Keine Emotionen

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Ignoranz Morallosigkeit Unfall

Ich (w) habe letztes Jahr mein Studium in Erlangen begonnen und bin deswegen auch dort hin gezogen. Zurück blieben nur wenige Freunde in meiner Heimatstadt, darunter auch eine sehr gute Freundin die letzten Monat bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen ist. Zu dieser Zeit war ich in Erlangen und habe es erst am nächsten Tag erfahren als mich ihre Mutter anrief und mir unter Tränen die schreckliche Nachricht mitteilte. Ich fühlte nichts. Rein gar nichts. Ich sprach ihr tröstende Worte aus und sagte ihr, dass ich zur Beerdigung erscheinen würde und legte auf. Im Laufe des Tages bekam ich immer mehr Anrufe von gemeinsamen Freunden die völlig aufgelöst waren. Irgendwann bin ich nicht mehr ans Handy gegangen. Nicht weil ich es nicht mehr ertragen konnte über den Tod von ihr nachzudenken, nein, sondern weil, so hart es jetzt auch klingen mag, ich es nicht nachempfinden konnte. Ich spürte weder Schmerz, noch Trauer, noch sonst eine Emotion. Irgendwann ging mir das ständige Geheule einfach auf die Nerven.


Auf der Beerdigung habe ich mein Bestes gegeben und ein trauriges Gesicht aufgesetzt. All die trauernden Menschen um mich rum. Mittendrin ich. Ich kam mir so fehl am Platz vor. Es war als hätte ich mich in einen Kreis eingeschlichen zu dem ich eigentlich keinen Zutritt hatte. Ich stand vor ihrem Grab. Ich empfand immer noch nichts. Ich war einfach nur froh als es vorbei war. Ich verstehe, dass etwas schlimmes passiert ist. Ich verstehe, dass ich normalerweise hätte traurig sein müssen, dass ich wenigstens etwas empfinden hätte müssen. Doch ich tat es nicht. Ich konnte einfach nicht. Ich kann es einfach nicht nachempfinden. Das konnte ich noch nie. Ich habe schon überdurchschnittlich viele geliebte Menschen verloren. Trotzdem habe ich dabei nie etwas empfunden. Diese Gleichgültigkeit begleitet mich schon mein halbes Leben. Ich verletze Menschen emotional, psychisch. Nicht absichtlich. Nein. Sobald ich merke, dass ich wieder etwas schreckliches getan habe, tue ich mein Bestes um es wieder gerade zu biegen. Das gelingt mir nicht immer, doch ich versuche es. Ich beichte hiermit dass ich ein gleichgültiger, verletzender und unehrlicher Mensch bin.

Beichthaus.com Beichte #00029789 vom 08.02.2012 um 00:30:04 Uhr (28 Kommentare).

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Schüttel den Baum

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Dummheit Gewalt Waghalsigkeit Unfall

In Kindertagen habe ich (m/50) manches dummes Zeug veranstaltet, wovon ich eines ganz besonders bereue und es mir hier von der Seele schreiben möchte. Wir waren fünf Bengels im Alter zwischen acht und zehn Jahren. An einem schönen Herbsttag hatten wir uns mal wieder getroffen. Einer kam auf die Idee, Pflaume zu spielen. Dazu braucht man nur einen mittelgroßen Baum. Einer musste rauf klettern und die anderen schüttelten ihn dann runter. Dies geschah der Reihe nach, jeder war mal dran. Wir fanden das irgendwie lustig. Bis mein kleiner Bruder auf den Baum musste. Natürlich haben wir auch ihn vom Baum geschüttelt. Nur hat er sich dabei das Schlüsselbein gebrochen. Schlagartig war der Spaß vorbei und ich bereue es noch heute.

Beichthaus.com Beichte #00029788 vom 07.02.2012 um 22:46:31 Uhr (13 Kommentare).

