Kein Vertrauen zu meinen Eltern

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Engherzigkeit Habgier Familie Geld

Kein Vertrauen zu meinen Eltern
Meine Eltern lassen sich scheiden. Es war schon seit Jahren unerträglich bei uns Zuhause. Jedes Mal, wenn ich gesehen habe, dass das Auto meines Vaters in der Einfahrt steht und er demzufolge daheim ist, wusste ich bereits, dass das Mittagessen eine Mischung aus Provokationen und Stille sein wird. Ich fand den Auszug meines Vaters, der zwei Monate in Anspruch nahm und währenddessen wir kein Wort wechselten, also nicht überraschend. Dennoch liebte ich meinen Vater. Jetzt jedoch, nach seinem Auszug und weiteren zwei Monaten des Schweigens, rief mein Vater mich an. Ich habe im Rahmen der Scheidung ein Formular unterschrieben, welches meine Mutter dazu berechtigt, die Unterhaltszahlungen meines Vaters an mich zu verwalten. Ich bin volljährig und kurz vor meinem Abitur. Deshalb wollte ich mich auch aus der Schlammschlacht der Scheidung möglichst heraushalten und die Verantwortung abgeben. Mein Vater wollte mir bei unserem ersten Gespräch seit Monaten jedoch einreden, meine Mutter wolle mich über den Tisch ziehen und dass ich ihm doch auch verbunden sei. Ich wusste zu Anfangs nicht, worauf er hinauswollte. Schließlich begann er, mir Angebote zu machen. Ich bräuchte ja, wenn ich studiere, eine Wohnung und er bot mir an, bei ihm zu wohnen. Meine Mutter sei nur auf das Geld aus und wenn ich Geld bräuchte, sollte ich zu ihm kommen.<br /> <br /> Ohnehin hätte er meiner Mutter bereits einen größeren Betrag übergeben. Ich stellte meine Mutter zur Rede und sie behauptete, der Geldbetrag sei deutlich kleiner gewesen. Gleichzeitig lässt sie mich völlig im Unklaren. Ich kann meinen eigenen Eltern nicht mehr trauen und habe beschlossen, gleich nach meinem Abitur auszuziehen und mir eine eigene Wohnung zu suchen. Gleichzeitig werde ich versuchen, soviel Geld aus meinen Eltern zu holen, wie ich kann. Ich weiß, das wirkt gierig und egoistisch. Allerdings bin ich der Einzige, dem ich noch vertraue.

Beichthaus.com Beichte #00030844 vom 02.03.2013 um 00:00:14 Uhr (17 Kommentare).

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Stehen im Bus

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Engherzigkeit Bahn & Co.

Stehen im Bus
An sich bin ich (w) ein sozialer Mensch und möchte nach meinem Abitur auch ein FSJ machen. Deswegen war ich heute mit dem Bus unterwegs, da ich ein Vorstellungsgespräch für eine FSJ-Stelle hatte. Da ich kurz nach Schulschluss mein Vorstellungsgespräch hatte, war es dementsprechend voll im Bus. Glücklicherweise hatte ich mir einen Sitzplatz sichern können und war recht glücklich, dass ich nicht stehen musste. Doch ganz zum Schluss stieg noch eine verwahrlost wirkende Frau ein, die Krücken zum Laufen brauchte. Im ersten Moment wollte ich sofort aufstehen und ihr meinen Platz anbieten, aber ich zögerte. Denn kaum war die Dame eingestiegen, lästerte sie im lauten Ton, so dass sie sogar all die Schüler deutlich übertönte. Sie erklärte, dass unser politisches System nichts wert sei, da wir eine Kanzlerin hätten und keinen Kanzler. Wir bräuchten wieder einen Mann an der Spitze und diverse ähnliche Aussagen. Ich beichte also, dass ich einer vermutlich gehbehinderten Frau in einem vollen Bus nicht meinen Platz angeboten habe, da sie sich äußerst abfällig und herablassend über andere Menschen geäußert hatte. Übrigens: Nicht nur Frauen wurden von ihr beschimpft, es traf auch einige Männer. Ich fand in diesem Moment, dass es ihr dann nur recht geschieht, wenn sie stehen muss. Im Nachhinein tut es mir leid, dass ich so gehandelt habe, da das nicht viel besser war als ihr eigenes Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00030840 vom 28.02.2013 um 18:22:26 Uhr (22 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die chinesische Falttechnik

