Wenn aus Spaß ernst wird

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Lügen Morallosigkeit Telefon

Als ich ungefähr sieben Jahre alt war und meine Schwester circa 18 besuchte ich sie in ihrer Wohnung. Es dauerte nicht lange, bis ich auf die Idee kam, fremde Leute anzurufen, um sie zu ärgern und hinter das Licht zu führen. Also nahmen wir das Telefonbuch und suchten uns immer gemeinsam einen Namen aus. Als die Person am anderen Ende zu hören war, habe ich mich z.B. als die Telekom ausgegeben. Ich erzählte den Leuten, dass deren Leitung verstopft sei und sie doch mal bitte kräftig ins Telefon pusten sollen. So unlogisch es klingen mag, vor allem ältere Menschen, taten, was ich ihnen sagte. Meine Schwester und ich lachten uns wirklich kaputt. Aber dann geschah es. Ich wählte eine Nummer, und als ein Mann den Hörer abnahm, sagte ich: "Papa, Papa, hilf mir doch, hier brennt es, Papa, ich habe solche Angst, Hilfe!" Was ich nicht ahnte: Der Mann nahm meine Worte todernst. Er fragte mich sehr besorgt, wo ich sei. Dann legte ich auf. Ich wusste nicht, wie ich mich jetzt verhalten soll. Meine Schwester zwang mich dann regelrecht, die Familie noch einmal anzurufen, um die Wahrheit zu sagen, dass das alles nicht stimmt. Schweren Herzens und mit zitternden Knien rief ich noch einmal an. Diesmal nahm eine Frau den Hörer ab. Ich hörte schon an ihrer Stimme, dass sie sehr aufgebracht war. Stotternd und kleinlaut sprach ich die Wahrheit aus und entschuldigte mich für meine Scherze. Mir tut es sehr Leid, dass ich diese Familie in eine solche Situation gebracht habe.

Beichthaus.com Beichte #00026981 vom 11.09.2009 um 15:48:40 Uhr (11 Kommentare).

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Steine auf der Straßenbahnschiene

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Vandalismus Waghalsigkeit Bahn & Co. Schriesheim

Als ich (w/heute 21) im Grundschulalter war habe ich mit einem Freund zusammen immer 10 Pfennig Stücke auf die Straßenbahnschienen gelegt. Wir haben uns dann darüber gefreut, dass sie so schön platt geworden sind. Irgendwann kamen wir auf die Idee, auch Steine zu nehmen. Wir haben also mit kleinen Steinen angefangen. Als sie überrollt wurden, sind sie regelrecht zu Staub zerborsten. Wir haben dann immer größere Steine genommen. Irgendwann waren wir soweit, dass wir haufenweise etwa faustgroße Steine auf die Schienen legten. Wenn die Straßenbahn darüber rollte, machte es einen ziemlichen Krach. Irgendwann stand das sogar in den Gemeindenachrichten und wurde dort als Versuch die Bahn entgleisen zu lassen gewertet. Da wir auch anderen Klassenkameraden von unseren Aktionen erzählt hatten, die es wiederum ihren Eltern erzählt haben, war es nur eine Frage der Zeit bis auch unsere Eltern bescheid wussten. Obwohl das ganze eigentlich eher meine Idee gewesen ist als die meines Freundes, konnte ich meine Mutter davon überzeugen, dass er mich dazu überredet hatte. Da ich als brav und strebsam galt, er aber als ziemlicher Rabauke, ging das relativ einfach. Während ich mir also nur eine Predigt anhören musste, dass ich mich nicht so leicht von anderen Leuten in irgendetwas reinziehen lassen sollte und das solche Leute kein Umgang für mich wären, bekam er mächtig Ärger und Hausarrest. Danach haben wir nichtmehr miteinander geredet. Ich würde mich eigentlich gerne bei ihm entschuldigen, heute könnten wir bestimmt über die Sache lachen. Leider ist er zwei Jahre später umgezogen und ich habe keinerlei Kontakt mehr mit ihm. Ich werde wohl für immer auf meinen Schuldgefühlen sitzen bleiben. Aber zumindest bin ich im Nachhinein sehr glücklich darüber, dass nicht tatsächlich eine Bahn entgleist ist.

