Lebkuchen 2010

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Unreinlichkeit Faulheit

Ich (m/21) habe es erstmals seit 2-3 Jahren geschafft mein Schlafzimmer auf Vordermann zu bringen. Zumindest habe ich mal damit angefangen. Auf Vordermann bringen heißt in diesem Fall mal grob zu saugen, Unrat zu entsorgen (zwei große Müllbeutel, das Zeug lag alles auf dem Boden zerstreut), Spinnweben entfernen und mal wieder zu lüften. All das habe ich seit Jahren nicht mehr gemacht. Abseits der "Gehwege" lag der Staub inzwischen teilweise Zentimeter hoch. Von den Lebkuchen auf dem Schreibtisch weiß ich, dass sie von Weihnachten 2010 waren. Man glaubt gar nicht wo überall noch alte Socken etc. zu finden sind. Ich muss nun allerdings noch überall feucht drüberwischen, damit auch der restliche Staub noch weggeht und nachdem sich der nun beim Saugen aufgewirbelte Staub wieder gelegt hat, nochmal Saugen. Zwischen all dem Dreck, Unrat und Staub habe ich natürlich täglich geschlafen. Wer weiß wie viel ich davon schon eingeatmet habe. Hoffentlich lass ich es in Zukunft nie mehr so weit kommen.

Beichthaus.com Beichte #00030025 vom 02.06.2012 um 19:32:08 Uhr (35 Kommentare).

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Die Idee mit den Hartz IV Empfängern

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Vorurteile Faulheit Schamlosigkeit Kiel

Ich (w/26) habe bis vor zwei Jahren in einer großen Baumarktkette gearbeitet. Meine Schuld besteht daran das ich durch meine Faulheit meinen Vorgesetzten auf eine Idee gebracht habe andere Menschen ziemlich gemein auszunutzen. Meine Strafe habe ich dafür aber gekriegt. Das fing damit an das wir einmal im Jahr Inventur hatten, die Arbeit war zeitaufwendig und ätzend. Neues Personal wurde für so kurze Zeit nicht eingestellt, also mussten wir alle um Weihnachten herum Überstunden ohne Ende machen. Irgendwann ist mir dann mal die Idee gekommen das die Inventur doch auch durch Hartz IV Empfänger gemacht werden könnte. Ich hatte damals durch Talkshows usw. recht üble Vorurteile gegen die Leute gehabt. Ich habe meinem Vorgesetzten von der Idee erzählt und der hat es tatsächlich umgesetzt. Zuerst war ich ziemlich glücklich darüber, dass das alles so toll geklappt hat. Die Leute haben aber wirklich keinerlei Geld dafür gekriegt und wurden sozusagen vom Arbeitsamt gezwungen bei uns zu arbeiten. Ich habe das alles erfahren als ich mich mit denen unterhalten habe und war natürlich doch ziemlich geschockt. Es kam aber noch schlimmer, mein Vorgesetzter hat beruflich ziemlich von der Idee profitiert. In zwei anderen unser Baumärkte wurde es sogar kopiert und er war natürlich mächtig stolz. Zumal sich bei ihm wohl auch beruflich die letzten zwanzig Jahre nichts bewegt hat. Er war halt eher so ein Verwaltungsmensch und man hat ihm kein kreatives Denken zugetraut. Konnte man auch an seinen Klamotten und Haarschnitt sehen, war so im Stil der 80er Jahre.
Es gab eben nur eine Person die davon wusste, dass es nicht seine Idee war und daher bin ich dann wohl auch ein halbes Jahr später entlassen worden. Zum Glück habe ich schnell wieder neue Arbeit gefunden, sonst wäre ich vermutlich wieder im Baumarkt gelandet, zum jährlichen Schraubenzählen.

Beichthaus.com Beichte #00030013 vom 26.05.2012 um 19:07:56 Uhr in Kiel (16 Kommentare).

Gebeichtet von Drago83
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Arbeitsverhalten meinem Gehalt anpassen

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Neid Faulheit Trägheit Ludwigsburg

Ich möchte hiermit beichten, dass ich mittlerweile mein Arbeitsverhalten meinem Gehalt angepasst habe. In unserer Firma bin ich als Berufsneuling schlecht bezahlt im Vergleich zu anderen Kollegen. Allerdings wälzen diese ihre Arbeit auf mich ab. Am Anfang habe ich mir auch wirklich große Mühe gegeben, da ich meinem Chef beweisen wollte, dass ich mein Geld wert bin. Das ging dann so lange bis ich herausfand, dass meine Kollegen teilweise das Doppelte bis Dreifache von meinem Gehalt verdienen und dabei nicht pro Monat circa 20 Überstunden ansammeln.


