Die Schaukelkrankheit

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Selbstsucht Lügen Kinder Heiligensee

Die Schaukelkrankheit
Als ich ungefähr fünf Jahre alt war, war ich mit dem Kindergarten über ein paar Tage in einem Ferienlager. Die Schaukelsituation dort war ziemlich angespannt, denn es standen nur eine Handvoll Schaukeln für mehrere Kindergruppen zur Verfügung. Als ich mit einigen Freunden gerade die Schaukeln okkupiert habe, kamen nach einer Weile Kinder eines anderen Kindergartens auf uns zu. Sie vermeldeten selbstbewusst, dass wir ja nun lange genug geschaukelt hätten und sie jetzt an der Reihe seien. Mit einem bedauernden Gesichtsausdruck erklärte ich ihnen jedoch, dass ich an der Schaukelei ja gar keine Freude hätte. Im Gegenteil, ich hätte eine schwere Krankheit, zu deren Therapie täglich zwei bis drei Stunden Schaukeln nötig seien. Und wenn sie sich noch länger in meiner Nähe aufhielten, liefen sie Gefahr, angesteckt zu werden. Mit erschrockenen Gesichtern trollten sie sich und wir konnten in Ruhe weiter schaukeln.
Ich möchte also Beichten, andere Kinder um ihr wohlverdientes Schaukelerlebnis im Ferienlager gebracht zu haben. Wir haben tatsächlich weitaus mehr geschaukelt, als uns im Sinne der sozialen Gerechtigkeit zugestanden hätte.

Beichthaus.com Beichte #00031109 vom 01.05.2013 um 11:51:35 Uhr in Heiligensee (13 Kommentare).

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Menschen mit Smartphone-Sucht

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Hass Zorn Ignoranz Telefon Frankfurt

Menschen mit Smartphone-Sucht
Ich (m/47) gestehe, dass ich eine Aversion gegen Menschen habe, die durch eine Fußgängerzone laufen und gar nicht mitbekommen, was in ihrer unmittelbaren Umgebung passiert, da sie den Blick auf das Display ihres Smartphones gerichtet halten und dort dubiose Textbotschaften […]
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Beichthaus.com Beichte #00031108 vom 30.04.2013 um 19:00:26 Uhr in 60313 Frankfurt (Zeil) (37 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Bindungsangst

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Engherzigkeit Trägheit Partnerschaft

Ich (m/Mitte 30) muss hier heute mal etwas gestehen: Ich weiß nicht, was Liebe zwischen zwei Menschen ist. Ich habe schon relativ früh, so mit 13, 14 Jahren gemerkt, dass alle um mich herum irgendwie total am Rumspinnen sind, man unbedingt "miteinander gehen" muss. Ich habe nie einen großen Bedarf danach verspürt. Klar weiß ich, was Sympathie ist und pflege auch Freundschaften. Sexuell gesehen bin ich hetero und habe auch meinen Spaß daran. Aber einen Menschen so sehr zu mögen, dass ich zum Beispiel fest mit ihr zusammenziehe oder gar heiraten würde, kann ich mir einfach nicht vorstellen. Auch dieses "Kribbeln im Bauch" ist mir völlig fremd. Ich hatte aber nie auch nur das geringste Problem damit, Beziehungen völlig unerwartet und schnell zu beenden, wenn die Frau mich nervte oder sonst was. Mir tut es auch nicht weh, wenn eine Frau etwas mit mir beendet, Freunde verlieren dagegen empfinde ich als schlimm. Freundschaften mit Frauen sind übrigens kein Problem, eine Bekannte bezeichnet mich im Spaß immer als ihren nicht-schwulen schwulen besten Freund, weil ich eben keine Hintergedanken habe.

