themenbereich. Unter der Woche sieht man mich meist mit Anzug in Besprechungen sitzen, doch am Wochenende mache ich selbst den Arbeitslosen auf RTL Konkurrenz. Meinen Karfreitag habe ich damit verbracht, im Bademantel auf dem Bett zu liegen, dabei auf dem Laptop zu zocken und Tiefkühlpizza im Bett zu fressen. Ich habe weder geduscht noch mir die Zähne geputzt und in der Küche - sowie dem Rest der Wohnung - stapeln sich die dreckigen Teller. Würde mich so jemand von "oben" in der Arbeit sehen, würde ich wohl nicht mal mehr meinen eigenen Tacker verwalten dürfen. Ob ich mich deswegen schäme? Ein wenig schon, doch arbeite ich meine 50 Stundenwoche und sehe das als dringend benötigten Ausgleich.

Beichthaus.com Beichte #00035385 vom 03.04.2015 um 21:58:22 Uhr (19 Kommentare).

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Geld vs. furchtbare Ehe

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Verzweiflung Ekel Falschheit Partnerschaft Büsum

Ich beichte, dass ich meinen Mann hasse, mich aber nicht scheiden lassen will. Also es ist so: Mein Mann und ich sind seit 17 Jahren verheiratet. Er ist 39, ich bin 38. Die ersten Jahre unserer Ehe waren sehr gut, aber mit der Zeit haben wir uns auseinandergelebt. Im Bett läuft bei uns schon seit ein paar Jahren nichts mehr, weil er irgendwann anfing, sich immer mehr gehen zu lassen. Mittlerweile ist es so, dass er sich nur noch ungefähr einmal die Woche am Waschbecken wäscht und frische Unterwäsche und ein frisches Hemd anzieht. Seine Anzüge waren alle samt schon ewig nicht mehr in der Reinigung. Aber er kann es sich leisten, stinkend und mit fettigen Haaren zur Arbeit zu gehen, weil er der Chef ist. Duschen tut er nur noch, wenn er einen sehr wichtigen Geschäftstermin hat. Ich will ihm aber nicht mehr näher kommen und er hat auch kein Interesse mehr daran. Im Haushalt macht er gar nichts und in seiner Freizeit sitzt er meistens vor dem PC. Ich mache den Haushalt allein. Ansonsten treffe ich mich gern mit meinen Freundinnen, fahre mal ein Wochenende weg oder gehe shoppen. Jetzt werden sicherlich manche sagen: Warum lässt du dich nicht scheiden? Nun ja, das will ich nicht, weil er ganz gut verdient. Ich schäme mich zwar ein bisschen dafür, aber ich will einfach nicht auf meinen Lebensstandard verzichten.

Beichthaus.com Beichte #00035383 vom 03.04.2015 um 16:19:07 Uhr in Büsum (25 Kommentare).

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Organisierter Diebstahl in der Familie

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Diebstahl Lügen Selbstsucht Habgier Geld Stockelsdorf-Curau

Ich (w/24) beichte, dass ich früher wiederholt meine eigenen Eltern bestohlen habe. Wir sind und waren nie arm dran, meine Eltern sind beide berufstätig und verdienen gutes Geld, wir leben in einem sehr großen schönen Haus, mit mittlerweile drei Autos und Pool im Haus. Als ich ungefähr 11 war, fing ich an, mich für materielle Dinge zu interessieren, Zeitschriften, Schmuck, Klamotten. Da ich vier Geschwister habe, fiel mein Taschengeld eher gering, dem Alter aber sehr angemessen aus. Mir reichte das nicht. Ich fing damit an, meiner Mutter die Münzen für den Einkaufswagen aus den Jackentaschen zu klauen. Wenn niemand in Sicht war, auch mal kleinere Beträge aus der Geldbörse - wir reden hier von 50 Cent bis zwei Euro. Davon kaufte ich mir Bibi-Blocksberg-Zeitschriften und Süßigkeiten. Ab und zu wurde sie misstrauisch und fragte mich, woher ich das Geld dafür hätte. Ich log und sagte, ich hätte gespart und jetzt absolut gar nichts mehr an Geld übrig. Mein Diebesgut versteckte ich irgendwo in meinem Zimmer.


