Rechnung von der Bibliothek

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Faulheit Peinlichkeit Lügen Studentenleben Stuttgart

Als Studentin habe ich einmal eine ganze Menge Bücher aus der Bibliothek daheim gehabt und war zu faul, um sie wieder zurückzubringen. Ich habe das immer wieder vor mir hergeschoben. Nachdem ich die Bücher ein ganzes Semester nicht abgegeben hatte, flatterte mir eine unglaublich Rechnung über 150 Euro ins Haus. Ich hob Geld von meinem Konto ab und fuhr zur Bücherei. Ich war so unheimlich peinlich berührt, als ich in der Schlange wartete und als ich dran war und die nette junge Dame den Code des ersten Buches eingescannt hatte und erschrocken in den Bildschirm ihres Rechners starrte, stammelte sie nur: Das kann doch jetzt gar nicht sein!


Ich wollte nicht, dass jeder um uns rum das ganze mitbekommt und meinte hastig: Doch, das kann leider sein! Sie schaute mich so böse an und ich merkte schon, wie ich rot wurde. Da erzählte ich einfach, dass ich die Bücher so lange nicht abgeben konnte, weil ich ein Semester im Ausland verbracht hätte. Das entsprach absolut gar nicht der Wahrheit, aber mir war das so rasend unangenehm und ich wollte einfach eine Erklärung liefern!! Sie wurde freundlicher und fragte, wo ich denn gewesen sei. Ich sagte: Finnland, warum, weiß ich bis heute nicht, es fiel mir eben spontan ein. Sie freute sich enorm und meinte, dass sie auch ein Semester in Finnland studiert hätte und wo genau ich denn gewesen sei. Panisch überlegte ich und sagte die einzige Stadt, die ich wenigstens namentlich kannte: Helsinki.


Daraufhin freute sie sich noch mehr und rief fröhlich: Ich auch! Mir brach der Schweiß aus, aber ich gab ebenfalls vor, mich enorm zu freuen. Da meinte sie, dass sie da was an der Rechnung drehen könne, das sei doch gar kein Problem! Ich lehnte ab und meinte, dass ich doch anderen Studenten, die Bücher doch vorenthalten hätte, aber sie meinte nur "Ach was!", tippte irgendwas ein und meinte strahlend, dass ich nur 50 Euro zahlen bräuchte. Ich zahlte, ging und schämte mich. Sie war ja so nett und freundlich gewesen und ich war so ein verlogenes Stück! Ich war so sinnlos feige und verlogen, es tut mir echt Leid! Ich habe nie mehr etwas aus der Landesbibliothek ausgeliehen.

Beichthaus.com Beichte #00030267 vom 16.09.2012 um 17:00:03 Uhr in 70173 Stuttgart (Konrad-Adenauer-Straße 8) (27 Kommentare).

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Experten-Hotline

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Faulheit Trägheit Arbeit Telefon

Ich möchte beichten: Ich arbeite bei einem großen Finanzdienstleister im Bereich Geschäftskunden. Es gibt eine Hotline für diese Kunden und noch mal Spezialisten, falls die Hotline-Mitarbeiter nicht mehr weiter wissen. Nur, weil wir unsere Prozesse nicht im Griff haben landen Anfragen per Kontaktformular auch mal bei mir. Ich möchte beichten, dass ich bei Antworten immer meine Telefonnummer aus der Signatur lösche, weil ich keinen Bock habe, dass mich diese Vollidioten (okay, nicht alle sind welche) anrufen und mit ihren Problemen nerven, wenn sie noch nicht mal Excel bedienen können. Eigentlich ist es falsch und nicht kundenorientiert.

Beichthaus.com Beichte #00030260 vom 12.09.2012 um 20:07:41 Uhr (18 Kommentare).

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“35.000

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Die unwichtige Prüfbehörde

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Faulheit Trägheit Arbeit

Ich arbeite in einer großen Prüfbehörde. Wir prüfen bestimmte Sachverhalte, schreiben Berichte darüber. Tatsächlich arbeite ich etwa fünf Prozent meiner Arbeitszeit. Das liegt an zwei Dingen. Zum einen haben wir eine grauenhafte Organisation mit untereinander verfeindeten Abteilungsleitern, was immer wieder zu wochenlangem Leerlauf führt. Einfach deswegen, weil die Berichte, die wir abgeben, bei unseren Chefs erst mal ewig liegen, bevor wir sie zurück bekommen. Wenn diese Berichte nicht ganz verschwinden, weil sie den Oberen politisch nicht in den Kram passen. Zum anderen deswegen, weil es vollkommen unwichtig ist, was wir tun. Wenn es uns nicht gäbe, würde es keiner bemerken. Aufwand und Nutzen stehen in überhaupt keinem Verhältnis. Also arbeite ich - wie alle hier - sehr langsam. Denn warum sich anstrengen, wenn es ohnehin keinen interessiert? Am Anfang war ich wesentlich aktiver, habe aber schnell gemerkt, dass man sich nur unbeliebt macht, wenn man schneller arbeitet als der Rest. Also habe ich mich angepasst. Lese Zeitung, surfe im Internet, erledige meine privaten Sachen. Ich bin über diese Situation nicht glücklich, aber irgendwo muss ja die Kohle herkommen. Und andere Stellen werden derzeit praktisch kaum ausgeschrieben.

