Hulk

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Gewalt Drogen Dummheit Nachbarn Polizei

Ich muss eine Sache erzählen, die schon etwas her ist, aber für mich immer noch sehr unangenehme Auswirkungen hat. Mit Anfang 20 geriet ich in etwas zweifelhaften Umgang mit ein paar Kumpels, die zwar offiziell studierten, aber eigentlich nur den ganzen Tag am abhängen waren. Drogen spielten dabei auch eine größere Rolle. Wir trafen uns immer bei einem meiner Kumpels in der Wohnung zum Fernsehen, Zocken und Kiffen. Manche von der Clique dort schmissen allerdings auch Trips oder rauchten Meth. In seiner Nachbarschaft wohnten fast nur alte Leute, die wir öfter anpöbelten, weil wir uns ihnen gegenüber unbesiegbar fühlten. Eines Tages zog allerdings ein junger Mann in eine der Wohnungen im Nachbarhaus ein. Er war unauffällig und sehr nett zu allen Menschen, das Einzige was an ihm ein bisschen hervorstach war, dass er ungewöhnlich muskulös war. Nach kurzer Zeit begannen wir auch ihn vollzulöffeln wann immer wir ihn sahen und er bekam den Spitznamen "Hulk" von uns verpasst. Er reagierte fast nie darauf, höchstens mal mit einem genervten Blick, also machten wir weiter. Wir vermieden es allerdings ihm alleine zu begegnen, da wir nicht wussten, ob er sich vielleicht doch mal für die Pöbeleien revanchieren würde. Aus Spaß an der Freude schlitzten wir ihm auch zweimal die Autoreifen auf, und schlugen einmal seine Windschutzscheibe ein. Natürlich waren wir dabei so vorsichtig, dass er nur vermuten konnte, dass wir es gewesen waren.


Irgendwann hatte er eine Freundin, die natürlich auch sofort Opfer unserer Attacken wurde. Einer meiner Kumpels trieb es soweit, sie als Hulk-Hure zu beschimpfen, außerdem machten wir ständig anzügliche Witze und Gesten, wenn sie uns über den Weg lief. Sie ignorierte uns solange, bis der Inhaber der Wohnung, in der wir uns trafen, sie mal nachts total high versuchte zu betatschen und wahrscheinlich noch schlimmere Sachen mit ihr anstellen wollte. Sie wandte sich los und rannte glücklicherweise weg. Ich hatte nach der Aktion sofort ein mulmiges Gefühl, dass uns ihr Freund anzeigen würde. Ich räumte also alle Drogen weg, im Falle die Polizei stand morgens vor der Tür. Es gingen jedoch zwei Wochen ins Land, ohne das etwas passierte und wir pöbelten schließlich weiter, sogar schlimmer als je zuvor. Die Drogen holten wir auch wieder aus ihren Verstecken. Drei Wochen nach der Aktion klingelte es früh Punkt um sechs Sturm. Wir waren alle total breit und übernächtigt. Mir ging trotzdem sofort ziemlich die Muffe. Einer meiner Kumpels schnappte sich einen Baseballschläger und ging damit zur Tür. Danach hab ich nur noch bruchstückenhafte Erinnerungen. Ich weiß nur noch, dass er nach dem Öffnen sofort zu Boden ging, der Baseballschläger flog ihm aus der Hand. Außerdem kann ich mich noch daran erinnern, dass jemand mehrmals hintereinander laut "Hinlegen, Polizei" rief. Das Nächste was ich genau weiß ist, dass ich auf dem Boden lag, mir die Hände gefesselt wurden und ich einen schweren Stiefel sehr fest im Genick hatte. Dann zerrte man uns einen nach dem anderen aus der Wohnung.