Gebeichtet von Quartz
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Zufallsbeichte
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Die Kappe des Parfümfläschchens

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Masturbation Dummheit Waghalsigkeit Unfall Intim

Ich möchte eine für mich total peinliche, halb verdrängte Geschichte beichten, die schon einige Jahre her ist. Mit so 12/13 habe ich ab und an bei meiner besten Freundin übernachtet, die etwas mehr als ein Jahr älter war. Unser Einschlafritual bestand darin, von den Jungen oder Rockstars oder Sportlern zu schwärmen, die wir toll fanden, und uns dabei unter der Decke selbst zu streicheln. Manchmal machten wir es auch gegenseitig. Meine Freundin hatte dabei des Öfteren einen Höhepunkt, aber bei mir klappte das irgendwie nicht so recht. Natürlich wollte sie mir damit helfen und zeigte mir verschiedene Techniken. Das Einzige, worauf wir nicht zurückgriffen, war, es uns mit dem Mund zu machen, denn das war uns dann doch noch zu ekelig. Nachdem ich mit ihr einige Male kurz davor gewesen war, packte mich die Lust, es auch mal alleine auszuprobieren. Meine Freundin hatte mir den Tipp gegeben, dass sie den schnellsten und intensivsten Höhepunkt von ihrem Duschkopf bekam, also probierte ich es damit. Meine ersten dahingehenden Versuche waren auch sehr viel versprechend, aber irgendetwas fehlte. Ich experimentierte etwas herum, und stellte fest, dass es sich toll anfühlte, wenn ich mir einen länglichen Gegenstand einführte, nämlich die Kappe eines etwas extravagant geformten Parfümfläschchens meiner Mutter. Ich beschloss, den Duschkopf und die Kappe zu kombinieren und siehe da, es klappte. Leider sogar so gut, dass mir die Beine wegknickten, ich mir den Kopf an der Duscharmatur stieß, und vor Schmerz und Lust mit immer noch eingeführter Parfümflaschenkappe ohnmächtig wurde. Durch ganz viel Glück im Unglück fand mich die Freundin meines einige Jahre älteren Bruders, die zwar ziemlich über mein Missgeschick und meine anschließenden etwas hilflosen Erklärungsversuche lachte, aber nie etwas weitertratschte. Dafür bekam ich zu meinem vierzehnten Geburtstag von ihr einen Masturbationsratgeber für Frauen, der mir seitdem gute Dienste geleistet und weitere Peinlichkeiten erspart hat.

Beichthaus.com Beichte #00029699 vom 09.01.2012 um 10:59:37 Uhr (22 Kommentare).

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Die Verwandlung

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Zwietracht Engherzigkeit Unfall Gesundheit Partnerschaft Salzgitter

Ich bin seit ungefähr 10 Jahren mit meiner Frau verheiratet. Unsere Ehe entwickelte sich sozusagen aus einer etwas aus dem Ruder gelaufenen Sandkastenliebe. Meine Frau ist zwar wirklich wunderschön, aber ihr Charakter hatte sich in letzter Zeit sehr ins Negative gewandelt, sie war aufbrausend, herrisch und selbstgerecht. Ich tat alles dafür, sie glücklich zu machen, aber sie auch nur in irgendeiner Weise zufriedenzustellen grenzte zuletzt an ein Wunder. Insgeheim hatte ich schon mit meiner Ehe abgeschlossen, aber ich hätte es wohl nicht übers Herz gebracht, unseren beiden Kindern eine Trennung zuzumuten, obwohl meine Frau auch ihnen gegenüber unfair und willkürlich handelte. Ich hege außerdem den begründeten Verdacht, dass sie mehrere Affären hatte. Dann kam jedoch der Tag, an dem sich sprichwörtlich Alles veränderte. Meine Frau hatte einen Unfall auf unserem Gestüt beim Einreiten eines jungen Hengstes, mit dem umzugehen ich ihr abgeraten hatte. Sie hörte jedoch wie in so vielen Dingen nicht auf mich, und so kam es dazu, dass das Tier ihr mit voller Wucht gegen den Kopf trat. Sie erlitt schwere Kopfverletzungen, und die Ärzte sagten mir, dass sie nur mit Glück überleben würde, und ich in diesem Fall mit Behinderungen und Persönlichkeitsveränderungen ihrerseits rechnen müsse. Es folgten mehrere Wochen Koma, aus dem sie schließlich mit partieller Amnesie erwachte.