Die einzige Art von Liebe, die ich kenne und fühle, ist die gegenüber meiner Familie und meinen Haustieren. Dafür würde ich alles tun. Aber mein Empfinden anderen Menschen gegenüber geht über Sympathie und "mögen" einfach nicht hinaus. Daher hab ich mich entschieden, alleine zu bleiben, denn es wäre unfair einer Frau gegenüber, die weit mehr Gefühle in mich investiert (ja, blöde Wortwahl, aber ich denke ihr versteht, wie ich es meine!) als ich ihr entgegenbringen kann. Klar bin ich auch manchmal einsam. Aber ich will ja auch niemandem wehtun, denn das tut mir dann schon leid. Ich bin auf Anraten meiner Familie und einiger Freunde übrigens auch mal zum Psychiater deshalb gegangen, der sich das ganze anhörte und dann meinte, das sei keine Störung in seinen Augen, entweder sei ich eben so, oder die Frau, die mich knackt, wäre mir eben noch nicht über den Weg gelaufen, und dabei belasse ich es auch, was Ursachenforschung angeht. Ich hatte weder eine schwere Kindheit, noch hat mich je jemand falsch angefasst, ich habe keinen besonderen Fetisch, nichts. Auch mein Leben ist als normal zu bezeichnen, Arbeit und Hobbys lasten mich gut aus, ich bin soweit zufrieden nur kann ich eben einfach nicht in "Paarform" lieben und leben. Ich spiele aber auch nie mehr einer Frau etwas vor, seit ich das wirklich weiß. Das habe ich eh nur zweimal, meine anderen Partnerinnen meinten eher, die Liebe käme mit der Zeit. Ist das schlimm? Ich empfinde es gar nicht so sehr so, da ich es nicht anders kenne, aber mein Umfeld reagiert gerade bei neuen Bekanntschaften schon manchmal komisch darauf.

Beichthaus.com Beichte #00031106 vom 30.04.2013 um 09:53:22 Uhr (16 Kommentare).

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Einladung zum Diebstahl

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Diebstahl Verrat

Einladung zum Diebstahl
Ich (m) bin mittlerweile 19 Jahre und schließe gerade erfolgreich mein Abitur ab. Es gibt da eine Sache, die ich mittlerweile mehr oder weniger erfolgreich verdrängt habe. Vor circa 7-8 Jahren bin ich auf einen Jugendball gegangen, auf den in dieser Altersstufe relativ viele Jugendliche gehen. Dort angekommen fanden meine Freunde und ich alles relativ langweilig und seilten uns ab. Im Nebenraum hinter der Treppe angekommen, bahnte sich das ganze Schlamassel an. Dort standen vier Handtaschen völlig unbeaufsichtigt. Wir haben die Handtaschen aus Neugier dann erst durchsucht und schlussendlich ausgeräumt. Drin war ein kleiner Bargeldbetrag und Handys, die ließen wir aber an Ort und Stelle. Eine Woche später hat ein Kollege vornehmlich mich bei der Polizei verpfiffen. Ihr könnt euch ja denken, was das für einen Ärger gab. Beichten will ich eigentlich nicht die Tat, sondern dass ich damals dachte, es ist gerechtfertigt, da die Mädels ihre Taschen unbeaufsichtigt stehen ließen. Ich hatte einfach nicht den Horizont, um das alles zu verstehen. Das war der einzige und letzte Diebstahl, den ich je begangen habe.

Beichthaus.com Beichte #00031105 vom 30.04.2013 um 01:20:19 Uhr (11 Kommentare).

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“Beichte

Ein anderer Mensch im Urlaub

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Falschheit Betrug Lügen Neugier Grünwald

Ich (m/23) möchte beichten, dass ich, seit ich etwa dreizehn Jahre alt bin, eine ganz blöde Eigenschaft entwickelt habe. Immer, wenn ich nämlich zum Beispiel auf Kur oder im Urlaub war, habe ich den Leuten, mit denen ich nur während dieser Zeit befreundet war, irgendwelche Lügen über meine Person erzählt. So habe ich zum Beispiel mal behauptet, dass ich schwul wäre oder das ich eine Krankheit hätte.
Der Zweck dieser Wandlung war, dass es mich schon immer interessiert hat, wie die Leute auf mich reagieren würden, wenn ich anders wäre und es hat super funktioniert! So hatte ich, als ich behauptete ich sei schwul, viele weibliche Freunde. Natürlich nur als "Aller-Beste-Freundin" oder so, denn viele Frauen wollen einen schwulen Freund. Ich wollte einfach mal das, was diese ganzen 90 Jahre alten Verhaltens-Forscher-Säcke so erzählen, nachprüfen. Und es war und ist auch heute noch sehr interessant zu beobachten, wie das in der Realität aussieht. Ich mache das außerdem um etwas Abwechslung in mein Leben, dass sonst nur so vor langweiligem Klischee-Alltag strotzt, zu bringen. Leider ist die Kehrseite, dass ich dadurch wahrscheinlich schon viele Leute, die das Potenzial zu echten Freunden hätten, ziehen lassen habe oder andere verletzt habe. Wenn ich darüber nachdenke, tut mir das jedes Mal so leid, dass ich mir denke, ich muss das sein lassen, aber ich kann nicht. Ich will also beichten, dass ich mich bei passender Gelegenheit oft selbst verstelle, nur um nicht so langweilig wie immer zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00031103 vom 29.04.2013 um 19:55:58 Uhr in 82024 Grünwald (Mittelstr.) (20 Kommentare).

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