Irgendwann bin ich dann dazu übergegangen, mein Arbeitsverhalten anzupassen und verbringe somit knapp 50 Prozent meiner Arbeitszeit damit, dass ich im Internet surfe, rauchen gehe oder in unserer Kantine die Kaffeemaschine neu einstelle. Eigentlich tut es mir ja kein bisschen Leid, aber ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem manchmal, vergeht aber wenn ich wieder Internet surfe.

Beichthaus.com Beichte #00030006 vom 23.05.2012 um 13:53:20 Uhr in Ludwigsburg (22 Kommentare).

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Urlaub für alle!

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Faulheit Ignoranz Arbeit Zivi & Bund Schortens

Als ich bei der Bundeswehr war, wurde ich im Geschäftszimmer eingesetzt. Es war nie der Posten, den ich haben wollte, aber ich habe ihn leider bekommen, nachdem ich 6 Wochen aufgrund einer Operation nicht am Zugdienst teilnehmen konnte.
Ich wurde in eine andere Kompanie versetzt, da dort mangels Personal niemand mehr im Geschäftszimmer saß. Ich waltete also meines Amtes und begann mit der Aufarbeitung aller Unterlagen. Mein Vorgänger war eine richtig faule Sau (circa drei Jahre keine Altablage, ein Jahr keine normale Ablage usw.) und als ich dann zu allem Überfluss in einer Schublade knapp 400 nicht eingearbeitete Urlaubsscheine auffand, habe ich aus reiner Faulheit knapp die Hälfte in den Schredder gehauen. So hieß es also: Mehr Urlaub für alle! Einzig dem Typen, der mir die Arbeit hinterlassen hat, habe ich jeden einzelnen Tag von seinem Jahresurlaub abgezogen. Ich weiß zwar, dass es falsch war und das ich mich auch einfach etwas hätte anstrengen können, aber ich war zu dem Zeitpunkt einfach zu faul dazu. Ich bitte trotzdem um Absolution, da es ja doch irgendwie einem guten Zweck gedient hat.

Beichthaus.com Beichte #00029976 vom 04.05.2012 um 13:19:51 Uhr in 26419 Schortens (Upjeversche Straße) (19 Kommentare).

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“35.000

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Heimliche Arbeitsverweigerung

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Faulheit Lügen Familie

Da unsere Eltern viel unterwegs waren, mussten mein zwei Jahre jüngerer Bruder und ich (m) zu Hause ordentlich mit anpacken. Wenn der Haushalt abends nicht picobello gemacht war, gab es Krach, außerdem gab es natürlich noch Zusatzaufträge wie Auf-die-kleine-Schwester-Aufpassen und mit ihr die Hausaufgaben machen, Rasen mähen oder sonst was im Garten erledigen, Holz stapeln, Auto waschen etc. Wir mussten jedenfalls mehr tun als die anderen aus meiner Klasse oder der meines Bruders. Hobbys wurden uns nicht erlaubt, und die einzige Möglichkeit wegzugehen war mit der Schwester auf den Spielplatz, Einkaufen für die Familie oder schulische Aktivitäten, die bei meinem Vater ganz oben standen. An den Tagen, wo einer von uns für die Schule weg war, musste der andere die ganze Arbeit folglich allein machen. Also boxte ich zunächst durch, dass ich in die Schach-AG meiner Schule durfte (aus der ich wenig später heimlich wieder austrat, das fiel sowieso nicht auf) und gründete außerdem mit meinen Kumpels eine Lerngruppe, die sich mal bei mir und mal bei einem anderen traf. Trafen wir uns bei mir, was selten vor kam, weil ich immer sagte, wegen der Schwester haben wir da eh keine Ruhe, machten wir unsere Hausaufgaben und lernten ein wenig, um vor meinem Bruder den Schein zu wahren. Die "Lerntreffen" bei den anderen (zweimal pro Woche) sowie die Zeit, die ich angeblich in der Schach-AG verbrachte (einmal die Woche), diente dazu, mit meinen Kumpels herumzugammeln und gelegentlich auch mal ein Bier zu trinken oder zu rauchen. Mein Bruder wollte damals in die Informatik-AG seiner Schule, aber das durfte er nicht, da wir keinen PC zu Hause hatten und der Voraussetzung war. Ich möchte hiermit beichten, dass mein Bruder wegen meiner Freizeitvergnügung die ganze Arbeit und das Aufpassen auf die Schwester dreimal pro Woche allein machen musste und ich ihn und meine Eltern jahrelang belogen habe.

Beichthaus.com Beichte #00029945 vom 16.04.2012 um 20:04:53 Uhr (18 Kommentare).

Gebeichtet von Merzberger
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