Glücklicherweise konnte sie einigermaßen sprechen und sich bewegen, aber sie wusste nur noch schemenhaft wie ihre Lebensumstände gewesen waren. Am Anfang dachte ich, dass sich das zu meinem Vorteil das Sorgerecht für die Kinder betreffend nutzen ließ, wenn denn tatsächlich eine Scheidung bevor stünde. Mein Anwalt machte also alle Papiere fertig und ich fasste den Plan, sie ihr eines Tages in der Reha, wenn sie wieder soweit hergestellt war dass sie es verkraften konnte, zu überreichen. Ich kümmerte mich inzwischen um eine Bleibe für sie und darum, dass sie nach der Scheidung gut versorgt wäre. Mit diesen Gedanken fuhr ich zum ersten Besuch zu ihr in die Reha. Diesen Tag werde ich nie vergessen. Sie sah mich erst ganz lange nur an, dann lächelte sie zaghaft. Das war so verletzlich und zerbrechlich zugleich, dass es mir fast die Sprache verschlug, denn ich hatte so etwas bei ihr vorher fast noch nie gesehen. Sie nahm meine Hand und hielt sie die ganze Zeit während des Besuches, als ich ihr alles erzählte, an das sie sich nicht mehr richtig erinnern konnte. Als ich dann schließlich gehen musste, musste ich ihr versprechen, am nächsten Tag wiederzukommen. Ich wartete anschließend monatelang darauf, dass meine Frau zu ihrem alten Selbst zurück fand, doch das passierte nie. Sie weinte als ich beim dritten Besuch wieder gehen musste, so herzzerreißend, dass ihre Pflegerin uns noch eine halbe Stunde mehr Besuchszeit gab. Außerdem bemerkte ich bei ihr im Umgang mit unseren Kindern das erste Mal wirkliche Liebe und Fürsorge. Irgendwann verbrannte ich die Scheidungspapiere im Kamin. Mittlerweile lebt sie wieder bei uns und sie ist wirklich wie ausgewechselt. Vor den Pferden hat sie jetzt etwas Angst, auch wenn sie sich an den Tag des Unfalls und diesen selbst nicht erinnern kann. Sie kuschelt sich jetzt jede Nacht an mich und fragt mich regelmäßig vorm Einschlafen, ob ich für immer bei ihr bleibe, und wie sie so einen Mann wie mich verdient hat. Unser Liebesleben ist neu aufgeflammt und besser denn je. Ich habe ihr nie gesagt, dass sie vor dem Unfall in meinen Augen eine derart schlechte Mutter und Ehefrau war, dass ich die Scheidung erwogen habe. Ich konzentriere mich darauf, ihr Geschichten der glücklichen Zeiten zu erzählen, und diese auszuschmücken. Sie hat mit der Frau vor dem Unfall nur noch das Aussehen gemein, aber ihre neue, nette und liebevolle Version gefällt mir um Längen besser. Ich glaube, dass ich mit ihr jetzt doch tatsächlich mein Leben verbringen möchte.

Beichthaus.com Beichte #00029679 vom 03.01.2012 um 23:56:07 Uhr in Salzgitter (48 Kommentare).

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“Beichte

Das Mädchen auf dem Fahrrad

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Ignoranz Feigheit Unfall

Als ich neulich morgens zur Arbeit ging, kam mir eine Mutter auf dem Fahrrad entgegen, deren Tochter ein paar Meter hinter ihr ebenfalls auf dem Fahrrad fuhr. Plötzlich, aus unerfindlichem Grund, stürzte das Mädchen und fiel voll auf die Fresse. Da lag sie circa vier Meter vor mir auf dem Boden und heulte (sie war vielleicht 9 Jahre alt) und war wie erstarrt. Ich guckte schnell auf meinen Mp3-Player, überlegte ob ich anhalten sollte und irgendwas helfen oder irgendwas sagen, beschloss dann weiterzugeben.
Der Sturz war nicht schlimm und sie war auch nicht verletzt oder so, sie hatte sich nur erschreckt, das sah ich als ich einige Meter später zurückschaute. Ein älterer Mann sprach beruhigend auf sie ein und die Mutter brach fast in Panik aus. Ehrlich gesagt dachte ich mir in dem Augenblick: Was hat deine Göre auch keinen Helm auf und die soll sich nicht so anstellen! Trotzdem fühlte ich mich ein bisschen schlecht. Aber was hätte ich schon sagen können? Die Mutter hätte mich sowieso weggeschickt. Und überhaupt, ich hatte es eilig (die beste Ausrede ever!).

Beichthaus.com Beichte #00029491 vom 05.11.2011 um 16:02:05 Uhr (15 Kommentare).

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