Beichthaus.com Beichte #00030249 vom 06.09.2012 um 20:08:15 Uhr (22 Kommentare).

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Gammelzeit

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Faulheit Trägheit Unreinlichkeit Urlaub Hofheim

Ich (m/26) habe seit letztem Montag Urlaub und wie üblich gönne ich mir im Urlaub wenn ich nicht wegfahre erstmal eine richtige Gammelzeit. Das heißt seit dem 17. habe ich nicht mehr geduscht und mich auch sonst nicht gewaschen oder frische Sachen angezogen. Dafür habe ich in den letzten Tagen ordentlich gezockt und gesoffen. Heute musste ich nun unbedingt einkaufen, weil ich nichts mehr im Kühlschrank hatte, ich hatte aber keinen Bock, duschen zu gehen oder so. Also bin ich einfach so wie ich bin in den Supermarkt. Ich glaube, dass einige Leute meinen Geruch wahrgenommen haben und da ich mir auch nicht die Mühe gemacht habe, mich zu rasieren oder mir die Haare zu kämmen (was bei den fettigen Strähnen eh keinen Sinn hat) bin ich glaube ich ziemlich aufgefallen. Und ich muss gestehen, ich schäme mich nicht. Jetzt sitze ich wieder vor dem PC und werde spätestens am Freitag duschen, weil ich da Besuch bekomme. Wer jetzt fragt, warum ich mich in meinem Urlaub so gehen lasse, dem sei gesagt, dass es einfach nur Faulheit ist.

Beichthaus.com Beichte #00030220 vom 28.08.2012 um 14:16:09 Uhr in Hofheim (34 Kommentare).

Gebeichtet von Charly80
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Zufallsbeichte
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Fleisch in der Kleidersammlung

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Faulheit Boshaftigkeit

Einer unserer Mieter ist vor kurzem für 5 Wochen in den Sommerurlaub gefahren und bat mich (m/24) ab und zu nach seiner Post und den Pflanzen zu gucken. Doch es kam, wie es halt so kommt: Man ist jung, hat besseres zu tun und denkt sich jedes mal, was soll schon sein, fährste morgen hin und erledigst das alles.
Nix da: Als ich das erste Mal nach 3 Wochen die Wohnungstür öffnete, kam mir ein widerlicher süßer, fauliger abartiger Geruch entgegen, sodass ich nur weiter in die Wohnung konnte, wenn ich die Luft angehalten habe. Der Geruch kam aus der Küche, es lagen überall Fliegen auf dem Boden und aus der Kühltruhe lief eine ekelhafte braune Brühe, die nach Verwesung roch. Ich kenne den Geruch, da ich ab und zu mal jagen bin.


Was war geschehen: Kurz nachdem unser Mieter in der Urlaub gefahren ist, ist seine Kühltruhe kaputt gegangen und sämtliches Fleisch und Fisch konnte ungehindert für 3 Wochen im Sommer vorsichhin gammeln. Ich beichte: Ich war eine faule Sau, daher musste sich unser Mieter einen neuen Kühlschrank kaufen, da der andere trotz einfacherer Reparatur nicht mehr zu gebrauchen war. Doch was viel schlimmer ist: Ich wusste an dem Tag nicht, wohin mit dem Fleisch, und das Zeug einfach in den Hausmüll zu werfen, wäre eine absolute Unzumutbarkeit für jeden Passanten gewesen, da es einfach nur nach Verwesung roch. Da ich am Tag zuvor eine Doku über die übelen Machenschaften der Kleidersammelbetriebe und deren Kleidercontainer gesehen habe, habe ich mich einfach entschlossen, den ganzen Scheiss da rein zu werfen. Ich weiss nicht warum, aber gestern wurden die Container nicht nur geleert, sondern ganz mitgenommen.

Beichthaus.com Beichte #00030218 vom 28.08.2012 um 00:03:21 Uhr (27 Kommentare).

Gebeichtet von jayzee
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