Ich fing an zu weinen, weil ich daran denken musste, was meine Eltern wohl dazu sagen würden. Wir wurden schließlich auf das Polizeirevier verfrachtet. Als wir unsere Aussage machen mussten, erschrak ich heftig, denn einer der Polizisten, die mich verhörten, war unser Hulk. Es stellte sich im Nachhinein heraus, dass er beim SEK arbeitete. Was ich auch nicht gewusst hatte war, dass derjenige aus meiner Clique, dem die Wohnung gehörte, schon öfter mit Drogendelikten aufgefallen war, und wohl in größerem Stil mit Ecstasy dealte. Dem Kumpel, der Hulks Freundin betatscht hatte und der mit dem Baseballschläger zur Tür gegangen war, wurde im Zuge der Razzia übrigens am Hoden verletzt. Das ist meiner Meinung nach kein Zufall, allerdings hat nie jemand Anzeige erstattet. Ich selbst hatte danach wahnsinnigen Stress mit meinen Eltern und musste mein Studium abbrechen. Ich bin vorbestraft und hatte eine Weile nach der Razzia ein posttraumatisches Stresssyndrom. Mittlerweile bin ich Familienvater und meine Frau weiß nichts über mein Vorleben. Sie wundert sich nur, warum ich bei Verkehrskontrollen immer herausgezogen werde und öfter Drogentests bei mir durchgeführt werden. Hulk habe ich danach noch einmal zufällig privat in der Stadt getroffen, er hat mich gefragt ob ich ihm etwas zu sagen hätte. Ich habe mich schließlich entschuldigt. Woraufhin er meinte, dass ich froh sein könne, dass es für mich so glimpflich ausgegangen sei, denn er hätte uns ohne Weiteres auch allen getrennt auflauern, und uns so "hochnehmen können wie wir es verdient gehabt hätten", ohne dass jemand erfahren hätte, wer dahinter steckt. Ich fand zwar damals, dass er übertrieb, aber wenn ich mir vorstelle, dass jemand meine Frau so behandelt, wie wir seine Freundin behandelt haben, dreht sich mir der Magen um und mir wird bewusst was er meinte.

Beichthaus.com Beichte #00029577 vom 30.11.2011 um 11:09:53 Uhr (40 Kommentare).

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Schokoladensüchtig

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Völlerei Manie Maßlosigkeit Verschwendung Ernährung Bern

Ich (w) bin Schokoladensüchtig. Nicht normale Schokolade, obwohl ich auch die sehr viel esse, sondern Schokoladenpulver für die Milch. Mittlerweile nehme ich eigentlich oft auch nicht mehr Milch mit Schokopulver sondern umgekehrt. Normalerweise trinke ich dann zum Frühstück 1-2 Tassen Schokomilch, am Nachmittag circa 2 und am Abend 1-2, obwohl mir dann immer schlecht ist.
Am besten ist es übrigens, wenn man 5-6 Kaffeelöffel in der Milch verrührt, den Schokoschaum isst und dann nach ein paar Schluck wieder neues Pulver dazugibt. So ist das Ende dann am schokoladigsten. Ich achte jedoch darauf, dass es immer noch flüssig ist, sonst klebt der Hals so grässlich. Somit trinke ich an einem durchschnittlichen Tag so ein Liter Milch und nehme circa eine gefüllte Tasse Schokoladepulver zu mir. Man kann es auch ohne Milch essen, sehr fein!
Ich beichte, dass ich ziemlich viel Geld dafür verschwende. Außerdem werde ich wohl an einem verklebten Magen sterben.
Aber immer noch lieber Schokolade als Zigaretten, Drogen und Alkohol, nicht wahr?

Beichthaus.com Beichte #00029502 vom 08.11.2011 um 12:52:00 Uhr in 3027 Bern (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Cappuccino especiale mit Keks

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Rache Boshaftigkeit Ekel Unreinlichkeit Ernährung München

Die Angelegenheit liegt nun schon vier Jahre zurück und ich bin oftmals nicht wirklich reumütig, wenn ich zurückdenke an jenen Sommer. Trotzdem würde mir eure Absolution guttun, für diesen Vorfall: Meine Ehefrau - ich bin fast versucht von meiner Ex zu reden, wir sind seit bald drei Jahren getrennt und haben einen grausamen Rosenkrieg - hatte ihre drei besten Freundinnen zu Besuch. Sie saßen bei uns im Wintergarten, soffen meinen Prosecco und erzählten sich irgendeinen Scheiß. Hauptthema war die laufende Scheidung einer der Grazien, und wie Frau dem Manne am Besten die Hosen auszieht. Die Finanziellen versteht sich. Denn für anderes waren sie nicht zu haben, obwohl sie alle erstaunlich gut für ihr Alter aussehen. Mir gingen diese Sitzungen tierisch gegen den Strich. Und als ich sie einmal freundlich begrüßte und mit kollektiver Missachtung gestraft wurde, langte es mir. Ich fragte die Damen, ob ich ihnen einen Cappuccino machen sollte. Das war dann okay für sie. In der Küche schmiss ich die Jura an, begann mit der Kaffeeproduktion und holte mir in der Zeit einen runter. Wegen der chronologischen Untervögelung brachte ich in drei Minuten eine ordentliche Portion zusammen, die ich in einen Edelstahlbehälter spritzte, mit heißer Milch verdünnte und dann akkurat aufschäumte.