Beichthaus.com Beichte #00026974 vom 10.09.2009 um 09:44:42 Uhr in Schriesheim (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Der Mord an meiner Mutter

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Mord Ignoranz Verzweiflung Familie

Als ich 13 Jahre alt war, wohnte ich mit meiner Mutter, ihrem Lebenspartner (ich nannte ihn Onkel) mit dem ich irgendwie nie viel gemeinsam hatte und meiner Großmutter zusammen, die mich sehr nervte, da sie immer ins Wohnzimmer reinkam, während ich Fernsehen geschaut […]
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Beichthaus.com Beichte #00026973 vom 10.09.2009 um 00:16:35 Uhr (32 Kommentare).

Gebeichtet von fubu13
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Umgekippt nach Beichthaus-Beichte

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Peinlichkeit Ekel Gesundheit Arbeit Berlin

Umgekippt nach Beichthaus-Beichte
Ich (m/29) bin etwas überempfindlich, wenn es um Blut geht. Mein Arzt weiß schon immer, dass ich mich beim Blut abnehmen immer hinlegen muss, da ich schon einmal bevor es überhaupt zur Sache ging umgekippt bin. Das was mir allerdings gestern passiert ist, toppt alles und ist mir mehr als peinlich. Gestern war es bei uns im Büro mal wieder unerträglich heiß, aber sonst alles so wie immer. Nach der Mittagspause las ich wie jeden Tag die neusten Beichthaus-Stories. Trotz Vorwarnung las ich auch die Beichte (00026965) mit dem Typen, der mit einer Rouladennadel einen geeiterten Heuhalm aus seinem Arm holte. Im gleichen Moment rief unser Chef uns alle zusammen um in den Meeting-Raum zu kommen. Hektik! Ich sprang sofort auf. - Wahrscheinlich zu schnell. Ich lief vielleicht noch zwei Meter, mir wurde schwarz vor Augen, Filmriss. Irgendwann bin ich dann aufgewacht, alle Mitarbeiter inkl. Chef schauten panisch auf mich herab. Oh man das war peinlich. Zum Glück konnte ich sie noch davon abhalten den Notarzt anzurufen. Ich wurde dann mit dem Taxi nach Hause geschickt. Heute bin ich wieder im Büro und jeder hat Angst, dass ich nochmal umkippe. Mein Chef will jetzt sogar einen Erste-Hilfe-Kurs für alle organisieren, weil niemand wusste, was zu tun war.

Beichthaus.com Beichte #00026971 vom 09.09.2009 um 11:05:03 Uhr in 10178 Berlin (Karl-Liebknecht-Straße) (49 Kommentare).

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Mein bohrender Nachbar

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Aggression Zorn Nachbarn

Ich (m/18) habe in meiner alten Wohnung öfters laut Musik gehört, natürliche keine Rock Balladen oder klassische Musik, eher Death Metal und Hardcore. Gleich am ersten Tag, als wir eingezogen sind, hat sich der Nachbar über uns beschwert, ich hab ihm gesagt es sei kein Problem die Musik etwas leiser zu stellen. Leider war es eins. Ich hasse es leise Musik zuhören, entweder laut oder gar nicht lautet mein Motto. So entbrannte zwischen mir und meinem Nachbarn ein Krieg, in dem es darum ging, wer mehr Krach machen konnte. Immer wenn ich laut Musik hörte, schlug er (wahrscheinlich sogar mit seinem Kopf) mit einem harten Gegenstand auf den Boden, das über circa 5 Minuten lang, bis mir das zu nervig wurde und ich die Musik lauter drehte. Irgendwann war es soweit, dass er den Bohrer rausholte und bohrte, und das jedes mal wenn ich Musik hörte, egal wie sehr ich mich auch zusammengerissen hab und die Musik leiser drehte. Einmal bin ich nach dem Musik hören spazieren gegangen, für ca. 15 Minuten, als ich wiederkam bohrte er immer noch. Ich bin mittlerweile ausgezogen und stelle mir immer wieder die Frage, wie viele Löcher der Typ in seine Wände gebohrt hat.

Beichthaus.com Beichte #00026964 vom 07.09.2009 um 12:40:58 Uhr (43 Kommentare).

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