Mein Vater schien etwas weniger Übersicht über seine Finanzen zu haben. Er bewahrte stets eine Menge Bargeld in seinem Geldbeutel in der Jackentasche auf. Des Öfteren bediente ich mich mit über 50 Euro in der törichten Annahme, er würde das nicht bemerken, da niemals Kommentare oder Ähnliches kamen. Ich kaufte mir munter Klamotten und Schmuck, gab die Sachen als Geschenke und Abgetragenes von Freundinnen aus. Eines Tages lag auf dem Küchentisch ein Zettel meiner Mutter, auf dem sie bekannt gab, dass jemand in der Familie Geld klauen würde und sie sehr enttäuscht von uns Kindern wäre. Sie hätten uns immer gerecht und gut behandelt und es hat uns ja auch wirklich nie an etwas gemangelt. Trotzdem wollte ich immer mehr und besseres. Ich habe die Schuld von mir geschoben und so kam nie raus, wer das Geld wirklich genommen hatte. Über die Aktion wurde nach dem Zettel nicht ein einziges Wort verloren. Mein Vater verstaute sein Geld von da an woanders und ich musste aufhören, mich zu bedienen. Einige Male habe ich auch 50er und 100er aus der Handtasche meiner Reitlehrerin mitgehen lassen. Auf Familienfesten habe ich Jacken durchstöbert, aber nie was gefunden.


Ich habe keine Ahnung, ob jemals jemand vermutet hat, dass ich das war, aber ich habe im Alter von 11 bis ungefähr 16 unglaubliche Summen an Geld geklaut - von meinen liebevollen, aufrichtigen und niemals knausrigen Eltern. Das tut mir unendlich leid, aber ich glaube nicht, dass ich das ihnen gegenüber jemals zugeben werde. Ich schäme mich unendlich, zumal sie mich heute noch mit Geld unterstützen im Studium, wobei sie nicht wissen, dass ab und zu etwas davon für Zigaretten und Tattoos drauf geht, wovon beide gar nichts halten würden. Ich liebe meine Eltern und bitte um Absolution für mein gieriges 11-jähriges Ich. Ich habe mir fest vorgenommen, ihnen möglichst viel zurückzuzahlen, sobald ich ein geregeltes Einkommen habe. Des Weiteren kann ich mittlerweile sehr gut mit Geld umgehen. Ich lebe sparsam und bestehe darauf, dass ich mit meinem Freund und generell Freunden Kosten immer fair aufteile. Ich habe nie wieder geklaut und inzwischen reizt es mich nicht mal mehr, selbst wenn ich vielleicht könnte.

Beichthaus.com Beichte #00035381 vom 02.04.2015 um 15:08:32 Uhr in Stockelsdorf-Curau (7 Kommentare).

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Der Verlust meines geliebten Hundes

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Lügen Falschheit Verzweiflung Tiere

Vor einigen Wochen ist mein kleiner, geliebter Hund mit fünf jungen Jahren ganz plötzlich gestorben und ich trauere ihm unendlich nach, da er wie ein Kind für mich war. Ich hatte viel zu kämpfen in den letzten Jahren und war sehr alleine, aber er war immer da. Ich habe noch nicht einmal ansatzweise mit der Trauerarbeit begonnen und schiebe alles einfach weg, weil es zu schmerzhaft ist. Jeden Abend jedoch kuschele ich mit meinem Plüsch-Chihuahua und gebe ihm Küsschen, auch wenn ich die Wohnung verlasse. Ab und zu rede ich mit ihm oder mit meinem toten Hund und erzähle ihm, wie sehr ich ihn vermisse und liebe. Ich komme mir ziemlich psycho vor, aber der Schmerz ist zu groß. Meine Freunde lüge ich oft an und sage, ich hätte eine Magen-Darm-Grippe, obwohl ich mich eigentlich aus Depression - klinisch bestätigt, habe ich schon seit gut acht Jahren - und weil ich lieber alleine zu Hause im Bett heulen und mich mit niemandem treffen will. Ich hasse es zu lügen, aber ich schäme mich dafür, psychisch labil zu sein. Vergebt mir, dass ich gute Freunde anlüge.

Beichthaus.com Beichte #00035379 vom 02.04.2015 um 11:41:43 Uhr (13 Kommentare).

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