Ich tat noch ein bisschen Zucker rein, weil ich fürchtete, dass meine körpereigene Sahne etwas vorschmeckte. Tat sie aber nicht. Und der Schaum war so fest, dass man ihn hätte schneiden können. Ich habe dann meinen Cappuccino especiale mit einem Keks serviert und voll Freude zugeschaut, wie die Damen die Schaumberge erst einmal löffelten und sich die Lippen leckten. Ich musste mir echt auf die Unterlippe beißen, um ob des Lobes nicht loszulachen oder ihnen die Wahrheit zu sagen. Inzwischen sind drei der Damen geschieden und meine führt noch den Rosenkrieg. Lag das am Sperma? Und ist der Ärger, den ich jetzt habe, der Lohn für mein damaliges Tun? Bitte vergebt mir, damit Frieden einkehren kann.

Beichthaus.com Beichte #00029311 vom 27.08.2011 um 19:18:59 Uhr in München (Ludwigstraße) (24 Kommentare).

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Jacken anlassen und zum Chinesen

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Hass Rache Ernährung Restaurant Brake

Wir 5 Freunde (44-50 Jahre alt) treffen uns ab und zu und kochen was schönes für uns. Immer abwechselnd. Nur einer ist dabei, der hat immer zu wenig gekauft oder ist zu faul um was zu kochen. Als er das letzte mal dran war, sagte er, wir sollen unsere Jacken anlassen und wir gehen zum Chinesen. Was überhaupt nicht mein Ding ist. Wir waren sehr enttäuscht darüber, dass er sich wieder keine Arbeit machen wollte für seine Freunde. Und dann sagte er auch noch, dass es zum Essen nur ein Getränk gibt, sonst wird es zu teuer. Wir alle haben lange Gesichter gemacht. Er holte sich eine Vorsuppe und stellte sie auf den Tisch mit der Bemerkung, dass sie superlecker und pikant ist, er die Schärfe aber gut ab kann. Dann ging er wieder zum Buffet. Auf dem Tisch stand dann diese superscharfe rote Soße, die wohl jeder kennt, der schon man beim Chinesen war. Ich habe dann 4 Löffel voll von diesem Teufelszeug in seine Suppe gerührt. Zuerst hat er sich nichts anmerken lassen. Doch dann stand ihn der Schweiß auf der Stirn und jammerte herum wie scharf doch die Suppe wäre. Und er wollte unsere Getränke haben zum nachspülen. Wir haben uns kaputt gelacht und meinten nur, dass wir ja nur ein Getränk von ihm bekommen. Er ging darauf hin auf die Toilette und stillte seinen Durst. Bis heute weiß er nichts von meiner Aktion.

Beichthaus.com Beichte #00029098 vom 29.06.2011 um 10:09:23 Uhr in 26919 Brake (Kirchenstraße) (19 Kommentare).

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Lebensretter: Gießkanne

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Ekel Faulheit Unreinlichkeit Rolofshagen

Lebensretter: Gießkanne
In unserem Haus sind zurzeit einige Reparaturen in den Badezimmern nötig. Gerade sind die netten Herren wieder gekommen und belagern schon seit einer Stunde das Badezimmer und die Toilette. Da ich heute sehr viel getrunken habe und noch meine Tage habe, muss ich halt einfach mal pinkeln. Dann kam meine Mutter in mein Zimmer und meinte, dass das jetzt für ungefähr vier Stunden nicht ginge. Na toll, was jetzt? Ich habe gerade eben in eine Gießkanne gepinkelt und diese auf den Balkon gestellt. Ich bete zu Gott, dass meine Mutter sie nicht findet. Ich bin ein Ferkel. Und ich hoffe natürlich, dass ich die Gießkanne mit dem Pipi nicht vergessen werde.

Beichthaus.com Beichte #00029024 vom 09.06.2011 um 14:00:48 Uhr in Rolofshagen (18 Kommentare).

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