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Rache Ekel Arbeit Heilbronn

Die chinesische Falttechnik
Ich war vor fast zehn Jahren Zeitungsausträger, soweit nichts Schlimmes. An manchen Häusern befinden sich keine Zeitungsfächer, sondern lediglich normale Briefkästen. Manche sind so eng, dass kaum zwei aufeinandergelegte Briefe durch den Schlitz passen. Was macht man also? Man quetscht die Zeitung zusammen und stopft sie so weit rein, wie es geht. Meist hängt der Großteil aber noch draußen. Eines Wochenendes waren wir - ein Freund und ich - normal am Austragen, als uns ein wutentbrannter Bürger entgegenkam, der uns ziemlich beschimpft hat. Inkompetent war so das harmloseste, was wir zu hören bekommen haben. Er erzählte uns, weil wir die Zeitung halb im Briefschlitz gelassen haben und es angefangen hat, zu regnen, ist die ganze Suppe durch den geöffneten Briefschlitz sowohl in den Briefkasten als auch in das Haus gelaufen. Auf meine Frage, wie ich das Ding in den Briefkasten kriegen sollte, folgten nochmal ein paar Anzweifelungen an meine Kompetenz und eine chinesische Falttechnik, mit der er nach einigem Hin und Her die Zeitung gerade so in den Schlitz bekommen hat. Dafür musste die Zeitung in fünf Teile zerlegt, zusammengepresst und hinein gestopft werden. Dass ich umgerechnet 1,30 Euro die Stunde verdiene und wohl kaum an jedem Haus mit solch einem Briefschlitz eine Minute lang falten kann, habe ich dann für mich behalten. Ich habe mich entschuldigend und das Schlachtfeld verlassen. Ich habe dafür gesorgt, dass die Zeitung komplett im Briefschlitz landet. <br /> <br /> Wo bleibt also die Beichte? Regelmäßig, wenn ich am Wochenende unterwegs war und Abends mit dem Nachtbus nach Hause gekommen bin, habe ich auf den zehn Minuten Fußweg einen kleinen Umweg eingelegt und in seinen Briefkasten uriniert. Heute finde ich es zwar nicht mehr in Ordnung, aber darüber schmunzeln muss ich schon noch. Die meisten Anwohner haben uns auf unseren Touren immer höflich um Sonderwünsche gebeten und diese haben wir auch immer ordnungsgemäß erfüllt.

Beichthaus.com Beichte #00030839 vom 28.02.2013 um 11:29:56 Uhr in Heilbronn (27 Kommentare).

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Das Familienverhältnis ist eine Lüge

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Lügen Verrat Familie Eilsleben

Ich möchte hiermit beichten, dass ich meine Mutter und meine komplette Familie mütterlicherseits seit Jahren regelmäßig belüge. Kurz dazu die Vorgeschichte: Meine Eltern haben sich früh scheiden lassen, meine Mutter hatte bald einen neuen Lebensgefährten und mit ihm eine Tochter, die vier Jahre jünger ist als ich. Nach ein paar Jahren wurde bei meinem Stiefvater Schizophrenie diagnostiziert, die er allerdings nie behandeln ließ. Stattdessen fing er an zu trinken, verlor seinen Job und wurde gewalttätig. Immer öfter rutschte ihm die Hand auch mir gegenüber aus und irgendwann blieb es nicht mehr bei Schlägen, sondern ging bis zu sexuellem Missbrauch. Ich habe die Erlebnisse bis heute nicht wirklich überwunden, bin in Therapie und deshalb aus psychischen Gründen seit Jahren arbeitsunfähig. Als ich mit 13 Jahren endlich den Mut hatte, mich meiner Mutter anzuvertrauen, hat sie es als Lüge abgetan und meinte, ich wolle ihn nur loswerden, um sie für mich allein zu haben. Ich habe damals verlangt, sie müsse sich zwischen ihm und mir entscheiden, weil ich dachte, Blut ist dicker als Wasser und in so einem Fall würde sie sich ja wohl für ihre Tochter entscheiden. Stattdessen hat sie mich ins Internat geschickt.<br /> <br /> <br /> Gott sei Dank haben mich mein Vater und seine Frau damals einigermaßen aufgefangen und zu meiner Familie väterlicherseits habe ich seitdem sehr guten Kontakt. Auf jeden Fall hat sich meine Mutter vor einigen Jahren von ihm getrennt, und so langsam schien sie dann zu verstehen, was sie mir mit ihrem Verhalten angetan hat. Seitdem, ich bin heute fast 23, entschuldigt sie sich regelmäßig für ihre Fehler, macht mir teure Geschenke und versucht, so gut es geht in jeder Beziehung für mich da zu sein. Ich kann ihr aber bis heute nicht verzeihen, dass sie mein Leben zerstört und mich als emotionales Wrack hat sitzen lassen, als ich sie gebraucht hätte. Wenn ich ihr das allerdings sage, fängt sie sofort an zu heulen, und wenn ich mich nicht sofort entschuldige, ruft sie ihre Mutter an, die beschwert sich dann lautstark bei mir. Wenn ich auf die nicht höre, kommt nach und nach die ganze Familie mütterlicherseits an und verteidigt meine Mutter solange, bis ich mich entschuldige. Eigentlich habe ich einen fürchterlichen Hass auf meine Mutter und bin menschlich einfach enttäuscht von ihr. Ich war auch hinter ihrem Rücken mit meinem Vater bei einem Notar und habe, nur für den Fall der Fälle, ein Testament, eine Patientenverfügung und alles mögliche hinterlegt, so dass, falls mir etwas zustoßen sollte, nur noch mein Vater und meine Stiefmutter zuständig sind. Meiner Mutter und ihrer kompletten Familie spiele ich allerdings vor, dass ich ihr all das verziehen hätte und spiele glückliche Familie, auch wenn ich dafür oft lügen muss. Es tut mir auch leid, vor allem, wenn ich unschuldige andere Familienmitglieder anlügen muss, aber trotzdem kann ich nicht anders. Ich habe ein schlechtes Gewissen dabei, etwas vorzuspielen, was meinen eigentlichen Ansichten komplett widerspricht, aber ich habe nicht die Kraft, meine Meinung der ganzen Familie gegenüber durchzusetzen.

