Das Familienverhältnis ist eine Lüge
Beichthaus.com Beichte #00030837 vom 28.02.2013 um 05:23:30 Uhr in Eilsleben (16 Kommentare).
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Gott sei Dank haben mich mein Vater und seine Frau damals einigermaßen aufgefangen und zu meiner Familie väterlicherseits habe ich seitdem sehr guten Kontakt. Auf jeden Fall hat sich meine Mutter vor einigen Jahren von ihm getrennt, und so langsam schien sie dann zu verstehen, was sie mir mit ihrem Verhalten angetan hat. Seitdem, ich bin heute fast 23, entschuldigt sie sich regelmäßig für ihre Fehler, macht mir teure Geschenke und versucht, so gut es geht in jeder Beziehung für mich da zu sein. Ich kann ihr aber bis heute nicht verzeihen, dass sie mein Leben zerstört und mich als emotionales Wrack hat sitzen lassen, als ich sie gebraucht hätte. Wenn ich ihr das allerdings sage, fängt sie sofort an zu heulen, und wenn ich mich nicht sofort entschuldige, ruft sie ihre Mutter an, die beschwert sich dann lautstark bei mir. Wenn ich auf die nicht höre, kommt nach und nach die ganze Familie mütterlicherseits an und verteidigt meine Mutter solange, bis ich mich entschuldige. Eigentlich habe ich einen fürchterlichen Hass auf meine Mutter und bin menschlich einfach enttäuscht von ihr. Ich war auch hinter ihrem Rücken mit meinem Vater bei einem Notar und habe, nur für den Fall der Fälle, ein Testament, eine Patientenverfügung und alles mögliche hinterlegt, so dass, falls mir etwas zustoßen sollte, nur noch mein Vater und meine Stiefmutter zuständig sind. Meiner Mutter und ihrer kompletten Familie spiele ich allerdings vor, dass ich ihr all das verziehen hätte und spiele glückliche Familie, auch wenn ich dafür oft lügen muss. Es tut mir auch leid, vor allem, wenn ich unschuldige andere Familienmitglieder anlügen muss, aber trotzdem kann ich nicht anders. Ich habe ein schlechtes Gewissen dabei, etwas vorzuspielen, was meinen eigentlichen Ansichten komplett widerspricht, aber ich habe nicht die Kraft, meine Meinung der ganzen Familie gegenüber durchzusetzen.