Beichthaus.com Beichte #00030837 vom 28.02.2013 um 05:23:30 Uhr in Eilsleben (16 Kommentare).

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“Beichte

Kein Unterhalt von meinem Vater

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Geiz Habgier Geld Familie Berlin

Ich (m/18) beichte hiermit, dass ich mir ständig überlege, wie ich meinem Vater noch mehr Unterhalt aus dem Kreuz leiern könnte. So hat, zum Beispiel, meine Mutter diesmal kein Weihnachtsgeld bekommen, weswegen sich ihr Einkommen verringert und er mehr zahlen müsste. Aber bevor hier Empörung auftritt, erkläre ich die Situation lieber etwas mehr. Mein Vater hat nie genug Unterhalt für mich gezahlt, obwohl er es hätte machen können. Er hat extra eine schlechtere Lohnklasse genommen, damit er nicht so viel zahlen muss und selbst das wenige hat er nie komplett bezahlt. Meine Mutter wollte sich dies jedoch nicht übers Jugendamt holen, weil sie nicht wollte, dass sich das Verhältnis zwischen mir und meinem Vater verschlechtert. Als ich, kurz bevor ich 18 wurde, Mist in der Schule gebaut habe, hat er dies als Anlass gesehen, als ich 18 wurde, die Zahlung einzustellen. Meine Entscheidung, auf einer anderen Schule weiterzumachen, stützt er nicht und will er auch nicht unterstützen, meinte er. Ich habe mich anwaltlich informiert und mir wurde gesagt, dass ich weiterhin einen Anspruch hätte. Seine Aussage war, dass es dann ja tolle Institutionen gibt, welche bei verschiedenen Meinungen entscheiden, wer recht hat. Als dann mein Anwalt ihm geschrieben hat und sein Anwalt ihm wohl gesagt hat, er hätte keine Chance, hat er die Zahlung wieder aufgenommen. Und was mich mit Schadenfreude erfüllt: er muss jetzt mehr zahlen als zuvor. Mit Schadenfreude erfüllt es mich auch, weil er daraufhin den Kontakt zu mir abgebrochen hat mit den Worten, er hätte nun keinen Sohn mehr. Wenn ihm das Geld wirklich so wichtig ist, dass er dafür seinen Sohn leugnet, hat er es auch verdient, so viel wie möglich zu zahlen. Schlecht fühle ich mich trotzdem öfter mal, wenn ich darüber nachdenke, wie sich unser Verhältnis entwickelt hat. Genau das, was meine Mutter immer verhindern wollte, aber für so ein Verhalten soll er so viel blechen wie möglich!

Beichthaus.com Beichte #00030836 vom 27.02.2013 um 23:37:34 Uhr in Berlin (Kantstraße) (24 Kommentare).

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